25% der neuen Business-PC in Europa haben Windows 10

Wie erfolgreich ist eigentlich Windows 10 im Bereich geschäftlicher Anwendungen? Die neuesten Zahlen haben mich verblüfft, jeder vierte, in Europa verkaufte, Business-PC wurde im August 2016 angeblich mit Windows 10 Pro ausgeliefert.


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Diese Information wurde von der Internetseite Computer Weekly im Artikel Windows 10 enterprise adoption continues to rise genannt. Computer Weekly hat auf Zahlen der Marktforscher von Contex zurückgegriffen. Diese bekommen die Daten direkt von den Distributoren. Die folgende Tabelle listet die Windows 10 Pro-Verkäufe im Business-Bereich auf.

Country

Windows 10 Pro Business PCs

UK 15 %
Germany 20 %
France 38 %
Italy 16 %
Spain 28 %
Sweden 24 %
Netherlands 19 %
Switzerland 21 %
Poland 21 %
Mittelwert 22 %

Windows 10 Pro unit share of Windows Business PCs (excl. Win 7/Win 10 downgrade version) by country, August 2016 –  Source: Context

In den Zahlen sind angeblich die Windows 7-Downgrades nicht enthalten – ich habe aber keinen Zugriff auf die Context Originaldaten. Von daher ist mir unklar, wie die Distributoren feststellen können, ob eine Maschine vom Kunden wirklich mit Windows 10 Pro betrieben oder auf Windows 7  SP1 umgerüstet wird.

Die obige Tabelle signalisiert eine solide Zunahme des Einsatzes von Windows 10 Pro in Unternehmen. Laut Computer Weekly sollen im Juni 2016 erst 16 % der Business PCs mit Windows 10 Pro ausgeliefert worden sein. Dieser Wert stieg im Juli 2016 auf 18 % – um dann im August einen regelrechten Sprung auf 24 % hinzulegen – wie Computer Weekly schreibt. Berechne ich allerdings den Mittelwert aus den Daten der obigen Tabelle, komme ich nur auf 22%. Also auch hier eine Diskrepant, wenn mir kein Fehler unterlaufen ist. Trotzdem legt Windows 10 Pro zu. Offenbar hat das Anniversary Update dazu beigetragen.

Was mich allerdings wundert: In Unternehmen würde ich eher Windows 10 Enterprise und Volumenlizenzverträge erwarten. Zumal Windows 10 Pro ja schrittweise im Bereich der Gruppenrichtlinien kastriert wird und die Optionen nur in der Windows 10 Enterprise bereitstehen.

Die obigen Zahlen geben, laut Analysten, einen Hinweis, dass immer weniger Nutzer auf Windows 7 zurückgehen. Ein Vergleich der Verlaufsdaten für die ersten 13 Monate nach der Betriebssystemfreigabe ergibt laut Computer Weekly übrigens einen ähnlichen Verlauf in der Adoptionsrate wie bei Windows 7. Die Analysten erwarten, dass zum Ende des Jahres das Windows 10-Geschäft im Unternehmensumfeld sogar noch anzieht und so das zweite Halbjahr 2016 eine weitere, moderate Zunahme ergeben werde.

Momentan bin ich am überlegen, was ich von diesen Zahlen und den Aussagen zu halten habe. Wie ist eure Meinung zu diesem Thema? (via)

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6 Responses to 25% der neuen Business-PC in Europa haben Windows 10

  1. Haut durchaus hin.

    mit Win10 ausgeliefert aber Win7 als Downgradeoption installiert.

    so sieht es aus.

    • Dekre sagt:

      Richtig und dann wird Win7 installiert. Ich habe von HP ein Business-PC damals Win8 mit Downgrad-Win7. installiert dann Win7, logisch. Vor einen halben Jahr waren noch alle Business-PCs bei HP auf Win7. Jetzt sind wohl paar auf Win10, aber mit komischer Konfiguration. Es ändert sich wohl gerade, aber langsam.

  2. Hansi sagt:

    Eigentlich sind 25% ein recht schwacher Wert. Wenn Windows 10 nicht so verkorkst wäre, würde der Wert bei 80-90% liegen, als Windows 7 rauskam, waren die Leute begeistert, weil es ein echter Fortschritt verglichen mit Vista war. Die Leute downgraden ja nicht aus Lust und Laune, sondern weil Windows 10 einfach relativ schlecht ist Der Unterbau mag ja ganz in Ordnung sein, aber solange der ganze Telemetrie,- Überwachungs-, Edge-, Cortana-Krempel nicht rückstandsfrei deinstalliert werden kann, ist Windows 10 einfach nicht empfehlenswert. Ich wollte eigentlich drei Privatrechner auf W10 updaten, aber so wie ich W10 erlebt habe, bleibt es bei einem Spielerechner, und auf dem ist immer noch Windows 7 zwecks Dualboot installiert. Das W10-Update nervt wie Sau, unterbricht täglich z.B. Starcraft und meldet, daß Updates heruntergeladen werden müssen. Leider lässt sich das aktuelle kumulative Update bei mir nicht installieren, wahrscheinlich weil bei mir einige Pakete aus der Standardinstallation entfernt wurden, d.h. ich muss wohl mit einem dauernervenden W10 leben.

    So wie es aussieht, werde ich meine Windows 7-Systeme noch bis 2020 oder länger betreiben. Ich bin mal gespannt, ob MS und Intel ihren Plan wirklich durchziehen, keine Windows7 -Treiber mehr für Kaby Lake und neuere CPUs/Chipsätze zu liefern. Da werde ich mir demnächst wohl zwei Skylake-CPUs mitsamt Boards auf Vorrat kaufen und einlagern. Rechenleistung ist da nicht nicht so entscheidend, aktuelle i3-CPUs reichen mir zum Arbeiten locker aus.

    MS würde sich selbst einen massiven Gefallen tun, wenn sie eine spywarefreie Windows 10 LTSB Pro-Version (meinetwegen kostenpflichtig) anbieten würden. Aber es geht MS eben darum, eine Samaritan-Maschine hochzuziehen. Das Ziel ist eine Art Über-Google zu Verfügung zu stellen, mit dem dann zahlungskräftige Institutionen wie Banken, Versicherungen, Marktforscher, Behörden, Geheimdienste usw jederzeit jeden User “durchsuchen” können, natürlich anonymisiert und mit ganz tollem Datenschutz, versteht sich. Das wird eine ganze neue Art von Google-Erlebnis.

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  4. Na ja neuere Fertig PCs wird man wohl kaum noch ohne Windows 10 geben.
    Ich bin wohl hier der einzige der noch Aktiv PC Systeme zum teil selbst zusammenbaut wenn es nötig ist.

  5. AlTa sagt:

    Hi,
    letzte Woche unsere neuen Rechner bekommen (Skylake). 10er Lizenz klebt drunter. Mit Win 7 arbeiten wir…

  6. Holger K. sagt:

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es externe Dienstleister (viele Unternehmen betreiben keine eigene IT-Abteilung mehr) gibt, die ihren Kunden Windows 10 auf die neuen Systeme installieren, ohne dass der Kunde sich großartig dafür interessiert. So lange die Kompatibilität der zu verwendenden Software im Augenblick gewährleistet ist, sind andere Aspekte nebensächlich.

    Dass angeblich vor allem Windows 10 Pro eingesetzt wird, könnte durchaus dazu passen.

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