Desktop-OS-Verteilung 9.2015: Windows 10 schwächelt

Tja, wir haben schon Oktober und draußen nieselt es. Zeit, mal wieder einen Blick auf die OS-Verteilung bei Desktop-Systemen zu werfen. Erobert Linux den Desktop? Kommen wir an Windows 10 nicht mehr vorbei, oder hat OS X die Nase vorne? Fragen, die die Welt bewegen?


Anzeige

An dieser Stelle kann ich schon mal Entwarnung geben, Linux rangiert unter ferner liefen, genau wie Windows 10 und OS X. Bei netmarketshare.com lassen sich die neuesten Daten zu den Betriebssystemanteilen auf Desktop-Systemen abrufen. Hier die Übersicht für September 2015 mit den weltweiten Zahlen.

(Quelle: netmarketshare.com)

Windows 7 dominiert mit 56,53 % (bisher 57,67%), gefolgt von Windows XP mit 12,21%. Windows 8.1 sinkt von 11,39% auf 10,72%, während Windows 8 mit 2,60% (vorheriger Zeitraum 2,56%) zunimmt, aber mit Windows Vista mit 1,73% (vorher 1,82%) zusammen mit Mac OS X 10.10 mit 4,91% (vorher 4,86%) unter ferner liefen segeln. Linux hat 1,74 % (vorher 1,63%) Anteil und Windows 10 dümpelt bei 6,63% (vorher 5,21%). Also, irgendwie sieht es mir so aus, dass Windows 10 in der Verbreitung leicht schwächelt.

Verteilung in Deutschland

Bei statcounter.com lassen sich die Anteile in Deutschland abrufen. Windows 7 liegt bei “mageren” 49,06% und Windows 8.1 darf auf 15,52% der Rechner arbeiten. Überraschung: Windows XP kommt auf gerade einmal 4,7%, während Windows 10 mit 11,42% punktet. Die Kurve knickt aber im August bei der Zunahme von Windows 10 merklich ab.

(Quelle: statcounter.com)

Hier ist noch die Betriebssystemverteilung für Europa der letzten Wochen. Man sieht sehr deutlich, dass Windows 7 den Markt beherrscht und Windows 10 kaum noch Marktanteile holt.


(Quelle: statcounter.com)


Werbung

Wenn ich mir dann so anschaue, dass iOS 9 bereits eine Woche nach seiner Freigabe auf 50 % der Geräte läuft (siehe Bereits 50 % der iPhones/iPads laufen mit iOS 9), scheint Apple alles richtig zu machen. Auch wenn die mit Änderungen bei AirPlay einer Menge Leute ein ziemliches Ei gelegt haben (siehe Desaster: iOS9 killt AirPlay…). Ich sage es mal so: Da hat Microsoft noch eine Menge Arbeit vor sich, um Windows 10 in den nächsten 3 Jahren auf einer Milliarde Geräte zu bringen. Oder wie seht ihr das?


Anzeige

Dieser Beitrag wurde unter Windows abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

13 Responses to Desktop-OS-Verteilung 9.2015: Windows 10 schwächelt

  1. Pingback: Anonymous

  2. Fred sagt:

    Danke! Jetzt sehen wir, wo die Ewiggestrigen sind. Seit ich Win10 habe, kommt mir Win7 wie Mittelalter vor. Und die Mac-Freunde können sich weiterhin als etwas Besonderes feiern – bei lächerlichem knapp über 1%-Anteil.

    • Rolf sagt:

      Mit dem Lesen und Verstehen von Text scheint es bei Ihnen schwer zu hapern.
      iOS 10.10 liegt fast mit Virus 10 gleichauf. Fünf 5 zu 6,5 Prozent.
      Und ich bin mal auf die Erklärung gespannt, warum Sie Sich mit Windows 7 im Mittelalter gefühlt haben. Oder sind Sie einfach nur eine Sockenpuppe, die momentan wie verrückt die Foren unterlaufen, um Windows 10 anzupreisen.

      • Fred sagt:

        Sockenpuppe – der ist gut!
        OK, fast 7%, Meisterleistung.

        • Thomas Bauer sagt:

          Man muss natürlich sehen das MS sein Windows 10 auch verschenkt. Alle die es wollten haben es jetzt zum Preis ihrer Daten. Der Rest wartet ab. Nach dem 1. Ansturm bricht eben jetzt erwartungsgemäß der Absatz ein. Ich sehe den Einbruch aber als Vorteil, weil so MS gezwungen sein könnte Windows 10 nachzubessern und den Windows 7 Bedürfnissen anzupaßen. Man hat ja klammheimlich versucht Windows 7/8.x mit Telemetrie aufzurüsten um den Umstieg auf 10 zu verharmlosen. Mal sehen was kommt.

      • Tim sagt:

        Die Mittelalteraussage ist nur der von mir genannte Neuwageneffekt…

        Man kauft sich einen Neuwagen und beschließt, hier drin wird nicht geraucht und nach 14 Tagen dann…

  3. Rolf sagt:

    Jetzt auch noch das Rechnen.
    Es sind, zusammengenommen, 7 Prozent, nicht fast!
    Einfach den Taschenrechner bemühen, oder Google.

