Microsofts “Tschüss Windows 7”-Ankündigung …

win7Am heutigen 14. Januar 2017 ist es nicht mehr so arg “lang”, bis Windows 7 aus dem (geplanten) Support fällt. Gestern hat Microsoft daher die Welt, oder zumindest die deutschsprachige Klientel, über das “nahende Ende” des Supports von Windows 7 in Kenntnis gesetzt. Hier ein paar Informationen und Gedanken zum Thema.


Anzeige

Vorab: Dass Windows 7 am 14. Januar 2020 im Support ausläuft, ist mit der Materie vertrauten Personen bekannt – kann man auf dieser Microsoft Seite nachlesen. Da erfahren Nutzer von Windows Vista auch, dass am 11. April 2017 Schluss mit Support ist.

Microsoft sagt schon mal leise “Servus Windows 7”

Doch zurück zum, von Microsoft gestern, verkündeten An early Goodbye to Windows 7! Support endet in drei Jahren. Die Botschaft: Ab heute (14.1.2017) sind es noch genau drei Jahre, wo man noch Sicherheits-Updates für Windows 7 bekommt. Ich hätte das alles nicht mitbekommen, wenn nicht die Kollegen bei deskmodder.de, drwindows.de und heise.de die Pressemitteilung thematisiert hätten.

Es ist legitim, wenn ein Unternehmen ein bestimmtes Datum nutzt, um auf ein Ereignis hinzuweisen. Gab es bei Server-Produkten etc. eigentlich immer in Form eines Technet-Beitrags. Und ich denke, das “Windows XP-Debakel” – noch heute sind eine Menge Systeme mit dem 2014 aus dem Support gefallenen Betriebssystem im Einsatz – ist Microsoft eine Lehre. Diese wird durch ein Zitat von Markus Nitschke, Geschäftsleiter Windows bei Microsoft Deutschland untermauert: Windows 7 kommt langsam in die Jahre. Bereits heute wird es weder den Ansprüchen der Anwender an moderne Technologien, noch den hohen Sicherheitsanforderungen von IT-Abteilungen gerecht. Bei Windows XP haben wir gesehen, dass sich Unternehmen frühzeitig mit dem Umstieg beschäftigen sollten, um spätere Risiken oder Kosten zu vermeiden”.

Das hohe Lied auf Windows 10 und was davon zu halten ist

Der Hinweis, dass Unternehmen sich frühzeitig mit der Ablösung von Windows 7 beschäftigen sollen, ist ok. Es ist auch legitim, wenn darauf hingewiesen wird, dass laut statcounter Windows 10 in Deutschland an Windows 7 in der Nutzung vorbei gezogen zu sein scheint (ich hatte das hier im Blog nicht weiter thematisiert).

Source: StatCounter Global Stats – OS Market Share

Wo bei mir jedoch Stirnrunzeln aufkommt, sind die Argumente, mit denen Windows 10 beworben wird. Dass Windows 7 “bereits heute weder den Ansprüchen der Anwender an moderne Technologien, noch den hohen Sicherheitsanforderungen von IT-Abteilungen gerecht wird“, halte ich, gelinde gesagt, für eine Marketing-Plattitüde.


Werbung

Zur Argumentationskette “Windows 7 basiert auf längst veralteten Sicherheitsarchitekturen.” und “Unternehmen wie Anwender, die mit ihren sensiblen Daten noch in drei Jahren auf Windows 7 unterwegs sind, sehen sich enormen Gefahren ausgesetzt. Bereits heute muss praktisch jedes Unternehmen mit Cyber-Angriffen rechnen.” darf ich mal genüsslich die Aussagen der Carnegie Mellon University CERT zitieren (siehe auch diesen ZDNET-Artikel).

Die Sicherheitsspezialisten des CERT haben im November 2016 in einem lesenswerten Dokument festgehalten, dass Windows 7 in Verbindung mit dem Enhanced Mitigation Experience Toolkit (EMET) sicherer als Windows 10 sei. Oder anders ausgedrückt: Windows 10 kann Anwendungen, trotz des vielen Sicherheitsklimbim, nicht so wie EMET schützen.


