Medion Zoombox: Miracast mit Android – Teil 4

Nach der Vorstellung der MEDION® ZoomBox: Streaming-Box für DLNA und Miracast und dem erfolgreichen Miracast-Test unter Windows 8.1 kommt jetzt Stufe 2 des Elchtests: Wie schlägt sich die ZoomBox unter Android?


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Nur so viel: Der Miracast-Test mit diversen Android-Geräten und – Versionen ist so was wie die ultimative Kickout-Schwelle. Denn da habe ich noch die meisten Miracast-Empfänger zum “Kippen” gebracht. Zum Einsatz kommen: Die Medion ZoomBox P89230 in Verbindung mit einem Samsung Galaxy S4 (Android 4.4.2), einem Google Nexus 4 (Android 4.4.4, Android 5.0), einem Google Nexus 7 2013 (Android 4.4.4, Android 5.0) und ein Sony Xperia L (Android 4.2.2) – letzteres außer Konkurrenz, da zufällig jemand mit dem Teil zu Besuch war. Update: Ein Medion Lifetab E7332 konnte ich ebenfalls testen.

Miracast-Kopplung mit dem Nexus 4 und Nexus 7 (2013) – Android 4.4.4

Die Miracast-Kopplung mit dem Nexus 4 habe ich z.B. im Artikel Hama Wireless Screenshare: Miracast mit Android – Teil 4 für Android 4.4.4 (Kitkat) beschrieben.

1. Wischen Sie auf dem Screen von oben nach unten und dann in der rechten oberen Ecke das hier links markierte Symbol zum Schnellzugriff auf die Optionen.

2. Wählen Sie in der eingeblendeten Seite (hier oben rechts) das Symbol Bildschirm übertragen an.

Android beginnt mit der Suche nach Miracast-Empfängern. Auf dem Bildschirm wird dann eine Statusinfo sichtbar (unten links sichtbar). Wird ein Gerät zum Koppeln gefunden, lässt sich dieses anwählen und koppeln.

3. Klappt das nicht, tippen Sie auf den Befehl Einstellungen und wählen Sie in der Einstellungsseite Bildschirmübertragung den Eintrag für den Miracast-Adapter an.


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Im Foto oben rechts habe ich ein Beispiel des Hama-Adapters verwendet, da mir ein Screenshot des Nexus 4 fehlte (das ist jetzt auf Lollipop aktualisiert). Hier ist noch ein Foto des gekoppelten Nexus 4 (Kitkat) mit einem Monitor zu sehen.

Auf die gleiche Weise habe ich die Kopplung mit dem Nexus 7 (2013) Tablet PC, welches mit Android 4.4.4 (Kitkat) lief, getestet. Auch hier schien es, dass alles auf eine problemlose Kopplung hinausläuft. Hier das Foto mit den gekoppelten Geräten (die Zoombox sieht man unten rechts).

Sah doch alles richtig gut aus – auch wenn es nur ein Kurztest war. Nexus 4 und Nexus 7 (2013) konnten auf Anhieb mit der Zoombox koppeln …

Test des Samsung Galaxy S4 (Android 4.4.2)

Im Anschluss habe ich dann ein Samsung Galaxy S4 mit Android 4.4.2 zum Testen der Miracast-Übertragung eingesetzt. Die Schritte zur Kopplung sind auch recht einfach.

1. Einfach vom oberen Bildschirmrand nach unten wischen, um die Statusleiste einzublenden.

2. Dann auf das in obigem Foto per Pfeil markierte Symbol tippen und in der folgenden Seite (nächstes Foto) das Symbol zum Screen-Mirroring antippen (folgendes Foto links).

Android beginnt dann mit dem Aufbau der Miracast-Verbindung und zeigt dies in einem Statusfenster auf dem Display an (obiges Foto rechts). Und nach kurzer Zeit wurde die Anzeige auf der Zoombox gespiegelt. Audiodaten wurden ebenfalls übertragen.


