Mehr-Nutzer-Lösung: WLAN-Festplatten auf dem Vormarsch

WLAN-DiskIch hatte hier im Blog ja bereits WLAN-Festplatten vorgestellt, das Thema aber wieder aus dem Fokus verloren. Bei meiner Recherche nach einer externen Festplatte bin ich wieder auf die neuen WLAN-Festplatten gestoßen. Daher habe ich mir überlegt, mal wieder einen Beitrag zu diesem Themenfeld zu bringen.


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WLAN-Festplatten werden ja nicht über einen USB-Port am Rechner angeschlossen, sondern lassen sich direkt über eine WLAN-Verbindung im Netzwerk integrieren. Der Vorteil: Man kann dann von jedem Endgerät im Netzwerk auf diese WLAN-Festplatte zugreifen. Klingt ziemlich praktisch, denn man ist nicht auf Geräte mit (freier) USB-Schnittstelle angewiesen. Und so eine WLAN-Festplatte kann von mehreren Nutzern parallel verwendet werden. Zudem eignen sich solche WLAN-Festplatten auch für den Mobilbetrieb. Unterwegs bauen WLAN-Festplatten ein eigenes Funknetzwerk (Hotspot) auf und verbinden sich so mit PC & Co.

Spontan kam dann bei mir die Frage auf, ob ich überhaupt noch eine klassische externe Festplatte benötige? Die Vorteile und Möglichkeiten einer WLAN-Festplatte klingen ja schon verlockend.

Mobilität am Limit: Akkubetriebene WLAN-Festplatten für unterwegs

Wer z.B. im renommierten WLAN-Testportal nachschaut, stellt schnell fest, dass sich die WLAN-Festplatten zwar kabellos mit dem Heimnetz verbinden lassen. Aber es ist eine eigene Stromzufuhr erforderlich. Diese kann über einen herkömmlichen Stromanschluss, aber auch über einen USB-Port erfolgen. Für die mobile Nutzung unterwegs gibt es Akku-betriebene Varianten. Sogenannte PowerBank-Varianten bieten ein cooles Zusatzfeature: Ein integrierter Akku ist in der Lage Mobile Devices wie Tablet oder Smartphone aufzuladen.

„Umwegloses“ Verbinden mit Smartphone und Tablet

Besonders attraktiv ist für mich der Aspekt, dass sich Smartphones und Tablets direkt über eine App mit der WLAN-Festplatte verbinden können, um diese zu nutzen. Der umständliche Weg über den Anschluss an Mac oder PC entfällt so komplett. Außerdem scheinen ein paar WLAN-Varianten (Samsung, Seagate,…) besonders bei Smart TVs mit der DLNA-Technik zu punkten: Dabei greift der Fernseher über das Netzwerk auf die WLAN-Festplatte zu und streamt Filme von diesem direkt auf den TV. Die Festplatte selbst kann ortsungebunden platziert werden. Ein entscheidender Vorteil für puristische Einrichtungskonzepte.

Wer mit dem Thema DLNA nichts anfangen kann oder sich für die Technologie interessiert, findet am Artikelende noch einige Verweise auf Blog-Beiträge rund um das Thema DLNA.

Falls ihr euch für die Konzepte von WLAN-Festplatten interessiert, hier habe ich mal die (aus meiner Sicht) wichtigsten Parameter im Überblick zusammengefasst:

  • Ideal für: Mobile Nutzung unterwegs oder als ortsunabhängiger Datenhafen in der Wohnung
  •  Akku: Für mobile Nutzung zwingend erforderlich, WLAN-Festplatte kann so auch in der freien Natur genutzt werden (Photo-Shooting, Outdoor-Filmaufnahmen)
  • App-Zugriff: Android- und iOS-App müssen beide vorhanden sein, mit denen man mit Smartphone oder Tablet ohne Umwege auf die Festplatte zugreifen kann
  • Stromzufuhr: Klassischer Stromanschluss bietet ortsunabhängige Positionierung im Wohnraum (in der Nähe eines einfachen Stromanschlusses)
  • USB-Stromzufuhr: Keine freie Steckdose für den Betrieb der WLAN-Festplatte notwendig, Strom bezieht dies über jeden gängigen USB-Port (Smart TV, DSL-Router, USB-Steckdosen-Adapter)

Welche dieser Parameter zur Geräteauswahl relevant sind, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Problemfall: Übertragungsgeschwindigkeiten

Einen Aspekt möchte ich beim Thema WLAN-Festplatten aber nicht unter den Tisch fallen lassen (ich hatte den ursprünglich gar nicht im Blick). Bei meinen Recherchen bin ich recht schnell auf den aktuellen Nachteil der WLAN-Festplatten-Modelle gestoßen. Die maximalen Übertragungsgeschwindigkeiten der Modelle hängen nicht nur von den Festplatten-Parametern, sondern auch von den Übertragungsgeschwindigkeiten der Funknetzwerke ab. Mehr als 110 MB/s sind hier selten drin. Um große Datenmengen zu übertragen, halte ich das dann für kritisch. Persönlich setze ich daher auf USB-Festplatten oder verwende das WLAN in meinem Büro zum Datenaustausch. Andererseits: Wenn ich unterwegs auf drahtlose Anbindung angewiesen bin (z.B. beim iPad), ist eine WLAN-Festplatte natürlich die erste Wahl. Hinweise, wie man ein iPad mit einer WLAN-Festplatte verbindet, habe ich dann übrigens auch auf wlan-festplatte.com gefunden.

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