(Quelle: Will Dorman, CERT)

Will Dormann von der CERT hat die obige Tabelle mit einem Vergleich veröffentlicht und weist auf folgenden Schwachpunkt in Microsofts Argumentation hin.

“Windows 10 does indeed provide some nice exploit mitigations. The problem is that the software that you are running needs to be specifically compiled to take advantage of them.

Die CERT-Aussagen wurden im Zusammenhang mit der Ankündigung von Microsoft, EMET im Juli 2018 einzustellen, getroffen. Das wirft natürlich Fragen auf, wie wichtig Microsoft die Sicherheit der eigenen Kunden wirklich ist.

Marketing versus Technik

Wenn Microsoft auf das Supportende von Windows 7 in drei Jahren hinweist, ist das legitim. Gut, der Sack Reis ist umgefallen und wir gehen jetzt zum Tagesgeschäft über. Denn beim Zurücklehnen lässt sich feststellen, dass das Marketing aktuell im Hinblick auf Windows 10 agiert. Aber die Techniker bei Microsoft, also die, die im Maschinenraum werkeln, haben mit Windows 7 “noch lange nicht fertig”.

Ich habe kürzlich noch den Beitrag Aktuelles Windows 7 SP1-Installationsmedium erstellen im Blog gehabt. Der basiert auf einem ganz aktuellen Technet-Artikel, in dem Microsofts Software-Spezialisten beschreiben, wie man ein System mit Windows 7 SP1 auf den aktuellen Patchstand bringt.

Und noch was: Es gibt zwar die offizielle Ankündigung, dass Windows 7 Professional seit Ende Oktober 2016 aus dem Verkauf rausgefallen ist. Ich erinnere aber an meinen Blog-Beitrag Windows 7/8.1-Lizenzverkauf ab 1.11.2016 an OEMs gestoppt?, wo unter dem Tresen etwas anderes gehandhabt wird.

Auch wenn Microsoft nicht müde wird, darauf hinzuweisen, dass die Hersteller neuer Hardware keine Treiber mehr für Windows 7 entwickeln – der Markt will offenbar weiter genau solche Maschinen für Businessanwendungen. Und Firmen wie Fujitsu liefern ihren Kunden solche Systeme weiterhin.

Wer als Privatanwender noch auf der Suche nach Windows 7-Maschinen ist, dem empfehle ich einen Blick auf die Pearl.de-Angebote mit geprüften Leasing-Rückläufern.

Windows 10: Imho keine Win-Win-Situation …

Gewichtet man mal alle Pros und Kontras, gibt es aktuell keinen Grund, überhastet auf Windows 10 umzusteigen, nur weil Microsoft zufällig dieses im Portfolio hat. Im Gegenteil, man sollte sich den Umstieg sehr gut überlegen. Denn, für mein dafürhalten, gibt es die üblicherweise beim Umstieg vorherrschende Win-Win-Situation bei Windows 10 leider nicht mehr. Im Gegenteil, ich sehe eher eine Lose-Lose-Situation, in die das Microsoft Management hinein gesteuert ist.

Seit Windows 8 schafft Microsoft es nicht, ein Betriebssystem herauszubringen, welches Akzeptanz am Markt findet. Über zu wenig (schlechte) Presse zu Windows 10 kann Microsoft sich ja wirklich nicht beklagen. Gut, ich möchte fair sein, für diese schlechte Presse hat Microsoft schließlich hat gearbeitet und im ersten Jahr des kostenlosen Zwangs-Upgrades jeden Shitstorm am Wegesrand gerne mitgenommen.

Und der, im Microsoft Pressetext, hoch gelobte Ansatz ‘Windows as a service’ erweist sich, nach meinen Beobachtungen, als Desaster. Microsoft bastelt seit 1,5 Jahren an Windows 10 herum und wird der Anwenderschaft im April 2017 den nächsten Erguss in Form von Windows 10 Creators Update vor die Füße kippen. Wenn sich sehe, wie lange meine Testrechner für ein solches Feature Upgrade brauchen, und dann mitbekomme, dass Software xyz, wegen des Wechsels der Windows 10 Build, mal eben das “End of Life” erreicht, ist das ein “geht gar nicht im Geschäftsumfeld”. Hinzu kommen die monatlichen Update-Orgien mit vielfältigen Problemen. Man könnte einen abgewandelten Ikea-Spruch “arbeitest Du schon [unter Windows 7] oder updatest Du noch [Windows 10]” zitieren – aber das hinkt an dieser Stelle. Trotzdem, ein Wechsel zu Windows 10 will gut überlegt sein.

