Apple 30 Pin Dock zu 8 Pin Lightning female-Adapter im Test

LighningBei neueren iOS-Geräten hat Apple ja den 30-poligen-Dock-Connector durch die 8-polige Lightning-Buchse ersetzt. Ich habe mal einen Adapter getestet, der in eine Dock-Connector-Buchse eines alten iPads passt und eine Lightning-Buchse bereitstellt.


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Einen solchen 30-Pin-Male-Dock-Connector zu 8-Pin-Lighning-female-Buchse-Adapter bräuchte man, um eventuell neuere Lightning-Periopherie und –Kabel an alten iPads per Dock-Connector zu betreiben. Daher habe ich so ein Teil mal beschafft und getestet.

Ich bräuchte Lightning am alten iPad

Die Situation ist schnell beschrieben: Ich habe hier zwei ältere iPads (1 iPad 1 und 1 iPad 3), die beide noch mit Dock-Connector-Anschlüssen ausgestattet sind. Und dann erhielt ich die Möglichkeit, den im Artikel i-FlashDrive mit Lightning-Anschluss verfügbar beschriebenen Flash-Speicher zu testen. Meine Idee war: Eigentlich müsste es doch einen Dock-zu-Lightning-Adapter geben, der das Problem löst.

Die Suche nach einem Adapter

Wie in solchen Fällen üblich, habe ich Google befragt und stieß auf sehr viele Adapter für den Dock-Connector. Beispielsweise Dock-Connector zu microUSB, wie im Artikel Genial: Dock-zu-microUSB-Adapter für’s iPad beschrieben. Auch Dock-Connector zu Lightning-male-Adapter gibt es. Sogar Apple hat einen Lightning auf 30-Pin Adapter im Angebot, wie nebenstehende Amazon-Anzeige verrät. Sprich: Man kann diesen Adapter in ein neues iPad in die Lightning-Buchse stecken. Das ermöglicht an der Dock-Connector-Buchse alte Dock-Connector-Peripherie oder –Kabel zu betreiben (siehe diese FAQ). Das nütze mir aber alles nichts. Ich brauchte ja einen Adapter, der einen 30 poligen Dock-Connector sowie eine 8 polige Lightning-Buchse aufweist.

Bei Amazon-UK gibt es diesen Adapter, der zu passen scheint. Den Adapter habe ich allerdings erst beim Schreiben dieses Blog-Beitrags gefunden – und die Bewertungen sind nicht so dolle. Bei meiner Recherche stieß ich seinerzeit bei eBay auf diesen Adapter, der genau das leisten sollte, was ich brauchte.

Also habe ich mir zuerst per eBay den oben links sichtbaren Adapter – und in einem zweiten Schritt das oben rechts sichtbare Lightning-Kabel (siehe Beitrag Lightning-Ladekabel von Callstel und Hama) bestellt.

China-Order, Postlaufzeiten, der Zoll und eine Klatsche für eBay

Der eBay-Anbieter Kimke-Wei sitzt in China. Aber für ca. 8 Euro war das Risiko überschaubar. Zudem lag ich mit dem Preis unter der Grenze von 22 Euro, ab der der deutsche Zoll Einfuhrumsatzsteuer verlangt. Da bin ich schon mal böse reingefallen. Also habe ich das Ganze Mitte Oktober 2014 bestellt …

… dauerte ca. 5 Wochen, bis das Päckchen bei mir eintraf (aber das hatte ich erwartet). Alles voller Freude ausgepackt, an das iPad 3 angestöpselt und dann versucht, den iFlashDrive zu testen. Aber da tat sich nichts. Dass der iFlashDrive funktionierte, hatte ich einige Wochen vorher am iPad Air des Nachbars getestet (auch wenn das Teil in der USB-Firmware einen Bug hatte, siehe PhotoFast optimiert Geschwindigkeit beim i-FlashDrive EVO). Also noch ein Lightning-USB-Kabel vom Nachbarn ausgeborgt – aber auch da war nix, nicht einmal Laden ging.


