Pro Windows 10 im Unternehmen – Teil 1

Ende des Monats ist Windows 10 ein Jahr verfügbar und Anfang August 2016 gibt es das nächste große Anniversary Update. Zeit, mal einen Blick auf die Situation “Windows 10 im Unternehmen” zu werfen.


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Dass es gestern nur noch 10 Tage bis zum Ablauf des kostenlosen Upgrade-Angebots von Microsoft waren, interessiert in Unternehmen eher weniger. Hier wird das Betriebssystem durch die IT-Abteilungen evaluiert, die dann den Umstieg auf Windows 10 befürworten oder zurückstellen. Ich selbst bin da momentan eher zurückhaltend eingestellt, obwohl dies nicht immer so war. Meine Gefühlslage wird ganz gut durch die nachfolgende Hype-Kurve dargestellt.

Hype-Zyklus

Als ich erste Hinweise zum Nachfolger von Windows 8.1 vernahm, war ich neugierig. Dann gab es die Ankündigungen, was das Teil alles können soll – und ich war hellauf begeistert, quasi auf dem Hype-Peak der obigen Kurve. Der Absturz ins Frust-Tal kam, als ich die Final in Händen hielt und etwas mit Windows 10 experimentiert habe. Selbst mit viel Kreide habe ich es nicht geschafft, mir das Ding schön zu reden. Nach zwei größeren Updates könnte Windows 10 es langsam irgendwann in den Bereich “sinnvoll einsetzbar” schaffen (ich habe, da wir über Unternehmenskunden reden, die Windows 10 Enterprise LTSB-Varianten im Blick).

Ein paar Hintergrundinformationen

Andererseits: Wen interessiert meine Befindlichkeit oder der Umstand, dass ein Sack Reis in China umgefallen ist. Aber als Blogger habe ich die Möglichkeit, über bestimmte Kanäle Anfragen zu stellen. Und das habe ich vor einiger Zeit getan, um ein Stimmungsbild, wie “Windows 10 in Unternehmen gesehen wird”, zu erhalten. Ich hätte zwar gerne mehr Stimmen gehabt, aber immerhin, es gab Rückmeldungen. Ein zweiter Versuch, hinter den Kulissen des Blogs ein paar Stimmen einzufangen, ist leider im Sande verlaufen. So ist das Ganze keine empirische Untersuchung und nicht wirklich repräsentativ. Aber ich veröffentliche mal die Pros und Cons in Form von zwei Blog-Beiträgen – ihr könnte ja ggf. eure Erfahrungen aus der Unternehmenswelt als Kommentar beisteuern.

Glaubt man Microsoft, evaluieren 96 % der Unternehmenskunden den Einsatz von Windows 10. Quelle ist dieser Blog-Beitrag, der im Rahmen der World Partner Conference (WPC) veröffentlicht wurde (via). Nimmt man den Blog-Beitrag für bare Münze, kommt niemand an Windows 10 vorbei, reduziert dies doch die Kosten für IT-Sicherheit und Administration. Zudem sind die Kunden “Vollendens zufrieden” und Windows 10 ist das am Schnellsten adaptierte Windows aller Zeiten.

Windows 10 im Fokus kleiner und mittelständischer Unternehmen

Im April 2016, 100 Tage vor dem Auslaufen des kostenlosen Upgrade-Angebots, habe ich von Microsoft eine Pressinfo auf den Tisch bekommen. Der zufolge migrieren Firmen schneller als je zuvor auf Windows 10. Angeführt wurde eine Research Note des Analystenhauses techconsult (es müsste dieses Dokument sein). Die Research Note ist im Rahmen einer medialen Zusammenarbeit zwischen Microsoft, Heise Business Services und techconsult entstanden, wurde aber von der techconsult GmbH unabhängig durchgeführt

Im Rahmen einer Breitenerhebung in 350 Unternehmen hat das Analystenhaus techconsult im März 2016 deutsche Firmen zum bisherigen Einsatz von Windows 10 befragt. Dort gibt man an, dass gerade kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland die Chance zum Umstieg nutzen.