    • Fred sagt:

      Ich wollte Ihnen doch nur eine Freude machen, damit Sie sich schlauer fühlen können. Und übrigens: mein Kater spielt gerne mit Sockenpuppen.

  4. Tim sagt:

    Hmmm, rückblickend war das mit Windows 10 vielleicht absehbar.
    Überrascht zwar doch, weils gratis war, aber auch bei Windows 8 hat als Update ja nur höchstens 50 Euro gekostet, je nach Händler.
    Diesmal hab ich auch direkt vorsichtiger geschätzt und scheint auch so zu sein, auch wenn ich trotzdem zu hoch lag mit meiner Schätzung.

    Weihnachten wirds nochmal nen Schub geben können, denke ich.

    Gewechselt haben dann offenbar nur Neugierige, mehr oder weniger Fachleute, ein Anteil Gamer wegen DX12 und der Rest hört auf die Rückmeldungen:
    Taugt nix, voller Probleme und ist nur ein gepimptes 7 mit Store und Touch.
    Genau so wirds wahrgenommen im Umfeld.

    Hat ja klasse geklappt mit dem vermeiden von OS Fragmentation. Nebenbei haben wir nun auch noch Shop Fragmente, weil 10er Store und 8er Store nicht gleich sind.
    Vielleicht passiert im 8er Store auch nur nix mehr… keine Ahnung.

    Nebenbei läuft zumindest auf dem Notebook hier wieder 8.1, weils einfach runder und fixer läuft und endlich auch die Stromsparzustände alle wieder funktionieren und erreicht werden und sich das Gerät beim herunterfahren wirklich abschaltet! Das ist ja nicht nur ein Surface Problem.

    Das MS solche Macken in ein Baukastenbetriebsystem einbaut, das sich unter der Haube nicht wesentlich verändert, sondern eigentlich nur vom Aufbau verschlimmschönert hat, ist ein Trauerspiel für MS.
    Da sich W10 nun auch genau so weiterentwickeln soll und ständig Neuerungen nachgeschoben werden, heißt das wohl, das dieser Zustand nun endlos weiterläuft und höchstens alle 8 Monate mal einigermaßen Stabilität erreicht… weil, für Firmenkunden, die erst nach 8 Monaten hinterher patchen müssen.
    Ja das Internet ist durch W10 und Updatezwang schon irre sicher und besser geworden.
    Waren das nicht so Statements der Apostel am Anfang, auch in Foren?

    • Thomas Bauer sagt:

      Ja klar der Anwender sieht nur die Oberfläche. Windows 7 ist mittlerweile so alt das es nativ kein USB3 unterstützt. Die Treiber müssen nachinstalliert werden. Die Neuerungen von Windows 10 liegen unter der Haube. Die Windows Module sind jetzt modular und ne lange Liste an Neuerungen und Verbesserungen wurde eingebaut.

  5. Werbung

  6. Robert sagt:

    In meinem Bekanntenkreis gibt es viele Windows Benutzer, die ihr Windows “nur” benutzen. Administrative Aufgaben und erst recht Betriesbsystemnupgrades ist bei ihnen vollig out of Scope. Die benutzen ihren PC, so wie sie ihn gekauft haben und werden erst das OS wechseln, wenn der PC zu langsam wird und sie deshalb neuen PC anschaffen. Das liegt nicht an der Schwächen des Neuen, sondern an der Anspruchslosigkeit der Benutzer. Viele Benutzer kämen auch noch mit Win 98 (erste USB Unterstützung) aus. Windows ist die “Volkspartei” unter den Betriessystemen und diese Masse ist deutlich träger als die GUI-Comfort-Innovativen aus dem MAC Lager oder die wirklichen Admins aus dem Linux Lager. In vielen kommerziellen Bereichen läuft ja auch noch XP. Ein reiner Applikations-Anwender vergleicht doch den Leidensdruck in und um seine Anwendungen mit den befürchtenen Leiden eines aus seiner Sicht unnötigen Umstiegs. Surfen, Bilder, Videos und Mail ging doch unter XP auch ganz gut. Um einmal einen Vergleich aus den Finanzen zu bemühen: Warum sollte sich jemand, der mit Sparbuch und Bausparvertrag glücklich ist, um die Konstruktion eines Inline-Optionsscheins kümmern? Um Win 10 wirklich breit zu pushen, müssen die nur dort verfügbaren Anwendungen unser Leben bereichern und breit durchdringen. Da kommt mir so eine Frage: Gibt es eigentlich eine Innovationsmesse für das Handwerkszeug von Bildhauern?

  7. Thomas Bauer sagt:

    MS puscht Windows 10 um endlich eine Basis zu haben. Fragmentierung soll vermieden werden.

  8. Pingback: Zwangsupdate Entscheidung von Microsoft - Seite 2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.