Simvalley SPX-6 im Kurztest – Teil 3

Das bereits seit September 2013 verfügbare simvalley SPX-6 (siehe Teil 1) ist ein Android-Smartphone für den Einsteigerbereich. In diesem Beitrag gehe ich auf die Erfahrungen aus einem Kurztest ein, die mich mit der Pearl Teststellung des SPX-6 gemacht habe.


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Vorinstallierte Apps und Android Market

Das SPX-6 zeigt auf dem Homescreen das Honigwabenmuster als Hintergrund. Die Auflösung beträgt 480 mal 800 Pixel – was von machen Testern als zu gering bemängelt wurde. Man bekäme keine “scharfe Schrift” auf dem Display. Ich kann aber über das Display nicht klagen, Textseiten ließen sich problemlos lesen – und ich hatte nicht den Eindruck, dass da was unscharf wäre. Auf dem Homescreen sind die nachfolgend gezeigten Apps als Symbole angeordnet.

Neben der Kamera-App finden sich die Telefoniefunktion, Kontakte, SMS und der Stock-Browser, der noch nicht durch den Google Chrome-Browser ersetzt wurde. Dieser Browser lässt sich aber aus dem Google Play Store installieren.

Auf dem simvalley SPX-6 sind zudem die üblichen Google-Apps wie E-Mail, Galerie, Google Mail, Kalender, Kamera, , Maps, Google Play Store, Musik, Navigation, Places, Play Book, Rechner etc. sowie die Einstellungen installiert. Hier eine Auflistung der Apps auf den App-Seiten.

Zusätzlich hat der Hersteller noch einige Zusatztools wie GPS-Status, News & Wetter, den Flash Player, die App ScribMaster und einen Dateimanager vorinstalliert. Auch eine Radio-App ist wegen des FM-Chips vorinstalliert und ermöglicht Radio-hören mit dem Smartphone (ein Feature, welches viele “High End”-Smartphones wie das Nexus 4 oder das Galaxy S4 längst nicht mehr können). Über Google Play Store lassen sich aber weitere Apps installieren. Ich habe z.B. den Google Chrome-Browser und ein paar Zusatz-Apps zum Testen installiert.

Geräteparameter mit Android Status angesehen

Beim Test habe ich als erstes die App Android Status installiert und einen kurzen Blick in die Geräteparameter dieser Apps sowie der App Einstellungen geworfen.


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Es ist eine 1 GHz ARMv7 Single Core CPU (beim SPX-6 DualCore natürlich ein 2-Kern-Prozessor) verbaut. Das SPX-6 kann damit beim Surfen im Web oder bei anderen Funktionen gut bedient werden – Android reagiert fix. Wer allerdings aufwändige Spiele ausführen will, ist mit dem Gerät natürlich fehl am Platz.

Der Speicher beträgt nur 512 MByte – für heutige Verhältnisse etwas knapp aber für Android 4.04 in meinen Augen ausreichend. Von den 512 MByte RAM sind meist noch 100 bis 150 MByte frei – der 3 GByte NAND-Speicher weist 2,7 GByte für Android aus (300 KByte sind für das System) und es sind noch 2,47 GB frei. Das Über eine microSD-Karte kann bis zu 32 GByte externer Speicherplatz zum Sichern von Daten verwendet werden. Das WiFi-Signal weist einen Signalwert von –59 – 60 dBa auf, was nicht sonderlich gut ist. Zudem unterstützt die WLAN-Schnittstelle nur die Funkstandards 802.11 a/g mit 54 MBit/S – nicht jedoch das schnellere 802.11 n.

Kopplung mit Windows

Sobald das simvalley SPX-6 an einen Windows-Rechner angeschlossen wird und die USB-Zugriffe unter Android freigegeben sind, erkennt das Betriebssystem das Smartphone als Wechseldatenträger – Treiber werden automatisch durch Windows 7 installiert.

Anschließend lässt sich im Explorer auf die Ordner der microSD-Karte zugreifen. Ähnlich wie das simvalley SP-140 bietet auch das SPX-12 verschiedene Optionen wie Freigabe als Kamera oder MTP-Mediengerät. Dies ermöglicht sowohl den Fotoimport als auch den Austausch von Mediendateien (Musik, Videos). In der Artikelreihe zum SP-140 sind diese Funktionen beschrieben (siehe Linkliste unter “Ähnliche Artikel”).

Spiele und Flash

Ich habe mal kurz zwei Tests gefahren. Das obligatorische Angry Birds ließ sich problemlos installieren und lief auch ruckelfrei – ich hatte aber den Eindruck, dass das Spiel etwas zäh wäre (kann aber subjektiv sein). Positiv macht sich vor allem der 5,2-Zoll-Bildschirm bemerkbar, da das Spielfeld größer als bei vielen anderen Smartphones ist.