Im Privatumfeld spielt die Musik bei Neukäufen eh längst nicht mehr im Bereich Windows PC – die Leute holen sich ein Smartphone oder Tablet PC mit iOS oder Android und können surfen, mailen sowie Entertainment nutzen. Hier verweise ich auf den Blog-Beitrag Krasse Gartner-Prognose: Windows im Sturzflug, Apple löst bald Microsoft ab, der in diesem Kontext (Smartphone, Tablets und Notebooks zusammen zu werfen und zu vergleichen) schon Sinn macht. Auch Chromebooks von Google wildern in dem Bereich, der früher eine Windows Domäne war. Und es gibt noch die Macs, falls jemand was in Sachen Notebook braucht.

Bleiben noch die Systeme im Unternehmensumfeld. Windows 10, reduziert auf ein Kernsystem, als Windows 7-Nachfolger, mit dem, was der Business-Nutzer braucht, das wäre genial. In diesem Szenario kommen aber weder Cortana, noch Apps, noch OneDrive, noch Auto-Update, noch Windows as a service mit was weiß ich noch, vor. Und wer mehr zu brauchen glaubt, fügt diese Funktionen über eine Feature-Auswahl zu seinem Windows 10 hinzu. Das bleibt aber ein schöner Traum, denn das Microsoft Management schwebt in seiner Filterblase und schiebt die Entwicklung in Bereiche, die ich weder brauche noch haben will. In Windows 10 Creators Update rudert man ein Stückchen zur Seite (neue Privatsphäreneinstellungen, weniger Telemetrie, Updates für 35 Tage pausierbar), aber ein wirkliches Umsteuern ist nicht in Sicht (man blinkt links, fährt aber unbeirrt rechts weiter). Gut, es gäbe zwar die Windows 10 Enterprise-Versionen und speziell die LTSB-Varianten, diese haben viele der genannten Nachteile nicht. Aber so etwas steht dem “PC-Käufer” nicht zur Verfügung, da will Microsoft einen Volumenlizenzvertrag mit jährlichen Abo-Gebühren. Selbst wer ein Windows 10 Pro kauft, sieht sich mit unangenehmen Überraschungen, wie plötzlich entfernten Gruppenrichtlinien, konfrontiert. Ich kann mir nicht helfen, aber zumindest für mein SoHo-Business-Umfeld finde ich mich im Windows 10-Wolkenkuckuksheim nicht wirklich wieder.

Da mag Microsoft jetzt mal zaghaft am “Totenglöcklein von Windows 7” gezupft haben, wie ein bloggender Kollege es ausgedrückt hat. Aber ich sehe es so: Aktuell sind viele Nutzer noch auf “ignorieren” abonniert. Und 2020 kommt es dann zum Schwur: Entweder zähneknirschend Windows 10 akzeptieren, oder den Exit zu Mac OS bzw. Linux wählen. So gesehen, war die Pressemitteilung von Microsoft, 3 Jahre vor Ultimo nicht schlecht. Unternehmen sollten damit beginnen, sich mit dem Umstieg von Windows 7 beschäftigen. Ob dann Windows 10 bei raus kommt, ist imho längst noch nicht ausgemacht. Microsoft hat es, im Rahmen der oben zitierten Loose-Loose-Situation, geschafft, dass ein Nutzer nun (zumindest gefühlt) die Wahl zwischen Pest und Cholera hat. Das habe ich so bei Microsoft noch nicht erlebt. Wird spannend, zu beobachten, wie das ausgeht. Oder was meint ihr?

