Apple und die “veralteten” Macs im Verkauf

Kleiner Shortie für die Apple-Fraktion. Apple verkauft weiterhin Macs, die beim Kauf hoffnungslos veraltet sind – und das zu stolzen Preisen.


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Ich hatte hier ja schon häufiger darüber geklagt, dass so manches iOS-Gerät zu schnell aus dem iOS- Update-Zyklus rausfallen. Und habe dann zu hören bekommen, wie lange die Geräte doch mit Updates versorgt werden. Und bei Smartphones ist ja alle 2 Jahre ein Wechsel fällig.

Auch bei Macs höre ich, wie werthaltig das doch alles ist und man für Altgeräte ne Stange Geld beim Wiederverkauf bekommt. Aber die Update-Zyklen für Mac OS drehen sich bei Apple auch schneller und irgendwann bekommen die Macs kein neues Update oder kein neues Mac OS. Auf einer veralteten Hardware zu sitzen, wenn man den Mac gerade erst bei Apple gekauft hat, ist auch irgendwie doof.

Daher ein provokanter Fundsplitter zum Sonntag. Die Site TheVerge behauptet im Artikel First Click: Apple should stop selling four-year-old computers, dass fast alle Macs, die Apple im Verkauf hat, veraltet seien. Man bezieht sich auf MacRumors, die eine Empfehlungsliste (MacRumors Buyer’s Guide) für Apple-Geräte herausgeben. Fast jeder Mac ist bei denen als “Kauf nicht zu empfehlen” gelistet. Bei den iOS-Geräten sieht es ähnlich (nicht so ganz dramatisch) aus. Ist Apple irgendwie ins Hintertreffen geraten und melkt die Cash-Cow “Apple Fan Boy”? Wie seht ihr das?


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9 Responses to Apple und die “veralteten” Macs im Verkauf

  1. Pingback: Apple sells “outdated” Macs and more | Born's Tech and Windows World

  2. Holger K. sagt:

    Dass Apples Interesse an der Pflege der Mac-Produktpalette nachlässt, lässt sich schon seit einiger Zeit beobachten. Ob und wann das sich negativ auf die Verkaufszahlen auswirkt, kann man nicht genau sagen. Von Nachtteil dürfte es dann sein, wenn man bisherige Anwender aus dem Windows-Lager zum Umstieg bewegen möchte, wenn deren Hintergrund im semiprofessionellen oder gar professionellen Bereich liegt.
    Ich schrieb ja letztens schon, dass der Mac Pro dringend einer Überarbeitung bedarf.

    Aber der Krug geht bekanntlich so lange zum Brunnen, bis er bricht. Und ich habe schon lange kein wirkliches Interesse mehr an Macs, seit Apple keine modularen Systeme mehr anbietet.

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  4. Piloteer sagt:

    Sehr geehrter Herr Born,

    seit Jahren bin ich passiver Leser Ihres Blogs. Für Ihre umfassende und kompetente Hilfe, die ich in Ihren Beiträgen bei meinen ungezählten Windows-Problemen finden konnte, bedanke ich mich.

    Zu Ihrer aktuellen Anfrage bezüglich der “veralteten” Apple-Produkte: Gestatten Sie die Anmerkung vorweg, dass ich kein Apple-Fan bin. Ich wüsste nicht, warum man Fan einer Computerplattform sein sollte, wenn man ein bestimmtes System bevorzugt.

    In meinem Büro befindet sich ein PC-Arbeitsplatz mit einem ThinkPad X1 Carbon 2015 an einem ThinkVision Pro 28″ Monitor und ein Mac-Arbeitsplatz mit einem MacBook Pro 15″ Retina 2015 an einem Thunderbolt-Display. Beides setze ich ausschließlich geschäftlich ein.

    Das ThinkPad hatte einen Listenpreis von ca. 2.400 EUR brutto, der ThinkVision von ca. 500 EUR brutto. Bitte nageln Sie mich nicht auf den EUR fest. Ich habe keine Lust, die Rechnungen rauszusuchen. Das ThinkPad hatte out of the box zwei deutlich sichtbare Pixelfehler. Lt. Lenovo wird es erst ab drei Pixelfehlern getauscht. Das Gerät lässt sich nicht einhändig öffnen. Dafür gibt es einen deutlich sichtbaren Spalt zwischen Lid und Basis, wenn das Gerät in der Aktentasche “steht”. Somit ist es ohne eigene Schutzhülle nicht sicher transportierbar. Von dem ThinkVision habe ich jetzt das dritte Austauschgerät, da die anderen beiden Dinger nie in der Lage waren, aus dem Standby aufzuwachen. Ach ja, auf dem ThinkPad war Windows 8 vorinstalliert. Nach Windows 8.1 bin ich zurück auf Windows 7. Nach dem monatlichen Update-Debakel teste ich jetzt die aktuelle Geburtstagsversion von Windows 10 (alles natürlich Pro-Versionen mit aktivierten Software Restriktions, EMET usw.). Viel unbezahlte Konfigurationsarbeit für mich.