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Vor allem im Vergleich zu Vorgängerversionen zeichnet sich bei Windows 10 demnach eine deutlich schnellere Verbreitung ab. So haben sich 66 Prozent der befragten Unternehmen seit der Verfügbarkeit mit der neuen Windows Version auseinandergesetzt. Der Anteil von Windows 10 Geräten betrug im April 2016 bereits 34 Prozent – darunter überdurchschnittlich viele KMUs mit 25 bis 250 Arbeitsplätzen. Weitere 43 Prozent planten gemäß techconsult demnach eine Migration noch in 2016.

Angeführte Gründe für den Wechsel waren vor allem die Aktualität und die hohen Sicherheitsstandards der neuen Plattform. So möchten 45 Prozent der Befragten stets die aktuellste Software nutzen. Alleine 31 Prozent der Firmen entschieden sich für Windows 10, da es gezielt auf Datenschutz ausgerichtet ist – insbesondere bei der Einbindung mobiler Devices in das Unternehmensnetzwerk. 83 Prozent der Windows 10 User zeigen sich nach dem Umstieg zufrieden mit dem neuen Betriebssystem und schätzen vor allem die problemlose Software-Kompatibilität.

Zudem gibt ein Drittel der Befragten das einheitliche Betriebssystem über alle Geräteklassen als einen Grund für den Umstieg an. Unternehmen, die vorerst nicht migrieren wollen, sind mit ihrem bestehenden System zufrieden oder wollen eine Migration erst mit der Anschaffung neuer Hardware verbinden.

Unternehmen, die bereits Windows 10 installiert haben, loben im Rahmen der Befragung die vertraute Nutzeroberfläche – 70 Prozent der befragten Firmen sieht darin einen Vorteil. Als weitere Aspekte für die positive Rezeption von Windows 10 nennen Firmen neben den aktuellsten Sicherheitskonzepten (62 Prozent) unter anderem das einfache und flexible Management (53 Prozent) sowie Geräte-übergreifende Anwendungen (45 Prozent). Dazu reihen sich kostenlose Aktualisierungen und ein flexibles Deployment von Updates. Alleine 70 Prozent der bisherigen Windows 10 Nutzer hat sich demnach für ein sofortiges und automatisches Installieren von Updates entschieden.

Insgesamt sind 83 Prozent der Windows 10 Kunden zufrieden bis sehr zufrieden mit dem neuen Betriebssystem. Nutzer loben dabei vor allem die Kompatibilität von Windows 10 (85 Prozent) und finden es positiv, dass ihre bestehenden Anwendungen auch problemlos auf der neuen Plattform laufen. Als weitere Vorteile werden neben Sicherheitsmaßnahmen und -Einstellungen unter anderem der schnelle Installationsprozess, der geringe Schulungsaufwand sowie automatische Updates genannt. Ich zitiere hier nur aus der oben verlinkten Studie sowie den Pressemitteilungen.

Interhyp AG setzt auf Windows 10

Neben dem US-Militär, welches aus Sicherheitsgründen auf Windows 10 aufsetzen will und 4 Millionen Systeme umstellt (siehe diesen Technet-Blog-Beitrag), wäre es natürlich interessant zu wissen, ob auch ein größeres Unternehmen in Deutschland migriert.

Von Microsoft weiß ich, dass sich die Interhyp AG im unternehmensweiten Roll-Out auf Windows 10 Enterprise befindet. Beim größten Vermittler privater Baufinanzierungen in Deutschland sollen bis zur Jahresmitte potentiell mehr als 1.200 Mitarbeiter an über 90 Standorten auf Windows 10 umgestellt werden. Mehr Informationen zu dieser Kundenreferenz finden sich in dieser Microsoft Pressemitteilung.

Das klingt alles sehr positiv – also, dass niemand im Unternehmensumfeld etwas von Windows 10 wissen will, trifft keinesfalls zu (hatte ich auch nicht erwartet). In Teil 2 lasse ich morgen noch ein paar Stimmen aus Unternehmen zu Wort kommen, die (noch) nicht zu Windows 10 migrieren.