Bei Flash ist zu beachten, dass die Unterstützung nur im Stock-Browser gegeben ist. Die im Stock-Browser aufgerufene Flash-Testseite http://www.chemgapedia.de zeigte die abgerufenen Beispiele mit Flash-Animationen.

Fotos und Kamera-App

Die 5 Megapixel Rückseitenkamera und eine 2Megapixel-Frontkamera lassen sich für Fotos oder für Videochats verwenden. Ich habe die Rückseitenkamera bei ein paar Testschüssen ausprobiert. Allerdings ist eine microSD-Karte im Smartphone erforderlich.

Die Rückseitenkamera reicht für einfache Schnappschüsse (Qualitätsaufnahmen sollte man nicht erwarten). Mit der Frontkamera ist aber kein Staat zu treiben – das Bild ist grieseleig. In hellen Umgebungen ist die Bedienung der Kamera-App wegen des kaum ablesbaren Displays nur schwierig handhabbar. Die Videofunktion habe ich daher nicht mehr getestet.

GPS-Empfänger kurz probiert

Das SPX-6 verfügt über einen GPS-Empfänger und mittels der mitgelieferten App wie GPS Status lässt sich schnell überprüfen, ob Signale empfangen werden. Ich habe es kurz angetestet. Nachdem ich die App gestartet und den GPS-Empfänger über die angezeigte Einstellungsseite aktiviert hatte, wurde die Statusseite der App GPS Status angezeigt.

In geschlossenen Räumen bekam ich erwartungsgemäß kein SAT-Signal. Sobald ich aber das Smartphone in den Fensterrahmen des geöffneten Bürofensters legte, war binnen Sekunden der erste GPS-Satellit gefunden und nach ca. 1 Minute war ein SAT-Fix mit mehreren Satelliten erfolgreich ausgeführt. Auch die Erfassung der Neigung funktionierte.

Kopplung mit Windows

Sobald das simvalley SPX-6 an einen Windows-Rechner angeschlossen wird und die USB-Zugriffe unter Android freigegeben sind, erkennt das Betriebssystem das Smartphone als Wechseldatenträger – Treiber werden automatisch durch Windows 7 installiert.

Anschließend lässt sich im Explorer auf die Ordner der microSD-Karte zugreifen. Ähnlich wie das simvalley SP-140 bietet auch das SPX-6 verschiedene Optionen wie Freigabe als Kamera oder MTP-Mediengerät. Dies ermöglicht sowohl den Fotoimport als auch den Austausch von Mediendateien (Musik, Videos). In der Artikelreihe zum SP-140 sind diese Funktionen beschrieben (siehe Linkliste unter “Ähnliche Artikel”). Die microUSB-Buchse ist aber weder OTG- noch MHL-fähig – externe Speichermedien oder HDMI-Geräte können nicht über Adapter angeschlossen werden.

Youtube-Medienwiedergabe

Der Hersteller hat bereits eine YouTube-App vorinstalliert, die auch problemlos den Zugriff auf die Clips dieser Plattform bereitstellt. Ich habe das Smartphone kurz verwendet, um auch längere Konzertmitschnitte über YouTube abzurufen. Die Clips ließen sich problemlos empfangen und ruckelfrei wiedergeben. Durch das verbaute Display ist auch eine gute Seitenablesbarkeit gegeben.

MP3-Dateien von der microSD-Karte konnten ebenfalls problemlos im Musik Player abgespielt werden. Testvideos im MP4 und WMV-Format wurden ebenfalls ohne Probleme abgespielt. Selbst HD WMV-Videos liefen ruckelfrei – so dass die Grafikleistung der GPU offensichtlich für diese Zwecke ausreicht.

