Remix OS Beta: Ein erster Blick

Am 1. März 2016 hat Jide die erste Beta-Version von Remix OS freigegeben. Es handelt sich um ein auf Android x86 basierendes Betriebssystem, in dem Apps in Fenstern ablaufen können. Über die im Februar als Alpha freigegebene Version hatte ich im Blog ja mehrere Beiträge publiziert. Nun also ein erster Blick auf die Beta von Remix OS.


Anzeige

Ich gestehe, ich habe es gestern verschwitzt, dass die Beta herausgekommen ist (ich habe mich mit der Scanner-Einbindung in Microsoft Office 2016 befasst). Aber Blog-Leser Malte hat sich die Beta angesehen und einige Eindrücke zusammen getragen. Hier sein Gast-Beitrag.

Remix OS Beta: ein kurzer Blick auf das große Update

Es war ja schon ein paar Tage angekündigt, dass eine neue Version von Remix OS [die erste Beta] am 1. März 2016 erscheinen soll. Die Entwickler haben Wort gehalten und einige nervige Bugs und Verbesserungen lassen sich finden. Um mir einen kurzen Überblick zu verschaffen habe ich das System in einer VirtualBox installiert. Wie man dieses umsetzen kann werde ich in einem der nächsten Beiträge zum Thema Remix Os erklären. Die Neuerungen:

  • Es gibt eine Terminal-App
  • Eine Update-Möglichkeit wurde hinzugefügt
  • Der nervige Bug mit dem schwarzen Rechteck [in der Anzeige] wurde behoben
  • Das System startet etwas schneller in der VirtualBox
  • Der Browser arbeitet gefühlt schneller

Es gibt aber noch echt nervige Bugs:

  • Deutsch/Englisch gemischt
  • Fehlerhafte Tastatur-Layouts
  • Kein Playstore [wurde auch in diesem Kommentar angemerkt]
  • Keine direkte Auswahlmöglichkeit zur Installation im Bootmenü

Alles in allem ist die neue Beta Version von Remix OS besser als die Alpha Version. Wie sich das System auf realer Hardware schlägt, werde ich bei nächster Gelegenheit testen.

An dieser Stelle mein Dank an Malte für die ersten Eindrücke. Der Download der Beta (Malte hat Remix_OS_for_PC_64_B2016030106 verwendet) von Remix OS ist über diese Jide-Seite (gelöscht) möglich. Hier ein inoffizieller Download-Link für die 32-/64-Bit-Version.

Blog-Leser Volker hat in diesem Kommentar folgende Erfahrungen mit der Beta Version von Remix OS für PC 32 Bit (Stand: 1.03.16) angemerkt:

  • in VirtualBox als VM eingerichtet (wie mehrfach im Netz beschrieben);
  • deutsche Tastatur konnte ich einrichten,
  • Boot Vorgang wird nur abgeschlossen, wenn beim Start Guest mode eingestellt wird; macht aber nichts, weil ich einen Sicherungspunkt anlegen kann, und so der aktuelle Zustand der VM gespeichert wird und später wieder verwendet werden kann,
  • [Der Google] Playstore kann nicht installiert werden, da ein Reboot dabei gefordert wird; jedoch kann der Amazon Appstore installiert werden, was oft reicht,
  • Echtes Problem: an internem Speicher, also für die Installation von Apps, stehen nur 500MB zur Verfügung, die durch die vorinstallierten Apps weitgehend aufgebraucht sind. Dabei bin ich nicht weitergekommen.

Offen ist die Frage, ob man das mit Gparted ändern kann. Da ich mir die Installation noch nicht angesehen habe, weiß ich nicht, welches Dateisystem für die Ablage der Benutzerpartition verwendet wird. Beim Android x86-Installer kenne ich es so, dass man dort die Partitionsgröße festlegen kann. Die Jide-Entwickler haben also noch einen weiten Weg vor sich. Auch an Volker mein Dank für die Infos.


Werbung

Hier noch einige Screenshots der Beta von Remix OS, die Malte in VirtualBox angefertigt hat.