PS: Falls jemand jetzt Vermutungen anstellt – nein, das ist kein bezahlter Post und ich habe auch nix geraucht. Als Blogger wollte ich einfach mal die verschiedenen Sichten dieser Welt gegenüber stellen. Denn auch wenn ich hier gelegentlich rante, wird Windows 10 auch in Zukunft eine gewichtige Baustelle für den Blog bleiben – die Leute sitzen halt nicht auf Linux sondern auf Windows 10 – und das Leben Bloggen ist kein Ponyhof.

Artikelreihe:
Pro Windows 10 im Unternehmen – Teil 1
Contra Windows 10 im Unternehmen – Teil 2
Umsteigen auf Windows 10 – eine Bewertung aus Unternehmenssicht – Teil 3


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18 Responses to Pro Windows 10 im Unternehmen – Teil 1

  1. Phadda sagt:

    In Anbetracht dessen, das Windows 7 zum 14.1.2020 gar nicht mehr unterstützt wird. Ist es zwingend Notwendig, ASAP sich mit W10 zu beschäftigen. Mit Redstone werden viele Bugs behoben (Roaming Userprofile etc), die im Unternehmensumfeld aufgetreten sind.
    Größte Herausforderung ist imho weiterhin der Store mit einem mobilen Endgerät so sicher zu gestalten, das es auch “sicher” ist und nicht einfach offen für alles “sicher” ist.
    Das nächste imho sind die Upgrades… Natürlich kannst einige Releases skippen, doch installiert werden müssen diese auf alle Fälle um auch MS Support zu erhalten. Doch da geht’s schon los… Ist nicht Bitlocker im Einsatz für die HDD Encryption, musst vorher die Software deinstallieren, Rebooten, Upgrade, Rebooten und die HDD Encryption neu installieren/aktivieren :-/ Die Downtime von einem Upgrade an einem Client ist auch lästig, denn dies kann nur in der Nacht passieren und bei Mobilen Endgeräten? Da erwischt es den ein oder anderen mitten in der Arbeit …
    Aus meiner Sicht wurde der Fokus bis Redstone lediglich auf den Endbenutzer gelegt, nur so wäre die 1Milliarde Installationen möglich gewesen, für die PR. Das jedoch der Business Bereich so stark vernachlässigt wurde, ist untypisch und macht eher Angst … ganz zu schweigen von dem großen Mehraufwand an Mannstunden. Releasezyklus ist nicht mehr alle 10 Jahre sondern alle 6-18 Monate und das Kostet ein neuen Master technisch abzunehmen, verteilen etc etc etc … Aber wer “schön” aussehen will, muss leiden ;-)

    • Du sprichst in einigen Teilen aus, was ich mir so denke. Aber im Unternehmen ist der 29.7.2016 Schall und Rauch …

      • woodpeaker sagt:

        Was mir in dem Zusammenhang viel mehr Sorgen bereitet ist die Kom­pa­ti­bi­li­tät mit älteren Anwendungen und Routinen.
        Was unter 7 schon im Kom­pa­ti­bi­li­tätmodus läuft muss nicht zwingend unter 10 besser laufen.
        Genauso sehe ich das Problem der restriktiven Updateanwendungen. Wir können unter 10 halt nicht mehr “unser” Windows basteln.
        Und den 10 Key sichern für eine Maschine sehe ich zwiespältig.
        Wenn ich dann 7 bis Supportende betreibe, werde ich garantiert dann einen neuen PC für 10, oder welches BS dann aktuell ist, ansetzen und dann ist der 10er Key nutzlos, da Hardwarebezogen.