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In Android 5.0 ist es etwas anders

Während des Tests habe ich das Nexus 4 und das Nexus 7 (2013) auf Android 5.0 (Lollipop) aktualisiert (hier und hier). War natürlich eine gute Gelegenheit, einen weiteren Test zu fahren. Gerade nach Updates von Android hatte ich beim Nexus 4 schon mal Koppelprobleme mit anderen Miracast-Adaptern.

1. Wischen Sie vom oberen Bildschirmrand nach unten, um die hier links am oberen Displayrand sichtbare Statusleiste einzublenden und tippen Sie auf die Symbole (egal welches).

2. Wählen Sie in der oben rechts gezeigten Statusleiste das Symbol Bildschirm übertragen, um die Kopplung einzuleiten.

3. Auf dem Display sollte dann der Miracast-Empfänger auftauchen und Sie wählen diesen an.

Die Kopplung wird eingeleitet und durch eine Statusanzeige (obiges Foto rechts) auf dem Android-Gerät angezeigt. Auf dem Bildschirm des Miracast-Empfängers wird ebenfalls eine Anzeige “Verbindung wird hergestellt” oder ähnlich erscheinen. Nach einigen Sekunden sollte das Display des Android-Geräts auf dem Miracast-Bildschirm auftauchen.

Das obige Foto wurde mit dem Nexus 4 aufgenommen, welches per Miracast mit einem TV-Gerät gekoppelt ist. Die Zoombox ist links unten zu sehen.

Zum Aufheben der Verbindung geht man wie oben beschrieben vor – bekommt aber bei bestehender Verbindung eine Option zum Trennen angezeigt.

Ich war begeistert …

Letzten Sonntag habe ich nochmals einen Test der Zoombox am TV durchgeführt (siehe auch obiges Foto). Gekoppelt wurden:

  • Medion Akoya S6214T mit Windows 8.1 Update: Funktionierte auf Anhieb
  • Medion Akoya P2214T mit Windows 8.1 Update: Funktionierte auf Anhieb
  • Lenovo U330P mit Windows 8.1: Funktionierte auf Anhieb
  • Nexus 4 mit Android 5.0: Funktionierte auf Anhieb
  • Nexus 7 (2013) mit Android 5.0: Funktionierte auf Anhieb
  • Samsung Galaxy S4 mit Android 4.4.2: Funktionierte auf Anhieb
  • Sony Xperia L mit Android 4.2.2: Funktionierte auf Anhieb

Die Android 4.4.4-Tests hatte ich ja vorher schon mit dem Nexus 4, Nexus 7 und Galaxy S4 durchgeführt. Klappte ohne murren – ich war begeistert. Medion hatte mit der Zoombox gut vorgelegt, denn ein direkt im Anschluss getesteter Andoer Miracast-HDMI-Empfänger koppelte nicht bei allen Geräten.

… und dann klappte plötzlich nix mehr

Also ich heute in der Früh den Blog-Beitrag schreiben wollte, habe ich die Zoombox an den HDMI-zu-VGA-Adapter gehängt und wollte auf die Schnelle ein paar Screenshots auf dem Nexus 4 machen, um die Miracast-Kopplung zu dokumentieren. Und plötzlich ging nix mehr. Erst wurde kein Gerät gefunden – dann habe ich über WLAN – Erweitert – Wi-Fi Direct eine Kopplung zur Zoombox aufgebaut und dann die Miracast-Kopplung eingeleitet. Es wurde eine Kopplung am Nexus 4 gemeldet – auch auf dem Monitor kam kurzzeitig die “Verbindung wird hergestellt”-Meldung, um dann aber zu verschwinden. Die Zoombox koppelte nicht mehr.

War der Effekt, den mein Sohn mir Sonntag von einem Hama-Miracast-Empfänger berichtetet – drei Mal funktionierte es, dann bekam er keine Kopplung mehr hin. Also habe ich einen Windows 8.1-PC geschnappt, getestet und Miracast fluppte wie erwartet. Dann das Galaxy S4 genommen – fluppte auch wie erwartet. Da ich nach einem Neustart der Zoombox und des Nexus 4 / Nexus 7 (2013) ebenfalls keinen Erfolg hatte, war guter Rat teuer. Konnte Lollipop die Ursache sein? Sonntags hatte ich doch noch getestet.

