Windows 10 Restone 3: Von Metro zu Neon

Momentan jagt das Gerücht durchs Internet, dass Microsoft für das Redstone 3-Feature Upgrade von Windows 10 eine neue Design-Sprache, mit dem Projektnamen Neon, für Apps einführen will. Hier ein wenig einsortiert.


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Redstone 3, das steckt dahinter

Die Codenamen für die Feature-Upgrades von Windows 10 werden seit Frühjahr 2016 mit “Redstone” benannt. Redstone 1 war dann das im Sommer 2016 freigegebene Windows 10 Anniversary Update (Version 1607). Redstone 2 wird im Frühjahr 2017 zu Windows 10 Creators Update (Version 1704). Und für Herbst 2017 geht es dann um das nächste Feature-Upgrade, welches in der Entwicklung (läuft bereits) unter dem Codenamen Redstone 3 segelt.

Metro, die Design-Sprache für Windows

Die Benutzeroberfläche (GUI) für Windows-Apps wird über Design-Sprachen definiert. In Windows Mobile 7.1, dem Windows Media Center und später in Windows 8 wurde die berühmt berüchtigte “Metro”-Benutzeroberfläche mit ihren Apps eingeführt. Durfte aber nicht Metro genannt werden, weil ein großer Handelskonzern aus Deutschland den Namen führt. Das Zeugs hieß fortan “Modern UI” und man sprach von Modern UI-App.

Am Anfang war Chaos und das Ganze wurde nicht besser. Wer sich an die diversen Schlenker von Windows 8 zu Windows 8.1 zu Windows 10 zu Windows 10 Version 1511 und hin Windows 10 Version 1607 erinnert, kennt es. Immer mal wieder wurde etwas an der GUI geändert (verschlimmbessert). Aktuell werkelt die Microsoft Design Language 2.0 (MDL2) in Windows 10 und wird zur Gestaltung der App-Oberfläche verwendet. Windows Central hat 2015 hier einen Artikel zu MDL 2.0 veröffentlicht.

… und jetzt Projekt Neon

Kommen wir nun zur Meldung (bzw. dem Gerücht) von Windows Central, dass in Redstone 3 eine neue Design-Sprache unter dem Projektnamen Neon eingeführt werden soll. Laut diesem Windows Central Artikel hat man bereit seit einem Jahr intern am Projekt Neon bzw. dieser Design-Sprache gearbeitet. Alles soll “flüssiger und schöner” als bei Metro (MDL2) werden. Vor allem sollen mehr “Animationen” und “Übergänge” in die App-Oberfläche wandern. Die Überarbeitung scheint fällig, da man irgendwo die Brücke zu 3D und Holographie in Windows 10 schlagen muss. Dabei soll es eine Evolution, statt einer Revolution geben, Neon setzt auf “Metro 2.0” auf.

Egal wie das Zeugs heißt …

Meine verkürzte Sicht der Dinge: Mir ist egal, wie das Kind getauft wird. Microsoft hat es seit Windows 8 jedenfalls nicht hin bekommen, eine saubere und genormte GUI für Windows und seine Apps zu definieren. Die Kontextmenüs in Windows 10 sind optisch das reinste Chaos (auch wenn das formal nicht zu Metro gehört) – und bei den Metro-Apps schnitzt jeder Entwickler seine GUI-Elemente nach Gusto und ordnet diese bei jedem App-Update nach Lust und Laune an. Lediglich die Titelleiste mit ihren Schaltfläche ist standardisiert – und das Burger-Menü scheint sich so langsam als Standard in Apps durchzusetzen.

Vergleicht man den Rest der Benutzeroberfläche in Apps, sieht es chaotisch aus. Microsoft geht dabei leider mit schlechtem Beispiel voran (vergleicht einfach mal eine Reihe Standard-Apps aus Windows 10 mit einander). Es kann eigentlich nur besser werden – wenn da eine Vereinheitlichung der GUI-Elemente und deren Anordnung in Apps erzwungen wird, kann uns das nur Recht sein – warten wir es ab. Von der klaren Design-Spreche, die seit Windows 95 bei Win32-Anwendungen herrscht, sind wir für meinen Geschmack bei Apps jedenfalls noch Lichtjahre entfernt.

Für Endanwender ist das Thema eh für die Tonne, die müssen schlucken, was die Entwickler ihnen vor die Füße kippen. Wer Apps entwickelt, wird sich irgendwann mit Neon auseinander setzen dürfen. Hab ich irgend etwas vergessen oder falsch interpretiert? Der Kommentarbereich ist offen für eure Gedanken. (via)


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