Remix OS Beta in Virtualbox oder auf realen Maschinen installieren

Remix OS ist ja ein Android x86-Abkömmling für PCs, in dem Apps in Fenstern ablaufen können. Anfang März ist die erste Beta freigegeben und vor ein paar Tagen wurde hier im Blog der Beitrag Remix OS Beta: Ein erster Blick veröffentlicht. Im aktuellen Blog-Beitrag beschreibt Leser Malte, wie man Remix OS direkt in Virtual Box installieren kann.


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In diesem Beitrag geht es darum wie man Remix OS in Virtualbox so installieren kann wie Android-x86, und was man beachten muss damit das auch funktioniert. Mein Beitrag richtet sich an daher diejenigen Nutzer, die genügend Zeit und das dafür nötige Interesse haben, so etwas einmal aus zu probieren und zu testen.

Installation in Virtualbox oder auf realen Maschinen möglich

Im Blog-Beitrag wird die Installation in Virtualbox oder auf realen Maschinen gezeigt. Die Vorgehensweise ist in beiden Varianten weitgehend gleich. Die Installation auf einem realen System erfordet jedoch einen Rechner mit genügend Leistung. Das System sollte mindestens 4 GB DDR3 Speicher und einen Prozessor mit 2,0 GHz Taktfrequenz haben.

Mit meinen alten Systemen war es bis jetzt nicht möglich das Remix OS zum Laufen zu bringen. Nachfolgend  sind alle wichtigen Schritte aufgeführt. Vergessen Sie nichts von diesem Schritten durchzuführen, denn andernfalls kommt es zu Fehlern.

Wieso Remix OS installieren?

Remix OS stellt in der Standardkonfiguration Speicher zum Ablegen der Daten über .img-Dateien bereit. Es gibt allerdings das Problem, dass es nicht immer möglich ist, die Datei data.img, in der die Daten gespeichert werden, so zu vergrößern wie man dies braucht. Gefordert ist ein anderer Ansatz, um ggf. die gesamte Festplatte zur Ablage von Daten und zur Speicherung des Remix OS-Abbilds zu verwenden.

Bevor sie loslegen noch ein wichtiger Tipp: Verwenden Sie wenn möglich, auf einem realen System eine leere Festplatte. Das beugt Datenverlust und anderen Fehlern vor.

Die Installationsvorbereitungen

Laden Sie sich die Remix OS ISO-Datei aus dem Internet in einem lokalen Ordner herunter. Als nächsten benötigen sie die Software 7-Zip zum Entpacken.

1. Öffnen Sie die ISO Datei mit 7-Zip und wechseln sie in das Verzeichnis isolinux,

2. Entpacken Sie per Drag & Drop die Datei isolinux.cfg (Datei mit den Menüeinträgen) in einen Ordner der Festplatte.


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3. Öffnen Sie die Datei in einem Texteditor ihrer Wahl, und fügen Sie den nachfolgenden Eintrag in die Datei ein.

label install

menu label Installation – ^Install Remix OS to Harddisk

kernel /kernel

append initrd=/initrd.img root=/dev/ram0 androidboot.hardware=remix_x86_64 androidboot.selinux=permissive quiet INSTALL=1

Die letzten zwei Zeilen sind ein Befehl, der hier im Blog umbrochen wurde. Bitte lassen sie zwischen den Einträgen eine Zeile frei, und speichern Sie die Änderungen in der Datei.

Die obigen Modifikationen gelten für die 64 Bit Version von Remix OS. Bei der 32 Bit Version muss der Eintrag wie folgt aussehen.

label install

menu label Installation – ^Install Remix OS to Harddisk

kernel /kernel

append initrd=/initrd.img root=/dev/ram0 androidboot.hardware=remix_x86 androidboot.selinux=permissive quiet INSTALL=1

4. Öffnen Sie die Datei mit der Software UltraIso [Kaufsoftware], und wechseln Sie in das Verzeichnis isolinux.

5. Fügen sie dort per Drag & Drop die gerade gesicherte Datei ein und bestätigen Sie die Frage zum Überschreiben mit Ja.

6. Anschließend speichern Sie die Datei über die SPEICHERN-Schaltfläche.

Beim Speicherprozess wird ein Backup der Original ISO-Datei erstellt. Jetzt kann es auch schon fast los gehen.

Schritte zur Installation

Zur Installation auf einem realen System kopieren Sie das modifizierte ISO-Abbild von Remix OS auf einen USB-Stick. Hierzu kann beispielsweise das kostenlose Programm Rufus verwendet werden.

Möchten Sie Remix OS in Virtualbox installieren, verwenden Sie folgende Einstellungen.

