VDSL – Das derzeit schnellste Internet

Als Internetnutzer ist nichts schlimmer als eine langsame Ínternetverbindung, die Downloads oder Ladezeiten von Webseiten bis ins Unendliche in die Länge treibt. Eine schnelle Internetverbindung ist dann gewünscht. Mit einer VDSL Leitung (Very high speed digital subscriber line) kann man Geschwindigkeiten von mindestens 25 bis 50 Mbit pro Sekunde und noch mehr erreichen. Andererseits ist gerade VDSL sowie die Furcht vor einem Monopol der Telekom bei Vectoring stark in der öffentlichen Diskussion (siehe Link-Liste am Artikelende). Im Rahmen dieses Blog-Beitrags werfe ich mal einen kurzen Blick auf diese Technologie.


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Highspeed für den eigenen Anschluss

Für viele Menschen ist das Internet das wichtigste Medium für Entertainment und Informationsfluss, speziell, wenn es u.a. als Online-Videothek oder auch für die internetbasierte Telefonie dienen soll. Auch die immer größer werdenden Update-Pakete für Windows oder Android-Geräte stellen viele Nutzer vor eine harte Geduldsprobe.

Das Hoch- und Herunterladen großer Datenmengen erfordert eine schnelle und stabile Internetverbindung, so dass DSL-Anschlüsse an ihre Grenzen kommen. Während vor nicht allzu langer Zeit ein DSL-16000-Anschluss als völlig ausreichend eingestuft wurde, wünschen immer mehr Internetnutzer sehr viel höhere Geschwindigkeiten für ihren heimischen Anschluss oder benötigen diese Bandbreite auch für geschäftliche Zwecke. Besonders hohe Geschwindigkeiten von 100 Mbit pro Sekunde und mehr sind mit (Glasfaser-gestütztem) VDSL bzw. entsprechenden VDSL-Angeboten durchaus umsetzbar und keinesfalls exotisch.

Technische Details zum Glasfaserinternet

Glasfaserleitungen ermöglichen es, Daten besonders schnell zu übertragen. Vor allem ist diese Verbindungsart, im Gegensatz zu Kupferkabel, sehr viel stabiler und weniger anfällig für elektromagnetische Störquellen, die die Signalqualität und damit auch die Datenübertragungsrate reduzieren. Daher kommen Glasfaserkabel beim Netzausbau immer stärker zum Einsatz. Die Fiber-Fasern moderner Glasfaserkabel können von der Kapazität her etliche Kupferkabel ersetzen und zehntausende Haushalte mit Internetzugang und einem Telefonanschluss versorgen.

VDSL wird seit 2006 angeboten, wobei klassischerweise sowohl Glasfaser- als auch Kupferkabel eingesetzt werden. Die letzte „Meile“ vom Verteilerkasten des Anbieters bis zum Hausanschluss des Verbraucher bzw. Modem des Kunden wird aber häufig aus Kostengründen ausschließlich durch Kupferkabel bestritten, so dass man bei VDSL nicht von einem reinen Glasfaserinternet sprechen kann. Da der Ausbau des Glasfasernetzes jedoch sehr teuer ist, gibt es derzeit vermehrt Mischformen des klassischen DSL und des VDSL. Dennoch wird der Ausbau von VDSL (auf Grund der zahlreichen Vorteile) von den großen Anbietern vorangetrieben. Ganz weit vorne ist dabei die Telekom.

Welche Vorteile hat VDSL?

Der Vorteil einer VDSL Verbindung liegt auf der Hand. Mit einer extrem schnellen Highspeed-Verbindung lässt sich das Medium Internet ganz anders nutzen als mit einer langsameren DLS-Verbindung. Gerade für Online Gaming oder auch das Streamen von Inhalten aus den Online-Mediatheken ist hohe Datenübertragungsleistung der Verbindung notwendig. Mit hohen Downloadraten laden beispielsweise Filme etwa 15-mal schneller als bei geringeren Geschwindigkeiten. Bleibt jetzt nur abzuwarten, wann VDSL bei den jeweiligen Interessenten verfügbar ist.

Links:
DSL-Turbo Vectoring: Angst vor Monopol unbegründet?
CDU bremst: Rechtsanspruch auf schnelles Internet könnte gestrichen werden
VDSL-Turbo Vectoring: Monopolkommission warnt vor “Technologiemonopol der Telekom”


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3 Antworten zu VDSL – Das derzeit schnellste Internet


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  2. Marc sagt:

    LTE und Kabelinternet sind (eingeschränkte) Alternativen.
    Des weiteren sollte Leitungs-Qualität und Speed, in der Betrachtung, getrennt gesehen werden. Einige User (hilfesuchende im IP-Phone-Forum bspw.) sind der Meinung, dass wenn später X (egal welche Geschwindigkeit)-Leitung anliegt, dass dies auch erreicht wird – dies muss nicht sein. Hinzu kommt, dass die Gegenstelle jeweils auch mithalten muss, um die Leitung voll ausnutzen zu können.

    Bei dem o.g. stream usw. dürfte der User einen Vorteil bis zur 25.000er Leitung “beim surfen” usw. feststellen, darüber hinaus kaum. (abgesehen von dem o.g. reinen Download und soweit die Gegenstelle/-n es liefern können)

    • Frank Bell sagt:

      LTE ist KEINE Alternative!

      Oder kennt jemand eine LTE-Flatrate?

      Oder auch nur einen simplen nur-LTE-Vertrag (also nicht in Kombination mit einer Kupferleitung) von der Telekom mit sagen wir mal 50 GByte pro Monat?

  3. Dekre sagt:

    Der Speedtest von Telekom ist ganz gut. Gibt auch andere, aber die messen nicht Ping-Zeit. Das andere bei diesem Speedtest von Telekom ist, dass auch es eine gute Erläuterungen und Verfügbarkeit – wo auch immer – dargestellt wird.
    Man auch sehr gut die ganzen Browser mal testen. Opera hat bei der Upload-Messung immer aufgehört und Ping-Messung kommt nicht. Iridium (das ist die “Sicherheitsvariante” Basis Chrome) ist am schnellsten. Aber alles marginal.

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