Apples neuer iPad Pro mit 12,9-Zoll-Display

Gestern Abend hat Apple erwartungsgemäß das iPad Pro angekündigt: Kommt mit 12,9-Zoll-Display, einem Stift und einer andockbaren Tastatur – also so etwas wie ein Surface-Klon.


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Im iPad Pro ist ein neuer 64 Bit A9X-SoC (System-on-Chip) verbaut, der (in Verbindung mit anderen Optimierungen) die 1,8 fache CPU-Leistung wie der Prozessor des iPad Air 2 bringen soll. Update: Laut diversen Medienberichten soll das iPad Pro 4 Gbyte RAM besitzen.


(Quelle: Apple)

Apple gibt an, dass das iPad Pro schneller als 80 Prozent der aktuellen Notebooks ist. Die Dicke wird mit 6,9 Millimetern angegeben (iPad Air 2 = 6,1 mm). Das Gewicht liegt bei 710 Gramm. Die Akkulaufzeit beträgt laut Apple bis zu zehn Stunden. Hier mal ein Größenvergleich zwischen iPad Air 2 und dem neuen iPad Pro.


(Quelle: Apple – Vergleich iPad Air 2, iPad Pro)

Das 12,9-Zoll-Display besitzt eine Auflösung von 2.732 x 2.048 Pixel und wird von Apple mit seiner Split-Screen-Fähigkeit (zwei Apps nebeneinander) und den Multitasking-Features beworben.

(Quelle: Apple)

Ein kurzer Bericht über die neuen Fähigkeiten von iOS 9 findet sich z.B. hier bei neowin.net.

Tastatur und Pen


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Es war erwartet worden, dass Apple eine Tastatur zum iPad Pro anbieten wird (um etwas gegen das Surface Pro 3 bzw. 4 zu setzen). Diese Tastatur, die als Hülle dient und nur 4 mm dick ist, wird magnetisch angekoppelt.

(Quelle: Apple)

(Quelle: Apple – Andockpunkte für Daten und Stromversorgung)

Damit zielt Apple beim iPad Pro klar auf Business-Anwender, denn der Einstiegspreis von 799 US $ (und wohl auch Euro) für das 32 GByte Einstiegsmodell liegt schon sehr hoch.


(Quelle: Apple)

So hatte Microsoft Mann Kirk Königsbauer einen kurzen Auftritt, in dem Microsoft Office für iOS auf dem iPad Pro vorstellen durfte.

(Quelle: Apple)

Nachtrag: Und in diesem Blog-Beitrag gibt Microsoft bekannt, dass man Office für das iPad Pro optimieren und für die Pen-Bedienung ertüchtigen wolle.

Der vorgestellte elektronische Stift “Apple Pencil” will Designer und Nutzer, die viele handschriftliche Eingaben tätigen, ansprechen.

(Quelle: Apple)

Je nach Druck auf das Display und Winkel, in dem der Stift aufgesetzt wird, zeichnet das iPad dicke oder dünne Linien auf dem Display. In der abnehmbaren Kappe verbirgt sich ein Lightning-Anschluss, über den der Stift aufgeladen werden kann.

(Quelle: Apple)

Der Stift soll 12 Stunden mit einer Akkuladung halten, 15 Sekunden an einer Lightning-Buchse sollen für 30 Minuten arbeiten reichen.

Alles in allem hat Apple beim iPad Pro mit Specs geast. Ich darf es eigentlich nicht schreiben, der Apple Pencil war das einzige, was mich wirklich begeistert hat – beim Rest der Keynote bin ich ständig eingeschlafen (kein Scheiß) und um 21:00 Uhr habe ich das iPad 3, auf dem der Live Stream lief, abgeschaltet, um ins Bett zu gehen. Die Keynote war also als Einschlafhilfe besser als Fernsehen – obwohl es scheinbar an mir lag.

(Quelle: Apple/YouTube)

Hier gibt es noch das obige YouTube-Video zum iPad Pro. Ab Oktober kann man vorbestellen, kommen soll das Gerät im November 2015. Das 32 GByte-Modell kommt auf 799 US $, 128 GByte schlagen mit 150 $ Aufpreis rein und das große Modell mit LTE kostet 1079 $. Der Stift ist für schlappe 99 $ und die Tastatur für 169 $ im Angebot. Details zu Preisen und weitere Specs findet ihr hier in diesem heise.de-Artikel sowie in der Apple-Pressemittelung (englisch).

Wie seht ihr das: Ist das iPad Pro ein scharfer Konkurrent für ein Surface Pro 3/4? Oder doch eher etwas auf CopyCat-Niveau?


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4 Responses to Apples neuer iPad Pro mit 12,9-Zoll-Display

  1. Rolf sagt:

    Ohne vollwertiges OS ist es wohl kaum ein Konkurrent. Eher ein etwas größeres Spielzeug für Apple Nerds. Denn für den produktiven Alltag, neee. So ist es nicht einmal ein Surface-RT.

  2. Ralf sagt:

    Ich finde es grundsätzlich nicht schlecht. Da könnte man endlich auch mal vernünftig Zeitungen drauf lesen. Allerdings nur mit Lotto-Gewinn finanzierbar. Und in diesen Zeiten, wo unser Land vor großen (auch finanziellen) Herausforderungen steht, schon fast ein bisschen unanständig. Kommt mir irgendwie wie auf der Titanic vor. Die einen feiern in der ersten Klasse noch eine rauschende Party nach der anderen, während die Menschen in der dritten Klasse um ihr Überleben kämpfen.

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  4. Sam sagt:

    Das ist ein sehr ernsthafter Konkurrent zum Surface RT – das allerdings auch schon tot ist, also keinen Gegner darstellt.
    Anders als beim Surface Pro läuft ja keine vollwertige Software drauf. Falls Adobe seine Sachen drauf adaptiert könnte das wieder anders aussehen.

  5. Tim sagt:

    Hey Herr Born.

    Ich nutz schon länger nen Wacom Zeichentablet…
    …auch dieser Pen reißt mich daher nicht wirklich vom Hocker.

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