Also das wichtigste Utensil vom Schreibtisch geklaubt (ein Stößel, um Armbänder von Uhren zu wechseln). Dann die Reset-Funktion an der Zoombox ausgeführt und erneut getestet. Und nun funktionierte die Miracast-Kopplung auch mit den Nexus 4/7 Geräten und Lollipop wieder. Ich gehe davon aus, dass dies eine Implementierungsschwäche bei Miracast unter Android ist, da der Effekt bereits öfters auftrat. Meist wechsele ich dann zum Netgear Push2TV PTV 3000 und es klappt. Eine andere Strategie besteht darin, den Miracast-Empfänger zurück zu setzen, am Sende-Gerät die gespeicherten Wi-Fi Direct-Geräte-Profile zu löschen und das Gerät neu zu booten. Meist klappt es dann irgendwann mit der Kopplung.

Im nächsten Teil gehe ich auf die Miracast-Kopplung mit einem Nokia Lumia 635 unter Windows Phone 8.1 ein.

Artikelreihe:
MEDION® ZoomBox: Streaming-Box für DLNA und Miracast
Medion Zoombox im Unboxing – Teil 2
Medion Zoombox: Miracast mit Windows – Teil 3
Medion Zoombox: Miracast mit Android – Teil 4
Medion Zoombox: Miracast mit Windows Phone – Teil 5
Weitere Artikel werden im letzten Beitrag verlinkt.

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Hama Wireless Screenshare: Miracast mit Android – Teil 3
Miracast mit dem Lenovo IdeaPad – Teil 3
Medion Akoya P2212T: Streaming mit Miracast – Teil 2

Links:
MEDION® LIFE® ZOOMBOX P89230 (MD90233) im Medion Shop
Benutzerhandbuch ZoomBox Medion Life P89230 (MD90233)
Unterstützte Formate (Medion Community)
MEDION Zoombox Medion-Seite
MEDION® ZoomBox Tool (Android-App)


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13 Antworten zu Medion Zoombox: Miracast mit Android – Teil 4

  1. Benjamin sagt:

    Es würde mich interessieren, ob die Zoombox wirklich nicht dazu in der Lage ist (1080p/i) MKV Container zu verarbeiten. Im Medionforum meine ich es gelesen zu haben. Damit wäre die Box schon wieder uninteressant für mich.

    Vielen Dank

  2. Marko sagt:

    Leider scheint es so, dass die Zoombox nicht mehr verfügbar ist, zumindest ist diese im Medion Shop nicht mehr auffindbar

    • Günter Born sagt:

      @Marko: Danke für das Feedback. Ich hake da gleich mal nach, was Sache ist.

      Update: Ich habe bei Medion nachgefragt. Die Antwort:

      hier kann ich Entwarnung geben.
      Der Artikel wird ab Morgen wieder gelistet. Er war kurzzeitig ausverkauft.

      Scheint wohl ziemlich begehrt.

      • Tim sagt:

        Begehrt? Scheint so…

        Jedenfalls ist die Box aktuell nicht verfügbar. Der Webshop listet sie nicht und die telefonische Auskunft der (Endkunden-)Bestellhotline von heute Vormittag lautet, dass man nicht wisse, ob geschweige denn wann die Box wieder verfügbar wäre.

        Wäre echt schade, wenn nur eine Minicharge produziert worden wäre, die gerade mal für gut vierzehn Tage “reicht”. Ich sehe mein Weihnachtsgeschenk schwinden…

        Zumindest kann ich jetzt ganz entspannt den DLNA-Test hier abwarten…

        • Günter Born sagt:

          Also, mir wird die Box als verfügbar angezeigt. Und wenn mir Medion rückmeldet, dass die Box wieder verfügbar ist, dürfte das i.d.R. stimmen. Ich telefoniere nicht mit der Hotline, sondern habe meine Kontakte an den Stellen, wo die Entscheidungen fallen.

