Microsoft ändert Datenschutzbedingungen

Zum 2. August 2016 kommt nicht nur Windows 10 Anniversary Update (in Wellen) bei der wartenden Nutzerschaft. Um Zuge des “Upgrades” auf die Version 1607 werden auch die Datenschutzbestimmungen und der Nutzervertrag geändert.


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Die Datenschutzbedingungen treten am 2. August 2016 in Kraft, die zu gegebener Zeit im Änderungsverlauf für Datenschutzbestimmungen von Microsoft (Aktuell Stand vom Januar 2016) aufgeführt werden. 


(Quelle: Microsoft)

Microsoft stellt klar: Keine der am 2. August 2015 veröffentlichten Anpassungen stellt eine Änderung der Richtlinien oder Praktiken von Microsoft dar. Ziel soll die Vereinfachung und Zusammenfassung der Datenschutzbestimmungen sein. Allerdings sollte jeder Nutzer sich über folgende Passage im Klaren sein:

Gibt Microsoft meine Daten an Dritte weiter?

Ja. In bestimmten Fällen werden Ihre Daten weitergegeben. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie in den Datenschutzbestimmungen von Microsoft. In der Regel geben wir Ihre personenbezogenen Daten mit Ihrer Einwilligung weiter oder sofern dies erforderlich ist, um von Ihnen angeforderte oder autorisierte Transaktionen abzuschließen oder entsprechende Dienste bereitzustellen. Außerdem können wir Daten aus folgenden Gründen an Tochterunternehmen und Niederlassungen von Microsoft sowie an von uns beauftragte Anbieter weitergeben: wenn dies gesetzlich erforderlich ist oder um einer gerichtlichen Anordnung zu entsprechen, zum Schutz unserer Kunden, zum Schutz von Leben, um die Sicherheit unserer Dienste zu gewährleisten und um die Rechte oder das Eigentum von Microsoft zu schützen.

Die Änderungen am Microsoft-Servicevertrag werden dagegen erst am 15. September 2016 wirksam, wie man auf dieser FAQ-Seite von Microsoft nachlesen kann. Die Zusammenfassung der Änderungen am Service-Vertrag lassen sich auf dieser Seite nachlesen. Dort ist z.B. nachzulesen,

  • dass man sich in einem Zeitraum von fünf Jahren mindestens ein Mal bei den Xbox Diensten anmelden muss, damit der Gamertag dem Microsoft-Konto zugeordnet bleibt.
  • sich bei einer Anmeldung mit einer E-Mail-Adresse für ein Geschäfts-, Schul- oder Unikonto besondere Bestimmungen gelten.
  • welche neue Bestimmungen für OneDrive hinsichtlich Speicherbelegung und Dienst-Performance gelten.
  • dass man mindestens einen Monat im Voraus informiert wird, bevor Microsoft das OneDrive-Konto wegen Inaktivität schließen wird.

Es gibt noch eine Reihe weiterer Änderungen wie zu Zahlungsbedingungen bei etc. in den momentan 15 Punkten. Alles ziemlich trockenes Zeugs, was beim Lesen Kopfschmerzen macht und ggf. einen Herzkasper verursacht. Die Therapie dagegen: Einfach abnicken oder ignorieren – macht ihr ja sonst auch so (wobei ich mich nicht ausnehmen möchte). Every update keeps the lawyers happy . (via)


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12 Antworten zu Microsoft ändert Datenschutzbedingungen


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  2. Christian sagt:

    “Datenschutz”?…Welcher “Datenschutz” denn? Muss immer wieder laut lachen
    wenn von “Datenschutz” die Rede ist. Vor allem bei MICROSOFT und Konsorte.
    Und dann noch “Datenschutz”, der “sehr ernst” genommen wird (Herr Born be-
    richtete ja darüber) …grööööl!

    Es gibt schlichtwegs keinen “Datenschutz” meiner Meinung nach. Eher glaube
    ich wieder daran, dass der Storch die Kinder bringt, als dass ich glaube, dass
    noch irgendwo irgendwer irgendwelche “Daten” schützt.