Fazit und abschließend Wertung

Wer das simvalley SPX-5 (siehe Links [b1 ff] am Artikelende) kennt und benutzt hat, findet mit dem SPX-6 einen Nachfolger, der mit einem etwas flotteren Prozessor und Android 4.0.4 aufwarten kann. Das simvalley SPX-6 ist (in meinen Augen) mit seinem 5,2-Zoll-Display ebenfalls ein interessantes Gerät für Leute im Einsteigerbereich, die ein solides Android-Smartphone mit großem Display suchen, aber kein Samsung Note 3 für den doppelten Preis erwerben möchten. Das haptisch griffige Gehäuse und die Verarbeitung gefallen mir schon ganz gut. Top sind auch der microSD-Kartenslot, die DualSIM-Unterstützung für normale SIM-Karten und auch die Anordnung der microUSB-Buchse am oberen Gehäuserand. Android 4.0.4 ist zwar nicht mehr aktuell, aber immerhin laufen noch knapp 17% der Geräte mit dieser Version. Wer so was sucht, und nicht allzu viele Ansprüche hat, für den passt das SPX-6 sicherlich. Auch die Geschwindigkeit ist nicht zu bemängeln. Allerdings muss man sich klar sein, dass es für Android kein Upgrade geben wird und dass die Gerätedaten am unteren Rand dessen liegen, was heute für Einsteigergeräte Standard ist. Aus diesem Blickwinkel wird die in diesem Testbericht (wohl, ohne das Gerät jemals in den Fingern gehabt zu haben) geäußerte Einstufung dem SPX-6 sicherlich nicht gerecht. Wer aber auf 5,2 Zoll Display, zwei ausgewachsene SIM-Kartenslots und microSD-Kartenslot verzichten kann, wird sich eher nach Alternativen umschauen. Möglicherweise ist das Touchlet SX-7 mini eine Alternative. Mal schauen, ob ich von Pearl da eine Teststellung bekomme.

Artikelreihe:
i: Pearl simvalley SPX-6, DualCore 5,2 Zoll Smartphone
ii: Simvalley SPX-6 Hands-on – Teil 2
iii: Simvalley SPX-6 im Kurztest – Teil 3

Links:
1: Produktseite bei Pearl
2: Display-Schutzfolie für Smartphone SPX-5 und SPX-6 (€ 4,90)
3: Echtleder-Tasche für SPX-5 und SPX-6 (€ 16,90)
4: Fixierung (Halteklammer) für SPX-5 und SPX-6 (€ 6,90)
5: Reserve-Akku 2500 mAh für SPX-5 und SPX-6 (€ 12,90)
6: Sleeve für 5,2″ Dual-SIM-Smartphone SPX-5 & SPX-6 (€ 9,90)
7: 230V-Ladegerät für SPX-5, SPX-6, SPX-8 & SPX-12 (€ 9,90)
8: 4000 mAh Akku inkl. Cover für SPX-5 und SPX-6 (€ 19,90)

9: Kurzbericht bei teltarif.de
10: Vorstellung bei connect.de

Ähnliche Artikel:
a1: Pearl Simvalley SPX-12 DualCore Android-Phone
a2: Simvalley SPX-8 Hands-on – Teil 2
a3: simvalley Smartphone & Tablet-PC “SPX-5 UMTS”
a4: Simvalley SP-120/140 Android 4-Handy von Pearl
a5: Pearl simvalley SP-140 im Unboxing
a6: simvalley Dual SIM Smartphone SP-360
a7: 7 Zoll Pearl Touchlet Tablet PC X7G
a8: Touchlet SX 7 FAQ & Wiki

b1 simvalley Smartphone & Tablet-PC “SPX-5 UMTS”
b2: Simvalley SPX-5 UMTS FAQ
b3: Hands-on simvalley “SPX-5 UMTS” – Teil 1
b4: Hands-on simvalley  “SPX-5 UMTS” – Teil 2
b5: Simvalley SPX-5 rooten einfach gemacht
b6: Selbstbau-Halterung für’s Pearl Simvalley SPX-5
b7: CyanogenMod-Features im Simvalley SPX-5 nutzen – Teil I
b8: CyanogenMod-Features im Simvalley SPX-5 nutzen – Teil II
b9: Simvalley SPX-5: Zugriff auf ‘Extra settings’


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1 Antwort zu Simvalley SPX-6 im Kurztest – Teil 3


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  2. Erwin sagt:

    Ich könnte so ein Gerät meinen Freunden und Bekannten nicht empfehlen. Wenn es unbedingt ein Dual-SIM Smartphone sein sollte, dann würde ich da eher das “Wiko Darknight” empfehlen. Für 30 Euro mehr hab ich da ein IPS HD-Touchscreen mit Gorilla Glas, einen Quad-Core 1,2GHz Prozessor, 8GB interner Speicher, 1GB RAM und Android 4.2. Der Speicher kann auch erweitert werden.
    Der Ärger bei einem Gerät mit 512 MB RAM kommt auch erst mit der Zeit. Ich spreche da aus Erfahrung. Anfangs läuft so ein Gerät relativ flüssig, aber es kommen ja mit der Zeit neue Apps hinzu, von denen einige im Hintergrund laufen. Da bringt es auch nichts, immer wieder den Speicher zu leeren, da viele Apps sich nach dem Schließen von selbst wieder starten. Das häufige Leeren des Speichers macht auch das Smartphone eher langsamer, da viele Apps dann immer wieder neu gestartet werden müssen.

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