Windows 10 Build 14901 Insider Preview freigegeben

Was bereits seit Tagen erwartet wurde, Microsoft hat die Nacht die nächste Build 14901 von Windows 10 für Windows Insider freigegeben.


Anzeige

Ich hatte ja im Artikel Windows 10 Insider Build 14393.67 und Redstone 2-Ausblick darüber geschrieben. Microsoft will bei Redstone 2 mehr “am Unterbau” in Richtung strukturelle Verbesserungen und Optimierung arbeiten – was immer das heißt. Zudem soll sich zuerst auf den PC fokussiert werden. Allerdings gibt es das Gerücht, dass sich Microsoft a la long auf die Mobilvariante von Windows 10 fokussieren will. Quasi “wir konzentrieren uns mal richtig auf das tote Pferd, was wir noch ein wenig reiten”. Mal schauen, was kommt.

Die Build-Nummer 14901 zeigt nun, dass es sich um den Redstone 2-Entwicklungszweig handelt (Redstone 1 hat momentan die Build-Nummer 14393.67). Windows 10 Build 14901 steht nur im Fast Ring für Windows Insider auf dem PC zur Verfügung.

Ankündigung durch Microsoft

Die Ankündigung der Windows 10 Insider Preview Build 14901 für PC erfolgte die Nacht im Windows-Blog von Microsoft durch Dona Sarkar. Dort wird nochmals die bekannte Tatsache bestätigt, dass Windows 10 Version 1511 (November-Update, Build 10586) durch das Anniversary Update (Build 14393) ersetzt wurde. Nun fokussiert sich Microsoft auf die Entwicklung des Zweigs mit Build-Nummern 149xxx für Redstone 2.

Dann folgt die Bestätigung, dass die Entwickler sich zuerst auf die Freigabe von Redstone 2-Builds für den PC-Zweig fokussieren werden. Erst “in einigen Wochen” sollen Updates im Mobilegeräte-Zweig folgen. Der Hintergrund ist auch nachvollziehbar: Nach den vielen Entlassungen (meine Interpretation) gibt es Entwicklerengpässe. Dona drückt das anders aus:

Right now, the team is laser-focused on preparing to release the Windows 10 Anniversary Update to Mobile devices and we think we’re almost ready.

An blumigen Worten sind die nicht verlegen. Das Team muss sich auf die Freigabe des Windows 10 Anniversary Update für Mobilgeräte fokussieren. Dazu sollen (die wenigen) Windows Insider, die im Besitzt von Mobilgeräten sind, das Kumulative Update KB3176931 installieren. Dieses Update hebt Windows 10 Mobile auf die Build 14393.67 – und Microsoft bittet um Feedback.

Noch ein paar Details zur neuen Build 14901

Als erstes kündigt Dona Sarkar an, dass es “etwas dauern kann” bis diese Build bei einzelnen Insidern auftaucht. Spektakuläre Neuerungen? Fehlanzeige, die oben erwähnten strukturellen Verbesserungen und Optimierungen stehen im Vordergrund. Das bezieht sich auf OneCore, also quasi das Herz von Windows 10, welches ja auch auf der Xbox, in der Hololens, in den Mobilgeräten oder in IoT-Geräten werkeln soll.

Und dann kommt noch eine “heftige Drohung” – Insiders, ihr müsst jetzt stark sein. Die Teams wollen demnächst ein bisschen was mit dem optimierten OneCore ausprobieren. Die kommenden Insider Previews sollen daher (O-Ton Dona Sarkar):

As a result, these builds may include more bugs and other issues that could be slightly more painful for some people to live with.


Werbung

enthalten. Also: Es kommen mehr Bugs und mehr Probleme, die es etwas “schmerzhafter” machen, mit diesen Builds zu werkeln. Als ich das gelesen habe, schoss mir unvermittelt die Frage “wie steigert man eigentlich ‘viele’ oder ‘mehr’”, sind doch reguläre Windows 10-Nutzer beim Anniversary Update diesbezüglich leidgeprüft. Glücklicherweise ist mir dann eingefallen, dass man in der deutschen Sprache die Begriffe ‘extrem viele’ oder ‘noch viel mehr’ im Zusammenhang mit dem Wörtchen Fehler kombinieren könnte.

