iOS 8-Ausblick: Health- & Fitness-Tracking an Bord

Aktuell schnitzt Apple ja an iOS 7.1 und iOS for Cars – aber irgendwann dieses Jahr können wir mit iOS 8 rechnen. Und da kommt die spannende Frage auf “was wird da neu sein”? Natürlich wird Apple die Trendthemen des Jahres 2014 aufgreifen, so dass man schon eine Idee entwickeln kann, was da an Neuerungen kommen könnte. Erste Gerüchte oder Informationshäppchen gelangen jetzt an die Öffentlichkeit.


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Wearables und Gesundheit sind Top-Trends

Gesundheit ist auf jeden Fall ein Thema in den “Healt” und “Fitness” fokussierten USA – also ist davon auszugehen, dass da irgend etwas an Apps oder wie auch immer kommen dürfte. Und das nächste Trendthema stellen die sogenannten Wearables dar, also tragbare Sensoren, die vitale Köperfunktionen wie Puls oder Aktivitäten erfassen und auswertbar machen. Der Hersteller LG hat z.B. auf der CES 2014 entsprechende Wearables präsentiert (siehe Artikel  CES: Lifeband Touch und Heart Rate Earphones von LG).

Auf der CES 2014 wurden einen ganze Menge Wearables aus diesem Bereich vorgestellt – ich hatte im Blog-Beitrag Trends der CES 2014 darauf hingewiesen. Bei heise.de findet sich aktuell der Artikel Wearables: Rasantes Wachstum prognostiziert, der das Thema ebenfalls beleuchtet. Gibt man diese Zutaten in einen Mixer, kommt als Ergebnis ein Shake der Art “iOS wird was mit Wearables und Healt- bzw. Fitness-Trackern bieten müssen.

iWatch + iOS 8: Healt- und Fitness-Tracking

Bei 9to5mac.com findet sich nun aktuell der Artikel iWatch + iOS 8: Apple sets out to redefine mobile health, fitness tracking, der genau diesen Mix aus den obigen Zeilen bestätigt. Laut ungenannten Quellen möchte Apple den Gesundheits- und Fitnessbereich umkrempeln (so wie man dies beim Musikmarkt und bei Apps gemacht hat). Leute, die mit internen Apple-Entwicklungen vertraut sind, berichten davon, dass es wohl dieses Jahr ein neues Release von iOS geben wird, in dem wohl auch Healt- und Fitness-Tracking als wichtiges, integriertes Feature gehandelt wird. Heißt vermutlich auch, dass die bereits länger erwartete iWatch bald Marktreife erlangen soll. Apple plant wohl sein tragbares Produkt iWatch unter iOS 8 so aufnorden, dass es mit anderen iOS-Geräten als Gesundheits- und Fitness-Tracker verwendet werden kann.

Healthbook: Fitness-Monitoring als App

Monitoring ist (zumindest im Neusprech und in Ami-Land) immer gut – und Fitness-Monitoring fällt genau in diesen Trend, der vermutlich viele der als hip geltenden Apple-Kunden anspricht. Laut dem oben verlinkten Artikel plant Apple in iOS 8 eine Anwendung unter dem Namen “Healtbook” zu integrieren, die Fitness-Daten aufzeichnen und, zum Beispiel in Statistiken auswerten kann. Es wird also ausgewertet, wie viele Schritte die Leute in einer Zeiteinheit absolviert haben, welche Entfernungen zurückgelegt und wieviele Kalorien verbrannt wurden.

Und natürlich ganz wichtig – die App kann die Gewichtsabnahme erfassen und aufzeichnen. Dürfte dann speziell im Frühjahr, wenn die Pfunde puzeln sollen, einen Run auf iOS 8-Geräte auslösen. Die Software wird vorinstalliert sein und stellt wohl eine Herausforderung für kompetive Angebote von Nike & Co. dar. Interessante Fußnote am Rande: Apples CEO Tim Cook sitzt immer noch im Nike-Aufsichtsrat, wie 8to5mac.com schreibt.

Lebst Du noch? Frag deine App

Möglicherweise erinnern sich noch die Älteren unter den Blog-Lesern an die TV-Serie Enterprise, wo Borddoktor Pille mit einem “Tricorder” über eine Person strich und deren vitale Funktionen ermitteln konnte. Danach lag eine Diagnose vor. Apple denkt da weiter: “Healthbook” kann die Vital-Parameter einer Person aufzeichnen und auf Knopfdruck wiedergeben. Laut anderen ungenannten Quellen wird die App also Blutdruck, Hydration, Herzfrequenz, Zuckerspiegel etc. anzeigen können. Schafft man dann noch die entsprechenden Sensoren, die die Daten automatisch aufzeichnen, braucht es keinen Tricorder mehr, ein iPhone reicht aus, um festzustellen, ob man noch lebt.

Und als Sahnehäubchen kann die App vom Benutzer auch zur Verwaltung von Medikamenteneinnahmen genutzt werden. Dann klingelt das iPhone und die Kalender- bzw. Benachrichtigungsfunktion meldet sich , wenn man mal wieder seine Herztropfen nehmen soll – vorausgesetzt, das Akku ist nicht gerade leer.


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Vor einem Monat sollen die Apple Vorstände Jeff Williams and Bud Tribble sich (laut einer New York Times-Meldung) mit Offiziellen der F.D.A. getroffen haben. Die Food and Drugs Administration ist die US Zulassungsbehörde für Arzneimittel und Heilmittelzubehör. 9to5mac.com insistiert, dass es mit der hier thematisierten Thematik zusammen hängen könnte, sagt aber auch “nix genaues weiß man nicht” was am Ende des Tages da genau mit der F.D.A. diskutiert wurde. Erinnert mich etwas man meine Japan-Aufenthalte in den 90er Jahren des vorherigen Jahrtausends. Da gab es auch in jeder Firma “Frühstücksdirektoren”, die nur eine Aufgabe hatten: Beziehungsmanagement mit anderen Firmen und Behörden.  