        • Phadda sagt:

          Kompt sehe ich nicht das Problem, im Gegenteil, denn wenn nicht jetzt wann dann ordentliche Applikationen nutzen, welche auch mit der UAC agieren und nicht mehr irgendwelche Adminrechte benötigen, oder gar auf “Programme” installiert werden wollen bei einer 32 Bit Applikation. Seh es doch als Challenge aka Wind of Change :-) Sportlich und fordernd aufnehmen und gut umsetzen. Wer bei der Einführung mit W7 schon Probleme hatte wegen 3rd Party Apps und bei W10 weiterhin zittert, hat was nicht verstanden.

    • Nils sagt:

      Ich sehe das genau anders herum. Bei Windows 10 wird der Fokus eher auf die Enterprise Kunden als auf den Privatnutzer gelegt. Das zeigen die vielen neuen Features, die nur im Unternehmensumfeld sinn machen.

      Windows Hello, Credential Guard und Device Guard seien hier nur mal exemplarisch genannt.
      Aber auch so Details wie die Tatsache, dass bei der Nutzung von Credential Guard die Anmeldung nicht mehr aufgrund von einem Hash Wert verifiziert wird, sondern Zertifikat Basiert mit einem asynchronen Schlüssel Pärchen zeigen eindeutig die Fokussierung auf den Enterprise Markt.

  2. Tobias sagt:

    Deine offene Frage im letzten Absatz kann ich beantworten: Ja, ich arbeite für ein DAX30 Unternehmen, das aktuell bereits intern offen kommuniziert, in “naher Zukunft” flächendeckend auf 10 umzusteigen. Interessant: Die Umstellung auf 7 ist erst seit knapp 6 Monaten vollständig abgeschlossen, aktuell hebt man alle Rechner als Vorstufe für die Migration aber bereits auf 64bit.

    • Rolf Dieter sagt:

      Was heißt in “naher Zukunft”?
      Ihr habt es also gerade geschafft auf W7 zu migrieren. Und jetzt schon der Gedanke auf W10 hochzuziehen? Wenn ich das richtig sehe kommt ihr von XP. Da XP aber schon länger als 6 Monate ausgelaufen ist hinkt ihr weit hinterher. Warum jetzt der Gedanke auf W10 zu migrieren? W7 wird noch 4 Jahre supportet. Jeder neue Rechner kommt mit einem W7 Downgrade. Man ist also schon im Besitz einer W10 Lizenz. Alle “alten” Rechner, ohne W10 Lizenz sind in vier Jahren auszutauschen. Dann ist wieder, solange W7 vorinstalliert ist, eine W10 Lizenz enthalten. Wir setzten uns erst einmal hin, eruieren Alternativen, essen Popkorn, und warten ab wie es sich mit W10 weiter entwickelt. Es besteht also die nächsten 3 Jahre kein Bedarf etwas zu verändern. Mal sehen wie Winzigweich dann noch am Markt aufgestellt ist. :-)

    • Nils sagt:

      Auch wir (Unternehmen mit ca. 10.000 Windows Clients weltweit) werden ab ca. Jahresende auf neuen Rechnern nur noch Windows 10 einsetzen. Die bestehen Rechner werden wir nicht umstellen, nur wenn sie ohnehin neu installiert werden müssen. Bei uns werden im Rahmen von Leasing die Rechner ohnehin alle drei Jahre getauscht. So haben wir dann spätestens in drei Jahren alle Rechner umgestellt.

      Sicher wird es auch in Zukunft ein paar ausnahmen geben. Produktionsnahe Rechner laufen heute noch teilweise in einem extra LAN auf Windows XP, weil es in diesem Umfeld eben Software gibt, die noch immer nicht auf Windows 7 läuft oder es zu aufwendig wäre, diese Umzustellen, solange die zu steuernde Hardware noch nicht getauscht ist. Genauso wir es in Zukunft sicher noch den ein oder anderen Windows 7 Rechner geben.