Ähnliche Artikel:
Aktuelles Windows 7 SP1-Installationsmedium erstellen
Bitlocker-Verschlüsselung in Windows 10 langsamer als bei Windows 7
Windows 7/8.1-Lizenzverkauf ab 1.11.2016 an OEMs gestoppt?
Krasse Gartner-Prognose: Windows im Sturzflug, Apple löst bald Microsoft ab
IBM: Macs sind über ihre Lebenszeit 543 $ günstiger als Windows-PCs


Anzeige

Dieser Beitrag wurde unter *my 2 cents, Windows 10, Windows 7 abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

30 Responses to Microsofts “Tschüss Windows 7”-Ankündigung …

  1. deo sagt:

    Bei Windows 7 kann MS keine Features klauen, wie bei Windows 10 mit den Gruppenrichtlinien bei der Pro Version und das nennen sie “Service”.

  2. Blupp sagt:

    Als Anwender von Windows 7 kann ich nur feststellen, dass dieses System, trotz seines Alters, meine Ansprüche voll und ganz erfüllt.
    Das einzige was hier die Sicherheit von Win 7 unterminiert hatte, war der Versuch seitens Microsoft per Update eine Telemetrie einzubauen.
    Zu Windows 10 kann ich nur sagen, ich hab gründlich getestet und es erfüllt meine Anforderungen in keinster Weise.

    Das Jahr 2020 hab ich mir natürlich schon länger vorgemerkt und empfinde den frühen Hinweis auf das kommende Ende von Win 7 als legitim. Wenn Microsoft es nicht schafft bis dahin ein ordentliches System anzubieten, das den Anforderungen hier entspricht, wird auch der letzte PC auf Linux umgestellt. Bei Neukäufen wird schon länger auf Kompatibilität zu Linux geachtet.
    Microsoft vergeigt es mit Windows 10 zur Zeit ordentlich und scheinbar merken die es nicht einmal oder die wollen mit dem Kopf durch die Wand, oder was auch immer… Aus dem “Tschüss Windows 7” wir hier eher ein “Tschüss Microsoft”.

    • Mark B. sagt:

      So ähnlich wird es (wahrscheinlich) auch hier laufen. Seit Wochen lese ich still und leise in Linuxforen mit, um Erfahrungen, Probleme und Lösungen kennen zu lernen und zu erfassen. Bislang trockene Theorie, die Praxis soll später folgen, noch bevor das Supportende von Win7 erreicht ist.

  3. Nobody sagt:

    “Windows 7 basiert auf längst veralteten Sicherheitsarchitekturen.”
    Es geht Microsoft nicht um Fakten.
    Es geht darum, die Leute zum Umstieg auf Windows 10 zu animieren und vor allem ein Szenario wie bei Windows XP zu verhindern, bei dem man gezwungen war den Support zu verlängern.

  4. Andreas B. sagt:

    Warum kleben denn die Leute so sehr an ihrem Win7 (oder gar XP)? Weil sie sich’s im Lauf der Zeit bis in die Feinheiten maßgeschneidert haben und damit arbeiten. – Mein W10 könnte ich, so wie es grad ist, jederzeit mitleidlos auch wieder plattmachen … und ich vertrau ihm keine Sachen an, in die ich viel Arbeit reingesteckt hab. – Zum behaglichen, unverzichtbaren Büro, Schreibtisch, Notizbuch, Bibliothek etc. wie Win7 wird sich’s niemals auswachsen, weil … kann im nächsten Moment ja alles futsch sein: Sprung ins Dunkle bei jedem Zwangs-Update.

  5. Werbung

  6. AlTa sagt:

    Bis zum bitteren Ende ;-)

    Gruß

  7. Michael sagt:

    Viele Business- PC / Notebooks werden ausdrücklich mit dem Downgrade auf Windows 7 beworben. Und ob wirklich alle Windows 10 Lizenzen auch tatsächlich im Einsatz sind, wage ich zu bezweifeln. Viele haben im Zeitraum des kostenlosen Upgrades wohl eine Lizenz erworben, so wie wir auch, setzen sie aber nicht produktiv ein; selbst als “Spielwiese”, um sich mit Neuem vertraut zu machen, ist es eher nervtötend.

    Wie ein Vorredner schon sagte, man kann (konnte) XP und Win 7 sich für seine Verhältnisse “maßschneidern” und alles funktioniert(e) bestens.