  • Wählen sie Other (64 Bit)
  • Erstellen sie eine dynamische Festplatte mit 20 GB oder mehr Kapazität. Es gilt jedoch: je größer die virtuelle Disk, desto länger dauert der erste Bootvorgang.
  • Wählen Sie, falls möglich, 2 Prozessoren in den Einstellungen aus (nicht jede Hardware unterstützt dies).
  • Beim Netzwerkadapter wählen sie PCnet-PCI II (Am97C970A)

Und vergessen Sie nicht die ISO-Datei in Virtualbox zu mounten. Anschließend können Sie die virtuelle Maschine in Virtualbox mounten und mit der Installation beginnen. Auf einem realen System booten Sie vom USB-Stick mit dem modifizierten Installationsabbild oder von einer gebrannten DVD mit dem ISO-Abbild.

1. Sobald das Bootmenü angezeigt wird, wählen Sie den Eintrag, den Sie hinzugefügt haben (siehe obige Ausführungen).

Nun erscheint ein Menü, wo sie die Festplatte bzw. die Partition für die Installation wählen können (siehe folgende Foto).

2. Wählen Sie den Punkt Create/Modify partitions und drücken Sie die Eingabetaste, um die nötigen Partitionen zu erstellen.

3. Wählen Sie nun unten am Rand mit den Richtungspfeilen die Punkte New und dann Primary aus. Bestätigen Sie die angezeigte Größenangabe mit der Eingabetaste.

4. Wählen Sie den Punkt Bootable aus und drücken Sie die Eingabetaste, um die Partition bootfähig zu machen.

5. Nun wählen Sie den Punkt Write mit den Pfeiltasten aus und bestätigen die ebenfalls mit der Eingabetaste, um die Partitionstabelle zu schreiben.

6. Geben Sie bei der Abfrage zur Bestätigung “yes” ein und drücken Sie die Eingabetaste.

Gegebenenfalls muss “zes” auf der Tastatur eingegeben werden, weil Y und Z im englischen Tastatur-Layout vertauscht sind.

7. Wählen Sie nun den Befehl Quit aus.

Nun wird die vorbereitete Partition für die Installation ausgewählt.

8. Wählen Sie den Eintrag mit sda1 im Namen aus und bestätigen Sie diesen.

Die Abfrage, ob eine GPT-Partitionierung gewünscht wird, ist mit No zu beantworten.

9. Beim Dateisystem beziehungsweise Filesystem ist die Option ext4 auszuwählen und der erneuten Hinweis nochmals mit der Eingabetaste zu bestätigen.

11. Die Frage Do you want to install boot loader GRUB? ist mit Yes zu beantworten.

Falls eine Windows-Partition auf einer realen Maschine gefunden wird, kann man einen Boot-Eintrag für Windows anlegen lassen. Weiterhin kann man einen EFI-fähigen GRUB-Bootloader installieren lassen.

12. Bestätigen Sie nun, dass das Verzeichnis /system als read-write installiert werden soll.

13. Nun ist der Eintrag Reboot auszuwählen.

Vor dem Reboot sollte das Medium mit dem ISO-Abbild ausgeworfen werden, da andernfalls die Installation erneut starten würde.

Der erste Start von Remix OS

Nach dem Neustart mit ausgeworfenem Installationsabbild bootet Remix OS von der Installationspartition. Im GRUB Menü angekommen, ist der ersten Eintrag auszuwählen und über die Eingabetaste zu bestätigen.

Remix Os startet das kann eine ganze Weile in Anspruch nehmen. Nach dem erfolgreichen Start sind die Schritte zum Einrichten zu durchlaufen. Danach lässt sich mit Remix OS arbeiten.

Wie man die Tastatur auf Deutsch bekommt ist in diesem Beitrag beschrieben. Ich wünsche nun allen viel Spaß beim testen, und ein angenehmeres Arbeiten mit der Remix OS Beta.

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5 Antworten zu Remix OS Beta in Virtualbox oder auf realen Maschinen installieren


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  2. Barth Bajo sagt:

    Es geht noch viel schneller: Einfach die originale RemixOS ISO starten und im Boot Menü [Tab] drücken. Dann kann man INSTALL=1 hinzufügen und das ganze geht ohne erstellen einer neuen ISO.

    • Thomas Bauer sagt:

      Super. Danke für den Hinweis. INSTALL=1 muss genau so geschrieben werden. install=1 geht nicht! Ich habs jetzt unter VMWare installiert. Leider ist die Auflösung schlecht und die Maus geht überhaupt nicht.

  3. Malte sagt:

    Das mit INSTALL=1 ist mir schon seit der ersten Veröffentlichung von Remix OS bekannt.
    Wenn man so eine Iso nach der oben stehenden Anleitung erstellt hat kommt man etwas schneller durch das Setup.
    und so kann man die Iso auch an andere weiter geben die nicht sofort wissen wie das denn geht.
    Ich bin mal gespannt wann die Entwickler das als Standard einbauen.

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  5. ula sagt:

    Das kleine freie Program AnyBurn ermoeglicht das Oeffnen von ISO Dateien, das Loeschen und Hinzufuegen von Files und das neu Schreiben der ISO Datei.
    Geht echt schnell und man hat dann eine Disk mit eingebauter “Install to Disk” Option.

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