Surface Book i7 und Surface Studio

Im Rahmen des Presse-Events hat Microsoft auch ein Surface Book i7 und das Surface Studio, ein All-in-One-PC vorgestellt. Hier ein Überblick zu diesem beiden Geräten.


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Das Surface Book i7

Beim Surface Book i7 handelt es sich um eine “gepimpte” Version des bestehenden Surface Book, mit dem gleichen Gehäuse, aber einem (6. Generation) Intel Core i7 als CPU. Warum das “Update” des Surface Book? Weil Gamer mehr Leistung wollen, Designer keine Lags beim Arbeiten mit den Surfaces wünschen und weil die Leute länger Akku-Laufzeiten erwarten. Das Surface Book i7  wurde in der Produktvorstellung daher auch mit neuen Superlativen vorgestellt.

Surface Book i7

Microsoft gibt in der Präsentation an, dass die Akkulaufzeit 30 % länger sei als beim Vorgänger. Hielt dieser in speziellen Szenarien 12 Stunden mit einer Akku-Ladung aus, sind es beim neuen Modell 16 Stunden. Die Grafikleistung soll verdoppelt worden

Surface Book i7

Ein Vorstellungsvideo von Microsoft gibt es nachfolgend. Details zur Hardware hat man nicht wirklich verraten – bei heise.de kann man ein paar Details in diesem Artikel abrufen.

Vorbestellungen sind (in den USA) möglich, die Auslieferung soll irgendwann im November 2016 erfolgen. Der Preis liegt bei fetten $2.399 US $ (beim Surface Book blättert man ab $1.499 US $ hin). Laut Microsoft-Pressemitteilung wird es drei neue Varianten des Surface Book für deutschen Markt geben. Angekündigt sind diese für Anfang 2017.

Das Surface Studio

Das Highlight der Vorstellung war aber das Surface Studio, welches einen sehr dünnen 28 Zoll 4,5K LCD-Monitor (13,5 Millionen Pixel) mit Touch-Funktion bietet. Es kommt mit einer Nvidia GeForce 980M GPU und einem Intel Core i7 Prozessor sowie 32 GByte RAM – die Leistungsaufnahme wird mit 270 Watt angegeben (siehe).


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Dank eines speziellen „Zero Gravity“-Scharniers lässt sich der Monitor vom Desktop Modus in den sogenannten Studio Modus bringen, ein identischer 20 Grad Winkel wie auf einem Zeichenbrett, welcher sich optimal für das digitale Zeichnen und Designen eignet. Hier ein allgemeines Promo-Video des Surface Studio.

((Quelle: YouTube/Microsoft)

Ausgestattet ist das Surface Studio mit der 6. Generation von Intels Core Prozessoren sowie einem leistungsstarken NVIDIA GeForce Grafikchip. In Kombination mit neuem Zubehör wie dem Surface Dial ermöglicht Surface Studio völlig neue Wege für die Bedienung eines Rechners am Schreibtisch – beispielsweise über intuitiveres Scrollen, Zoomen und Navigieren beim kreativen Arbeiten. Mit Surface Dial wird gerade die Interaktion mit dem digitalen Stift noch natürlicher.

Microsoft hat diesen Blog-Beitrag zur Vorstellung des Geräts veröffentlicht und bei Techchrunch findet sich ein Artikel mit weiteren Bildern. Das Surface Studio ist in den USA vorbestellbar und soll im Dezember 2016 in den USA zum Preis ab 2.999 US $ auf den Markt kommen. Für Deutschland liegen mir noch keine Informationen vor. Ein paar Informationen finden sich bei WinBeta, die hier ein “hands-on” veröffentlicht haben (das Display ist ein schöner Schminkspiegel). Hier gibt es ein weiteres Video von WinBeta zum Gerät. Bei heise.de hat die Redaktion diesen Artikel veröffentlicht. Nachtrag: Bei heise.de ist der Artikel Angefasst: Microsofts All-in-One-PC Surface Studio mit ein paar Eindrücken erschienen. Bei anandtech gibt es diesen Artikel, der ebenfalls einiges zum Einstiegsmodell mit i5 CPU und dem High End-Modell mit i7 CPU verrät.

In der Produktvorstellung kam auch das Surface Dial mehrfach vor. Es handelt sich um ein Zubehörteil, welches beim Surface Studio völlig neue Wege für die Bedienung eines Rechners am Schreibtisch ermöglicht (z.B. intuitiveres Scrollen, Zoomen und Navigieren beim kreativen Arbeiten). WinBeta hat einen separaten Artikel zum Surface Dial publiziert. Nachtrag: Bei heise.de gibt es den Artikel Angefasst: Microsofts Eingabegerät Surface Dial zum Surface Dial. Das Teil kostet 99 US $ (Vorbestellung in den USA hier – wer das Surface Studio vorbestellt, erhält das Surface Dial gratis dazu), wird ab dem 10. November 2016 ausgeliefert und sieht wie ein Puk beim Eishockey aus. Vor allem: Das Surface Dial ist mit jedem Windows 10 PC kompatibel, wie man hier nachlesen kann. Allerdings funktioniert das in den Videos gezeigte Verhalten beim Aufsetzen auf einen Bildschirm nur beim Surface Studio.