    Für uns ist Win 7 das letzte Microsoft Produkt gewesen, wir arbeiten uns (langsam) in Linux ein. Windows 7 bleibt nach Ablauf des “Lebenszyklus” weiterhin, z.B. in Virtuellen Maschinen, aktiv. Man soll zwar niemals “nie” sagen, aber wenn sich bei M$ nicht etwas grundlegend ändert, ist es für uns gestorben; und ich hoffe, dass sich Linux, z.B. Mint, weiter entwickelt.

  8. Andreas Kruse sagt:

    Microsoft hat sich mit den ganzen Telemetrie-Sammeln selber ins Knie geschossen.

    Hätte man die Datensammlerei von Anfang an gelassen so wie bei Windows 7 und 8.1,
    und nur den Windows Kern erneuert,wäre es ein tolles Betriebssystem.

    Auch dieses zwanghafte Zusammenführen von Tablet,Smartphone und PC in ein System,hat Microsoft nicht gut getan.

    Ich wünsche mir ein Windows 10,dass von Design und Stabilität wie Windows 7 ist.Rocksolid und nicht Alpha- oder Beta Version.

    Das waren meine zwei Cents zum Thema Windows 10.

  9. Tim sagt:

    Wer denkt auch schon an Sicherheit?
    Microsoft hat ganz andere Dinge auf dem Zettel

    Dank Qualcomms Snapdragon 835 angeblich voller Win10 Unterstützung sieht die Welt für MS doch wieder rosig aus… ich hab die Korken knallen hören…

    Endlich doch noch, wie Google und Apple, Geräte die geplant in den Müll wandern können, mit nur einem Update einer Versionsnummer.
    Windows 10 wird jetzt doch so scheiße wie Android und gleichzeitig natürlich so super, weil es die Alternative ist, auf die eine Hälfte der Android Nutzer bestimmt gewartet haben… Der Kaufrausch kann kommen und iPhone ist eh grad irgendwie out.

    Damit wird UWP anders als noch DirectX doch nicht zur Entwicklungsbremse und hat wieder Sinn bekommen, dank Mülleimerwirtschaft, und die Entwickler werden sich schon mit UWP so knebeln lassen, wie die Spielindustrie das dankbar bei DirectX und mit den Konsolen mitgemacht haben. Die paar OpenGL Rebellen waren doch nie ein Problem und rutschten auch noch mit ins Boot. Alles so einfach und toll, da musste man doch zusammenarbeiten… und wird es auch wieder.

    Tja, und der PC kann dann nun auch sterben, weils besser ist, x spezialisierte Kleingeräte überteuert zu verkaufen, als eines das mehrere Möglichkeiten modular Erweiterbar bietet und nur von anderen Geräten mobil ergänzt wird. Laut der letzten aktuellen Artikel schreiben ja bei Spiegelei Online und Co alle schon nur noch auf Touch Bildschirm Tastaturen ihrer Smartphones und PCs findet man bei denen nur noch in der Müllecke irgendwo im Keller.
    Bin schon gespannt wie sich NVidia und Intel in Zukunft wohl über Wasser halten wollen… war nett mit Euch…

    Hat irgendjemand mal darüber nachgedacht warum die XBox eigentlich UWP technisch an den PC angebunden werden sollte, wenn es theoretisch, bei gleichem OS, doch ausreicht, die Datenträger in den PC einzulegen, oder die Software runterzuladen? Eine Frage der Leistung, PC vs. Konsole, ist es wohl kaum!
    Warum das nicht von Anfang an ging und MS statt dessen UWP braucht, um das jetzt zu ermöglichen, konnte mir noch keiner plausibel erklären.
    Eine Antwort ist, das Bill Gates selbst genau das seinerzeit bei der ersten Schachtel gar nicht wollte! Er wollte eigentlich auch keine Konsole, wenn man den Geschichten glaubt…
    Es macht laut MS wohl mehr Sinn, zwei Stromverbraucher laufen zu lassen… oder zumindest zwei zu kaufen?

    Microsoft ist endlich voll auf dem Weg zur verlogenen Umweltsau, die Konsum über alles stellt. Aktionäre dürfen an dieser Stelle aufatmen…
    Ich sag: 2017 wird ein Neuanfang für Windows 10…

    Geht hin und kauft,
    Sicherheit ist eh nur ein rein gefühltes individuelles Problem, macht euch keine Sorgen.
    Amen.