    Und AGBs könnte man ja eh schlichter verfassen:

    “Wir dürfen alles und haben alle Rechte, Sie nicht!”
    …und das Ankreuz-Feld zum Ablehnen fehlt dann zufällig wieder mal…

    Schönen Sonntag!
    Christian

  3. Hänk sagt:

    Mal eine Frage an die Mahner und Wahner: Regt ihr euch auf, a) weil ihr glaubt, dass sich Microsoft gar nicht an das hält, was sie dort schreiben, oder b) glaubt ihr denen, dass sie nur das machen, was sie auch schreiben, aber das geht euch zu weit, oder c) schmeckt es nicht, dass ihr keine Möglichkeit habt, deren Schritte zu prüfen?
    Ich hab das Gefühl, da geht eine Menge unsachlicher Kritik komplett durcheinander.

    Ich sehe in der zitierten Passage jedenfalls nur ein Problem: Die Umstände, unter denen Daten an Dritte weitergegeben werden, sind viel zu unscharf benannt. Konkret: “[z]um Schutze unserer Kunden” – Schutz wovor? Vor Spam, vor Schnupfen, vor Datenverlust, vor Armut – wovor kann ein Kunde geschützt werden dadurch, dass seine Daten an Dritte gegeben werden? Und wie hilft die Weitergabe bei meinem Schutz?
    Die anderen Punkte scheinen mir eindeutig und auch nicht verwerflich zu sein. Ich lasse mich sachlich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

    PS: Pokemon Go kennt nicht nur dein Bewegungsprofil, sondern auch alle deine Kontakte, ob die Kontakte das wollen oder nicht, ob die das spielen oder nicht. Dem kann man als Unbeteiligter nicht mal widersprechen.

    • Niantic hat ja bereits eine Abmahnung wegen der AGBs bekommen.

    • Thürk Maschke sagt:

      Hallo Hänk,
      um es kurz (nicht sachlich) zu machen :
      Ich glaube Microsoft nichts!
      GAR NICHTS!!
      Null mal Null!!!
      Kein einziges Bit traue ich denen über den Weg.
      Das haben die sich hart erarbeitet bei mir.

      PS: “Pokemom Go” kennt mein Bewegungsprofil?
      Meine Kontakte??
      O H N E dass ich das Zeugs installiert habe???
      Also als quasi Unbeteiligter!?
      WOW, dagegen allerdings wäre Microsofts Nadella
      dann ein blutiger Anfänger;-)
      Viel Spass noch:-)

      • Hänk sagt:

        Sorry für die unklare Ausdrucksweise bzgl. Pokemon. Sie kennen dich als Kontakt, wenn du im Handy von jemandem steckst, der es spielt. Das finde ich deswegen haarsträubend, weil ich – der es gar nicht installiert hat – gar nichts dagegen tun kann und auch gar nichts darüber unterrichtet werde.

        Danke für die klare Ansage!

    • Nobody sagt:

      Das außenpolitische Hauptziel der USA ist die Bewahrung der weltweiten Hegemonie. Die USA sind Weltmacht Nummer eins und wollen das auch bleiben. In dem Zusammenhang spielt Microsoft mit seinem global dominierendem Betriebssystem eine wichtige Rolle. Microsoft ist deshalb für die USA ein Unternehmen von nationalem Interesse. Die Möglichkeit einer umfangreichen Nutzerüberwachung ist sehr wichtig um die Vorherrschaft zu behalten. Microsoft arbeitet daher mehr oder weniger freiwillig mit Politik und Geheimdiensten zusammen, um das Ziel zu erreichen. Nach meiner Überzeugung wird in Bezug auf Spionage gemacht, was machbar ist. Die Begriffe Snowden und NSA können manche vielleicht nicht mehr hören. Die Veröffentlichungen in dem Zusammenhang zeigen, welche unglaublichen Anstrengungen von Seiten der USA unternommen werden, den weltweiten Datenfluss zu kontrollieren. Die Datenschutzbestimmungen von Microsoft kann man nach meiner Ansicht in der Pfeife rauchen.
      Grüße