Weicheier sollten den Fast-Ring verlassen

Und es kommt gleich der Tipp von Dona für die Weicheier unter den Windows Insidern, den Fast Ring  zu verlassen und in den Slow-Ring oder den Release Preview-Ring zu wechseln, um nicht ganz so heftig erwischt zu werden.


(Quelle: Microsoft)

Grenzt ein wenig an Real Satire, denn ich habe immer noch das Ring-Modell von Microsoft vor Augen. Da wird wird ja ausgeführt, dass die Operating System Group (OSG) die täglichen Builds verifiziert, bevor diese an Microsoft-Angestellte zum weiteren Test ausgerollt werden. Und erst wenn dort das Zeugs “validiert” wurde, kommt die Build in den Insider Preview Fast Ring.

Egal, ich habe das Ganze vor einiger Zeit in meinem Beitrag Windows 10, Build 14393.5 im Slow und Release Preview Ring für deutsche Nutzer auseinander klabüsert. Zur Kontrolle, welcher Ring aktiviert ist, ruft ihr in die Einstellungen-App über das Startmenü auf. Dann geht ihr zu Update und Sicherheit und wählt die Kategorie Windows Insider Programm (das hat sich geändert, früher war Windows Update und dann der Hyperlink Erweiterte Optionen zu wählen). Dann seht ihr in der Seite im ListenfeldInsider-Stufe auswählen den eingestellten Ring.

Insider-Stufe

Ihr müsst im Insider Preview-Programm angemeldet sein, um die Werte ansehen zu können. Im deutschen Windows 10 steht Schnellanzeige für den Fast Ring, Verzögerte Anzeige für den Slow Ring.

Was ist neu an Build 14901?

Microsoft schreibt, dass man die “Product Education” in dieser Build verbessern will und daher mal ein wenig experimentiert. Dazu werden neue Benachrichtigungen im Explorer ausprobiert.


(Quelle: Microsoft)

Dazu blendet der Explorer neue Quick Infos ein, die erklären sollen, was man alles tolles an neuen Features versteckt hat. Gedanke meinerseits: Ob das der neue Karl Klammer wird? Fairerweise muss ich anmerken, dass man eine Option zum Opt-out im Optionen Menü finden wird.

Was nicht geht …

hält sich momentan in Grenzen. So wird die Funktion zum Debuggen über die 1394-Schnittstelle (Firewire) später nachgerüstet. An dieser Stelle sind bei mir die Augenbrauen hochgegangen – denn mir war nicht klar, dass dieses Zeugs noch unterstützt wird. Ist mir doch erinnerlich, dass bereits seit Windows 7 viele Videokameranutzer in Foren nachfragten, warum die Videoüberspielung per 1394-Schnittstelle nicht mehr funktioniere. Aber sei es drum, ich gehe davon aus, dass das kaum jemand interessiert. Ich kenne jedenfalls keinen Windows Insider-Teilnehmer, der über 1394 debuggt (obwohl: ich kenne keinen Windows Insider-Teilnehmer, der überhaupt debuggt – aber ich bin ja auch ein Ignorant). Bevor jetzt Millionen Blog-Leser hier lamentierend im Blog-Beitrag kommentieren, was für ein Mist doch diese fehlende IEEE 1394-Debug-Funktion sei: Geht in diesem Blog-Beitrag und schaut euch den Workaround an. 

Und es gibt noch den Hinweis, dass der Adobe Reader beim Aufruf abstürzt. Aber wer hat schon Zeit, PDF-Dateien zu lesen, wenn er als Insider damit befasst ist, auf all die vielen neuen Funktionen, die mit Redstone 2 irgendwann kommen, zu warten?


Anzeige
Dieser Beitrag wurde unter Windows 10 abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Antwort zu Windows 10 Build 14901 Insider Preview freigegeben

  1. Robert sagt:

    Also bei mir bisher nix im Fast Ring, 20:15 CEST

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.