  10. anthropos sagt:

    Gute Infos, getunkt in Lose-Lose-Tunke, darum etwas süffig im Ansatz und bitter im Abgang.
    Das Gegenstück zu den Fanboy-Artikeln.

    Es ist offensichtlich, dass man sich zurückziehen sollte, wenn die neue Produktpalette Einem nicht mehr gefällt.
    Der große Mehrwert von Windows 10 hält sich nämlich in Grenzen, vor allem weil man sich Zeit lässt durch die verteilten Upgrade-Termine, wo Stück für Stück etwas nachgereicht wird für Windows 10.
    Und nirgendwo wurde ein richtiger Durchbruch geschafft und ganz fertig ist die Umstellung im Konzept auch noch nicht.

    Die miese Stimmung hier kann ich privat aber nicht teilen, bis auf ein Modell, ein Tablet Acer Iconia W510, das jetzt wieder funktioniert, hatte ich keine Probleme und das mit Maschinen, die noch einen AMD Athlon XP hatten.

    Verschwörungstheorien aus den Kommentaren zu entkräften, liegt außerhalb meiner Fähigkeiten, schließlich ist die Wahrsagerei heute auch noch groß im Geschäft und widersetzt sich allen Widerständen.

    Nur so viel: Nutzer von Konsolen und PCs sind aber unterschiedliche Gruppen, die einen wollen nicht das andere.

    • Tim sagt:

      “Nutzer von Konsolen und PCs sind aber unterschiedliche Gruppen”

      Ich denke, das du in praktisch jedem Haushalt mit XBox Konsole auch einen PC finden wirst. Diese Unterscheidung in Gruppen, hab ich noch nie wirklich nachvollziehen können. Ein Marketing Krieg. Spieler nutzen aus guten Gründen beide Klassen.

      Warum diese aber bis zur Entscheidung Pro UWP und Win10 so stickt getrennt wurden, kann nur Microsoft beantworten.
      So ganz klappt es ja auch immer noch nicht…

      Die Trennung war von Anfang an Hausgemacht und das hat nichts mit Verschwörung zu tun. Die Story kannste immer wieder nachlesen… Ach wie sich Bill und Balmer dagegen sträubten, eine Windows Konsole, bloß nicht…

      Die Spieler stellen diese Frage seit Jahrzehnten und schauten in ganz betretene Gesichter und ganz plötzlich ist UWP das Hauptthema für Microsoft?
      Gestern undenkbar und heute die Zukunft, das ist Microsoft.
      Was brauchste da noch angebliche Verschwörungen, die Realität ist viel schlimmer…

      • anthropos sagt:

        Es gibt Spieler, die beides nutzen, ich zum Beispiel. Es gibt auch Leute, die besitzen Konsolen und wollen keinen PC, weil sie den PC nachrüsten müssten oder könnten, sie wollen einfach einen Kasten, der Spiele ermöglicht. Ein Bekannter, der nur eine Konsole hat, will sich sogar einen PC holen, weil es dort auch klasse Spiele geben soll, der ist aber total verunsichert, was er an Gerätschaft wählen soll, man könnte ihn überfordert nennen. Für solche Leute sind Konsolen, die getrennt sind vom PC.
        Ich erinnere auch an das Thema “Quantum Break”, das sollte exklusiv für Xbox One herauskommen, doch Microsoft entschied kurzerhand (technisch und organisatorisch ein Fehler), dass der Titel dank UWP für PC und Konsole herauskommen sollte; das brachte Wut und Schimpfe von Spielern mit Konsolen, weil sie sich nicht verbunden fühlen mit Spielern am PC. Wenn man die Unterscheidung aufheben will, wird garantiert nicht Microsoft meckern, sondern die Troll-Elite aus der Konsolen-Gemeinde.

        Dass nun UWP ein großes Thema ist, erklärt sich für mich aus dem Erfolg von Apple und Google, und aus den Vorteilen beim Kopierschutz und der Unmöglichkeit, an den Dateien herumzuspielen, wodurch wir die Apps bloß noch installieren können und fertig, anfassen verboten; dadurch werden sie etwas mehr idiotensicher. Finde ich nicht gut, aber schon die Entwickler selber vermasseln ihre Apps gut genug alleine.