      • Hänk sagt:

        O.K. Nehmen wir an, die Prämisse über das Hegemonialbestreben und die Verstrickung stimmt (so abwegig ist das ja schließlich nicht – auch, wenn das erst mal nichts als eine Behauptung ist, aber das ist hier gar nicht meine Punkt) –
        dann ist es nicht geboten, Microsoft allein in die Kritik zu nehmen, denn das ist einer umfassenden Aufklärung sogar abträglich. Es müssten a) alle global agierenden, Daten sammelnden Konzerne, die dem Hegemon zuarbeiten, genannt werden, und b) alle Nutzer von deren Systemen.

        Warum? Nehmen wir an, Microsoft schaltet heute alle Sammlungen ab. Ist das Problem dann erledigt? Leider nein, da sind wir wohl einig. Genau den gegenteiligen Eindruck ruft aber die Beschränkung auf dieses eine Aushängeschild der Datensammlung hervor. Dadurch wird die Aufklärung zur Scheinaufklärung imho. Das Pokemon-Beisiel habe ich deswegen gewählt, weil es genau dieses Scheinbare so schön zeigt.

        Ich will hier übrigens gar nicht Microsoft verteidigen. Ich will den mangelhaften Diskurs kritisieren.

        • Hans Hoppe sagt:

          Sorry, aber kein anderer Konzern hat so ein Monopol wie MS. Frag einfach in Unternehmen nach ob sie auf andere OS wechseln könnten – zu >90% kommt ein “Nein”.
          Andere Handys benutzen würde zur Not noch gehen, aber komplette IT auf z.B. Linux umstellen ist mehr oder weniger derzeit ein Unding. Deshalb die harsche Kritik an MS.

          PS: An der Situation sind wir leider ALLE selbst mit schuld ^^

          • Hänk sagt:

            Googles Vormacht im Suchmaschinenbereich kombiniert mir ihrer Androidmacht kombiniert mit ihren weiteren Diensten, die so weit ich weiß, für Endverbraucher allesamt kostenlos sind, sind ein mindestens so großes Problem, wenn nicht sogar ein viel größeres.
            Denn während Microsoft auch Geld mit Produkten verdient, die Geld kosten, holt google bzw. Alphabet sein Geld fast ausschließlich über Nutzerdaten rein. Man korrigiere mich, falls ich da falsch liege.
            Facebook, Twitter und Instagram kosten auch nichts und wie Apple mit den Nutzerdaten umgeht, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Ist auch alles nicht mein Punkt.

            Mein Punkt ist, dass die “Aufklärungsarbeit”, die wir in den Medien von der Bäckerblume bis zum ZDF geboten bekommen, schädlich ist, weil sie nicht die tatsächlichen Probleme und einen effektiven Umgang damit benennt, sondern nur Symptome rausgreift und diese Symptome als das Problem verkauft. Also ist das keine echte Aufklärung, das ist mein Punkt. Aktuell ist Windows 10 die Sau, die durchs dorf getrieben wird, es war mal die Gesundheitskarte oder Facebook.

            Wir müssen uns einfach mal fragen, warum jetzt z.B. Microsoft solche Sachen macht, warum google solche Sachen macht und warum Apple auch, und dann, ob die unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachtet überhaupt anders handeln könnten.

            Wer sich jedenfalls über Windows 10 aufregt, sich aber gleichzeitig mit dem guten Windows 7 sicher fühlt, mit seinem Galaxy Pokemon jagend durch die Stadt rennt, sich via Facebook und Twitter zu gemeinsamen Jagden verabredet und via google Pokestops sucht – der hat einfach nicht richtig nachgedacht – oder wurde eben nicht aufgeklärt.

