Surface Studio: iFixit Teardown

Die Schrauber von iFixit haben das neue Surface Studio von Microsoft, welches die Tage in ersten Exemplaren ausgeliefert wird, in seine Bestandteile zerlegt und erstaunliches herausgefunden.


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In diesem iFixit-Beitrag ist die Demontage (Teardown) in Bildern mit Text (englisch) beschrieben. Die große Überraschung: Auf dem Mainboard werkelt auch ein ARM-Prozessor (Atmel ATSAMS70N21) für Hilfsaufgaben.

(Quelle: YouTube)

SATA-Festplatte und die SSD sind austauschbar, das RAM ist aber fest verlötet. Doof ist, dass Bedienelemente im Gerät nur schwer erreichbar und nur kompliziert austauschbar sind (die Dinger gehen schon mal kaputt).


(Quelle: iFixit)

Das Gerät erreicht damit einen Reparierbarkeitswert von 5 auf einem bis 10 reichenden Index. Gut reparierbar wären Geräte mit einem Reparierbarkeitsindex von 8 bis 9. (via)


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4 Antworten zu Surface Studio: iFixit Teardown


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  2. Holger K. sagt:

    Auch wenn die Reparierbarkeit nicht so gut ist, sollte man die in dem Gerät steckende Ingenieurleistung anerkennen, falls keine Verschleißerscheinungen nach längerem Gebrauch des Federmechanismus, der das Gerät im Pultmodus in Position hält, auftreten.
    Hier zeigt sich, dass innovative Lösungen für das Problem, dass eine unterschiedliche Arbeitsposition für ein Arbeitswerkzeug gefunden werden soll, möglich sind. Ich hoffe inständig, dass sich andere Unternehmen der Computerbranche nun auch mit ähnlichen oder alternativen Lösungsansätzen befassen werden. Ich halte für kreatives Arbeiten weder die bisherige Maus- und Tastaturbedienung noch eine reine Touchbedienung für optimal. Hier gibt es zum ersten Mal den Versuch, ein neues bzw. eigentlich altes Bedienkonzept einzuführen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

    Als der Einsatz von Computern im Bereich der Medien noch unbekannt war, arbeitete man mit einem Leuchttisch. Dieser war in Pultform mit 35-45 Grad Winkel realisiert, davon hat dies Gerät seine Arbeitsposition übernommen. An solchen Leuchttischen arbeiteten Illustratoren, Grafiker/Zeichner, Cartoonisten (man denke an Vicco von Bülow).

    • Danke für die ergänzenden Gedanken. Zum Thema “Ingenieurleistungen” – als Mitglied dieser Zunft könnte ich zustimmen und stimme auch bedingt zu.

      Gerade zum Federmechanismus habe ich aber arge Bauchschmerzen. Liegt wohl daran, dass ich im Grundstudium Maschinenbau und Feinwerktechnik belegen musste (Physik-Ingenieure brauchen so was) und im ersten Job auch Prüftechnik mit mechanischen Komponenten entworfen habe. Da schießt mir sofort durch die Kopf: “Was ein Aufwand, wenn da eine Torosionsfeder bricht – und bei Garagentorantrieben ist dies immer der Fall – ist der Gerätekäufer am Arsch”. Bei technischen Zeichnern hat man Jahrzehnte-lang Zeichenbretter mit Gegengewichten versehen, damit diese kraftlos in beliebige Lagen gekippt werden konnten. Habe vor einigen Monaten das Zeichenbrett des Bruders aus dem Haus der verstorbenen Eltern in einen Metallkontainer gewuchtet. Das Gegengewicht wog entsprechend – aber diese Lösungen haben Jahrzehnte funktioniert. Hoffen wir für die Surface Studio-Käufer, dass der Federmechanismus das hält, was man sich davon verspricht.

      Bei Interesse, Martin Geuß hat es bei Dr. Windows hier gebracht – und hier gibt es einen englischsprachigen Beitrag mit Animationen der Federmechanismen. Hab es seinerzeit unter den Tisch fallen lassen, weil ich nicht schon wieder “ranten” wollte.

      Bezüglich der Elektronik kann ich jetzt auf den iFixIt-Artikel verweisen.
      Unter dem Strich: Sicherlich haben die Ingenieure einiges an Gehirnschmalz in das Teil gesteckt – sollte man einerseits den Hut vor ziehen. Aber ich habe als junger Ingenieur auch gelernt, dass nicht alles, was machbar ist, auch gemacht werden sollte – und bin im Handwerk gestartet, wo Du das Zeugs reparieren musstest, was die Herren Entwickler dir vor die Füße gekippt haben. Da kommt man dann schnell in die Position “net geschennt is gelobt genug” – wobei es jetzt fast schon wieder ein halber Rant geworden ist. Bin halt ein unverbesserlicher Pessimist – würde mich freuen, wenn mich die Praxis der Surface Studio-Nutzer zukünftig Lügen straft ;-).

      • Holger K. sagt:

        Die Achillesferse Federmechanismus haben wir beide richtig erkannt. Meine Bedenken gründen sich auf die auf die Federn wirkenden Kräfte, auf möglicherweise aus Kostengründen eher unzureichende Eigenschaften des Federstahls und darauf, dass selbst in Belastungstests nicht Materialermüdungen über mehrere Nutzungsjahre genau simuliert werden können.

        Ein zweiter deutlicher Kritikpunkt ist, dass der größte Teil der Hauptkomponenten verlötet ist. In meinen Augen degradiert dieser Umstand (hallo Apple!) dieses Gerät dann wieder Richtung Consumer.

        Aber vielleicht setzt Microsoft trotzdem eine für den Anwenderkreis relativ hohe Stückzahl um. Ich dachte einfach nur, dass andere die Schwächen an diesem Konzept besser machen und einen Ansporn darin sehen könnten, dass man an eher speziell auf einen kleinen Anwenderkreis zugeschnittene Geräte erfolgreich verkaufen kann.

  3. Das wohl größte Technische Manko an den Dingern ist wohl die Tastatur und die Mechanischen Teile geworden, an meinem alten Acer Aspire habe ich dreimal die Tastatur ausgewechselt, zuletzt habe ich nur noch eine Spanische bekommen.

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