  3. Uwe Albrecht sagt:

    Es versteht sich von selbst, dass sich auch Unternehmen frühzeitig mit Windows 10 beschäftigen. Evaluieren und/oder flächendeckend installieren sind aber zwei Paar Schuhe. In der Regel wird der Start eines neuen System durch frühzeitige Messe- und Hausbesuche beim Lieferanten oder im eigenen Betrieb begleitet. Hype und Frust sind von Anfang an durch die Wahrnehmung „sinnvolle Anwendung“ ersetzt, denn es gibt mittelfristig keine MS-Alternative und viele IT-Verantwortliche trauen sich trotz der Kosten noch nicht z.B. in Richtung Linux auszubrechen, aber auch da laufen viele sinnvolle Projekte, die marketingmässig nur nicht so massiv ausgeschlachtet werden.

    Argumente wie:

    reduzierte Kosten für IT-Sicherheit und Administration
    am schnellsten adaptiert und migriert
    zufriedene Kunden

    werden seit Jahrzehnten benutzt, um Umstellungen zu rechtfertigen, der Wahrheitsgehalt liegt aber deutlich unter 1 und tatsächlich wachsen die IT-Ausgaben seit Jahrzehnten überproportional schnell an (alles wird günstiger hat den Wahrheitsgehalt = 0?).

    Sorry, aber 350 Fragebögen (an wie ausgesuchte Firmen?) sind sicher auch nicht repräsentativ, aber ein erster Indikator. Sicher hatte die techconsult GmbH das gleiche Problem (kaum Interesse und geringer Rücklauf) → große schweigende Mehrheit wartet ab?

    Ein Marketing-Sprech „dass gerade kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland die Chance zum Umstieg nutzen“ bedeutet im Umkehrschluss, dass die weitaus komplexeren Projekte nicht so erfolgreich in den größeren Unternehmen laufen und auch mehrere Jahre benötigen.

    …und wer als Benchmark der Verbreitungsgeschwindigkeit Windows 8 heranzieht, verspielt schnell seine Glaubwürdigkeit.

    Die „34% schon umgestellt“ beziehen sich also auf den Rücklauf der stolzen „Kleinprojekte“, wo es jemand gewollt oder versehentlich geschafft hat, auf einem schon vorhandenen System Windows 10 zu bekommen.

    Was die Studie taugt, werden wir am Jahresende sehen, denn dann werden ja sicher 80% aller Unternehmen umgestellt haben ;-)

    Die Einbindung mobiler Devices in das Unternehmensnetzwerk sich ein wirkliches Sachargument, aber auch hier müssen wir noch etwas abwarten, ob die Hardware-Probleme z.B. beim Surface die Kunden abschrecken und die Mobile-Strategie ohne Comsumermarket wirklich noch aufgehen kann.

    Software-Kompatibilität sticht sicher genauso wie die nicht notwendige Geräte-Neuanschaffung und fast schulungsloses Weiterarbeiten in vertrauter (Windows 7) Umgebung.

  4. Hans Hoppe sagt:

    Solange MS ab der Pro Variante das Datensammeln nicht eindeutig abschaltbar macht bzw. (was der korrekte Weg für einen OS-Hersteller wäre) nur als Opt-in gestaltet, ist Windows 10 in kleinen Unternehmen (die kein Enterprise einsetzen werden) ein NoGo.
    Ärtzte, Steuerberater, Handwerker usw. haben mit viel trivaleren Dingen schon Probleme und verarbeiten sensible Daten von Dritten.

    • Phadda sagt:

      Der Opt-Out via GPO klappt sehr gut, da sehe ich keine Risiken und um auf Nummer sicher zu gehen, natürlich auch die Firewall soweit anpassen und ggf DNS/Hosts mit den bekannten MS Zielen ins Nirvana schicken.

      Es gibt genug andere Applikationen welche sich nicht so charmant bändigen lassen bzw. wo nicht einmal bekannt ist ob und was gesammelt wird und wohin es kommt. Da würde ich mir eher über die große Anzahl von non MS Applikationen Gedanken machen.

      • Hans Hoppe sagt:

        Das ist nur ein kleiner Unterschied – das eine sind Apps oder Programme und das andere ist ein OS. Und ADs sind gerade in kleinen Firmen wenig verbreitet.
        Aber es ist zuerst eine Prinzipfrage, ein OS hat nur auf erteilte Erlaubnis mit Dritten zu plaudern und nicht von sich aus.