          @Tim: DLNA-Test muss noch ein paar Tage warten. Ich sitze gerade an einem Videotraining zu AirPlay, Chromecast, DLNA und Miracast. Ist schon über Monate geschoben worden – das muss jetzt raus.

          • Tim sagt:

            Stimmt, die Box ist wieder verfügbar – und gleich bestellt.

            Merci nochmal für die Rückmeldung – und den ausführlichen Test hier. War in meinem Fall die Entscheidungshilfe!

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  4. Nerko sagt:

    Also ich habe sie vor ca.2 Wochen bestellt. Die Abwicklung ist aber an Dummheit nicht zu überbieten.
    Ich bin aus Österreich und brauche keine 10min nach Deutschland. Habe auch eine deutsche Lieferadresse angegeben.
    Das klappte nicht per PayPal obwohl auch bei PayPal eine deutsche Lieferadresse hinterlegt ist.
    Da kam die Meldung dass PayPal Konto und Lieferadresse aus dem selben Land sein müssen, was für ein Blödsinn. Das gleiche dann mit Mastercard.
    Habe dann auf der österreichischen Medion Seite bestellen müssen, natürlich dann 5euro Versandkosten und die Deppen versenden aus Deutschland? Es hat länger gedauert und mehr gekostet.

    Die Kopplung mit Android dauert ewig und es klappt nicht immer beim ersten Versuch.

    Die Box wurde einem Update unterzogen. Das Smartphone ist ein Xperia Z3Compact mit 4.4.4

    Am besten klappt es mit meinem Windows 8.1 Tablet, Lenovo ThinkPad 8 und meinem Vaio SVS13
    Die Verbindung wird aber über Intels WiDi Standard hergestellt.

    Hd Filme kann man aber mit Android gar nicht Spiegeln bzw.erinnert es fast eine Diashow.

    Mit dem Tablet geht es aber mit Ton Aussetzern alle paar Sekunden. Als Desktop Erweiterung aber Top, dafür habe ich es auch gekauft in erster Linie.

  5. Günter Born sagt:

    @Nerko: Danke für die Rückmeldung. Du hattest ja im zweiten Kommentar zu diesem Beitrag auf deine FRITZ VPN-Software, die deinstalliert werden musste, hingewiesen.

    Ich kann deine Beobachtungen hier in keinster Weise bestätigen. Wenn es irgendwie Leserrückmeldungen gibt, versuche ich (wenn ich die Zeit und die Möglichkeit dazu habe), diese nochmals zu verifizieren. Auch mir kann ja etwas durch die Finger rutschen oder ich übersehe etwas.

    Wo die Zoombox bei mir im Test schwächelte, ist die DLNA-Konformität. Die ist nur bei Android gegeben, bei Windows 8.1 Update gibt es massive Probleme (da muss ich noch was zu schreiben).

    Aber auf dem Miracast-Ast ist die Zoombox (neben dem Netgear Push2TV PTV 3000) einer der bisher besten Miracast-Empfänger, die ich hier im Test hatte. Ich habe es nochmals im Kurztest verifiziert:

    – Nexus 4 mit Android 5.0: Keinerlei Beanstandungen bei der Wiedergabe von Fotos und Videos
    – Akoya S6214T mit Windows 8.1 Update: Keinerlei Beanstandungen bei der Wiedergabe von Fotos und Videos

    Ich habe zwar nur kurze Videos getestet – aber man erkennt sehr schnell, wenn ein HDMI-Stick oder -Empfänger da Leistungsprobleme hat. Es gibt fast keine Latenz und die Videos stocken auch nicht (wenn das Wiedergabegerät das sauber streamen kann).

    Überprüfe deine Konfiguration – ich gehe davon aus, dass dort möglicherweise der Hund begraben liegt.

  6. Pingback: Windows 8.1 as a Miracast receiver (AirServer Universal 3.0.26) | Born's Tech and Windows World

  7. blackbox sagt:

    So…… mein Vorabfazit: dieses Stück Technik befindet sich noch in der BETA-Phase. Und ich habe wenig Hoffnung, dass der Support die enormen Probleme noch beheben kann.

