Dell unterstützt neues Elektronikschrott-Recyclingmodell in Nairobi

Heute noch eine – zumindest in meinen Augen – gute Nachricht. Gelegentlich bringe ich im Blog ja schon mal einen Artikel zu Umwelttechniken bzw. zum Thema Nachhaltigkeit – denn ich bin der Meinung, dass wir schonend mit unseren Ressourcen umgehen müssen. Momentan landen hundertausende Tonnen Elektroschrott in Afrika auf Müllhalden und werden dort durch Kinder in unter stark gesundheitsschädlichen Bedingungen recycelt. Daher fand ich die Initiative von Dell, die ein neues Recyclingmodell für Elektronikschrott in Nairobi unterstützt, ganz bemerkenswert.


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Die neue Recyclinganlage in Kenias Hauptstadt Nairobi hat Vorbildcharakter für das Sammeln und Wiederverwerten von Elektronikschrott in Entwicklungsländern. Passend dazu hat Kenia regulatorische Vorschriften erlassen, die eine sichere und nachhaltige Verwertung von Elektronikschrott ermöglichen und neue Jobs schaffen. Dell unterstützt im Rahmen der Mikrofinanzierung ein Projekt, bei dem Frauen aus Nairobis Mukuru-Slum Altgeräte sammeln und an die neue Recyclinganlage verkaufen.

Vertreter von Dell und Mitglieder der E-Waste Solutions Alliance für Afrika haben Anfang Dezember 2013 an der Eröffnung des East Africa Compliant Recycling Center in Nairobi teilgenommen. Die Anlage ist die erste große Recyclingeinrichtung für Elektronikschrott in der Region. Sie wird durch Umweltgesetze unterstützt, die den speziellen Anforderungen von Entwicklungsländern Rechnung tragen. Regierungsbeamte, Vertreter von Nicht-Regierungsorganisationen sowie Vertreter der IT- und Recycling-Industrie haben die neuen Vorgaben gemeinsam entwickelt.

Die strengen Vorschriften, wie sie von Kenias National Environment Management Authority (1) erlassen wurden, liefern den Rahmen für die Arbeitsweise der Anlage. Regularien geben die Grenzwerte vor, die von den Herstellern elektronischer Geräte im Hinblick auf eine spätere umweltverträgliche Entsorgung erfüllt werden müssen. Andere afrikanische Nationen beobachten den Erfolg des neuen Modells genau und prüfen eine Übertragbarkeit auf ihre Länder.

Herzstück des Modells bilden Container an Annahmestellen, die über das gesamte Land verstreut sind. Jede Sammelstelle fungiert als eigenständige Geschäftseinheit, die den Elektronikschrott von eigens dazu ausgebildeten „Sammlern“ aufkauft. Gegenwärtig existieren vier Annahmestellen – zwei davon hat Dell finanziert – und vierzig weitere sind geplant.

Ist ein Container voll, verkauft die Sammelstelle den Inhalt an die zentrale Recyclinganlage. Hier werden die wiederverwendbaren Teile getrennt und an die Elektronikindustrie weiterverkauft. Das Modell selbst soll auf jeder Stufe profitabel arbeiten, angefangen von den einzelnen Elektroniksammlern über die Sammelstellen bis zur Zentrale.

Neben dem Schutz der Umwelt entsteht in dem Projekt auch eine Vielzahl neuer Jobs in der Zentrale und in der gesamten Logistikkette. Dabei werden beispielsweise bisher informell tätige „Müllsammler“ geschult, damit sie Altgeräte nicht im Hinblick auf wiederverwertbare Materialen ausschlachten und der Rest auf illegalen Deponien landet. Dell und andere an dem Projekt Beteiligte fördern die Schulung und Weiterbildung der Sammler.

In einem weiteren, von Dell per Mikrofinanzierung unterstützten Projekt entstanden 27 neue Jobs. Dell unterstützt dabei Frauen aus Mukuru kwa Njenga, einem Elendsviertel im Osten von Nairobi. Auch sie sammeln jetzt Elektronikschrott und verkaufen ihn an die neue zentrale Recyclinganlage.

In der Anlage wird Elektronikschrott aus Kenia und weiten Teilen Ostafrikas gesammelt und für eine umweltverträgliche Verwertung gesorgt. Durch die Integration von Nachhaltigkeit in alle Aktivitäten bietet Dell Unternehmen Lösungen, mit denen sie mehr erreichen können, während gleichzeitig die negativen Auswirkungen auf die Umwelt minimiert werden. Weiterer Informationen gibt es unter www.dell.com/corporateresponsibility.


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Schön wäre, wenn ich demnächst hier einen ähnlichen Artikel über Samsung veröffentlichen könnte – oder verkünden dürfte, dass dieser und jener Hersteller umweltgerechte Elektronikkomponenten bereits beim Produktdesign berücksichtigt.

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