Windows: Webcam funktioniert (mit Skype) nicht

Wenn die Webcam unter Windows nicht sauber eingebunden wird, ist guter Rat teuer. In diesem Beitrag möchte ich noch einige ergänzende Hinweise geben, was man in einem solchen Fall tun kann.


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Allgemeine Hinweise auf die Problemlösung

Es gibt ja immer wieder Anwender, die Probleme mit ihrer Webcam unter Windows 8/8.1 (oder Windows 7) haben. Mal funktioniert die Webcam überhaupt nicht, mal versagt sie nach einem Upgrade – oder streikt im Zusammenhang mit Skype. Im Beitrag Windows 8/8.1: Webcam-Troubleshooting hatte ich bereits einige Ansätze, von Treiberinstallation über spiegelverkehrte Bilder bis hin zu Skype-Problemen angesprochen. Kürzlich bin ich auf einige weitere Hinweise gestoßen, was man noch tun kann.

In diesem MS-Answers-Forenbeitrag gibt ein Microsoft Mitarbeiter, bezogen auf Windows 7, noch einige Tipps – die man auch unter Windows 8/8.1 anwenden kann. Die allgemeinen Sachen wie Treiber-Troubleshooting hatte ich ja im oben verlinkten Beitrag behandelt. Bei Skype-Problemen kann man auch diese Microsoft Skype-Troubleshooting FAQ abarbeiten. Auch Logitech hat hier einen Artikel veröffentlicht, in dem einige Einstellmöglichkeiten besprochen werden.

UpperFilters-Einträge als Fehlerursache

In dem bereits oben verlinkten MS-Answers-Forenbeitrag gibt ein Microsoft Mitarbeiter aber noch einen Tipp, auf den ich nicht gekommen bin. Beim betroffenen Anwender funktionierte die Webcam auf dem Rechner nicht – lief Windows aber in einer virtuellen Maschine, konnte die Webcam mit entsprechenden Treibern genutzt werden.

Der Tipp des Microsoft-Mitarbeiters war dann, einen Systemwiederherstellungspunkt anzulegen und dann die “Upper Filter”-Einträge in der Registrierung zu löschen. Hierzu ist der Registrierungs-Editor über den Befehl Als Administrator ausführen (normales Benutzerkonto) oder unter einem Administratorkonto auszuführen. Nach Bestätigung der Benutzerkontensteuerungsabfrage navigiert man zu folgendem Schlüssel:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Contro​l\Class\
{6BDD1FC6-810F-11D0-BEC7-08002BE2092F

Dort sucht man den UpperFilters-Eintrag mit dem Wert KSTHUNK und löscht diesen Eintrag. Der Wert gehört zum Treiber ksthunk.sys. Nach einem Systemstart prüft man, ob die Webcam läuft.

Anmerkung: Möglicherweise enthält der verlinkte MS-Answers-Forenbeitrag Tippfehler. In obigem Text habe ich den Wert in KSTHUNK geändert, da dies dem Treibernamen entspricht. Und die Angabe Upper filters wurde von mir in den Wert UpperFilters geändert. Falls die Werte bei euch also KTHUNK und Upper heißen, verwendet ihr diese (ich kann mangels Hardware nichts testen – der betroffene Anwender hat aber, wie ich gerade sehe, die gleichen Werte wie ich verwendet – zudem führt er an, dass bei ihm der UpperFilters keinen Eintrag gehabt habe, sondern der Wert ASMFilter lautete).


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Antivirus-Lösung kann der Problembär sein

Durch den Tipp von Microsoft bin ich noch auf eine andere Idee gekommen. Webcams hängen meist an einem internen USB-Port und USB-Anschlüsse werden von Virenscannern überwacht.  Mein Tipp, falls alle anderen Maßnahmen nicht helfen, ist daher, den Virenscanner bzw. die Internet Security Lösung zu deaktivieren bzw. zu deinstallieren. Dann ist ein Clean-Tool des Antivirus-Herstellers auszuführen, um die Filtertreiber zu entfernen. Nach einem Neustart lässt sich testen, ob die Webcam funktioniert.


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