Windows 7 und 8.1 laufen ab November bei OEMs aus [oder doch nicht]

Die Möglichkeit, dass man noch neue Rechner mit Windows 7 oder Windows 8.1 über OEM-Hersteller beziehen kann, läuft ab 1. November 2016 aus. Ab diesem Datum können OEM-Hersteller keine neuen Lizenzen mehr für diese Betriebssysteme von Microsoft beziehen. Nachtrag: Offenbar hat Microsoft sich entschieden, diese Frist um ein Jahr zu verlängern – siehe Ergänzung.


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Auf diesen Umstand weist Ed Bott in diesem ZDNet-Beitrag hin. Konkret heißt dies, dass die Zahl der Windows 7/8.1-Maschinen abnimmt. Es sind nur noch folgende Möglichkeiten verfügbar, Systeme mit diesem Windows-Version zu erhalten:

  • Altbestände: Natürlich dürfen die OEMs und der Handel noch System mit Windows 7 Pro und Windows 8.1 aus dem Lagerbestand abverkaufen. Das dürfte wohl noch einige Monate funktionieren.
  • Downgrade-Recht: Ed Bott schreibt, dass jeder neue PC, der mit Windows 10 Pro vorinstalliert geliefert wird, mit dem Downgrade-Recht auf Windows 8.1 Pro oder Windows 7 Professional kommt. Ich bin mir aber unsicher, ob das nicht nur für Volumenlizenzkunden gilt. Man benötigt auf jeden Fall ein eigenes Medium und muss die neue Installation manuell aktivieren. Irgendwann wird Microsoft den Support für neue Maschinen für diese alten Betriebssysteme einstellen.
  • Kundenspezifische Installationen: Anwender im Firmenumfeld mit Volumenlizenvertrag können eigene angepasste Installationsabbilder mit Windows 7 Pro/Enterprise und Windows 8.1 Pro / Enterprise natürlich weiterhin installieren. Bei Großkunden bieten die OEMs sogar Unterstützung.
  • System Builder OEMs: Hersteller, die PCs selbst zusammen bauen und entsprechende Vorräte an OEM System Builder-Medien erworben haben, können natürlich die Systeme weiterhin mit diesen OS-Versionen ausstatten.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, sich eine OEM-DVD von Windows 7/8.1 im Handel zu besorgen und auf den Systemen zu installieren. Mir fällt aber auf, dass Microsoft immer häufiger Keys sperrt und die Käufer auf einem nicht aktivierten System sitzen bleiben. Also gilt es, die Windows-Altlizenzen wie einen Augapfel zu hüten und ggf. auf neue Maschinen zu übertragen.

Nachtrag: Die Frist wurde um ein Jahr verlängert

Was ein Glück, dass ich aufmerksame Leser hier im Blog habe. Von Blog-Leser Roland L. ging mir gerade eine Mail zu, in dem es um die Verlängerung der Frist geht. Roland L. informierte mich über ein Schreiben von Fujitsu, welches ich hier mal wiedergebe. Mein Dank an den Blog-Leser für diese Information. Frage: Hat jemand von anderen OEMs vielleicht ähnliche Schreiben erhalten?


Wichtiges Update zur Umstellung von Windows 7 auf Windows 10

31.08.2016

Sehr geehrter Herr xxx,

im Juli haben wir Sie darüber informiert, dass Microsoft die Lizensierung von bei Auslieferung vorinstalliertem Windows 7 zum 31.10.2016 nicht mehr unterstützen wird.

Auf Grund vielfacher Rückmeldungen zu diesem Thema hat sich Microsoft nun entschieden, diesen End-of-Life (EOL)-Termin für Windows 7 Systeme um ein Jahr zu verschieben – auf Oktober 2017. Auch der Support-Zeitraum für Windows 7 wird entsprechend bis 2020 verlängert.

Als Partner Ihres Vertrauens möchten wir Sie über folgende Optionen informieren, die sich für Sie anbieten:

  • Sichern Sie sich die Geräte mit vorinstalliertem Windows 7 Professional und mit Windows 10 Pro-Lizenz bis Oktober 2016 – zu wettbewerbsfähigen Preisen (ab November 2016 werden die Preise für diese Option auf Grund von zulieferbedingten Preiserhöhungen steigen)
  • Geräte, auf denen Windows 10 Pro vorinstalliert wird, sind von dieser Änderung nicht betroffen und Sie können hier jederzeit Ihr Downgrade-Recht auf Windows 7 in Anspruch nehmen
  • Falls ihr Unternehmen einen Microsoft Volumenlizenzvertrag hält, können wir Sie in der Umsetzung dieses Downgrade-Rechtes über unseren Customizing Services „made4you“ unterstützen

Wofür Sie sich hier auch entscheiden, das Fujitsu Portfolio bietet Ihnen immer das optimal passende Gerät für Ihre Anforderung.
Besuchen Sie bitte unsere Webseite und entdecken Sie weitere Produkt-Highlights:
www.fujitsu.com/fts/products/computing/pc


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Wir beraten Sie gerne in der Entscheidung, welche Lösung die für Sie Sinnvollste ist.

Mit freundlichen Grüßen

Knuth Molzen
Senior Director Client Computing Devices Central Europe
Mitglied der Geschäftsleitung
Fujitsu Technology Solutions GmbH


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5 Antworten zu Windows 7 und 8.1 laufen ab November bei OEMs aus [oder doch nicht]

  1. Das hört sich sehr gut an „sich Microsoft nun entschieden, diesen End-of-Life (EOL)-Termin für Windows 7 Systeme um ein Jahr zu verschieben – auf Oktober 2017“ da haben wir ja noch ein bisschen Spielraum, wo wir uns mit nützlicheren dingen als mit Betriebssystemen herumärgern können.

  2. Dieter Schmitz sagt:

    Das sperren von Keys dürfte die neueste Schikane sein, um zu einem Umstieg zu zwingen.

    Wo bleiben die Verbraucherschützer, die sonst ständig über Amazon nörgeln?

  3. Dekre sagt:

    Ich habe mal vor vier Tagen (30.09.2016) über die HP-Seite zu neuen PCs etc recherchiert. Im „Business“-Bereich und im „Home“-Bereich. Das was neu was wohl möglicherweise in Frage käme, wären dann nur PCs mit ausschließlichen Downgrade-Rechten zu Win 7 Prof. Aber auch so sind keine dabei. Gegenwärtig schießen sich wohl alle ins Knie. Einmal MS, weil die nichts hinbekommen und die anderen warten alle, bis was brauchbares da ist.

    Frage: Zum Support für Windows 7 – War der nicht schon letztens auf Nov. 2020 begrenzt? Vielleicht war es vorher Jan 2020?

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