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  5. Die US-Regierung hatte 2014 eine Verfügung gegen Microsoft erwirkt, um an die Daten eines E-Mail-Accounts von Outlook.com zu gelangen, die in einem Rechenzentrum des Unternehmens in Irland lagen. Dabei ging es um Ermittlungen wegen Drogenschmuggels. Microsoft hatte sich der Anordnung widersetzt und war gegen die Entscheidung vor das Berufungsgericht gezogen. Wegen der Weigerung, die Daten herauszugeben, war Microsoft wegen Missachtung des Gerichts verurteilt worden. Auch diese Entscheidung hat das Berufungsgericht am Donnerstag den 14.07.2016 aufgehoben.

    Wie bei Googles Android oder auch bei Apples iPhone fallen auch bei Microsoft etliche Daten an die an den Hersteller übertragen werden vor allem auch deine Mac Adresse als auch deine IP Adresse wird durch diverse Apps mit geloggt.

    Microsoft erhebt Daten, um effektiv arbeiten und Ihnen die besten Erfahrungen mit unseren Diensten anbieten zu können. Sie stellen einige dieser Daten direkt bereit, beispielsweise wenn Sie ein Microsoft-Konto erstellen, eine Suchanfrage bei Bing einreichen, einen Sprachbefehl an Cortana erteilen, ein Dokument auf Microsoft OneDrive hochladen oder uns zur Unterstützung kontaktieren. Andere dieser Daten erhalten wir, indem wir aufzeichnen, wie Sie mit unseren Dienstleistungen interagieren, indem Sie beispielsweise Technologien wie Cookiesnutzen und Fehlermeldungen oder Nutzungsdaten von der Software erhalten, die auf Ihrem Gerät installiert ist. Wir erhalten auch Daten von Drittanbietern (einschließlich anderer Unternehmen).

    Das bedeutet das dort Personen Daten von dir anfallen und diese auch geschützt werden bzw. auch an Dritte weitergegeben werden.

    Zu Pokemon Go, ich kann es leider nicht fassen wie einfach sich beim Kunden und deren Kontakten relativ legal Daten abfischen lassen und das es dann noch leute gibt die sie über Googles Android AGBs oder die NSA oder unsere eigene Regierung und der VDS aufregen können!

    • Holger Heinrich sagt:

      Für mich bleiben drei Probleme.
      1) Außer Microsoft weiß keiner, welche Daten genau wann und wie erhoben werden. Warscheinlich weiß nicht einmal bei Microsoft einer, was da alles übermittelt wird. Jede Abteilung fischt raus, was sie bekommt.
      Hieß es nicht lange: “Es werden KEINE Personenbezogenen Daten gesammelt”?

      2) Beim derzeitigen totalen sammel Fanatismus der Amis (nicht nur der aber von denen weiß man es halt nu) trau ich KEINEM mehr! Schon garkeinem aus Übersee. Selbst Putin und die Russen sind glaubwürdiger!

      3) Wer sind diese “Dritten”? 100 schwammig, nichtssagend, Freifahrtschein.
      Warscheinlich wie immer: wer genug zahlt bekommt die Daten nach gut Dünken.

      Zumal sich ja, so bedauerlich wie es ist, gezeigt hat, dass all die Datenkraken NICHTS bringen!
      München: Tat seit einem Jahr geplant selbst in sozialen Medien
      Brüssel: teils Jahre lang bekannte und verurteilte Verbrecher. Einer war (laut Wiki) schon an Paris beteiligt
      Paris: fast 6 Monate vorher wußten die Behörden schon über mögliche Anschläge bescheid

      Sammeln Sammeln Sammeln … und es bringt NICHTS!
      Dafür aber erst einmal alle Brüger dieser Welt under general Verdacht stellen.

    • Potrimpo sagt:

      Auch wenn ich etwas spät bin – es ging um OUTLOOK.COM! Nicht um Windows 10. Mein GMX.DE hat auch die Daten herausgelassen – nach Staatsanwaltschaft. Um dann festzustellen, dass es ein Verwechselung des Namens gewesen sei.

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