        Wie mir schon auffiel bei Windows 8, Microsoft sollte einfach mehr Auswahl erlauben und die Kunden selber bestimmen lassen, wie etwas funktionieren soll. Ich sah da immer etwas zu viel Bevormundung und Besserwissen, was am Ende verschlimmbesserte.

        Trotzdem würde ich Windows 10 im Ganzen nicht schlechtreden wollen, aber man muss Microsoft antreiben … anders klappt das bei der Automobil-Branche ja auch nicht.

        • Tim sagt:

          “das brachte Wut und Schimpfe von Spielern mit Konsolen, weil sie sich nicht verbunden fühlen mit Spielern am PC.”

          Das brachte Wut und Schimpfe, weil Microsofts großes UWP Gedöns für diesen Singleplayer Titel scheiße funktionierte und erst noch ganz schnell Updates dafür zusammengenagelt werden mussten.

          Das Spiel lief scheiße am PC und wurde direkt mit einer Kaufwarnung wegen heftiger technischer Mängel auf Betriebssystemseite Weltweit von den Spielemedien abgestraft.

          Kannst ja gerne nochmal nachlesen gehen! Sowas gab es sehr selten bis noch nie, bei einem Titel der ja eigentlich nicht so übel ist, und es hat viele überrascht, nachdem MS den Mund doch recht voll nimmt.

          Quantum Break war nicht das Problem, sondern die UWP Plattform und deren Rahmen. Windows 10!
          Das Fazit war eigentlich, das UWP zu dem Zeitpunkt für solche Anwendungen wie AAA Spiele nie gedacht gewesen ist… Bei MS ist man also sehr dreist oder sau blöd, such dir was aus, oder ist diese Feststellung wieder verschwörerisch? Im schlimmsten Fall ist es doch eher Betrug!

          Die Spieler hatten sich im Vorfeld darauf mit Spannung gefreut, einen Titel wahlweise am PC, oder der Konsole zu spielen… Ein reines Singleplayer Spiel!

          Der letzte große Wurf aus dem MS Store in Richtung Fettnapf für Spieler aus dem Lager AAA Titel, war CoD und MS zahlte brav jedem Kunden die Rückgabe, nachdem auch da wieder seltsames passierte…

          Steam freut sich und verkauft den gleichen “Win10 Store” Titel CoD auch an Windows 7 Kunden… wie mittlerweile genauso auch Quantum Break.
          Schon doof für Microsoft und Windows 10.

          Windows 10 interessiert im Spielemarkt nur nebensächlich, weil Microsoft versagt hat und auf die Nase gefallen ist! Wer kauft denn bitte in dem Windows Store noch was, nach dem was da abging?

          UWP und Spiele? Das vergess mal, wenn es über mobile Games Geschichten hinausgeht…

          Was soll man da noch schlechtreden können?
          Viel peinlicher gehts eigentlich nicht und Du hast Recht, Win10 schlechtzureden will man eigentlich nicht, aber was müsste jetzt wohl passieren, damits endlich so “GUT” wird wie versprochen?

          Wie willst Du jemanden antreiben, der glaubt, das Win 10 so weit ist, das man im Handel dafür ungestraft Geld verlangen kann? Microsoft hört doch gar nicht erst zu.
          Über den Punkt verschenken und wir basteln noch etwas, sind wir langsam raus… ist meine Meinung.

          Wir sind gerade an dem gleichen Punkt angekommen, den wir schon bei Windows 8.1 erreicht hatten, nur wird es diesmal nicht mehr helfen, nur hinter Windows eine 11 zu schreiben und weiter rumzuwursteln…

  11. Christian sagt:

    Aha, dann hat MICROSOFT ja jetzt noch 3 Jahre Zeit, der obersten Spitze einen
    …..-Tritt inkl. festklebendem Stuhl zu geben und das beste Betriebssystem aller Zeiten nach Windows 7 endlich mal zu entwickeln!

    Sonst heisst es wohl eher “Tschüss MICROSOFT”!

