Bulgarien goes Open Source!

In Deutschland ist mir das LiMux-Projekt der Stadt München im Hinterkopf, wenn es um Open Source in der Verwaltung geht. Und es gab kürzlich den Beitrag Italienisches Militär: Tschüss MS Office, willkommen LibreOffice. In Bulgarien geht man jetzt ein Stück weiter. Diesem ZDNet-Bericht entnehme ich, dass das bulgarische Parlament eine Gesetzesnovelle verabschiedet hat, die Open Source für Software vorschreibt, die für Regierungseinrichtungen entwickelt wird. Die Software muss zudem in öffentlichen Repositorien verfügbar sein. Weiterhin werden alle IT-Verträge in diesem Bereich öffentlich gemacht.


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16 Antworten zu Bulgarien goes Open Source!


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  2. Tim sagt:

    “die Open Source für Software vorschreibt, die für Regierungseinrichtungen entwickelt wird.”

    sprich, Bulgarische Staatstrojaner darf jeder frei nutzen und weiterentwickeln ;)

  3. Nils sagt:

    Sind denn auch Ausnahmen definiert, wenn es für eine Anforderung keine Open Source Anwendung gibt, oder diese nicht in einem öffentlichen Repository verfügbar ist?

    • Tim sagt:

      Glaubst Du, dass das Bulgarische Militär nach dieser Erklärung nun alle neu entwickelte Software offen legt? Ich glaub nicht.

      Hier gehts nur um so Verwaltungskram, wie Office und Co und die jenigen die es in Gesetzentexten formulieren, denken wie so oft, nicht weit genug.
      Überall gehts einfach nicht mit Open Source.

      Ob der Sinn von Open Source ist, die Verwaltungen dieser Welt, die es sich leisten könnten, jetzt mit kostenloser “freier” Software zu versorgen, steht auf einem anderen Blatt zur Diskussion.

      • Nils sagt:

        Meine Frage war nicht auf das Militär bezogen sondern bewusst ganz allgemein formuliert. Das kann auch der Client zur Übertragung von irgend welchen Daten an irgend ein Amt im In- oder ausland sein, oder was auch immer.

        • Tim sagt:

          “Regierungseinrichtungen” ist doch schon allgemein formuliert gewesen… Sowas wie Militär gehört halt auch dazu.

          Wie die das also wirklich meinen, oder umsetzen wollen, hängt wohl von Fall zu Fall davon ab, worum es im Einzelnen geht.

    • Ingo sagt:

      Es geht in dem Fall ja um selbst bzw. für einen selbst entwickelte Software. Da wird OSS vorgeschrieben. Also gibt es dann OSS. ;-)

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  5. Also ich finde das sehr Gut, ist ein schritt in die Richtige Richtung!
    Ich hab ja auch auf einem Rechner ein LibreOffice und auf den anderen ein MS Office 2013 und ich kann mit beiden Office ohne Probleme arbeiten, ich kann somit auch nicht verstehen wenn jemand ein Problem mit LibreOffice oder MS Office hat, ist beides beliebig Gewöhnungsbedürftig.

    • Nils sagt:

      Nichts gegen OpenSource, nutze ich auch wo es sinnvoll ist. Aber andere Modelle damit komplett auszuschließen finde ich zu kurzsichtig. Weil die Welt besteht nun mal nicht nur aus einen Office Paket ;-)

      • Schon klar ich nutze ja auch noch ein verflixtes Windows Betriebssystem, aber ich sag nur man sollte offen für alles bleiben sofern es einem Vergönnt ist es sich aussuchen zu können.
        Eben so wohl als auch, auch das LiMux Projekt fand ich nicht so entzückend wenn aber auch alles komplett umgekrempelt worden ist.
        Ich kenne das von den Firmen her die ich betreue, es gibt welche die offen für alles neue sind und andere die engstirnig an alten Sachen festhalten und dann gibts viele die am falschen ende Sparen und dadurch Probleme ohne ende haben.
        Hab da jemanden der noch mit einem BNC 10MB Netzwerk arbeitet und wo es alle naselang nur Fehler gibt.

  6. Herr IngoW sagt:

    Da ist der Untergang ja vorprogrammiert, und das mit OpenSource :-(

  7. Ralf Lindemann sagt:

    Langeweile wird in den bulgarischen Behörden nicht aufkommen, das kann man von LiMux lernen. :-)

    • Das ist leider Quatsch!
      Die Entscheidung das LiMux Projekt in Münchens Beamtenstuben zu beenden ist aus ganz anderen gründen entstanden, LiMux ist eigentlich wunderbar dort gelaufen ich hab da mal eine Führung mit gemacht und viele Leute waren von dem System total begeistert und auch überzeugt (also nicht nur die Admins sondern auch und vor allem die Mitarbeiter).
      Außerdem gab es für die Stadt München eine Kostenersparnissen von über 11 Millionen Euro. Kannst du am besten hier https://de.wikipedia.org/wiki/LiMux nachlesen es gibt aber eben leider immer wieder Leute die engstirnig und ganz einfach zu blöd sind.

      • Ralf Lindemann sagt:

        Ok …, keine Ahnung, was du meinst, aus meinem Satz herauslesen zu können … Nur so viel: Man muss nicht jede tatsächliche oder – wie in diesem Fall – nur vermutete Meinungsdifferenz auf eine persönliche Ebene ziehen. Wer deine Meinung nicht teilt, ist nicht gleich „engstirnig“ oder „einfach zu blöd“ – er ist anderer Meinung, nicht mehr, nicht weniger. Kein Grund also, persönliche Anfeindungen ins Spiel zu bringen.

        • Wir reden aneinander vorbei ich meinte mit „engstirnig“ und „einfach zu blöd“ die Person die es nicht gerafft hat das Skype sich unter LiMux eben nicht ohne weiteres, oder gar nicht installieren lässt.
          Daneben gab es im Stadtrat diverse Microsoft-Fans die sich einen Computer ohne Windows eben nicht vorstellen konnten.
          Daneben gabs noch ein weiteres Problem das eine weitere Behörde anschließend mit in das System mit eingepflegt werden sollte.
          Ich hab damals das Projekt lange mit verfolgt da ich durch andere Projekte der Firma AG Usability zum teil das alles so am Rande mit erlebt habe.

  8. Dieter Schmitz sagt:

    @der_Puritaner

    Seien wir doch ehrlich:

    Microsoft hat wahrscheinlich einige Leute in der Stadtverwaltung geschmiert. Aber nicht einfach so, mit Bargeld, sondern durch den Umzug von Unterschleißheim nach München.

    manus manum lavat

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