VirtualReality-Brille VRB60.3D für Smartphones

Virtual Reality-Brillen sind ja bei verschiedenen Herstellern in der Entwicklung. Wer sich mit dem Thema befassen möchte, wird aber nicht unbedingt viele 100 Euro für eine solche VR-Brille ausgeben wollen. Günstiger geht es, wenn man ein Smartphone als Display für eine solche VR-Brille verwenden kann. Im heutigen Blog-Beitrag stelle ich eine solche Brille, die VRB60.3D vor.


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Das Thema “VR-Brillen-Bastelset” in Kombination mit einem Smartphone ist ja in den Medien, seit Google auf der I/O-Konferenz im Juni 2014 CardBoard vorgestellt hat. Es handelte sich um eine Lösung aus Karton, die mit zwei Linsen und einem Smartphone VR-Experimente ermöglichte.


VRBrille1
(Quelle: Pearl)

Ich hatte die in obigem Foto gezeigte Lösung kürzlich im Beitrag Papp-VR-Brille VRB50.3D von Pearl vorgestellt. Aber nicht Jedem gefällt die doch etwas wackelig aussehende Pappdeckel-Lösung. Man könnte auf die LG-Offerte spekulieren, die noch im Februar starten soll. Wer ein LG G3 Smartphone kauft, soll eine VR-Brille für dieses Smartphone gratis dazu bekommen. Bei LG sieht das Ganze etwas edler aus – so richtiges Kunststoffgehäuse, wie nachfolgendes Foto des Arrangements zeigt.


(Quelle: LG)

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Aber ein neues Smartphone, nur um mal VR zu testen? Das geht auch einfacher.


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Auf die Idee, mal über den Tellerrand zu schauen, hat mich Blog-Leser Thomas Bauer mit diesem Kommentar gebracht. Bei Pearl gibt es die VRB60.3D als stabile Ausführung – und das gleiche Modell ist bei Amazon.de vom chinesischen Anbieter Andoer zu haben (siehe Anzeige hier links). Von Andoer habe ich mir beispielsweise den in der Artikelreihe Andoer HDMI-Empfänger: DLNA unter iOS – Teil 9 beschriebenen HDMI-Empfänger besorgt. Man muss dort aber die Postlaufzeiten aus China (ca. 6 Wochen) berücksichtigen. Ich habe mir daher ein Testexemplar über Pearl beschafft.

PEARL Virtual-Reality-Brille VRB60.3D für Smartphones (4″-6″)

Das Konzept der VRB60.3D ist bestechend einfach: Inspiriert vom Google Cardboard und der Oculus Rift nehme man ein Smartphone mit 4 bis 6 Zoll-Display zur Anzeige. Dieses kombiniere man mit einem soliden Kunststoffgehäuse samt Linsensystem – fertig ist eine preiswerte VR-Brille. Und das Ganze sollte nicht so wackelig wie die oben skizzierte Google Cardboard-Lösung sein, sondern eher an die LG-Offerte herankommen.


(Quelle: Pearl)

Bei Pearl wird die VRB60.3D als “Virtual Reality für Ihr Smartphone” beschrieben. Man legt das Smartphone in die hier sichtbare Frontöffnung und schließt die Klappe. Dann setzt man das Kunststoffgehäuse über die Kopfbänder auf. In Kombination mit diesem Headset wird ein Smartphone zum Head-Mounted Display.

Installiert man auf dem Smartphone (ich habe ein Samsung Galaxy S4 kurz getestet) entsprechende Virtual-Reality-Apps, sind nette Effekte möglich: Atemberaubende Flugsimulationen, virtuelle Reisen mit Google Earth und vielfältige Videos auf dem YouTube-Kanal 3D Side by Side in FullHD. Zwischenzeitlich stehen über 100 Virtual-Reality-Apps zur Verfügung.

Man kann also jetzt einen Eindruck bekommen, was 3D und Virtual Reality sein könnte. Mit dem G-Sensor und dem Gyroskop eines Smartphones werden Kopfbewegungen erfasst und von der App direkt auf den Display des Smartphone berücksichtigt. So kann man in der virtuellen Umgebung in alle Himmelsrichtungen sehen. Laut Pearl kann man in Kombination mit einem Bluetooth-Controller mit dem Headset auch Games spielen. Ohne lästige Kabel kann man sich sich frei im Raum bewegen (obwohl die Bedienungsanleitung genau davor warnt und das Unterlassen anmahnt).

