Windows 7 Nachrichtensplitter

win7Windows 7 ist nicht tot zu kriegen – so könnte man die Situation umschreiben. Es ist die letzte, brauchbare Windows-Variante, die von Microsoft noch bis 2020 unterstützt wird. Im Blog-Beitrag ziehe ich daher zwei aktuelle Nachrichten rund um Windows 7 zusammen: Wie lange lässt sich das noch kaufen? Und was ist, wenn ich einer Raubkopie aufgesessen bin?


Anzeige

Cashback von Microsoft für Raubkopien ?

Raubkopien von Windows 7 machten ja immer wieder Schlagzeilen – und der Kunde ist angeschmiert – hat er doch sein Geld ausgegeben und kann die Software doch nicht nutzen. Ich erinnere nur an die Story rund um den Händler PC Fritz [a1, a2], die noch immer nicht juristisch aufgearbeitet ist.

Jetzt kommt Martin Geuß von Dr. Windows mit dieser Story: Wer einer Raubkopie aufgesessen ist (gekauft zwischen 1.12.2012 bis 28.2.2014), kann sich bei Microsoft melden und angeben, wann und wo er diese erworben hat. Gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, vom 2.12.2013 bis 28.2.2014 eine Lizenz von Windows 7 oder Windows 8/8.1 von Microsoft zu erwerben. Im Rahmen einer Cashback-Aktion gibt es:

  • 25€ für Windows 8.1 Pro, Windows 7 Professional und Windows 7 Ulitmate
  • 20 € für Windows 8.1 und Windows 7 Home Premium

Der Käufer bekommt quasi eine Gutschrift von max. 25 Euro auf den Kaufpreis erstattet. Wer dann bei einem Händler eine legale Windows 7-Version (um die 20 bis 30 Euro) erwirbt, bekommt das Betriebssystem quasi gratis – und hat zumindest nicht den Schaden, 2 Mal zahlen zu müssen. Und hier ist noch die Webseite für die Cashback-Aktion.

Windows 7 gibt es nach wie vor im Vertrieb

Der zweite Nachrichtensplitter kommt von heise.de in Form des Artikels Microsoft verlängert Verkauf von Windows 7. Microsoft stellt die Belieferung der Händler mit Retail-Versionen (also die Versionen, die in den normalen Handel gehen), ein Jahr nach dem Erscheinen einer neuen Version eines Betriebssystems für die Vorgängerversion ein. Dies wäre für Windows 7 Ende Oktober der Fall gewesen. Im englischsprachige Lifecycle Guide ist das Verkaufsende noch auf “to be determined” gesetzt – sprich: Es werden noch Lizenzen in den Einzelhandel gegeben. Axel Vahldiek von heise.de weist darauf hin, dass Microsoft System Builder-Lizenzen von Windows 7 noch bis 30. Oktober 2014 bereitstellen wird. Also: Noch kann man eine geraume Zeit dieses Betriebssystem lizenzieren – und der Support läuft auch noch bis 2020. Die Welt ist also (zumindest aus dieser Sichtweise) nicht immer schlecht und ungerecht.

Ähnliche Artikel:
a1: Obacht bei Schnäppchenpreisen für Windows 7-Lizenzen
a2: PC Fritz erwirkt einstweilige Verfügung gegen Microsoft

Links:
1: Microsoft verlängert Verkauf von Windows 7
2: Microsoft: Cashback-Aktion für Käufer von gefälschten Windows-Lizenzen


Anzeige
Dieser Beitrag wurde unter Windows 7 abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Windows 7 Nachrichtensplitter


  1. Anzeige
  2. HansS sagt:

    Wenn die Nutzerstatistiken von Netmarketshare und Co. nicht völlig danebenliegen, scheint sich Windows 7 ja weiterhin großer Beliebtheit zu erfreuen. Ich vermute, dass der Großteil der XP-Vertriebenen den Aufwärtstrend eher noch verstärken wird. Vielleicht sollte Microsoft einfach mal auf Paul Thurrott hören, der ja durchaus ein Befürworter von Windows 8 ist. Er schrieb vor drei Tagen auf WindowsITPro: Maybe it’s time for Windows 8.2. And I have a two-word recommendation for Microsoft for that release: “Start. Menu.”

  3. Wolfgang sagt:

    Hallo Günter,
    habe mal eine Frage zu Win 7. Ich benutze sie ja nicht mehr und würde
    diese Version zum Kauf anbieten. Was müsste der Käufer machen um sie zum
    laufen zu bringen. Ich meine, sie war ja bei mir installiert. Wenn jetzt
    ein Dritter sie aktivieren will, streikt doch Windows und die lapidare
    Meldung wird kommen… “Falscher Key”

    Es ist eine gekaufte DVD-OEM Version, keine vorinstallierte auf einem
    Rechner. Okay, wenn man das ganze jetzt richtig genau nimmt, dürfte ich
    sie gar nicht zum Kauf anbieten, da damit die 30 € Version
    freigeschaltet wurde von Win 8. Möglich, dass du in deinem Blog schon
    darüber berichtet hast und ich habe es übersehen.

    Gruss,
    Wolfgang

  4. Anzeige

  5. HansS sagt:

    In dem Zusammenhang sind auch die neusten Informationen zum kommenden Windows (Codename Threshold) von Mary Jo Foley interessant. Demnach wird es drei Windows-Versionen geben:
    • eine „moderne“ Consumer Version,
    • eine eher traditionelle Consumer Version und eine
    • traditionelle Enterprise Version.
    Ihr Fazit: „The big takeaway here is there may be more concessions coming to folks who felt like Windows 8 went too far in turning Windows into a touch-first, tablet-centric operating system.”
    http://www.zdnet.com/more-on-microsofts-sku-morphic-windows-vision-7000024092/

  6. Günter Born sagt:

    @HansS: Danke für die Infos – ich hatte heute noch nicht bei ZDNet.com vorbei geschaut. Klingt interessant – aber ich glaube es erst, wenn ich es sehe, fühle schmecke.

    @Wolfgang: Wenn Du Windows 8 über Windows 7 aktiviert hast, ist die Lizenz verbraucht – Du darfst sie nicht verkaufen (ich habe das im Blog schon mal thematisiert).

    Ansonsten ist es kein Problem, eine Lizenz auf einer anderen Maschine zu aktivieren – notfalls per Telefonaktivierung. Wo es aber oft hakt: Bei OEM-Lizenzen sind spezielle Builds der Hersteller auf den Datenträgern, so dass es dann Aktivierungs- oder Installationsprobleme gibt. Aber da muss ich auch gestehen, dass ich keine praktischen Erfahrungen habe – hier komme ich für meine Testsysteme an MSDN-Versionen heran – und auf den Produktivmaschinen war Windows 7 lizensiert. Für andere Zwecke kann man auf dem Notebook auch ein Linux Mint oder Ubuntu installieren – und ich habe hier einige Android x86-Systeme, die ich auf Maschinen booten kann.

  7. Wolfgang sagt:

    Danke Günter, habe verstanden.

  8. Günter Born sagt:

    Nachtrag: Bei ZDNet.com gibt es hier einen längeren Artikel zum Ende des Verkaufs von Windows 7-Lizenzen. Bis Oktober 2014 gibt es auf jeden Fall noch OEM-Lizenzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.