Wird spannend, die nähere Zukunft …

Im 9to5mac.com-Artikel finden sich noch einige Infos im Hinblick was wo von welcher Software an Funktionalitäten in die neue Healtcare-App einfließen könnte. Kernaussage: Apple hat iOS 8 mit dem Wissen im Hinterkopf entwickelt, dass es bald eine iWatch als Produkt geben wird. iOS 8 kann also Daten der iWatch geben – und im Artikel wird kolportiert, dass Apples “wearable device” sowohl den Blutdruck als auch die Herzfrequenz sowie die Hydration des Trägers sowie die Schrittzahl erfassen bzw. messen kann. Apples Chef Tim Cook hat bereits vor einem Jahr prognostiziert, dass der Markt für Sesnoren demnächst explodieren wird. Wenn man da mit einem abgestimmten Produktportfolio dabei sein kann, ist das sicherlich uninteressant. Zumal in den entwickelten Gesellschaften (USA weniger, aber Japan und Europa) demnächst ein demographisches Problem auftritt, so dass assistive Healtcare-Funktionen auf eine größeren Nachfrage  stoßen könnten.

Es bleibt aus diesem Blickwinkel auf jeden Fall extrem spannend, zu beobachten, wie sich das Ganze im Hinblick auf iOS 8, die iWatch und auch im Hinblick auf Produkte anderer Anwender entwickeln wird.


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… noch keine Zeit, mich auf’s Altenteil zurückzuziehen

Als Autor beschäftige ich mich ja seit Jahren mit dem Bereich Computerliteratur für Senioren oder assistive Technologien für Menschen mit Behinderungen. Man kann zwar nicht einfach US-Ansätze auf ein deutsches Gesundheitssystem ummappen. Aber ich denke, es wird da auch hier spannende Ansätze geben – möglicherweise Futter, worüber ich (in Form von Büchern oder Blog-Beiträgen) schreiben kann. Und bis dahin bin ich dann auch in dem Bereich angekommen, wo ich an die Pilleneinnahme erinnert werden muss (Blutdruck messe ich eh regelmäßig – auch wenn meine iWatch von Beurer kommt, nicht am Arm getragen wird, auf den Namen “BM 20” hört, keine Schritte aufzeichnet und etwas “schwer” ausgefallen ist).

Und so schließt sich möglicherweise der Kreis – vor gut 34 Jahren gab es mal den Gedanken, als junger Ingenieur im Bereich medizinischer Technik aktiv zu werden – aber am Ende des Tages waren Computertechnologien im Einsatz bei der Luft- & Raumfahrttechnik und in Großchemie attraktiver. Könnte jetzt doch noch so kommen, dass ich zum Ende meiner Tage genau in dem Bereich “Healtcare” und assistive Technologien Aktivitäten entwickeln werde.

Oh ha, ist jetzt mal wieder ein Blog-Beitrag geworden, der mit iOS 8-Spekulationen gestartet und dann bei eigener Nabelschau samt Blutdruckmessung gelandet ist. Nachtigall, ick hör dir trapsen – schönen Sonntag euch da draußen …


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2 Responses to iOS 8-Ausblick: Health- & Fitness-Tracking an Bord

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  2. Günter Born sagt:

    Venture Capital-Geber steigen ein

    Zwischenzeitlich formieren sich auch bereits die ersten Venture Capital-Geber, um Startups im Umfeld der Themen iOS8, Tracking von Gesundheitsdaten und Open Data zu fördern. Das entnehme ich diesem Artikel.

    Weitere Artikel zum Thema als Nachträge

    Bei Spiegel Online hat man nun, ein paar Tage nach diesem Artikel auch einen Beitrag rund um das Thema iWatch sowie OS 8 und Gesundheits-Apps gemacht. Auch heise.de kommt hier mit einem Artikel. Und hier gibt es einen Artikel zur iWatch von mir.

    Wer misst, misst Mist – oder die Krux mit Bluetooth

    Eigentlich hätte ich auch mal in meiner Erinnerung graben können und wäre darauf gekommen, dass nicht alles “Gold ist, was glänzt”. Problem des ganzen Geraffels wird sein, wie gut und zuverlässig die Sensoren die Vitalwerte erfassen können. Bei der Blutdruckmessung kommt es auf viele Randbedingungen an und auf meinem Ergometer ist die Pulsmessung auch oft Glücksache. Von daher als Ergänzung noch ein Link auf diesen Beitrag bei ReadWrite.com, der noch nicht mal die Messtechnik-Seite, sondern rein die Bluetooth-Koppelprobleme thematisiert. Schöne neue Welt – da wird man aber noch ein paar Brikett nachlegen müssen.

    Vernetze deinen Hometrainer mit iOS

    Passt gerade zum Thema, was heise.de in diesem Artikel anspricht. Der taiwanische Fitnesszubehörhersteller Pafers hat mit dem XSPIN einen Fitness-Sensor auf den Markt gebracht, mit dem man Hometrainer oder andere Geräte so nachrüsten kann, dass bestimmte Daten per Bluetooth auf iOS-Geräte übertragen werden können. So sollen sich Leistungswerte wie Tretgeschwindigkeit und Aktivitätsdauer aufzeichnen lassen.

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