    Fangen wir ganz von vorne an:
    – Mirroring funktioniert mit meinem S4 (4.4.4) nicht. Es kommt ein schwarzer Bildschirm, sonst nichts
    – Die Einbindung in das interne Netzwerk ist eine Katastrophe. In der Anleitung steht, dass man über die App sämtliche Einstellungen vornehmen kann. Das ist falsch! Man kann über die App gar nichts einstellen. Der Expertenmodus lässt sich nämlich überhaupt nicht aktivieren. Ich habe zig mal auf den Button gedrückt, aber da tat sich gar nichts! Zudem wird in der Anleitung überhaupt nicht erklärt, dass man das Smartphone zu allererst per WLAN mit der Zoombox verbinden muss, da die Zoombox als Accespoint eingestellt ist. Wenn man das geschafft hat… irgendwann…… kommt dann das Problem mit dein Einstellungen. Denn mit der App lässt sich wie erwähnt nichts einstellen! Dann bin ich auf die Idee gekommen, verbinde ich mal mit dem Laptop und gebe die IP ein. Was dann auch funktionierte. Eigentlich erwartet man in der Regel irgendein Webinterface, wo man mit der Maus alles bedienen kann. Tja, an solche Konventionen hält sich Medion aber nicht. Stattdessen muss man mit der Maus auf einer imaginären Fernbedienung navigieren. Und jetzt kommts: Nur auf dieser Fernbedienung gibt es den Punkt Einstellungen, wo man das Gerät mit einem vorhandenen WLAN-Netzwerk verbinden kann. Die Eingabe des WLAN-Schlüssels muss ebenfalls über diese Fernbedienung erfolgen. Das ist ein Krampf. Und nun das irrwitzige: mit der imaginären FB der App lässt sich nun ebenfalls navigieren. Aber der Punkt mit den Einstellungen fehlt nach wie vor. Mir ist ein Rätsel, wie man die Bedienung und das Einstellen so dermaßen verhunzen konnte. Irgendwann habe ich es dann tatsächlich geschafft (so nach 2 Stunden), die Zoombox in mein WLAN zu intergrieren. Achja, ein Firmwareupdate gab es auch, aber danach hat das Gerät nicht reagiert, also habe ich es resettet… hat aber auch nicht geholfen…. dann habe ich es mal kurz vom Strom getrennt. Danach ging das Gerät wieder.
    – Die Anleitung ist hoffnungslos schlecht und veraltet
    – Intel WiDi funktioniert…… aber nur grundlegend. Bei Youtube kommt der Ton nur aus dem rechten Lautsprecher, bei anderen Videos wiederum nur aus dem linken Lautsprecher, MKV geht nur ein paar Sekunden, dann bleibt der Ton komplett weg, weder Dolby Digital noch DTS funktionieren, mein Receiver erhält weder das eine noch das andere Signal, sondern nur ein PCM-Signal
    Insgesamt bin ich äußerst verärgert und kann nicht verstehen, wie man so ein Produkt auf die Menschheit los lassen kann. Es ist voller Fehler, nichts geht richtig. Ein seltener Fehlkauf von mir

    • Günter Born sagt:

      @blackbox: Danke für das ungeschminkte Feedback. Über Meinungen und Geschmack lässt sich nicht oder trefflich streiten. Ein paar Aussagen möchte ich aber aus meiner Sicht für Mitleser relativieren. Analysieren wir doch mal deine Aussagen …

      “Mirroring funktioniert mit meinem S4 (4.4.4) nicht. Es kommt ein schwarzer Bildschirm, sonst nichts”

      Mit S4 ist wohl ein Samsung Galaxy S4 gemeint? Schaue ich dort nach, zeigt mein Samsung Galaxy S4 Android 4.4.2 an. Und dort funktioniert das Mirroring. Wie kommt Android 4.4.4 auf das S4? Ich tippe schlicht: Genau da ist der Bock begraben und die Zoombox ist unschuldig – lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

      “– Die Einbindung in das interne Netzwerk ist eine Katastrophe. In der Anleitung steht, dass man über die App sämtliche Einstellungen vornehmen kann. Das ist falsch! Man kann über die App gar nichts einstellen. “

      Ich habe die App erinnerungsmäßig nie nur kurz probiert, sondern bin auf den Browser ausgewichen. Da war die Einbuchung kein Thema – ist zwar hakelig, da bin ich bei dir (die betreffenden Beiträge sind hier noch auf der Agenda zum Schreiben). Ich meine mich aber zu erinnern, das so ähnlich bei anderen HDMI-Sticks gesehen zu haben.

