Microsoft Office für’s iPad angekündigt–und EMS kommt

Heute morgen hatte ich es ja im Artikel Stellt Microsoft heute Office für iOS vor? mehr oder weniger angekündigt. Gegen 18:00 Uhr lokaler Ortszeit hat Microsoft Chef Satya Nadella das erwartete Microsoft Office für das iPad angekündigt. Dabei wird es sogar ein Freemium-Modell für Apps geben. Zudem hat Microsoft eine Erweiterung der auf Microsoft Azure basierenden Cloud-Dienste für Mobilszenarios in Form der neuen Microsoft Enterprise Mobility Suite (EMS) vorgestellt.


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Zuerst die wichtigsten Fakten: Office für das iPad wird aus den Apps für Excel, Word und PowerPoint bestehen. Die Apps benötigen iOS 7 oder eine höhere Version und lassen sich (wohl binnen der kommenden Stunden) im iTunes-Store herunterladen, wobei folgendes gilt.

  • Gratis-Apps: Word for iPad, Excel for iPad und PowerPoint for iPad lassen sich gratis aus dem Store herunterladen. OneNote für das iPad gibt es ja bereits einige Zeit gratis (und es ist nun ein Update herausgekommen). Alle diese App-Varianten ermöglichen aber nur die Anzeige von Office-Dokumenten, nicht jedoch deren Bearbeitung.
  • Office 365-Abo: Wer ein Abonnement für Office 365 abgeschlossen hat, kann auf die volle Funktionalität der Apps Word, Excel und PowerPoint zurückgreifen und auch Dokumente bearbeiten. Das gilt für ingesamt 5 Tablet PCs (iPad, Windows, Android) sowie für 5 Installationen auf Windows-PCs und/oder Mac OS X.

Ist ja mal eine geile Sache – Du bekommst quasi gratis Zugriff auf Office-Dokumente auf deinem iPad. Zudem lassen sich Dokumente ja im OneDrive-Onlinespeicher ablegen und im Browser ggf. sogar bearbeiten. Wer ein Office 365-Abonnement hat, kann dann das volle Programm nutzen und die Dokumente auch auf dem iPad bearbeiten.

Dabei hat man die seit vorigen Juni verfügbaren Office für iPhone-Apps nicht einfach in der Darstellung skaliert (die Apps für’s iPhone wurden auch aktualisiert). Vielmehr wurden die Apps von Grund auf neu entwickelt. In PowerPoint gibt es z.B. einen Presenter-Mode, in dem man handschriftliche Anmerkungen an einem “White Board” (einschaltbar) vornehmen oder die Finger als “Laser-Pointer” verwenden kann. Die Excel-App kommt mit einer angepassten numerischen Tastatur (zusätzlich zur Querty-Tastatur), um besser Zahlen eintippen zu können.


(Quelle: Microsoft)

Hier ist ein Screenshot aus der Präsentation, der Word auf dem iPad zeigt. Das Menüband ist auch irgendwie mit an Bord. Sieht jedenfalls gut aus. Hier ist noch ein Video von Microsoft, welches über YouTube abgerufen werden kann.

(Quelle: Microsoft)

Das Pressebriefing von Nadella könnt ihr auf dieser Microsoft-Seite als Flash-Video abrufen – ich hab’s selbst noch nicht gesehen, da ich beim Sport war.  Eine ausführlichere Beschreibung des Ganzen finden sich im Office-Blog in diesem Beitrag. Hier ein paar Impressionen:


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(Quelle: Microsoft)

(Quelle: Microsoft)

Unterstützung für BYOD durch Microsoft Enterprise Mobility Suite (EMS)

Zudem hat Microsoft noch seine auf Microsoft Azure (aktuell noch Windows Azure) basierenden Cloud-Dienste für mobile Einsatzszenarien erweitert. Auch diese Funktionen wurden im Pressebriefing vorgestellt und sind im Unternehmensumfeld eigentlich noch spannender als das Office fürs iPad. Microsoft möchte also mit seinen Diensten auf jedes Gerät und der IT im Unternehmen die Geräteintegration ermöglichen.

Die neue Microsoft Enterprise Mobility Suite (EMS) stellt Funktionen bereit, um Geräte (iOS, Android oder Windows) zu identifizieren und eine Zugriffskontrolle sowie den Schutz der Daten zu gewährleisten. EMS besteht aus Windows Intune, Azure Active Directory Premium und Azure Rights Management Services. Mit EMS erhält die IT im Unternehmen die Tools, um Mitarbeitern das Arbeiten mit den bevorzugten Geräten (BYOD) zu ermöglichen, gleichzeitig aber die Sicherheit der Unternehmensdaten, -geräte und –informationen sicherzustellen.

Das neue Azure Active Directory Premium liefert beispielsweise ein cloud-basiertes Identitäts- und Zugriffsmanagement mit der Möglichkeit eines single sign-on für mehr als 1.000 populäre Software as a Service (SaaS) Anwendungen. Sowie Tools zur Unterstützung des Benutzers oder mit lernenden Algorithmen versehene Funktionen zum Erstellen von Sicherheitsprotokollen oder zum Aufspüren anormaler Nutzung. Ist schon eine interessante Sache – ich habe es letzten Freitag in einzelnen Teilen auf dem Community Open Day 2014 in Berlin gesehen (siehe Nachtrag in eigener Sache–#COD(20)14 – Stichwort: Einbinden von Mobile-Lösungen in Azure). Ein paar Infos findet ihr in diesem Pressetext. Alles in allem scheint mir das eine ganz spannende Sache zu werden – wenn das Thema EMS auch nichts für Heimanwender ist.

Links:
1: Announcing the Office you love, now on the iPad
2: Microsoft expands cloud services for mobile scenarios
3: A cloud for everyone, on every device (Technet Blog)
4: Artikel bei TheVerge.com
5: Live-Blog von TheVerge.com
6: Office Mobile für iPhone erhält Update auf Version 1.1 ist für Privatgebrauch gratis

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1 Antwort zu Microsoft Office für’s iPad angekündigt–und EMS kommt


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  2. Günter Born sagt:

    Nachtrag: Bei heise.de gibt es noch Artikel zum Thema Office fürs iPad und EMS.

    Microsoft bringt Office aufs iPad
    Ausprobiert: Erste Erfahrungen mit Microsoft Office fürs iPad
    Microsoft bringt umfassendes BYOD-Paket

    Der zweite Artikel von heise.de enthält übrigens noch Ungenauigkeiten. Der Cloud-Abgleich mit OneDrive ist zwar eine Möglichkeit zum Speichern. Aber man kann Dokumente lokal auf dem iPad sichern und es lässt sich aktuell eine Share-Point Webseite einrichten, um auf seine Dokumente zuzugreifen.

    Und ich habe noch den Artikel Microsoft Office für’s iPad & Mobile first – Nachbetrachtung veröffentlicht.

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