Windows Live Mail 2012 kann nicht mit neuem Outlook.com

Kurze Info für Nutzer von Windows Live Mail, die ihre E-Mails über ein Outlook.com-Konto abwickeln möchten. Irgendwann im Juni 2016 wird das nicht mehr klappen. Eure Wege trennen sich …


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Der Windows Live Mail-Client ist ja bei einigen (Windows 7-) Anwendern immer noch recht beliebt, aber mehr oder weniger ein totes Pferd. Die letzte Version wird mit Windows Live 2012 ausgeliefert. Im Dezember gab es noch ein Update KB 3093594, um Zugriff auf Microsoft-E-Mail-Konten zu behalten (siehe Link am Artikelende). Aber weiter entwickelt wird der Mail-Client nicht.

Und im Sommer will Microsoft ja Outlook.com in neuer Form freigeben. Dann kommt das Aus für Windows Live Mail 2012 endgültig. Im Dokument Windows Live Mail 2012 will not connect to Outlook.com wird Microsoft konkret.

Effective late June 2016, Windows Live Mail 2012 will no longer synchronize emails, contacts, and calendar events from email accounts ending in @outlook.com, @hotmail.com, @live.com, or @msn.com. These email accounts are powered by Outlook.com.

Outlook.com is being upgraded to a new infrastructure that delivers innovative email and calendar experiences with enhanced performance, security, and reliability. The Windows Live 2012 email application does not support the modern synchronization technologies used by the new Outlook.com, so once your account is upgraded to the new Outlook.com, you will no longer be able to send or receive Outlook.com email from Windows Live Mail 2012.

Also in deutlichen Worten: Ab Ende Juni 2016 stellt Microsoft seine Infrastruktur von Outlook.com für E-Mails und Kalenderfunktionen um. Das soll Verbesserungen bei der Sicherheit, Zuverlässigkeit und wohl auch Leistungsfähigkeit bringen. Aber Microsoft wird die Connectoren für Windows Live Mail 2012 nicht mehr aktualisieren.

Wer dann seine Mails oder Termine mit Outlook.com verwalten will, kann dies online im Browser tun. Bevor ich es vergesse: Outlook 2016 wird den Zugriff auf das neue Outlook.com natürlich unterstützen. Im Microsoft-Dokument gibt es dann auch einen Hinweis auf eine “Offer valid for a free one-year subscription of Office 365 Personal.” Die muss bis 15. Oktober 2016 angenommen werden. Dann kann man Outlook 2016 herunter laden, muss nach einem Jahr aber für Office 365 Personal zahlen. (via)

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Pflicht-Update KB 3093594 für Windows Live Mail


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9 Antworten zu Windows Live Mail 2012 kann nicht mit neuem Outlook.com


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  2. HansS sagt:

    Meine Konten sind bereits alle umgestellt, mit Live Mail geht also nichts mehr. Da ich Windows 10 nutze, könnte ich natürlich die von MS empfohlene Mail App nutzen, aber die ist sowas von rudimentär, dass sie allenfalls einfachsten Ansprüchen genügt. Im Moment nutze ich daher Thunderbird mit IMAP, aber auch das kann Outlook.com nicht richtig, Die Synchronisation ist im Vergleich mit anderern Mail-Anbietern ziemlich träge, und Kalender und Kontakte lassen sich mangels CalDAV und CardDAV überhaupt nicht synchronisieren. Wenn die Mail App mit dem dem Anniversary Update nicht deutlich verbessert wird, werde ich wohl wieder zu Gmail zurückkehren.

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  5. Sam sagt:

    Welch eine Hiobs-Nachricht!

    Für mich persönlich käme dies einer mittleren Computer-Katastrophe gleich. E-Mail ist für mich mit das wichtigste Medium bei Personal Computern!

    Seit Zeiten von Windows 95 habe ich, zuerst mit Outlook Express, dann Windows Mail (aus Vista) und danach Windows Live Mail meine diversen privaten und geschäftlichen E-Mail-Konten (darunter auch Microsoft Konten) komfortabel durch POP3-Abruf lokal(!) auf dem Rechner verwalten können und wichtige Mails über die Jahre direkt im E-Mail-Client lokal archiviert und dort in selbst angelegten Ordnerstrukturen abgelegt. So konnte ich meine Mails auch offline(!) lesen und verwalten. IMAP und das ganze Cloud-Gedöns lehnte ich schon immer strickt ab.

    (Wir haben hier 4 User im Haushalt, alle mit Windows 7 –Rechner, auf die das obige zutrifft).

    All dies soll demnächst nicht mehr möglich sein?!?

    Natürlich habe ich schon mal diese „Mail-App“ von Windows 10 auf einem Testrechner ausprobiert. Was sich Microsoft damit gedacht hat, ist mir völlig unverständlich. Damit kann man ja absolut NICHTS machen! Keine eigenen Speicherordner (schon gar nicht mit Unterordnern) lassen sich dort anlegen, keine Filter lassen sich anlegen, es läßt sich kein Empfänger aus dem Adreßbuch auswählen, weil es kein Adreßbuch mehr gibt usw…. Absolut nichts kann man mit dieser „Mail-App“ machen

    Vermeintliche Alternativen wie Thunderbird, eM Client usw. hatte ich in der Vergangenheit ebenfalls schon getestet. Bei keinem(!) funktionierte ein ordentlicher Import meiner Mails und Ordnerstrukturen von Windows Mail oder Windows Live Mail.

