Windows-Backup mit Acronis True Image 2014–Teil 2

In Teil 1 hatte ich Acronis True Image 2014 als Lösung zur Sicherung von Systemabbildern unter Windows 7, Windows 8 oder Windows 8.1 vorgestellt. In diesem Beitrag möchte ich noch kurz beschreiben, wie die Sicherung und das Recovery per Bootmedium funktioniert.


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Um auch bei nicht mehr bootendem Windows eine Sicherung oder ein Recovery ausführen zu können, stellt Acronis die Möglichkeit zum Anfertigen eines Boot-Mediums auf CD oder USB-Stick bereit. Es handelt sich um eine Linux-Lösung, die sowohl Sicherungs- als auch Recovery-Funktionen beinhaltet. Wie man einen Rechner vom Bootmedium startet, sollte in den Geräteunterlagen beschrieben sein. Meist sind Tasten wie Esc, F8, F12 etc. zur Auswahl des externen Bootmediums zu drücken (siehe auch diese Artikelfolge).

Sicherung und Recovery per Boot-Medium

Booten Sie die Maschine mit diesem Boot-Medium, zeigt der Acronis-Lader diese Auswahlseite.

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Über die Kachel Windows lässt sich direkt in Windows booten. Wählen Sie dagegen die Kachel True Image per Tastaturnavigation oder Maus, gelangen Sie in die True Image-Sicherungsumgebung. In dieser Umgebung lässt sich sowohl ein Backup des bestehenden Systems vornehmen als auch eine angefertigte Sicherung zurücklesen.

Wurde Backup gewählt, zeigt der Assistent zur Datensicherung das folgende Fenster zur Auswahl der Sicherungsmethode.

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Wählen Sie die Option „Backup von Laufwerken und Volues“, erscheint ein Fenster, in dem komfortabel die zu sichernden Partitionen ausgewählt und in einem weiteren Schritt das Sicherungsziel vorgegeben werden kann.


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Wählen Sie dagegen Recovery, erscheint dieses Fenster mit den Laufwerk-Backups (hier habe ich eine VM ohne weitere Laufwerke verwendet).

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Sind Laufwerke mit Backups vorhanden, können Sie im folgenden Fenster über eine Schaltfläche das folgende Fenster zur Auswahl des Sicherungslaufwerks und des Sicherungsdatensatzes öffnen.

Das Ganze läuft komfortabel wie unter Windows. Ich habe einen gesicherten Datensatz mal testweise für ein Recovery auf einer anderen Testmaschine ausgewählt und zurücklesen lassen. Klappte einwandfrei und nach kurzer Zeit war das Systemabbild wieder auf der Festplatte.

Mein abschließendes Fazit

Beim Kurztest hat Acronis True Image 2014 das erfüllt, was ich mir so für Windows 8.1 vorgestellt hatte. Was ich gut finde, ist die Möglichkeit, ein Bootmedium für nicht mehr startende Maschinen auf CD oder USB-Stick erstellen zu können. Gut gefällt mir, dass die Benutzeroberfläche des Boot-Mediums ein sehr elegantes Arbeiten beim Sichern und Wiederherstellen ermöglicht. Auch die Windows-Variante von True Image ist von der Bedienoberfläche sehr übersichtlich und intuitiv. Ein Backup war binnen kurzer Zeit ausgeführt. Es ist mir bewusst, dass einige Leute Vorbehalte zum Einsatz von Acronis True Image unter Windows haben. Aber mit dem Boot-Medium steht ebenfalls eine komfortable Möglichkeit zum Sichern und Zurücklesen von Windows-Abbildern bereit. Daher mein Tipp für eine elegante Lösung: Einfach ein bootfähiges Medium erstellen und Acronis True Image wieder deinstallieren. Die Systemabbildsicherungen lassen sich dann in der Linux-Umgebung des Bootmediums komfortabel anfertigen und bei Bedarf auch wieder zurücklesen.

Artikelreihe:
i: Windows-Backup mit Acronis True Image 2014–Teil 1
ii: Windows-Backup mit Acronis True Image 2014 – Teil 2

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7 Antworten zu Windows-Backup mit Acronis True Image 2014–Teil 2

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  2. diogenes sagt:

    Wenn man seine Lizenz bei Acronis registrieren lässt, muss man gar nichts installieren – man kann dann dort im eigenen Konto eine ISO von einem Rettungsmedium herunterladen und damit arbeiten.
    Ob man Sicherung und Recovery von Bootmedium machen möchte ist Geschmacksache. Bei mir ( Win 8.1Upd1 x64) geht alles am komfortabelsten nach Installation aus laufendem Windows heraus – und es geht schnell. Habe diese Version 2014 nun schon einige Zeit in Benutzung und keinerlei Probleme ( ausser wenn ich das neue DiskDirector 12 installiere – das zerlegt mir dann meine TrueImage-Installation und dass System!)

  3. Volker Borgmann sagt:

    Der Meinung des Verfassers kann ich mich nur anschließen.

    Seit Acronis 7 bis Acronis 2014 ( gefühlte 10 Jahre) mache ich nur mit diesem Programm meine Backups – am liebsten von der Boot CD, da am einfachsten zu bedienen.

  4. Steffen sagt:

    Seit ich den größten Teil meiner Daten vom System auf die Diskstation ausgelagert habe, verzichte ich auf ein Backup der System-Platte. Warum? Es kostet (mich in meinem Fall) nur unnötigen Speicherplatz. Sollte die SSD defekt sein auf der das System rennt, ist sowieso so ziemlich jeder Rettungsversuch sinnlos. Lieber 30 Minuten Zeit in die Hand genommen und schnell Windows neu aufgesetzt mit den wirklich benötigen Programm und Tools. Das Backup der privaten, wichtigen und unentbehrlichen Daten lasse ich jedoch sehr wohl von Acronis machen

    • Rudolf sagt:

      30 Minuten? Das ist aber ein sehr kleines System. Für mein System, welches ich als normal für einen Hobbyfotografen einstufe brauche ich zwei Tage um alle Programm zu installieren und zu konfigurieren. Ich mag beispielsweise die Unsitte von Windows nicht, dass so viele Daten in die versteckten Userverzeichnisse geschrieben werden. Ich mag es einfach, dass die Programm dort hin schreiben, wohin ich es haben will, nämlich auf die Datenplatte. Das einzurichten dauert halt.

  5. Thomas sagt:

    Die Bootumgebung unterstützt die UEFI und beim Sichern und Wiederherstellen die Sonderpartitionen EFI, MSR usw… ist ja wichtig das diese Sonderpartitionen wie z.B.
    (DE94BBA4-06D1-4D40-A16A-BFD50179D6AC – Windows Recovery Environment)
    richtig behandelt werden. O&O DiskImage ist beim Klonen an diesen Partitionen gescheitert. Mußte am Ende mit Diskpart händisch an die Sache.

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