      Eigentlich erwartet man in der Regel irgendein Webinterface, wo man mit der Maus alles bedienen kann. Tja, an solche Konventionen hält sich Medion aber nicht.

      Die Erwartungshaltung mag aus deiner Sicht legitim sein. Alleine: Ich habe hier einen Sack voll Multi-Cast-Empfänger getestet. Die Bedienung über die Fernbedienung ist Standard (manches ist eleganter als bei der Medion-App gelöst, aber Mausbedienung ist mir nicht erinnerlich) – mag man hadern oder nicht (gefällt mir auch nicht) – aber das ist so und nicht unbedingt Medion only. Es gibt andere Firmware-Varianten, wo man per Bildschirmcode den WLAN-Schlüssel direkt eintippen kann – finde ich etwas smoother. Aber es hängt davon ab, aus welchem Entwicklungsstrang die Firmware kommt – das hat mit Medion nichts zu tun.

      “Achja, ein Firmwareupdate gab es auch, aber danach hat das Gerät “

      Da stimme ich bedingt zu. Ich hatte ein Firmware-Update, welches ich installieren konnte. Danach habe ich erst den DLNA-Test gefahren und einige Inkompatibilitäten festgestellt. Weitere Update sind nicht mehr angeboten bzw. installiert worden. Ist aber eine Sache des OEMs, der die Firmware gebastelt hat. Ob das Lenovo oder irgend ein Auftragsfertiger bei Pegatron & Co. war, entzieht sich meiner Kenntnis.

      “– Die Anleitung ist hoffnungslos schlecht und veraltet”

      Da habe ich bisher eigentlich kaum reingeschaut – ich teste hier freifliegend. Grund: Bei dem Sack voll HDMI-Empfänger, die durch meine Finger gegangen sind, habe ich noch keine akkurate und vollständige Beschreibung, egal von welchem Hersteller, gesehen. Meist musste ich mir also selbst behelfen.

      Zum Intel WiDi kann ich nichts sagen, da ich diesen Teil nicht getestet habe. Auf die Schnelle habe ich auch nichts zu den unterstützten Dateiformaten gefunden. MKV würde ich nicht als heißen Kandidaten sehen. Um da eine valide Aussage bezgl. der Zoombox treffen zu können, müsste man eine Referenzimplementierung eines WiDi-Empfängers als Testbed für die Quelle haben. Denn im dümmsten Fall ist es Sache des Clients, die Signale umzusetzen.

      Aber unter dem Strich: Deine Bewertung muss ich so stehen lassen. Für Mitleser einfach nur für’s Protokoll: Unter den Blinden ist der Einäugige König. In den Blog-Beiträgen habe ich den Miracast-Firmware-Teil ausgiebig getestet. Die Firmware ist eine der besten, die ich in die Finger bekommen habe! Nur der Netgear Push2TV PTV 3000 ist da smoother – aber da ist HDCP implementiert, so dass die Box nicht mit allen meinen Anzeigegeräten harmoniert.

      Und jetzt kommen wir mal zum springenden Punkt, der offenbar immer bei Anwendern aus dem Fokus rausläuft: Die Zoombox kostet 35 Euro. Hol dir einen Microsoft Wireless Adapter, zahlst Du fast das Doppelte und hast ähnliche Probleme – sowie keinen DLNA-Support. Nimm HDMI-Stick xyz aus Shenzhen, der Miracast, AirPlay & Co. kann und teste. Der wird, falls überhaupt, an vielen Stellen Probleme bereiten, wenn überhaupt, nur eine minimale Dokumentation mitbringen und noch mehr Frust erzeugen.

