Support-Ende für Snow Leopard, 20% der Macs angreifbar?

Irgendwann fallen Betriebssysteme aus dem Support des Herstellern – bei Android oft bereits bei Auslieferung des Geräts, bei Windows nach vielen Jahren. Und bei OS X trifft es jetzt Snow Leopard.


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Am 8. April 2014 geht die Welt unter – denn dann erreicht Windows XP das End of Life im Hinblick auf Support (da werde ich separat drüber bloggen). So manche Stimme ließ sich verlauten: Ich hab die Faxen dicke mit diesem Microsoft, ich wechsele zu Apple. Nun ja, man soll sich da keinen Zwang antun. Aber die kochen auch nur mit Wasser und gelegentlich ist dort auch die Kacke am dampfen.

Gänzlich unbeachtet von der großen Öffentlichkeit (oder was ich davon halte), hat Apple den Support für Snow Leopard eingestellt – mir ist nur diese Meldung aufgefallen. Also kurz und bündig: OS X 10.6 bekommt (4 1/2 Jahre nach dem Erscheinen9 keine Patches mehr. Die OS X 10.6-Benutzer haben den SSL-Fix also nicht mehr bekommen.

Interessant für mich: Traditionell unterstützt Apple (laut Computerworld) nur das aktuelle und das vorletzte Betriebssytem (n-1) mit Patches. Bei Snow Leopard hat man aber wohl eine Ausnahme gemacht und länger Patches bereitgestellt. Aber jetzt ist eben Schluss. Was pikant an der Geschichte ist? Jeder fünfte Mac läuft wohl noch mit Snow Leopard (eine VM, die ich hier zum Testen nutze, hat sogar nur OS X 10.5).

Schließen wir den Kreis, denn ich hatte mit Windows XP angefangen. Da ist Microsoft ja richtig gut, ist Windows XP ja 2001 erschienen – und es gibt bis 8. April 2014 immer noch Support. Ach ja, Windows XP läuft auf knapp einem Drittel aller Desktop-Systeme – die angreifbaren Macs mit Snow Leopard bewegen sich so irgendwo bei 2-3 % der Desktop-Systeme. Da könnte die Nutzer Schwein haben – denn wer macht sich schon die Mühe, so eine kleine Installationsbasis anzugreifen. Aber das ist jetzt spekulativ.


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4 Antworten zu Support-Ende für Snow Leopard, 20% der Macs angreifbar?

  1. Wrzlbrnft sagt:

    Der Vollständigkeit halber könnte man aber auch erwähnen, dass der Umstieg bei Apple auf eine neuere Betriebssystemversion wesentlich einfacher (und schneller) als bei microsoft funktioniert. Auch ist es wesentlich billiger.

    • Günter Born sagt:

      Na ja, mit dem "wesentlich billiger" würde ich nicht so ganz unterschreiben – da hat man beim Erstkauf des Systems halt gelöhnt. Und "einfacher umsteigen" – ist Ansichtssache. Der Kern von OS X ist da etwas toleranter, als bei Windows – da stimme ich zu. Aber so, wie ich es am Rande mitbekomme, knallt es bei den OS X-Updates auch schon mal hinten und vorne. Ich kann es leider nicht mit praktischen Erfahrungen belegen. Bis OS X 10.5 habe ich mir ja die Versionen auf DVD für meine VMs gekauft – aber seit das Zeugs nur noch per Download aus irgend einem Store kommt, ist hier "Schicht im Schacht"

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