Apple und der “Nacht-Modus” – wo er verweigert wird ..

Über den Night-Shift-Modus im kommenden iOS 9.3 hatte ich bereits im Artikel iOS 9.3: Beta mit Neuerungen freigegeben berichtet. Aber diesen Modus bekommen nicht alle – und Apples iOS blockiert auch eine App, die das leisten könnte.


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Ältere iPhones und iPads sind eh die Kellerkinder für iOS-Upgrades. So sehr Apple immer den Umstand feiert, dass 103% der Nutzer kurz nach Freigabe einer iOS-Version auf diese umgestiegen sind – ein Upgrade auf eine neue iOS-Version erkaufst Du dir durch lahmere Geräte – ist so! Da hilft auch das Gerücht (siehe iOS 9.2: Hoffnung für Altgeräte?), dass Apple bei iOS 9.x daran schraubt, dass diese bei älteren Geräten deutlich smoother laufen soll, nix. Test haben bisher nichts dergleichen ergeben. Das Einzige, was zwischenzeitlich sicher ist: Mit jedem neuen iOS-Upgrade erhalten ältere Geräte nicht alle iOS-Funktionen. Soviel als Vorrede.

Night-Shift für iOS 9.3 nicht für ältere Geräte

Beim Night-Shift-Mode wird der Bildschirm eines iOS-Geräts, der normalerweise in einem kalten Blauton leuchtet, farblich umgeschaltet, so dass ein wärmeres Gelb sichtbar wird. Das soll die Leute “besser ein- und durchschlafen lassen” – obwohl es durchaus Pragmatiker gibt, die das Teil ausschalten und dann auch wie ein Murmeltier schlafen können. So weit so gut.

In iOS 9.3 kommt also der Night Shift-Modus, der das Display des iOS-Geräts ins gelbliche dimmt, sobald es Nacht wird. Der Night-Shift-Modus kommt aber nicht für alle Geräte, die iOS 9.3 können. Vielmehr ist, laut diesem Bericht und hier bei heise.de, ein modernes iOS-Gerät mit 64-Bit-CPU erforderlich, um das Feature zu unterstützen.

App f.lux von Apple blockiert

Nach der ersten schlechten Nachricht gleich noch was. Es gibt die iOS-App f.lux, die von Apple im iTunes Store rausgeworfen wurde. Die App ist eine Entwicklung von Lorna und Michael Herf und wird für Mac, Windows, Linux und iOS angeboten. Hier ist ein Bild, welches die Wirkung von Flux unter Windows zeigt.

Das Browserfenster zeigt den rötlichen Farbton des Monitors sowie die Flux-Anwendung, während ich außerhalb des Browsers mal den weißen Desktop-Hintergrund meines Windows-Systems eingeblendet habe.

Mir gefällt diese rötliche Farbumstellung nicht, da sie meine Augen ermüdet – aber an einem Tablet ist es möglicherweise günstiger. Die ganze Sache ist aber noch umstritten. Jedenfalls hat das Ehepaar Herf seine Entwicklung in Form einer iOS-App f.lux implementiert, können diese aber nicht im iTunes-Store bereitstellen. Wie Zeit.de hier schreibt, verhindert iOS den Zugriff auf wichtige Systemschnittstellen. Wer die App nutzen möchte, muss das iOS-Gerät einem Jailbreak unterziehen und dann die App über einen alternativen Store herunterladen.


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Den Herfs war es zwar gelungen, eine App-Variante zu entwickeln, die über die iOS-Entwicklungsumgebung Xcode per Mac auf ein iPhone übertragen werden konnte. Am 10. November 2015 wurde die App freigegeben, bereits am 12. November 2015 blockierte Apple die App in Xcode. Begründung: Verstoß gegen den Entwicklervertrag. Zwischenzeitlich gibt es eine Petition, die von über 5.000 Nutzern unterschrieben wurde, die die Freigabe von f.lux für iOS-Geräte im Store fordern. Wird Apple aber nicht kratzen – denn die 5.000 People sind so eine ähnliche Größenordnung wie die 6.000 Unterstützer der Windows 10-Petition gegen Microsofts Update-Politik. Die Petition gegen die Wegrationalisierung der 3,5 mm Klinkenbuchse für Kopfhörer bei iOS-Geräten hat dagegen über 210.000 Unterstützer.


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