OneDrive: Die 15 GByte Datenspeicher retten

Ich gestehe, ich habe wirklich etwas überlegt, ob ich diesen Blog-Beitrag überhaupt bringe. Es geht um das Thema OneDrive-Speicher und die Ankündigung seitens Microsoft, dessen Größe für Bestandskunden zu reduzieren. Mit einem Eingriff kann man seine 15 GByte Onlinespeicher (vorerst) retten. Und ansonsten gibt es allerlei verwirrendes – und ich werde nachfolgend alles daran setzen, diese Verwirrung beizubehalten (denn auf eines muss ja schließlich Verlass sein).


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OneDrive: Unlimitiert, 15 GB + 15 GByte oder was?

Es sah mal gut aus: Als Altbenutzer eines Microsoft-Kontos hat Microsoft dir 15 GByte an Skydrive (heute OneDrive) Speicher bereitgestellt. Und dann gab es noch für die Fotofreunde weitere 15 GByte für das Kamera-Upload Gedöns (habe ich nie genutzt, weil ich meine Gerät von dem App-Geraffel frei halten wollte und meine Fotos behalten möchte). Und Office 365-Nutzern wurde unlimitierter Speicherplatz für Onedrive for Business versprochen.

Anfang November wurde von Microsoft das Versprechen, OneDrive-Nutzern unbegrenzten Online-Speicher zu gewähren, kassiert. Ich hatte im Blog-Beitrag OneDrive: Finito mit unlimitiertem Online-Speicherplatz darüber berichtet. Unter anderem schrumpft Microsoft die 15 GByte OneDrive-Speicher auf 5 GByte – und zwar für alle Nutzer. Auch der Kamera-Upload-Bonus von 15 Gbyte wurde kassiert.

Ein Sorry von Microsoft

Am Wochenende hatte ich den Blog-Beitrag Microsofts “sorry” an OneDrive- und Surface-Nutzer publiziert, wo ich nochmals auf den Ärger einging, den Microsoft mit der Einschränkung des kostenlosen OneDrive-Speichers verursacht hat. Für mich persönlich habe ich eh vor langer Zeit beschlossen, das Zeugs nicht wirklich zur “Sicherung” von Dateien zu verwenden – es dient lediglich als Vehikel, um mal einige Dateien Dritten bereitzustellen.

Man könnte die 15 GByte erhalten …

Kommen wir zurück zum Thema: Möglicherweise hat der eine oder andere Blog-Leser die 15 GByte OneDrive-Speicher bis zum Anschlag gefüllt oder plant diese zu nutzen. Bis zum 31.1.2016 kann man sich auf dieser Microsoft-Seite anmelden und seine 15 GByte (vorerst) retten.

Ach ja, die OneDrive-Preview-App fordert dann wieder umfangreiche Berechtigungen, denen Du zustimmen musst, um vorerst die 15 Gbyte zu behalten.


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Ich schreibe bewusst “vorerst”, denn bei dem Gebaren, welches Microsoft an den Tag legt, kannst Du nie sicher sein, dass morgen noch gilt, was heute als “gesichertes Wissen” angesehen wird. In einem meiner Bücher habe ich den Bearbeiter angewiesen, so was wie “gibt irgend eine Menge Online-Speicher auf OneDrive, dessen Größe willkürlich festgelegt wird” reinzuschreiben – keine Ahnung, ob der das getan hat.

Kamera-Upload-Speicher und Loyalitätsbonus

Ach, und weil wir schon bei der allgemeinen Verunsicherung sind – es gibt noch den oben bereits erwähnten 15 GByte Kamera-Upload-Bonus (habe ich nie genutzt, ich möchte ja meine Fotos behalten) der – gemäß Hinweis auf der obigen Webseite – auch gestrichen wird – haha.

Und es gibt den 10 GByte Loyalitätsbonus (gibt es noch irgend jemand mit allen Tassen im Schrank, der an den Schnack von der Loyalität glaubt?). Jetzt gibt es mal wieder per Twitter die “Bestätigung”, dass Microsoft zumindest diesen Loyalitätsbonus vorerst – jedenfalls solange Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen – nicht antasten wird …

Ok wir haben bald Weihnachten, und dann glauben wir auch an den Weihnachtsmann. Außerdem ist Weihnachten ja das Fest der Liebe, da wird nicht gemeckert und gekrittelt.

Aber: Als Blogger finde ich es herrlich – täglich sorgt Microsoft dafür, dass ich hier über irgend eine der Irrungen und Wirrungen aus dem Redmond-Kosmos berichten kann. Ist doch viel besser als irgend ein schnöder OneDrive-Bonus, der zukünftig per Order de Mufti kassiert werden kann Zwinkerndes Smiley.

Ich habe beim meinem Testkonto übrigens den Vorgang zum Behalten der 15 Gbyte abgebrochen, als da die diversen Zustimmungen eingeholt werden sollten … (via, via)

Mir tun die Microsoft-Mitarbeiter leid!

Was ich allerdings schade finde: Es arbeiten viele Leute bei Microsoft vermutlich sehr hart an der Entwicklung diverser Produkte und machen wohl auch einen guten Job. Und dann kommen irgendwelche Simple im Management und machen das mit ein paar Worthülsen binnen Sekunden zunichte.

Erinnert mich an meine Zeit zum Jahrtausend-Wechsel. Ende der 90er Jahre habe ich einige Bücher für Microsoft Press USA geschrieben. Da gab es einen Cheflektor, auf dessen Wort ich zählen konnte. Dann wurde, wegen Wettbewerbsbeschwerden, die berühmte “Chinese Wall” zwischen Windows- und Office-Entwicklung eingezogen und einiges bei Microsoft beim Personal rotiert. Führte dazu, dass meine bisherigen Ansprechpartner bei Microsoft Press USA wechselten. Und das ging in die Hose. Einmal sollte ich ein 1.000 Seiten Buch zu Windows Scripting Host 2.0 schreiben – und als das Manuskript fertig war, kam von den (nun neuen) Ansprechpartnern der betretene Hinweis, man dürfe maximal 600 Seiten dicke Bücher publizieren. Ob ich das Manuskript in zwei Titel aufteile können. Habe ich gemacht, war aber so schlau, nach dem ersten Band konkret nachzufragen, ob wir den zweiten Band angehen. Da kam dann die Antwort, dass das Marketing diesen Band gestrichen habe. Damit war der erste Band nahezu unverkäuflich. Ich habe dann die Zusammenarbeit mit Microsoft Press USA beendet – was im Nachhinein eine kluge Entscheidung war.


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1 Response to OneDrive: Die 15 GByte Datenspeicher retten

  1. Nils sagt:

    Jo, ist wirklich ein rumgeeiere, das sicher nicht zur Image Pflege beiträgt.
    Aber so ist das nun einmal mit kostenlosen Angeboten, da gibt es eben keine echten Garantien. Deshalb…. OwnCloud Rulez

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