    Alternative Nutzung, d.h. Zugriff und Verwaltung der diversen E-Mail-Konten über die entsprechenden Web-Interfaces käme natürlich auch nicht in Frage. Das wäre total unkomfortable und zeitaufwendig. Ein Internetanschluß wäre hier ja ohnehin vorausgesetzt. Wie aber sollte man denn seine Mails lesen und verwalten können, wenn man mal keinen Internetanschluß zur Verfügung hätte? Wie bitte stellt sich Microsoft das denn vor? Außerdem sollten Mails auch lokal(!) archiviert und verwaltet werden können. Diesen allgegenwärtigen Cloud-Zwang mache ich nicht mit.

    Wie es also aussieht, werden wir hier im Haushalt ab Juni 2016 völlig aufgeschmissen sein und unsere E-Mail-Clients Windows Mail bzw. Windows Live Mail nicht mehr verwenden können???

    Kann man denn nicht irgendwo einen Hilferuf oder eine Reklamation an Microsoft absenden?

    Es gibt doch bestimmt noch viel andere User weltweit, die ähnlich viel Wert auf einen ordentlichen normalen E-Mail-Client legen. Wo bleibt der weltweite Aufschrei? Oder meint Microsoft, daß das Medium E-Mail veraltet oder, wie auch immer überholt ist und daher aussterben soll?

    • Wie erwähnt, gilt dies nur für Outlook.com-Konten, die auf irgend eine Exchange-Struktur umgestellt werden. Nutze Web.de oder andere E-Mail-Provider und alles ist gut.

      • Sam sagt:

        Ja, hoffentlich betrifft das wirklich nicht auch andere Konten anderer Provider, so daß ich Windows Mail/Windows Live Mail problemlos weiterbenutzen kann.

        Bei mir selbst ist unter meinen rund 10 Mail-Adressen auch nur eine von Microsoft (live.de) dabei. Korrespondenz über diese werde ich dann zwangsläufig auf andere Adressen verlagern müssen.

        Nur für die beiden Rechner meiner Eltern werde ich mir was einfallen lassen müssen. Die nutzen beide Windows Mail bzw. Windows Live Mail und leider eben beide auch mit Microsoft- Adressen. Ihnen werde ich nun verklickern müssen, was ein Webmailer ist und das dies auch nur online geht:-(

    • Matthias Hartmann sagt:

      Hallo!
      einer meiner Kunden steht vor dem gleichen Problem aber es gibt eine Lösung dafür:
      Die Mails von Microsoft “hotmail” oder “”Outlook.com” wie auch immer, können an ein anderes Account weitergeleitet werden (z.B. T-Online oder Gmail).
      Damit lassen sich die eingehenden Mails weiter mit Live-Mail 2012 bearbeiten, in Ordner verschieben und archivieren)
      Lediglich der Versand funktioniert dann nicht mehr mit der alten Mailadresse, aber das dürfte nicht das Problem sein. Schließlich ist in dieser kurzlebigen Zeit auch ab und zu mal ein Wechsel der Mailadresse notwendig.
      Microsoft wird sich noch wundern, dass viele Mailaccounts stillgelegt werden.

  6. Pingback: Nach automatischem Systemupdate funktioniert Windows Mail (NICHT Live) nicht mehr - Seite 2

  7. Frank sagt:

    Hallo,
    aus meiner Not heraus, versuche ich nun hier Hilfe zu bekommen.

    Ich soll ein sehr umfangreiches E-Mail-Konto von Windows Live Mail auf Outlook 2016 umziehen und habe damit größere Probleme. Haben Sie vielleicht eine (einfache) Lösung für mich, in der alles E-Mails, Kontakte UND Kontaktlisten übernommen werden können?

    Danke im Voraus!

    • Günter Born sagt:

      Kann ich persönlich nicht mit dienen – der Beitrag ist fast 2 Jahre alt – und ich nutze seit 2009 weder Windows Live Mail noch Outlook (egal in welcher Version) produktiv. WLM habe ich erinnerungsmäßig nicht mal mehr in einer virtuellen Maschine installiert und Outlook 2016 auch nicht mehr. Vielleicht kann einer der Blog-Leser/innen da noch einen Tipp geben.

      Tipp: Spontan hätte ich geschaut, ob es eine Export-Funktion in WLM gibt. Befrage ich Tante Google, liefert die viele Fundstellen – ob die taugen, kann ich nicht sagen. Hier ein paar Links:

      Gesammeltes Google-Wissen

      Hinweise von Microsoft

      MS Answers-Foreneintrag

      Noch ein Forenbeitrag zur Problematik 32-/64-Bit-Outlook

      Vielleicht hilft es weiter.

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