Chromebook-Erfolg beutelt Microsoft

Des einen Freud, des anderen Leid. Googles Konzept der Chromebooks, die für kleines Geld von diversen Herstellern angeboten werden, ist 2013 recht erfolgreich gewesen. Im Gegenzug schwimmen Microsoft die Felle beim Geschäft mit Desktop-Systemen davon.


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Ich gestehe, ich habe es nicht wirklich für möglich gehalten, dass Chromebooks richtig Fuß fassen.  Wenn ich diesen ComputerWorld-Artikel und diesen Blog-Beitrag richtig interpretiere, scheinen sich die Chromebook-Verkäufe, zumindest in den USA, recht erfolgreich zu entwickeln. Die NPD Group wertet US-PC-Verkäufe im Bereich Businesses, Schulen, Behörden und andere Organisationen aus. Amazon.com scheint die Chromebook-Verkäufe in 2013 verdoppelt zu haben. Laut NPD sind 21 % aller in den USA bis November 2013 verkauften Notebooks bereits Chromebooks. Im Bereich Computer und Tablet PCs machen Chromebooks zwischenzeitlich 10 % der Verkäufe aus. Dies ist eine starke Steigerung gegenüber 2012, wo der Wert noch bei 0,2 % lag.

Amazon.com hat wohl vorige Woche bekannt gegeben, dass von den drei während der Feiertage am besten verkauften Notebooks  je ein Chromebook von Samsung und eines von Acer sei. Offenbar zieht der geringe Preis der Chromebooks bei den Kunden – während bei Windows 8/8.1-Geräten oft Phantasiepreise gefordert werden.

Und damit kommen wir zur Kehrseite der Geschichte: Einerseits knabbern Tablet PCs und Phablets an den Marktanteilen der Desktop-PCs – die daher seit einem Jahr sinken. Andererseits ist jedes verkaufte Chromebook ein Nicht-Kauf eines Windows-Notebooks. Offenbar konnte Microsoft bisher weder mit seinem Surface Tablets noch mit Windows RT noch mit Windows 8 bzw. den 8.1-Pendants signifikant punkten. Ich hatte es kürzlich im Artikel Marktanteile: Windows 8 läuft zäh, Windows XP ist pertinent und Windows 7 ist ein Schwergewicht bereits erwähnt. Windows 8 läuft erst auf 6,66 % der Desktop-Rechner und Windows 8.1 dümpelt bei mageren 2,64% Anteil herum.

Mit Tablet PCs kann Microsoft bisher also noch nicht richtig Tritt fassen. Und den Desktop-Benutzer hat man mit dem unausgereiften Windows 8-Konzept bzw. den halbherzigen Nachbesserungen bei Windows 8.1 ziemlich vor den Kopf gestoßen. Für mich wird es spannend, zu beobachten, wie sich das Ganze in 2014 entwickelt und was Microsoft wohl 2015 mit seinem neuen Windows mit dem Codenamen “Treshold” plant. Und wie die neuesten Enthüllungen zu NSA-Spähtools (hier und hier) das ganze Geschäftsmodell der Rechnerhersteller beeinflusst, ist überhaupt noch nicht abzusehen.

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