Yahoo sperrt Ad-Block-Nutzer vom Mail-Zugriff aus

GmailDas nebenstehende Logo verweist zwar auf einen anderen Anbieter, aber auch Yahoo-Mail ist wohl noch in Benutzung. Und finanziert wird der Dienst im Web-Interface durch Werbeeinblendungen.


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Nun bin ich auf dieser Webseite (und hier) auf die Info gestoßen, dass Yahoo Benutzer zukünftig den Zugriff auf das E-Mail-Postfach verweigert, wenn diese Ad-Blocker im Browser verwenden. Zumindest deutet ein Post eine Yahoo-Nutzers im Adblock Plus-Forum auf diesen Umstand hin. Hier der betreffende Screenshot.

Ja, die Gratis-Kultur …

Ist halt ein gewisses Problem: Alles soll gratis sein, aber Manna fällt wohl nicht mehr vom Himmel – also eine Kalkulation, die nicht aufgeht. Scheint, dass sich Nutzer langsam darauf einstellen müssen, dass Adblocker ausgebremst werden. Obwohl ich in einigen wenigen Fällen durchaus nachvollziehen kann, wenn Nutzer durch allzu nervige Werbung zu so was greifen (obwohl ich persönlich keine Adblocker nutze, sondern die betreffenden Seiten meide).

Der Werbeverband IAB (Interactive Advertising Bureau) hat das Problem übrigens wohl erkannt. Mit “Wir haben es vergeigt” gelobt man gemäß diesem Artikel wohl Besserung. Hoffen wir, dass uns zukünftig allzu nervige Werbung erspart bleibt – obwohl Popups und Einblendungen vor dem Text werden durch die Website-Betreiber realisiert (versuche ich hier zu vermeiden). Und wenn ich sehe, was Google teilweise hier im Blog einspült (drei Mal die gleiche Anzeige, ausrollen mich aber dafür mit Mails bombardieren, dass ich das Ganze doch auf Mobilbetrieb umstellen möge, auch das geht an – meinem – Bedarf als Website-Betreiber vorbei).

Aber die Extrempositionen mancher Dumpfbacken (oder hier)  “ich zahle für meine Internetübertragung – da soll keine Werbung auftauchen – und ich will gratis Inhalte abrufen” ist auch nicht nachvollziehbar bzw. führt imho dazu, dass jetzt von diversen Sites aufgerüstet wird und am Ende das Ganze den Bach runter geht. Ich plane noch einen Artikel hier im Blog, der das Thema auch streift – erfreulich: Ich stelle fest, dass die Zahl der Blog-Besucher mit Werbeblocker erfreulicherweise sinkt (auch wenn noch jeder 5. Werbung blockt).


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6 Antworten zu Yahoo sperrt Ad-Block-Nutzer vom Mail-Zugriff aus


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  2. Steffen sagt:

    Zu Recht werden Adblocker eingesetzt, wenn man sich einschlägige Seiten so anschaut, ein Besuch mit dem Smartphone ist nicht möglich da ein Layer über dem Inhalt liegt und diesen nicht weg bekommt. Toll. Man fängt sich malware ein, Datenvolumen wird verballert für nix und wieder nix. Und es wird noch schlimmer statt besser.
    Nützliche Seiten mit nützlichen Inhalten werden unterstützt, alles andere wird radikal geblockt – unaufdringliche Werbung ist wirklich okay. Aber der Rest – Adieu!

    • Paule21 sagt:

      Wenn Du auf nützlichen Seiten den Blocker abschaltest, ist dagegen ja nichts zu sagen. Aber leider machen das viele nicht und blockieren pauschal alles.

    • Ralf Lindemann sagt:

      Kann schon sein, dass die erst mal testen. Das Blocken von Adbockern ist für Anbieter durchaus ein Schwert mit zwei Schneiden. Wenn es schlecht läuft, bleiben Nutzer, deren Adblocker geblockt werden, einfach weg. Folge: Zugriffszahlen sinken, das Online-Angebot verliert an Reichweite und wird für Werbetreibende unattraktiver. Viele Anbieter werden also vorher genau überlegen, ob sie Adblocker wirklich blocken wollen. Im Zweifelsfall werden sie erst einmal vorsichtig antesten, wie die Sache bei den Nutzern so ankommt.

      • Paule21 sagt:

        Ja, aber viele Seiten argumentieren ja, dass sie lieber weniger Besucher haben, dafür aber mehr die Werbung zulassen. Werbetreibende wollen ja auch lieber Geld ausgeben wenn dafür ihre Werbung auch wirklich beim Kunden ankommt.

        • Ralf Lindemann sagt:

          Klar, Besucher mit aktiviertem Adblocker sind unter Werbegesichtspunkten nicht sonderlich interessant. Aber auch ihre Zugriffe und Verweilzeiten zeigen, wie attraktiv und beliebt ein Online-Angebot ist. Ein Anbieter mag dann zwar ein Weniger an Besuchern in Kauf nehmen, wenn er Browser mit aktiviertem Adblocker aussperrt, aber zu groß sollte dieses Weniger auch nicht werden, weil sonst die Gefahr der Selbstmarginalisierung droht, auch vor dem Hintergrund, dass Nutzer, die man aussperrt und verprellt, vermutlich bei einem Konkurrenzangebot landen werden.

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