Das Terminalfenster mit Bildschirmtastatur

Terminalfenster mit Bildschirmtastatur

Benachrichtigungscenter

Benachrichtigungscenter

Einstellungen

Einstellungen

Der Browser

Browser

Die Apps

Apps in Remix OS

Einstellungen

Grub-Bootmenü

Bootmenü

Ähnliche Artikel:
Remix OS Beta angekündigt
Remix OS V 2.0 angetestet – Teil 1
Remix OS V 2.0 angetestet – Teil 2
Remix OS im Lesertest
Remix OS diese Apps laufen (gut) oder auch nicht


Anzeige
Dieser Beitrag wurde unter Android abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

16 Responses to Remix OS Beta: Ein erster Blick

  1. volker sagt:

    remix os in virtualbox, 32bit version:

    wenn ich dich richtig verstehe, hat malte die 64bit version im “resident modus” von der .iso booten können? Geht bei mir im 32bit modus nicht (beginnt zwar zu booten, wird aber einfach nicht fertig; auch nach 1 Stunde nicht…).
    Boote ich aber im “guest modus”, so wird unter “Store” bei “MyRemix” lediglich 500MB angezeigt (obwohl als HD 8GB eingestellt wurde).

  2. Malte sagt:

    Moin volker,
    Ich habe nicht de Gast oder Resident Mode verwendet, sonde ich habe das gaze fest installiert so das man keine Iso mehr zum Booten benötigt.
    Das erschien mir etwas sinnvoller da man so den gesamten Speicher zu verfügung hat. Einer der Screenshots zeigt es auch ganz gut. Ich hatte 20GB eingestellt natürlich dynamisch sonst ist das Host System zu schnell zugebuttert.
    wie man das mit der installation auf der Platte berwerkstelligt zeige ich in einem der nächsten Beiträge.
    Das ganze scheint ja recht spannend weiter zu gehen, mit dem Remix OS.

    Der erste Bootvorgang dauert immer etwas, wenn man in der VirtualBox 2 Prozessoren einstellt geht es etwas schneller, aber forsicht nicht jede Hardware unterstüzt dieses.

    MFG Malte

    • volker sagt:

      remix os, 32bit version:

      hallo malte,
      danke für deine rückmeldung.

      Ich bin nicht sicher, ob ich das os schon fest installieren will. Im Moment sieht es für mich so aus, als würde ich mit einem Android emulator in einer VM besser fahren.

      Auf deinen kommenden beitrag zur installation des os auf der HD bin ich aber trotzdem gespannt. Ich brauche allerdings eine methode, um das unter linux hinzukriegen; wahrscheinlich geht das aber mit UNetbootin.

      • Malte sagt:

        Moin volker,
        Mit Unetbootin ist es möglich bootbare USB-Medien zu erstellen.
        Zur installation auf der Festplatte real oder in der Virtualbox, benötigen sie die Iso oder einen Bottbaren USB-Stick.
        Ich verwende für die USB Sicks und Platten immer Rufus https://rufus.akeo.ie/downloads/ .
        Da diese Software am besten arbeitet, were es interessant ob man das für Linux portieren könnte.
        Für jedes System verwende ich eine Eigene Festplatte das man so sicher sein kann das man nicht die Falsche Platte löscht, oder sich vieren nicht so einfach durch das gesamte System fressen können (Cryptotrojaner u.s.w.).
        VirtualBox lässt sich auch gut unter Linux verwenden,man sollte sich auch das Add-On-Pack installieren für USB30 u.s.w. .
        wenn Das Remix OS nicht richtig bei ihnen läuft nehmen sie erst mal Android X 86 https://sourceforge.net/projects/android-x86/files/Testing/android-x86-6.0_20160129.iso/download . Das hat dan auch den Playstore, und es lässt sich installeiren.

        • Ich lade mir den Günkel auch gerade mal runter, hab ja schon Android 4.4 in einer VM laufen und meine Erfahrungen damit gemacht noch 4min

        • volker sagt:

          @malte
          danke für deine tipps!

          ich habe ziemlich viele (und meist gute) erfahrungen mit den builds von android-x86.com; gerade den build android-4.4 r5 erfolgreich in VB installiert. Weil das so gut funktioniert und unter remix os ja ein android-x86 build (allerdings android-x86, 5.1 rc1) drunter liegt, bin ich ja so geschockt, dass das Remix OS bei mir als VM unter VB so viele schwierigkeiten macht!

