Geht Google 2017 von Android Open Source weg?

Einer der Gründe für den Erfolg von Android ist dessen Open Source Basis (Android Open Source Project, AOSP). Nun gibt es Gerüchte, dass Google Android 2017 in ein proprietäres Betriebssystem umwandeln könnte.


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Es ist nur ein Gerücht, welches The Register unter Berufung auf den Analysten Richard Windsor befeuert. Hintergrund ist wohl der Prozess von Oracle gegen Google wegen der Verwendung von Java APIs in Android. Falls Oracle den Prozess gewinnt und Google zahlen muss, wäre das, laut Artikel, die perfekte Vorlage für Google, Android aus dem Open Source-Bereich herauszunehmen und eine proprietäre Variante zu entwickeln.

Es wird zwar spekuliert, dass große Teile des Android Open Source Projects (AOSP) erhalten bleiben. Sobald Google aber die Android Runtime (ART) aus dem AOSP löst und diese proprietär gestaltet, kann der Konzern mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:

  • Sie gewinnen die Kontrolle über die von der Runtime genutzte API zurück und können diese beliebig frei gestalten.
  • Konkurrierende Systeme wie Amazons FireOS oder die chinesischen Android-Geräte wären mit einem Schlag nutzlos, da man keine Android-Apps mehr darauf laufen lassen könnte.

Möglicherweise könnte man so auch das Android-Update-Problem wieder mehr in den Griff bekommen – indem Google diesen Part übernimmt und die Mobilgerätehersteller außen vor lässt. Mal schauen, 2017 könnte auf jeden Fall interessant werden. (via)


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5 Responses to Geht Google 2017 von Android Open Source weg?

  1. Tim sagt:

    Autsch… erst groß werden, dann Falle zu machen?

    Allerdings wäre es im Bereich Updates wohl wirklich einfacher und besser so.
    Wobei ich durch zu schnell veraltete Nexus Geräte bzw. schnell beendeten Support auch irgendwie gebranntes Kind bin und dem Ganzen seit dem argwöhnisch gegenüberstehe. Dieser Markt ist mir zu schnelllebig und ich einfach auch kein Smartphone/ Tablet Nerd.

  2. Pingback: Anonymous

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  4. daniel sagt:

    @Tim,
    so ist das Leben :-)

    MSFT ist mit Windows 10 auch bereits auf diese Schiene eingebogen.
    Im Sinne, dass wenn erst mal die meisten auf Windows 10 upgraded wurden – freiwillig oder weniger freiwillig – kann das Windows 10 derart umgestellt werden, dass es nur noch als Service benutzbar wird und dies laesst sich MSFT dann in barer Muenze bezahlen.

    • Thomas Bauer sagt:

      Du kannst dann immer noch Windows 7/8.x installieren. Dein Key bleibt ja gültig. Die Chance eine kostenlose Windows 10 Lizenz zu ergattern endet aber bald.

    • Thomas Bauer sagt:

      Windows 10 wird von MS kontinuierlich weiter entwickelt. TH2 hat Windows 10 bereits maßgeblich verbessert. In Kürze folgt Anniversary 1 und im Frühjahr dann Anniversary 2. Klar Windows 10 wird Geld kosten. Aber nicht für Nutzer der 1. Stunde. Die Upgradeverweigerer werden zahlen müssen. Möglicherweise verlängert MS den kostenlosen Zeitraum noch einmal aber dann ist Schluß. Ich freue mich schon auf die Heuler die dann rufen… Hilfe 1 Jahr kostenlos war zu kurz um Windows 10 zu installieren…

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