Hier die technischen Daten:

  • Virtual-Reality-Headset für Smartphones mit 4″ bis 6″:
    z. B. Samsung Galaxy S3/S4/5, iPhone 6/6 Plus
  • Kompatibel zu allen Cardboard-Apps und Millionen 3D-Side-by-Side-Videos
  • Vollständiges Eintauchen in virtuelle Welten
  • Echtes 3D-Feeling: Videos, Games, Fotoshows etc. in 3D
  • Headtracker: Steuerung allein über Kopfbewegungen
  • Großer Erfassungswinkel: 110°
  • Ähnliches Seherlebnis wie bei 200″ IMAX-Filmen
  • Kopfgurt zur Befestigung am Hinterkopf
  • Hoher Tragekomfort: weicher Rahmen aus Schaumstoff
  • Über 100 Virtual-Reality-Apps bei Google Play und App Store
  • Smartphone benötigt ein integriertes Gyroskop und einen Beschleunigungssensor (G-Sensor)
  • Maße: 17 x 10 x 13 cm, ultraleichte 230 g
  • VR-Brille aus Kunststoff inkl. dt. Anleitung

Empfehlungen für VR-Apps (Android):

  • Maze 3D: Steuern Sie eine Kugel durch Labyrinthe und sammeln Sie Items ein. Ein Controller wird benötigt.
  • Dive Zombie: 3D-Grusel-Game mit Schock-Faktor, auch ohne Controller

Empfehlungen für VR-Apps (iOS):

  • Sugar Cubes! 3D Stereograph: Bunte 3D-Würfel mit einer Kanone sprengen (ab iOS 3.2)
  • Panereo VR: 3D-Video-Player, auch für Panorama-Videos (ab iOS 5.0)
  • The Height: Eine atemberaubende Entdeckungsreise durch futuristische Architekturen (ab iOS 4.0)

Mehr Informationen zur Virtual-Reality-Brille finden Sie hier. Die VR-Brille kostet 19,90 Euro und ist vor 2 Tagen in größerer Stückzahl bei Pearl eingetroffen. Ich habe zwischenzeitlich ein Exemplar hier und heute mal für 10 Minuten mit einem Samsung Galaxy S4 getestet. Die 19,90 Euro-Lösung kann vermutlich nicht mit einer Oculus Rift mithalten. Aber ich war baff ob der Möglichkeiten, die ich beim Kurztest kennen gelernt habe.

Ein kleines 3D-Video, abgespielt in einer App, zeigte mir, was VR so kann. Normalerweise schaut man auf einen Wald, gezeichnet in 3D-Darstellung. In diesem Wald agiert eine Maus mit Hut. Bewegt man den Kopf, kann man in die Kronen der Bäume blicken oder einen 360 Grad Rundumblick veranstalten. Lediglich die Bedienung ist etwas doof: Liegt das Smartphone in der Brille, kann man natürlich nicht mehr an das Display, um etwas zu bedienen. Aber man kann die App vorher starten. Das Ganze macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Bei etwas Zeit werde ich mal ein paar VR-Apps testen und dann noch einen Beitrag mit den Erfahrungen posten. Blog-Leser Thomas Bauer hat sich das Teil ebenfalls besorgt und kann möglicherweise eigene Eindrücke beisteuern.

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Links:
Pearl Produktseite
Google Play Cardboard Apps
iOS Cardboard Apps
5 iOS apps that support Google Cardboard
Google Cardboard: Die Virtual-Reality-Brille aus Pappe


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6 Antworten zu VirtualReality-Brille VRB60.3D für Smartphones


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  2. Thomas sagt:

    “Atemberaubende Flugsimulationen, virtuelle Reisen mit Google Earth und vielfältige Videos auf dem YouTube-Kanal 3D Side by Side in FullHD. Zwischenzeitlich stehen über 100 Virtual-Reality-Apps zur Verfügung.” … und ich mußte heute (gestern
    mittlerweile) zum Zahnarzt. Heute kommt meine. Hast du Street View ausprobiert?

    • Günter Born sagt:

      Ich habe noch ein wenig anderes zu tun, als Stunden mit der VR-Brille zu experimentieren ;-). Ich habe – wie ich schrieb – kurz ein Zeichentrick-Video angeschaut, um überhaupt mal zu sehen, wie das funktioniert. Tut, aber es gibt auch Haken und Ösen – aber da warte ich auf die Tests anderer Leute ;-).

      • Thomas sagt:

        Vorab kann ich schon mal sagen das das Einlegen des Handys bereits Probleme bereitet. Es gibt keine Zentrierhilfe für Handy um die 4-5 Zoll. Mein iPhone5 ist außerdem so dünn das es kaum hält. Das muss jetzt noch kein KO Kriterium sein. Da gibt es möglicherweise Lösungen dafür.

  3. Thomas sagt:

    Wahrscheinlich liegt der mir seiner Brille irgendwo und läuft gerade mit 2 Blondinen einen Strand entlang.

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