Microsoft Teams als Preview gestartet

Am 2. November 2016 war ja ein Event von Microsoft angekündigt (siehe Microsoft veranstaltet Office-Event am 2. November 2016). In der Veranstaltung (ab 16:00 Uhr deutscher Zeit) hat man Microsoft Teams vorgestellt.


Anzeige

Microsoft Teams gehört zu Office 365-Business-Familie und soll ab sofort als öffentliche Preview in 18 Sprachen starten. Bedingung zum Zugriff auf die Preview: Ein gültiges Office 365-Business oder –Enterprise-Abonnement. Im Frühjahr 2017 soll es dann die Final geben. Und nun kommen wir zum schwierigsten Part in diesem Blog-Beitrag. Ich vermag das Produkt nicht mehr wirklich einzuordnen. Im Office-Blog gibt es eine Vorstellung mit dem Titel Introducing Microsoft Teams—the chat-based workspace in Office 365 (englisch). Martin Geuß hat bei Dr. Windows die “wichtigsten Fakten” zusammen kompiliert:

Herzstück von Microsoft Teams sind die Gruppenchats, in die sich alle anderen Office-Produkte wie z.B. OneNote, Sharepoint oder Skype for Business nahtlos integrieren. Auch das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten innerhalb der Konversation ist möglich.
Das Microsoft Bot Framework ist ebenfalls mit von der Partie, außerdem gibt es Schnittstellen zu externen Diensten wie z.B. Twitter.

Es mag möglicherweise damit zusammen hängen, dass ich als Einzelunterhalter aktiv bin und seit 22 Jahren nicht mehr in Unternehmen tätig war. Aber gehört eine Schnittstelle zu Twitter sowie ein Bot Framework zu dem, was der heutige Arbeitnehmer so braucht? Sind Gruppenchats das Non Plus-Ultra in Unternehmen? Zudem: Es gibt doch Konferenzsoftware – zumindest gefühlt – wie Sand am Meer. Auch Microsoft hat die Möglichkeit mit Skype, Yammer & Co. Gruppenchats durchzuführen.

Zu Microsoft gibt es einen Konkurrenten mit Namen Slack. Laut WikiPedia hat Slack im Jahr 2016 gerade einmal 2,6 Millionen Nutzer, davon nicht mal 700.000 zahlende Kunden. Nicht gerade viel, aber es ist in den USA ein Hype-Thema. Wie ich bei Martin Geuß lese, schickt das Slack-Team “Glückwünsche, gute Ratschläge und eine Kampfansage”.

Nachtrag: Zwischenzeitlich gibt es einen Artikel in BusinessWeek (via), wo Microsofts Management Slack als „Eintagsfliege“ (Eintages-App) bezeichnet. Hintergrund: Slack hatte zum Start von Microsoft Teams einen offenen Brief in der Times als einseitige Anzeige veröffentlicht.

Klingt für mich wie „wenn zwei sich streiten, freut sich ggf. der Dritte“. Eines dieser Produkte scheint mir überflüssig und der Markt erscheint mir recht eng. Als Kunde warte ich da doch ab – oder? Obwohl Microsoft mit seiner Marktmacht Slack als Produkt weg putzen kann. Hier noch ein Video zu Microsoft Teams – die Webseite zu Teams findet sich hier.

(Quelle: YouTube)

Eine Gratis-Version für Konsumenten soll es nicht geben (siehe). Mindestvoraussetzung ist ein Abo von Microsoft Office 365 Essentials zum Preis von 5 US $ pro Nutzer und Monat. Den Vorteil von Slack sehe ich in den Bereichen, wo Nutzer kein Microsoft Office 365 Abo eingehen möchten. Irgend jemand aus dem Kreis der Firmen-ITler, der eine Einschätzung geben kann, ob Microsoft Teams der nächste brandheiße Trend in Unternehmen sein wird? Oder läuft es eher auf Software-Müll kostet USA und GB 34 Milliarden $ raus?


Anzeige

Ich habe eine Korrektur im Text vorgenommen. Slack ist ein Startup, welches nicht zu Microsoft gehört. Da habe ich was verwechselt.

Ähnliche Artikel:
Microsoft veranstaltet Office-Event am 2. November 2016
Software-Müll kostet USA und GB 34 Milliarden $


Cookies blockieren entzieht uns die Finanzierung: Cookie-Einstellungen

Anzeige


Dieser Beitrag wurde unter Office abgelegt und mit Microsoft, Office, Teams verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Antwort zu Microsoft Teams als Preview gestartet

  1. Holger K. sagt:

    Klingt für mich wie für große Marketingabteilungen sowohl im Haus als auch für den Außendienst gedacht. Im Video wird aber auch gezeigt, dass es kreativ arbeitende Menschen als Zielgruppe sein könnten.

    Hier in Deutschland ist man was Firmen und soziale Medien anbetrifft, deutlich konservativer als in den USA. Meine Vermutung ist, dass das eher ein Versuchsballon von Microsoft ist, um herauszufinden, ob es dafür weltweit einen größeren Markt gibt. Twitter wird in den USA von vielen Firmen zum lancieren ihrer Werbung genutzt. Das geschieht fast immer automatisiert über die Bots. Es ist zu vermuten, dass in ein paar Jahren der Anteil der Bots in sozialen Medien die fünfzig Prozentmarke erreichen wird. Niemand hat wirklich Zeit sich all die Tweets seiner Follower durchzulesen. Da ist es besser einen Bot zu nutzen, der einem das Ganze filtert, so dass nur noch die Tweets übrig bleiben, in denen über Keywords Treffer generiert werden.

    In Deutschland ist man eher Facebook zugeneigt als Twitter. Deswegen und auch wegen der eher konservativen Ausrichtung der Nutzung des Internets in deutschen Firmen wage ich zu bezweifeln, dass Microsoft Teams in Deutschland größeren Absatz finden wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Hinweis: Bitte beachtet die Regeln zum Kommentieren im Blog (Erstkommentare und Verlinktes landet in der Moderation, gebe ich alle paar Stunden frei, SEO-Posts/SPAM lösche ich rigoros). Kommentare abseits des Themas bitte unter Diskussion.