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Ich hatte die Sache bereits abgeschrieben. Da aber der Lieferung ein Kärtchen mit der Bitte des Händler, vor einer schlechten Bewertung bei eBay ihn als  Verkäufer zu kontaktieren, beilag, habe ich das über eBay gemacht. Binnen einer Woche gab es die Rückmeldung, dass man einen Ersatzadapter schicken werde. Dafür geht natürlich der Daumen hoch – da ist der chinesischer Versender Kimke-Wei, der auch bei “Pfennig-Artikeln” Kundenzufriedenheit will, wohl zu loben – hatte ich nicht erwartet.

Die Klatsche gibt es dagegen für eBay. Da ich bestimmte Fristen bei eBay einhalten musste, um den Käuferschutz zu bekommen, hatte ich einen Fall eröffnet. Irgendwann erhielt ich von eBay eine Mail, dass der Fall bis zum 25.12.2014 zwangsweise geschlossen werde. Da aber die Ersatzsendung per Post aus China unterwegs war, fragte ich bei eBay nach, ob eine Verlängerung möglich sei. War es natürlich nicht – ich hatte die Möglichkeit, den Kaufpreis zurück zu verlangen – wobei der Verkäufer wohl auf zwei unbezahlten Adaptern sitzen geblieben wäre – oder den Fall schließen zu lassen. Ich habe mich, in der Hoffnung, dass die zweite Lieferung eintrifft und funktioniert, für die letztgenannte Möglichkeit entschieden. Aber der Daumen geht bezüglich eBay klar nach unten!

Test des Dock-zu-Lightning-Adapters

Mitte Januar 2015 war es dann wieder so weit: Die Post lieferte das Päckchen. Also Adapter ausgepackt, an das iPad 3 angestöpselt und dann den iFlashDrive probiert. Die App meldete aber, dass kein externer Speicher erkannt würde. Scheibenkleister!

Ich habe den Adapter dann zum Nachbarn weitergereicht und gebeten, an einem iPad Air zu testen, ob der mit einem Lighning-Kabel lädt und synchronisiert. Kurze Zeit später kam die Rückmeldung: Adapter 1 lädt nicht, Adapter 2 lädt, synchronisieren kann ich nicht testen.

Ich habe mir dann das oben erwähnte Lightning-Kabel mit MFI-Zertifizierung über Pearl besorgt und selbst getestet. Was ich sagen kann:

  • Mit dem Ersatzadapter kann ich das iPad 3 jederzeit per USB-Steckernetzteil über das Lightning-Kabel laden.
  • Verbinde ich das Lightning-Kabel über den USB-Stecker mit meinem PC, wird das iPad 3 als Wechseldatenträger erkannt. Ich kann also Daten mit dem iPad austauschen.

Der Adapter macht also genau was er soll. Warum der iFlashDrive nicht erkannt wird, habe ich nicht herausgefunden.

Falls jetzt jemand die Frage stellt, warum ich mir das alles angetan habe, lautet die Antwort: Weil ich das halt so wollte. Ohne Test hätte ich vielleicht irgendwann sterben müssen, ohne die Antwort “funktioniert der Adapter nun oder nicht” beantwortet zu haben. Zudem wusste ich ja a priori nicht, dass ich an dem Thema von Oktober bis Januar herum laborieren würde. Ach ja, und so habe ich auch noch einen längeren Blog-Beitrag als Sonntags-Lektüre zusammen schreiben können …

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1 Antwort zu Apple 30 Pin Dock zu 8 Pin Lightning female-Adapter im Test

  1. Marc sagt:

    die Lieferanten „aus dem fernen Land“ sind sehr zuvorkommend, reagieren schnell und verstehen noch was Kundenservice ist.
    bedauerlich dass es bei deinen 2 Lieferungen nicht eingehauen hat mit der Hardware.

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