    Das MacBook hat einen Listenpreis von ca. 2.800 EUR. Bis auf den Haswell QuadCore hat es hinreichend aktuelle Technik – für mich deutlich leistungsfähiger als das ThinkPad. Als das Teil erschien, kamen Nachfolge QuadCore Prozessoren gerade erst raus. Insofern also eine gute Entscheidung, einen ausgereiften und bewährten Prozessor mit optimalen Treibern einzubauen. Das Thunderbold-Display ist mein zweites. Ich habe noch nichts vergleichbares gefunden und bin trotz des Preises froh, noch eines vor dem Produktionsstop erhalten zu haben. Die Qualität meiner Apple-Geräte ist perfekt. Ich habe nicht einen einzigen Mangel finden können. Sie erfüllen in jeder Hinsicht meine Erwartungen und funktionieren genau so, wie ich es verlange.

    Unter Windows arbeite ich, weil ich es für bestimmte Anwendungen (Project, Visio, Kompatibilitätstests) einfach muss. Ein ThinkPad besitze ich, weil viele meiner Kunden “angemessene” PC-Hardware von ihren Dienstleistern erwarten.

    Für alles andere habe ich meinen Mac, mit dem ich gerne arbeite – sogar mit Windows 7 unter VMware Fusion.

    Benchmarks sind für meine Anforderungen irrelevant. Wenn ich nicht muss, werde ich nie wieder in PC-Hardware und in Windows-Betriebssysteme investieren.

    Ich weiß, dass es etwas unangemessen ist: Seitenhiebe auf Apple fallen etwas aus dem Kontext Ihres Blogs. Sie haben es gar nicht nötig.

    Viele Grüße

    Piloteer

    • Seitenhiebe? Ist es doch nicht wirklich – jedenfalls für meine Verhältnisse nicht. Und es sind ja bereits interessante Stimmen aus der Praxis (Pro und Contra) hier eingeschlagen. Also hat mein Beitrag den Zweck erreicht – leicht provozieren und mal schauen, was dabei rum kommt. Die Reaktionen aus der Praxis sind imho dann auch für Mitleser von Interesse (für mich als Blogger auf jeden Fall).

  5. Sam sagt:

    Wie bei TheVerge erwähnt, ist hierfür ja ein Paradebeispiel das, auch heute noch sagenhafte 1200 Eier kostende MacBook Pro 13,3 mit streng genommen uralter, satte 4 Jahre alter Technik aus 2012. http://www.mediamarkt.de/de/product/_apple-macbook-pro-1566838.html. Die spinnen doch…

  6. Herr IngoW sagt:

    Ist Halt Apple was soll da sagen, von nichts kommt nichts, denn die Gier ist unermesslich!

  7. Richard sagt:

    Seit einer Woche habe ich jetzt mein Macbook Pro 13″ Retina. Mit meiner ‘veralteten’ Core i7-5557U CPU bin ich zufrieden. Sie ist schnell genug für mich (hauptsächlich Admin- und DevOps-Testkram in virtuellen Maschinen mit Vagrant, Docker und Ansible). Die SSD rennt wie Sau. Die Hardware ist gut ‘abgehangen’ und hat wenigstens noch (funktionierende) USB3 Anschlüsse. Den neuen, inkompatiblen, USB Kram will ich frühestens in einem Jahr. Warum Mac nach 20 Jahren Windows (das ich als VM immer noch laufen habe)? Den Zeitverlust durch die Zwangsupdates (und die im letzten Jahr häufigen Reparaturen nach deren Installation), die Angst ob mein Arbeitsgerät nach einem Update überhaupt noch bootet und die Arroganz von Microsoft in Sachen ‘Windows as a Service’ haben dazu geführt, dass ich auf Microsoft nur noch zornig war. Letzte Woche ist mir dann die Hutschnur geplatzt. Der Mac ist nicht perfekt, hat seine Macken und für jedes kleine Tool halten Entwickler die Hand weit auf. Aber trotzdem. Ich habe keine Zwangsupdates und für den Umstieg auf neue MacOS Versionen habe ich ein Jahr und mehr Zeit. Die Hardware ist sensationell. Alu; da klappert nix. Alles ist verwindungsfest. Ich bin Admin und Entwickler in einer 150 Mann Bude. Uns geht es finanziell gut, es werden weitere Mac-User kommen. Wir entwickeln sowieso mit Java. Da ist das Desktop-OS herzlich egal. Die Anwendungen deploye ich mit einem Mausklick im eigenen RZ, auf Azure oder auf AWS. Auch da sind wir nicht auf Microsoft-Technik angewiesen. Also Redmond, strengt euch an. Sonst seid ich bald nur noch eine Fußnote im Geschichtsbuch. Und das wäre schlecht, denn Konkurrenz hebt bekanntlich die Softwarequalität.

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  9. GENELC sagt:

    Apple ist hat grundsätzlich 5 Schritte voraus , z.B. zu den Anschlüssen – wobei man ja schon teilweise wieder zurückgerudert ist – weil viele Leute selbst ITler bei allem Fachwissen – entweder nicht i.d. Lage zu sein scheinen den Mac einzubetten , damit umzugehen oder eben an dem bekannten Mythen festhalten Apple schlechte Hardware , zu teuer, zu alt , DevOps ging nicht, Virtualisierung und Steuerung etc p.p..
    Die Realität für Leute die flexibler sind und sich in IT wirklich auskennen , scheinen da weniger Probleme zu haben …geht alles irgendwie – wenn auch manchmal Umwege i. Kauf genommen werden müssen .
    Und der Mac ist nunmal grundsätzlich zuverlässiger und nicht wirklich teuerer !

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