        • volker sagt:

          @malte
          noch als nachtrag:
          der build Android-x86 5.1-rc1 läuft als VM in VB auch einwandfrei. Allerdings musste ich 1024 statt 512 MB arbeitsspeicher anbieten, damit vollständig gebootet wird.
          Da remix os auf genau diesem build aufsetzt, bleibt das bootproblem mit remix os in VB für mich weiter unklar…

  3. Werbung

  4. Malte sagt:

    Und noch eine Info . . . .
    Man kann unter Remix OS nicht immer auf interne Festplatten zugreifen.
    daher sind auch nur 500 MB Speicher im Gast und jenach Größe im Resident Mode verfügbar.
    Ich schätze manl das das mit fehlenden S-ATA Treibern zusammen hängt.

    • volker sagt:

      zugriff auf die interne HD:
      ja, danach sieht es eigentlich aus.

      Ich verstehe nicht wirklich, wieso das sein muss. Schließlich hat Jide eine offizielle zusammenarbeit mit android-x86.com, soweit ich weiss.

      • Malte sagt:

        Moin volker,
        Wenn man de Resident Mode verwendet wird beim Booten versucht ein data.img datei zu erstellen, in dieser Datei werden dann die Daten gespeichert.
        Verwendet man die Iso in der VirtualBox kann die Datei nicht erstellt werden, daher funktioniert auch der Resident Mode nicht.
        Das liegt daran das man auf eine fertig gebrannte CD nicht schreiben kann, ein Iso wird in der Virtual Box wie eine CD-Rom behandelt. das gleiche ist auch für ein reales System gültig.

        • Intern soll der Günkel oder wie das Remix OS auch heist gar keinen zugriff haben, aber man kann ja auch eine virtuelle Netzwerkfreigabe über VM erstellen damit sollte das Günkel OS kein Problem haben.

  5. Carsten Hamann sagt:

    Mal ehrlich gesagt. Dieses “Cross-platform” Thema kotzt mich langsam an. Warum sollte ein Android auf meinem PC laufen? Dafür habe ich ein Smartphone. Und wenn mir die Offenheit von Android nicht passt nehm ich halt iOs. Und wenn mir das nicht passt dann halt Windows Phone. Und wenn das auch nicht passt dann halt ein altes Nokia mit dem man telefonieren konnte und sogar SMS Nachrichten verschicken konnte. Entscheidet euch mal für ein OS und würfelt nicht alles durcheinander!!!

    • Red++ sagt:

      Wieso sollte ein Android System nicht auch auf einem PC laufen?
      Begründe das mal!

    • Malte sagt:

      Ich nutze immer verschiedenste Systeme um auf dem neuesten stand zu sein.
      und Remix OS hat noch einen vorteil den bis jetzt wenige bedacht haben.
      Appentwikler können damit ihre Appe ganz gut testen wie sie Laufen.
      und das geht bestimmt auch schon mit der Beta, denn eine APK zu installieren ist ja ein Kinderspiel.

      Ein gutes altes Nokia kan man immer gut verwenden damit hat man sogar manchmal besseren emfang als mit den (neumodischen).

    • volker sagt:

      @carsten
      kann man zwar so sehen, muss aber nicht…

      Wieso ein android auf dem pc laufen soll? Weil ich dann kein win-10 mehr benötige. Wäre schon toll, wenn ich mit nur einem os auf allen plattformen auskäme. Und da würde ich halt ein android vorziehen.
      Schaun mer mal, wies so weitergeht….

  6. Ich habe dir Beta auf einem HP DV7 installiert neben Windows 10 auf einer SSD. Beim Start kann ich wählen zwischen Windows oder Remix OS. Playstore habe ich noch nachinstalliert und dann meine ganzen APPS. Tastatur ist deutsch! Gefühlt läuft das System sauschnell. Installation war sowas von simpel, so das ich denke das es auch ein DAU installieren könnte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.