      Sehe ich das Thema aus Sicht der Hersteller, kommt folgende Rechnung: Das Teil kostet 35 Euro im Verkauf – setze ich 1.000 Stück ab – wie viel Gewinn erwirtschafte ich maximal. Man kann die Stückzahl variieren – aber die Luft bleibt extrem dünn. Nach meinen Beobachtungen gibt es da wohl zwei oder drei Quellen für die auf Linux laufende Firmware, die dann auf die OEM-Geräte geflasht wird. Mit Updates ist es bei den meisten Sticks Fehlanzeige. Mit akkurater Doku ebenfalls (da ist finanziell keine Luft).

      Das ist die Situation. Ich verstehe deinen Frust – bei Licht betrachtet ist es bei dir aber ein Sammelsurium von “bad experiences”, die teilweise mit dem Produkt, teilweise mit eigenen Vorstellungen/fehlenden Vergleichsmöglichkeiten und (gefühlt) wohl auch teilweise mit Problemen im Client zu tun haben. Ist aus deiner Sicht legitim, aber eine schlechte Voraussetzungen für eine Bewertung – finde ich. Als Blogger vergleiche und beschreibe ich und stelle nüchtern fest. Mit deinen Vorstellungen stehst Du vermutlich ganz fix vor dem nächsten Fehlkauf.

      Nur abschließend: Ich muss die Zoombox hier nicht verteidigen oder verkaufen. Momentan steht die noch hier im Schrank, geht aber wohl bald an Medion zurück. Ich halte die Zoombox, für den Preis, nach wie vor für einen der besten Miracast-Empfänger, den ich in den Finger hatte. DLNA schwächelt, WiDi habe ich nicht getestet und werde da auch nicht mehr tun.

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  9. blackbox sagt:

    Ich habe mich vertan, mein S4 hat Android 4.4.2. Das Mirroring funktionert übrigens ohne Probleme bei einem Freund mit einem entsprechenden Fernseher, Marke habe ich nicht mehr in Erinnerung.

    Die Voraussetzungen für Intel WiDi sind relativ eng, werden sie nicht erfüllt, gibt es auch kein WiDi. Mein Notebook kann Intel Widi. Und Widi kann im Prinzip eine ganze Menge, wenn denn alle Geräte reibungslos funktionieren würden. Und ich vermute stark, dass hier die Zoombox nicht mitspielt, da sie auch nicht in der Liste der empfohlenen Geräte steht. Die Liste ist übrigens sowieso sehr klein und besteht nur aus ca. 8 Geräten. Die meisten dieser Geräte kann man hier schlicht nicht kaufen. Den Microsoft Dongle gibt es auch erst seit kurzem zu kaufen.
    Aber noch mal zurück zur Zoombox. Auf dem Bildschirm steht klar und deutlich, dass man die App nutzen soll, in der Anleitung auch. Nirgendwo steht, dass man sich über die IP einloggen soll. Ein normaler Anwender (ich bin schon technisch vorbelastet) würde die Zoombox niemals in Betrieb nehmen können.

    Insgesamt sind wir wohl bei der drahtlosen Übertragung von Bewegbildern immer noch mehr oder weniger im Mittelalter….. schade eigentlich, denn die Anwendungsmöglichkeiten sind umfangreich.

    • Günter Born sagt:

      Beim letzten Absatz voll d’accord – ist alles noch Bastelkram. Zu WiDi – ich weiß nicht, ob da noch viel kommt – Intel hat alles in Richtung Miracast vererbt (afaik). Mit der App und dem Webzugriff: Da könnte habe ich mich möglicherweise geirrt haben – ist schon 2 Monate her, dass die ich Zoombox getestet habe – und zwischenzeitlich hatte ich weitere HDMI-Sticks in den Fingern – da kommt man in der Erinnerung durcheinander. Momentan fehlt mir die Zeit zum Testen. Danke für die Rückmeldung.

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