        • Phadda sagt:

          Ich hatte oft den SBS eingesetzt und der war verdammt gut was Preis/Leistung angeht. Für single Kisten, gibt es ebenso massig Lösungen via Powershell und wenn es ein NAS gibt, kannst das ganze eh zentral “Verwalten”. Ich seh das ganze eher sportlich und wenn ich mir Apps egal bei wem anschau, was die alles anfordern, dann ist der PC Markt noch recht “human” unterwegs.
          Bei XP hat auch jeder rumgeweint und nach ein paar Monate war es dann ruhig… Das kannst auf alles anwenden auch außerhalb der IT ;-)

          • Hans Hoppe sagt:

            Sorry, aber wenn ich anfange mir um solche grundlegenden Dinge keine Gedanken mehr zu machen höre ich in der Branche auf und werde Gärtner. :)
            Die “Experten” in anderen Foren schwafeln immer was von “kann man abschalten” (was eben derzeit nicht stimmt und bei jedem größerem aufgezwungenen Update auf Standard zurückgesetzt wird) und lassen die anderen dabei im Regen stehen (sind halt selbst schuld). Ich zeige meinen Kunden immer die originalen Datenschutzbestimmungen von MS – die Leute werden immer munter bei den Punkt “Zahlungsdaten”. Ab da lesen die erst richtig, vorher war es überfliegen und zu 99% ist das Thema Windows 10 vorerst erledigt. ^^

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  6. Hansi sagt:

    Da ist wohl eine Menge Wunschdenken seitens MS mitdrin. Natürlich werden viele Unternehmen sich jetzt schon Windows 10 angucken. Aber das sind viele (auch große) Unternehmen dabei, die gerade erst (vor ein bis zwei jahren) die Migration auf Windows 7 hinbekommen haben.

    Wenn tatsächlich wie im Artikel angedeutet 60-70% der Unternehmen in den nächsten zwei jahren auf Windows 10 upgraden würden, dann könnte es ja noch mit der einen Milliarde Lizenzen bis 2018 klappen. Ich glaube aber eher, daß die meisten Unternehmen Windows 10 erstmal an unkritischen Stellen einsetzen werden, die Mehrzahl der Arbeitsplätze aber noch bis 2020 auf 7 bleiben wird.

    MS will aber sicher nicht noch einmal wie bei XP den Supportzeitraum verlängern müssen, daher werden sie alles tun, um den Marktanteil von 7 bis 2020 unter z.B. 10% zu drücken. Wenn die Leute MS eins reinwürgen möchte, müssten sie nur möglichst viele 7er am Laufen halten, meinetwegen in VMs. Es wäre eine tolle Sache, wenn 2020 immer noch knapp 50% (realistischer sind vielleicht 35%) der Windowse auf 7 wären. Das wäre imo leider die einzige Sprache, die MS versteht, MS ignoriert viele Kundenwünsche und will auf Teufel komm raus ein Abo-, App- und langfristig ein Datenhändlermodell durchziehen, obwohl sie eigentlich mit dem klassischen Modell bereits mehr als genug verdienen. MS will ohne echte Not so eine Art Uber-Google werden, Daten für alle (die genug cash auf den Tisch legen).

  7. John sagt:

    Ich habe von einem Kunden eine Info erhalten bezüglich Probleme mit der Internetleitung nach Upgrade von einigen Windows 7 Rechnern auf Windows 10.

    Die Lösung war wohl folgendes:

    https://social.technet.microsoft.com/Forums/en-US/e9531028-4bfe-40c0-af5c-8873c42b6bae/massive-download?forum=win10itprogeneral

    Generell denke ich wird einem der Umstieg echt einfach gemacht mit den Update Routinen, doch auf der anderen Seite habe ich das Gefühl man weiß auch noch nicht so recht was für Probleme man sich damit ins Haus holt.

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