Google Fit: Ein Update und mein Therapie-Manometer

Google hat seiner App Google Fit mal wieder ein Update spendiert, mit der die Funktionalität erweitert wird. Man kann Kardiodaten von Sensoren erfassen, Ruhepausen erkennen und vieles mehr. Ich nutze die App auch zur Verfolgung meiner persönliche Aktivitäten und Auswertung der Fitness.


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Bei den Amis rollt momentan ja die Fitness-Welle – und für alles braucht man “Tracker”. An Fitness-Armbändern gibt es daher momentan keinen Mangel. Ich selbst nutze die (außerhalb von kurzen Tests) aber nicht – meine Erfahrung: Akku leer, Fitnessband vergessen oder es funktioniert mal wieder nicht. Finde ich nervig und habe das Thema weitgehend ad acta gelegt.

Google Fit: Mein persönlicher Fitness-Tracker

Aber ich bin über meine Fitness schon recht gut im Bilde. Nach meinem Sportunfall im März befinde ich mich auf einem recht steinigen Weg zurück ins Leben und versuche, mein tägliches Fitness-Programm bestmöglich durchzuziehen. Von der Phase: “Gerade mal über den Gang der Reha-Einrichtung schlurfen können” über “nach 500 Meter gehen macht der Körper dicht” bis hin “quäl dich Du Sau, die 12 km Walking schaffst Du heute”, habe ich alles durch gemacht. Und mittlerweile ist eigentlich, wenn ich im Wald unterwegs bin, immer ein Android-Smartphone für Notfälle dabei. Auf dem läuft die App Google Fit, damit ich über die täglich zurückgelegten Wegstrecken im Bilde bin.

Früher habe ich Google “Meine Tracks” mit GPS-Erfassung eingesetzt. Aber die App glänzte unter KitKat und Lollipop auf meinem Nexus 4 durch hohe Unzuverlässigkeit. Ständig gab es Ausfälle beim Tracking, die nur per Neustart korrigierbar waren. Seit ich auf Google Fit setze, bekomme ich eigentlich ziemlich zuverlässig angezeigt, ob ich mein tägliches Bewegungspensum erreicht habe.

Ich habe zwar oft subjektiv das Gefühl, “nix auf die Reihe zu bekommen.” Aber wenn ich mir die Kurve hier so anschaue, ist zumindest die körperliche Fitness fast wieder auf dem alten Stand.

Obwohl: Google Fit lügt

Nur “lügt” die App in letzter Zeit, weil sie behauptet, dass ich gejoggt sei. Ich kriege zwar schon mal 30 Minuten joggen bei kurzen Tests hin, speziell, wenn ich den Trick meines Physiotherapeuten beherzige und vorher erst einmal 10 bis 20 Meter rückwärts gehe. Wenn ich mich dann umdrehe, ist es wie “Handbremse gelöst” und ich kann auf geraden Strecken moderat joggen.


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Aber der Arzt rät, wegen der Wirbelsäule, vom Joggen ab. Er meinte, ich soll halt schnell gehen, sei wie joggen. Und geht damit mit der Meinung meiner Frau konform, die sagt: “Wenn Du gehst muss jeder normale Mensch joggen, um mithalten zu können.” Scheinen die Entwickler von Google Fit auch so zu sehen … die App zeigt mir an, dass ich Kilometer weit gejoggt bin, dabei war es – für meinen Geschmack – nur “moderates” Gehen. Ich habe (zum Akku-sparen) den Modus “hohe Genauigkeit” mit Streckenerfassung per GPS nicht eingeschaltet (macht nur beim Radfahren oder Joggen Sinn).

Lange Rede kurzer Sinn: Statt Fitness-Tracker nutze ich Google Fit – und die App bringt mir eine ganze Menge – wenn die auch Daten an mein Google-Konto überträgt und der Algorithmus in der Erkennung der Modi gehen und joggen in letzter Zeit schwächelt. Was ich gut finde: Ich brauche nix zu bedienen, solange das Android-Smartphone am Mann und eingeschaltet ist, zeichnet die App alle Bewegungen auf und sagt mir, ob ich meine tägliche Schrittzahl erreicht habe. Vor allem lassen sich Phasen erkennen, wo ich kaum Aktivitäten entwickeln kann. Objektiv lässt sich so die Befindlichkeit nachvollziehen, auch wenn man subjektiv das Gefühl hat “da geht heute ja mal wieder nix mehr”.

Mit dem Update jetzt noch besser

Am 18. November hat Google der App ein Update spendiert, welches hier beschrieben ist. Mit dem Update kann Google Fit Daten von Ernährungs-Apps wie MyFitnessPal, Fatsecret, Lifesum,oder LoseIt importieren. Und auch die Schlafüberwachungsdaten von Sleep as Android, Xiaomi Mi Band und Mi Band 1S, Sony Smartband 2 oder Basis Peak lassen sich übernehmen. Interessiert mich aber nicht wirklich.

Mit Android Wear können auch Fitnessdaten wie Situps, Liegestützen oder ähnliches getrackt und ausgewertet werden. Das Ganze lässt sich dann per Web-Interface unter fit.google.com per Google-Konto einsehen und auswerten.

Zudem kann (bei eingeschaltetem GPS) die zurückgelegte Strecke – laut den Screenshots des obigen Google-Beitrags – auf einer Karte angezeigt werden. Damit ist quasi Google Meine Tracks integriert. Wobei ich meine, dass ich die Funktion vor einigen Wochen kurz mal gesehen hätte (unter Google Fit war plötzlich eine Kartendarstellung mit einer zurückgelegten Strecke zu sehen). Mein Problem ist aber: Die App ist in den Grundfunktionen zwar narrensicher bedienbar (Du brauchst quasi nix einzustellen). Aber es tauchen immer wieder plötzlich Funktionen auf, wo ich keinen Schimmer habe, wie man die gezielt aufrufen kann. So habe ich noch nicht herausgefunden, wie die Streckendarstellung auf einer Karte abzurufen wäre – muss ich die Tage mal verfolgen. Vermutlich bin ich einfach zu viel “old school”, der das nicht mehr kapiert. Auf der Google Fit-Hilfeseite habe ich z.B. nichts gefunden.

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3 Responses to Google Fit: Ein Update und mein Therapie-Manometer

  1. Millenia M. sagt:

    “quäl dich Du Sau” finde ich nicht schlecht :)
    Bei mir klingt es so: “lauf, Schlampe, lauf”.
    12 km?! TOLL !!!
    Googel fit stellt sich in meiner Handtasche tot.
    Soll man herfür das Handy am Arm in sone Armtasche tragen?

  2. Pingback: Körperlich fit bis 90 … | Günnis Seniorentreff 50+

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