Zudem hat Microsoft Tastaturen, eine Maus und weitere Peripherie angekündigt. Details finden sich hier und hier. Eine Zusammenfassung der Produktvorstellung findet sich auch bei Dr. Windows.

Auch hier einige Sätze von mir: Das Ganze sieht ganz nett aus, so nett, dass man träumen könnte, wenn man in diesen Sphären schwebt. Die Idee ist auch gut: Microsoft will die Kreativen, die bisher Apple-Kundschaft war, ansprechen. Das Problem: Bei den Preisen werden die Geräte eher keine Mega-Seller sein – und wie die mit Windows 10 punkten können, muss man sehen. Man könnte es als Botschaft sehen “schaut her, Microsoft kann es auch” – aber die “Marke” wird auch durch das Drumherum geprägt. Diesbezüglich sehe ich in den Geräten daher eine klare Wette auf die Zukunft, die sich in den Geschäftszahlen der kommenden Quartale wenig bemerkbar machen dürfte. Spannend wird es, wenn die Technik in die Hände der Leute gelangt und die Frage beantwortet wird, ob die Geräte laufen wie am Schnürchen oder erste Macken offensichtlich werden.

Persönlich bin ich aber von der Microsoft-Vorstellung enttäuscht – viel Wolkenkuckucksheim, aber wenig für den bodenständigen PC-Anwender, der wissen will, wo es mit Windows 10 hin geht und mit dem Zeugs eigentlich nur arbeiten will. Die Botschaft, die Microsoft heute ausgesandt hat, verspricht jedenfalls nichts für Leute, die lediglich ihren PC für die täglichen Büroarbeiten einsetzen möchten. Trotzdem: Ein nice try von Microsoft. Wo sind die Kreativen unter euch, die das haben wollen?

Artikelreihe:
Windows 10 “Creators Update” kommt 2017 – 3D für Alle
Surface Book i7 und Surface Studio


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5 Antworten zu Surface Book i7 und Surface Studio


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  2. Holger K. sagt:

    Das Surface Studio finde ich zwar ganz interessant, aber ob ein Touchscreen mit Stiftbedienung so das ideale für alle kreativen Arbeiten ist, wage ich momentan zu bezweifeln, es sei denn, jemand überzeugt mich vom Gegenteil. Der Puck ist da mehr das Gadget, das aber erst einmal von der Anwendung unterstützt werden muss. Aber man kann ja auch ganz klassisch mit der Maus arbeiten.

    Es ist schön, dass man bei Microsoft auch einmal an die kreativen Anwender in den Unternehmen bzw. an das Heer der Freelancer denkt, das Feld hatte man ja früher eher Apple überlassen. Ich habe in mehreren Werbeagenturen gearbeitet und habe da tiefere Einblicke in die Bedürfnisse solcher Arbeitsplätze bekommen. Früher wurde gerne mit zwei Bildschirmen gearbeitet. Auf dem einen, farbkalibrierten wurde die Dokumentoberfläche ausgegeben, auf dem zweiten, kleineren die Paletten. Das war dann ein typischer Photoshop- oder Illustrator-Arbeitsplatz. Bei Quark XPress oder Adobe Indesign benötigte man nicht unbedingt eine Zwei-Bildschirmlösung.

    Ob beim Surface Studio die Größe des Bildschirms ausreichend ist, wird sich noch zeigen.

    • Max Mustermann sagt:

      Apropos Puck: Ich habe schon eine Video gesehen, wo der bei leichter Schräglage des Displays auf dem glatten Glas rutschte. Wenn man da immer eine Hand dranhaben muss, ist das sicherlich auch nicht so geil.

      Das Display würde doch durch einen kräftige(r)en Magneten sicherlich keinen Schaden nehmen.

  3. Christian sagt:

    Ach lasst doch MICROSOFT die Freude, denn jetzt haben sie noch ein Gebiet
    mehr, wo man nach belieben herumwursteln und pfuschen kann.

    Ich halte rein nichts von solchen Zurschaustellungen. Ist alles minuziös vorgeplant
    wie an Messen. Wenn man dann ins Detail gehen will oder was Besonderes sehen
    möchte, kommen die lieben Herren meistens in Schwitzen und Stottern.

    Warum sollte dies ausgerechnet bei dieser merkwürdigen nicht mehr vertrauens-
    erweckenden Gesellschaft anders sein?

    Gruss, Christian

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  5. Holger K. sagt:

    Die Hardware finde ich jetzt auch nach einem Tag noch interessant. Das Problem bei dem Gerät ist aber, dass man es wohl bis auf Weiteres nur ausschließlich mit Windows 10 wird betreiben können, wenn man alle Möglichkeiten des Gerätes nutzen will.

    Und genau das ist der Knackpunkt, denn das geht für mich gar nicht.

    • Dieter Schmitz sagt:

      Irgendwann wir alle Windows 10 nutzen müssen.

      Ausser wir satteln auf Linux um. Und da ist zur Zeit Ubuntu dabei, das eigene Betriebssystem zu zerlegen.

      Aber eine Frage zu dem Surface von Microsoft:

      Soll man da jetzt mit dem Stift einen Text schreiben? Und wie bekomme ich da eine mathematische Formel rein? Dazu müsste man doch Word aufbohren – oder gleich TeX nutzen. Aber dazu brauche ich dann wieder eine Tastatur.

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