Windows with Bing künftig nur für Geräte bis 14 Zoll-Bildschirm

Windows 8.1 with Bing ist ja eine günstige Version, die von Microsoft an OEMs abgegeben wird, um preiswerte Geräte anzubieten. Jetzt gibt es die Information, dass Windows with Bing künftig nur noch für Geräte mit einer Bildschirmdiagonale bis 14-Zoll abgegeben werden darf.


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Das Lizenzmodell von Windows with Bing (aktuell nur für Windows 8.1) richtet sich an OEM-Hersteller, die ein preisgünstiges System anbieten wollen und dafür überall sparen. Im Artikel Windows-Infosplitter: OEM-Preise, Spartan, Android-Apps hatte ich die OEM-Preise, die die Hersteller zahlen, genannt. Bei Geräten mit Bildschirmdiagonalen unter 9 Zoll fallen überhaupt keine Lizenzkosten an. Bei Tablets mit 10.1-Zoll-Display gibt es immerhin noch Rabatt von 10 $, so dass die Lizenz noch 15 $ kostet.

Technisch ist das Ganze für den Benutzer aber eine fiese Sache, da die Hardware dieser Billig-Systeme bis auf den letzten Drücker ausgelutscht ist. In der Linkliste am Artikelende habe ich diverse Male auf die Fallen bei Windows 8.1 with Bing-Systemen hingewiesen. Und wenn WIMBoot auf den Maschinen eingesetzt wird, läuft es für den Besitzer ganz übel – einfach mal Windows neu installieren – läuft überhaupt nicht. Man ist ohne gute Kenntnisse auf das Recovery des OEMs angewiesen.

Wie The Register hier berichtet, scheint das Windows with Bing-Programm von Microsoft etwas zu erfolgreich zu sein. Alleine in Großbritannien wurden über 115.000 Geräte mit Windows 8.1 with Bing im 4. Quartal 2014 abgesetzt. Eigentlich dachte ich, dass Windows 8.1 with Bing nur für System mit bis zu 10,1-Zoll-Bildschirmdiagonale abgegeben wird. Ist aber wohl nicht der Fall – es gibt nur den Rabatt von 10 $. So schreibt The Register, dass über 94.000 Geräte mit Bildschirmgrößen von 15,6 Zoll ausgeliefert wurden. Die Strategie, ein Gegenangebot zu Google Chromebooks zu machen, ist also aufgegangen (von denen wurden nur 53.000 im gleichen Zeitraum verkauft).

Für Microsoft gehen damit natürlich Lizenzeinnahmen verloren – und für Kunden ist es aus meiner Sicht schlecht, wenn denen ein Micker-System mit Windows with Bing angedreht wird. Von PC-Herstellern hat The Register nun erfahren, dass Microsoft die Verwendung von Windows 8.1 with Bing auf Geräte mit Bildschirmdiagonalen bis maximal 14 Zoll begrenzt und ab 10,1 Zoll nur noch geringe Rabatte gewährt. Für die Kunden wäre es in meinen Augen am Besten, wenn überhaupt kein Windows 8.1 with Bin mehr rausgeht – denn unter dem Strich gibt es nur Ärger und Verdruss.

Ich habe hier noch ein WeTab Tablet PC rumfliegen, wo ich 23 GByte SSD-Speicher für eine Windows-Partition reserviert habe. Installiert sind Windows 8.1 (32 Bit) und Office 2013 (32 Bit). Der Speicher ist nun bereits so voll geknallt, dass auf dieser Maschine keine Updates mehr durchführbar sind. Und auch eine 32 GByte SSD wird sich da nicht viel anders verhalten. (via, via)

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1 Response to Windows with Bing künftig nur für Geräte bis 14 Zoll-Bildschirm

  1. Mirko Heilmann sagt:

    Hallo Herr Born,

    das mit dem Micker-System kann ich so nicht stehen lassen. Das ist schon ein vollwertiges Windows 8.1 (aber das wissen Sie ja). Die Dikussion und den Vergleich mit Windows 7 Starter habe ich gestern schon in einem anderen Forum mitverfolgt. Das Problem bei dieser Version liegt schlicht an der Nichtverfügbarkeit des Installationsmediums, wie in einigen Ihrer Beiträge sehr schön beschrieben.
    Die haben mir gerade in den letzten beiden Tagen sehr geholfen ein Asus X205 wieder flott zu bekommen, nachdem ich nach der Konfiguration die Recovery-Partition gelöscht hatte. Da ging nichts mehr, denn Asus legt dort zusätzlich den Bootmanager ab und hat natürlich das TPM-Modul aktiviert und das Laufwerk gesperrt. Und da das nicht reicht machen die das UEFI so dicht, das nichts an dieser Kiste startbar ist (kein DVD, USB), wenn nicht ein 32-Bit Windows 8.1 vorgefunden wird. Da steht man dann mit seiner Datenträgersicherung des Drittanbieters ganz schön im Regen wenn kein Medium an dem Ding startet. Ich hatte aber glücklicherweise die install.wim extra gesichert und kam dann damit zurecht. Das verrückte ist, daß es bei Asus ein Tool gibt, mit welchem man das Recovery auf einen USB-Stick bringen kann und das dann diese Partition löscht. Um das Tool muß man sich aber selbst kümmern (Asus Support fürs Gerät, da findet man es sogar mit Manual als Download), mitgeliefert wird da nichts und der Anwender läuft ins Messer.
    Seit gestern weiß ich aber, daß es einen großen deutschen OEM gibt, der im Internet seine Kisten vertickt, der selbst zu Desktop-Rechnern Installationdatenträger mitliefert für Windows 8.1 with Bing. Da war ich komplett von den Socken, denn meines Wissens verbietet das Microsoft.
    Aber selbst mit diesen Datenträgern wissen die meisten Anwender nicht was sie im E-Fall damit machen müssen.
    Was ich eigentlich nur schreiben wollte ist, es ist egal welche Version oder Betriebssystem auf dem Rechner installiert ist, der “normale Anwender”, also ich schätze mal 98% aller Menschen am PC, ist immer aufgeschmissen. Dagegen hilft Ihr Blog sehr gut, nur leider begreifen viele von diesen Anwendern nicht was sie lesen, wenn sie es lesen (würden). Es muß nur funktionieren, aber das ist ja nicht schlimm. Schlimm ist, daß uns die Hersteller immer ins Kreuz springen und alles verkomplizieren müssen.
    Oh Mann ist das jetzt lang gworden, war so eigentlich nicht geplant.

    Grüße aus Randberlin

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