Android-Geräte und die Bloatware …

Es ist aus meiner Sicht eines der größten Ärgernisse für Besitzer von Android-Geräten: Die von den Herstellern und/oder Providern vorinstallierten Apps. Die belegen unnötig Ressourcen wie Speicher und werden womöglich kaum benutzt.


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Ich persönlich lebe da etwas “im gelobten Land”, habe ich hier doch auf meinen Nexus-Geräten nur das Stock-Android von Google drauf. Aber es gibt noch ein Samsung Galaxy S4 in meinem Haushalt, ein Medion Lifetab E7332 ist vorhanden und gelegentlich bekomme ich Testgeräte in die Finger.

Einerseits ist es nachvollziehbar, wenn Anbieter einige gebrandete Apps auf dem Gerät vorinstallieren. Diese sollten sich aber problemlos über Einstellungen – Apps deinstallieren lassen. Beim Lifetab E7332 sind zwar einige Aldi-Apps dabei – diese lassen sich aber problemlos entfernen. Dass ein Dateimanager, Softmaker Office und einige Medien-Apps sowie Mc Afee Security mit drauf gepackt wurden, empfinde ich sogar als positiv.

Problematisch wird das aber, wenn die Apps einem nichts nutzen, keinen Sinn ergeben und man diese als normaler Benutzer nicht mehr weg bekommt. Der Begriff Bloatware wurde dafür geprägt. Ich erinnere mich an einen Test des Huawei Ascend G300 mit vorinstallierten Vodafone-Apps, die nicht deinstallierbar waren und von Vielen als nervig empfunden wurde. Auch das Samsung Galaxy S4 kommt mir mit “zu viel Samsung” daher – der Großteil der Samsung-Apps wird nicht benutzt, dümpelt aber im Speicher herum. Einiges lässt sich deinstallieren, anderes nicht.

Es ist zwischenzeitlich ein Jahr her, seit ich den Artikel Bloatware auf Smartphones muss deinstallierbar sein im Blog hatte. Hintergrund war, dass in Süd-Korea Richtlinien herausgegeben wurden, nach denen Smartphone-Hersteller dem Benutzer das Deinstallieren nicht benutzter Apps ermöglichen müssen. Das Samsung Galaxy S4 hat in Korea wohl 80 Apps vorinstalliert. Das scheint nun Früchte zu tragen, konnte man doch in den letzten Tagen die Nachricht lesen, dass Samsung beim kommenden Galaxy S6 die TouchWiz-Oberfläche entschlacken will (siehe, und hier). Und bereits beim Galaxy S5 hatte der Hersteller die Zahl der vorinstallierten Apps reduziert.

Dass da ein Umdenken im Sinne von “weniger ist mehr” dringend erforderlich ist, hat mir vor ein paar Tagen ein Artikel von teltarif.de gezeigt.

Zitat: Viele Nutzer ärgern sich über sinnlose Zwangs-Apps auf ihrem neuen Smartphone. Nach mehreren Jahren in Betrieb kann diese Bloatware sogar dazu führen, dass kaum noch neue Apps installiert werden können. Wir wollten dem Phänomen auf die Spur kommen und haben uns dafür ein drei Jahre altes Samsung Galaxy Note vorgeknöpft. Dessen Speicher für Apps ist auf zwei Gigabyte begrenzt. Was das im Alltag bedeutet und wie betroffene Nutzer die Probleme umgehen können, erfahren Sie in unserem Hintergrund-Artikel zur Bloatware auf dem Samsung Galaxy Note.

Ich fand den Artikel ganz lesenswert – öffnet dieser einem doch die Augen, was da auf manchen Geräten los ist. Bleibt mir die Frage: Wie schaut das so auf euren Geräten aus? Seid Ihr auch von Bloatware auf Mobilgeräten genervt, oder ist das eher kein Thema?


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3 Antworten zu Android-Geräte und die Bloatware …


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  2. Thomas Bauer sagt:

    Ich kann auf meinen Lenovo Yoga 2 Tablet nicht alles deinstallieren. Aber teilweise deaktivieren. z.B. den internen Wetter Server von Lenvo. Den MCAfee habe ich runter bekommen. Ich habe eine 10 fach Lizenz von Norton Security für alle Geräte als Betatester und die will auch gerne benutzen. Früher oder später werde ich das Teil rooten und dann mein System befreien. Es ist ja unsinn wenn Dienste im Hintergrund laufen die ich nicht will.

  3. Erwin sagt:

    Ganz ehrlich, bei 2 GB RAM mache ich mir diesbezüglich keine Sorgen. Und ich bin wahrscheinlich ein Benutzer, der auf seinen Geräten viel mehr Apps installiert hat als 80 Prozent der Normaluser. Auf keinem Gerät laufen weniger als 200 Apps, natürlich sind da alle Apps mit gemeint, nicht nur die von mir installierten Apps. Viele vorinstallierte Apps lassen sich zumindest deaktivieren, wenn auch nicht deinstallieren. Viel mehr Sorgen würde ich mir machen, wenn ein Gerät von mir nur 8, oder noch schlimmer, nur 4 GB Speicher hätte. Die App xyz kann ich nicht mehr installieren, ich muss erst wieder was löschen…… Den Satz hab ich schon sehr oft gehört. Viele User sollten aber auch die Finger von den RAM Reinigern lassen, denn diese löschen auch andauernd die Apps aus dem Speicher, die anschließend wieder geladen werden müssen, damit das System funktioniert. Dies führt zu Rucklern, hoher CPU Belastung und dadurch auch zu höherem Akkuverbrauch. Android ist kein Windows und verwaltet seinen Speicher weit besser als Windows.

    • Thomas Bauer sagt:

      @Erwin: Danke schön. Ich bin recht neu bei Android und habe auch bemerkt das App Reiniger nur den Cache reinigen/entfernen den dann die Programme erst mal wieder anlegen müssen. ->total unsinnig. Oder gar Dienste entfernen die dann das System wieder nachladen muß. ->total unsinnig. Wahrscheinlich belegt dann das Programm selber noch Ressourcen und verlangsamt dann das System anstatt es zu beschleunigen. Aber es auch klar das man keine 3 Antiviren Apps betreiben sollte und keine 5 Wetterserver im Hintergrund betreiben muss.

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