Desktop-OS- und Windows-Verteilung im Oktober 2016–Windows 10 schwächelt weiter

Nachdem wir den Oktober 2016 erfolgreich hinter uns gebracht haben, werfe ich erneut einen Blick auf die Verteilung der Desktop-Betriebssysteme und schaue auch, wie sich Windows 10 so schlägt.


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Bei WinBeta habe ich kürzlich gelesen, dass 76% der Windows 10-Nutzer bereits auf Anniversary Update gewechselt seien. Und wir haben Windows 10 ja seit Juli 2015 am Markt. Spannend, die Frage, wie sich die Marktanteile diverser Desktop-Betriebssysteme entwickelt haben und wie sich Windows 10 so, nach dem Ende der Gratis-Upgrade-Periode, schlägt. Von Microsoft hat man nicht mehr viel gehört, irgendwo rangiert Windows 10 zwischen 400 und 450 Millionen Aktivierungen.

OS-Anteile Desktop
(Quelle: netmarketshare.com)

Die neuesten Zahlen von netmarketshare.com für Oktober 2016 zeigen (obere Grafik), dass Windows immer noch auf 91,39 % der Desktop-Systeme läuft, während Mac OS nur auf 6,43 % und Linux auf 2,18% kommt. Nach wie vor ein (ungesundes) Windows-Monopol. Schlüsselt man die Betriebssystemanteile weiter auf, ergibt sich folgendes Bild.

OS-Anteile Desktop Details
(Source: netmarketshare.com)

Windows 10 liegt bei 22,59 % und stagniert wohl seit dem Ende des kostenlosen Upgrades (da war ja die Zwangs-Update-Periode, wo Windows 7/8.1-Systeme umgestellt wurden, vorbei). Windows 7 läuft immer noch auf 48,38% (also fast auf jedem zweiten Rechner). Erstaunt haben mich die Zahlen von Windows 8.1 (8,40 %), Windows 8 (2,17 %) und Windows XP (8,27 %). Bei Martin Geuß finden sich leicht abweichende Zahlen. Hier ist noch der Trend bis Oktober 2016 für die Betriebssystemverteilung.

OS-Anteile Desktop Trend
(Source: netmarketshare.com)

Man sieht, dass der Abwärtstrend für Windows 7 (oberste Kurve) seit Juli 2016 gestoppt und sogar ein leichter Anstieg zu vermelden ist. Auffällig ist aber vor allem die grüne Kurve für Windows 10. Die Steigerung des Marktanteils bricht im August 2016 rapide ab und Windows 10 verliert sogar leicht Marktanteile.


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Man kann jetzt natürlich viel in diese Trendkurve hinein orakeln. Fakt ist, dass Windows 7 SP1 wohl eine solide Bank auf dem Desktop darstellt. Bei Windows 10 wird man abwarten müssen, ob dort zu Weihnachten und in 2017 wieder Steigerungen zu vermelden sind. Seit November 2016 können OEMs ja keine Windows 7-Lizenzen mehr bei Microsoft beziehen (siehe). Wobei ich da recht unsicher bin – denn ich hatte im Oktober einen Beitrag Windows 7 und 8.1 laufen ab November bei OEMs aus [oder doch nicht] im Blog, wo ein Leser auf ein neues End Of Life-Datum Oktober 2017 aufmerksam gemacht hat. Und Firmen mit Volumenlizenzverträgen haben weiterhin ein Downgrade-Recht. Da sind Meldungen, dass der Hersteller Kiberly-Clarke auf Windows 10 wechselt, “die berühmte Schwalbe, die noch keinen Sommer macht”. Wie dem auch immer sei, es wird spannend zu verfolgen, was sich in den kommenden Monaten auf dem Desktop bezüglich der Betriebssystemanteile tut.

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6 Antworten zu Desktop-OS- und Windows-Verteilung im Oktober 2016–Windows 10 schwächelt weiter


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  2. Nils sagt:

    Bei der Windows 10 Verteilung wird sich auch ert einmal nicht verändern. Die Veränderungen der letzten beiden Monate waren eher statistische Schwankungen.

    Wenn überhaupt kommt erst wieder beim Weihnachtsgeschätz bewegung in die Zahlen, wenn es neue Hardware unter dem Weihnachtsbaum gibt.

  3. deo sagt:

    Unterm Weihnachtsbaum werden eher Smartphones und Konsolen liegen als Desktop PCs.

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  5. Janami25 sagt:

    Genau, das Weihnachtsgeschäft ändert die Statistik der Desktop Betriebssysteme wie schon seit langem nur marginal.

    Smartphones und Konsolen “rollen den Rubel”. Und da Microsoft im Smartphone Geschäft nicht gerade der Bringer ist, wird so gut wie kein Wachstum mehr stattfinden.

    Hat man sich selber eingebrockt, mit den ganzen Zwängen in Windows 10.

    Wenn es das “Gratis-Aufdrück” Upgrade nicht gegeben hätte, wäre das ganze Windows 10 System ein schweres Desaster, noch schlimmer als Windows 8. Es ist schon jetzt ein Misserfolg, weil diejenigen, die wechseln wollten, das auch schon lange getan haben. Viele davon, weil es eben Gratis war oder aufgedrückt wurde.

    Viel wird da nicht mehr passieren. Es sei denn, Microsoft ändert endlich mal die Unstimmigkeiten und widmet sich den Wünschen des Kunden, und nicht nur einer bestimmten Klientel (Insider).

  6. anthropos sagt:

    Dann heißt es jetzt warten, bis die alten Systeme auslaufen und anfällig werden gegen Angriffe.

    Diese Freude werden sich Alle dereinst wohl verdient haben, die sich über Jahre an Altem festklammern. Wobei man sich schon Monate oder ein paar Jahre Zeit lassen kann wegen all der Hektik, womit neue Produkte auf den Markt geworfen werden.

    Schlechtgeredet wurde Windows 10 zur Genüge, obwohl es eben ein Kind der heutigen Zeit ist, wo jede Menge Telemetrie gesammelt wird und weiter angepeilt der eher nervige Traum eines Rechners, der fortwährend vermutet, was der Nutzer als nächstes tun will und versucht ihm zuvorzukommen — was derb nervt, wenn es falsch war und den Arbeitsrhythmus dann stört.

    • Thürk Maschke sagt:

      “Diese Freude werden sich Alle dereinst wohl verdient haben, die sich über Jahre an Altem festklammern.”

      Meine verdiente Freude dereinst wird sein, am Tage X mich vollzeitlich meinem Parallel-System zu widmen.
      Um nicht völlig von MS abhängig zu werden, habe ich mir vor zwei Jahren neben Win8.1, ein Linux Ubuntu installiert und bin mehrmals die Woche damit unterwegs; es wird mir immer vertrauter, Scheu vor einem Wechsel habe ich längst nicht mehr.
      Im Gegenteil:
      Jetzt habe ich eine echte Alternative und kann MS jederzeit den Rücken kehren.
      Was ich besonders symphatisch finde:
      “Ubuntu”
      bezeichnet eine afrikanische Lebensphilosophie und bedeutet in etwa Menschlichkeit, Nächstenliebe und Gemeinsinn.
      Und was bedeutet “Windows 10”?

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