    Gruss, Christian

  12. Willy B. sagt:

    Auch ich bin mittlerweile auf Linux (Mint 18.1) umgestiegen. Microsoft vertrau ich nicht mehr. Egal ob Windows 7, 8.1 oder 10. Mein Microsoft-Account hatte ich schon vor ca. einem Jahr gelöscht. Online bin ich nur noch mit Linux. Zwar pflege ich meine Windows-Versionen noch mit Updates, aber produktiv wende ich Windows nicht mehr an. Zum Surfen verwende ich unter Linux Firefox, E-Mail nur mit Thunderbird und als alternative für MS Office verwende ich LibreOffice.

  13. Tequila sagt:

    Ich kauf mir jetzt noch einen neuen PC (ohne BS), um dann WIN7 darauf zu installieren!

    So weh mir das auch tut: “Tschüss Windows 7”, bestes Betriebssystem ever (von MS)!
    Ach wie lange wird überhaupt Windows 7 Ultimate unterstützt?

    btw: wieso wurde denn der Support für XP verlängert und wie lange war die Verlängerung?

    • Die Support-Verlängerung gab es nur für zahlende Großkunden. Bei Windows 7 will man das (O-Ton Microsoft) nicht. Denn dann würde das Windows 10-Geschäft – außerhalb der Filterblase Privatanwendern kannst Du das über OEMs aufs Auge drücken – imho im Business-Umfeld kollabieren.

  14. Thürk Maschke sagt:

    “Servus Windows 7” hello “Windows as a service”

    Ode an Ubuntu

    Ich bin Dein,
    mein PC ist fein,
    soll niemand drin wohnen
    als Du ganz allein.

    Hello Linux good bye Windows as a service :-)

  15. Trillian sagt:

    Moin @All!

    “Ab heute (14.1.2017) sind es noch genau drei Jahre, wo man noch Sicherheits-Updates für Windows 7 bekommt”

    Somit eröffnet Microsoft mir als Windows 7 User ein Zeitfenster von 3 Jahren, um mich erfolgreich in Linux einzuarbeiten. Das sollte doch machbar sein…

    • Tim sagt:

      Ich hab nur immer den kleinen Mann im Ohr der brüllt, das dies eben eh Plan B von MS ist… Mit Windows haben die nie wirklich dolle verdient und theoretisch viel Arbeit und Ärger…

      So könnte MS irgendwann sagen, ja wenn ihr das eh nicht mehr haben wollt, können wir es ja auch lassen und die Hände in Unschuld waschen…

      Wenn wir so oft motzen, möcht ich nicht wissen was intern bei MS manchmal abgeht… irgendwie ist es ja auch entmutigend für alle… Windows ist schon ein komisches Stück Software an dem man sich reiben kann…

      • Andreas B. sagt:

        Aber die haben bei MS doch schon ihre Mitarbeiter ausgedünnt, die früher mit Herzblut dabei waren, sodass nun beim Rest wohl eh schon die innere Kündigung grassieren müsste. – Oder hab ich da was ganz falsch mitbekommen?

        • Tim sagt:

          Du vergisst dabei, das die Amis verrückt nach Punkte Systemen und solchem Kram im Arbeitsbereich sind. Auch Teams durcheinander zu würfeln ist da gang und gebe…

          Gekündigt werden meist die, die zu wenig Punkte oder eh keinen Bock mehr haben, oder was anderes anfangen wollen. Oder sich unbeliebt machen :)

          Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, das alle Entwickler bei MS mit Windows heute glücklich sind, sondern auf einer Schiene arbeiten, die ihnen auch nicht ganz schmeckt.

          • Tim sagt:

            “Gekündigt werden meist die”

            oder halt wenn Projekte sterben… dann werden die Rosinen rausgepickt und der Rest stellt sich wieder beim Pförtner vor, fürs nächste Projekt…

          • Andreas B. sagt:

            Wir meinen offensichtlich das gleiche, auch das mit der Faust in der Tasche aka innerer Kündigung. ;-) Hatte ja GB schon drüber geschrieben, dass Kompetenz verloren geht und krasse Designfehler sich häufen, weil alte Teams aufgelöst werden, die auf gutem Weg waren.

          • Tim sagt:

            Na ja… Faust in der Tasche nicht unbedingt.

            Jobben in USA ist halt anders als in Deutschland.

            Wie heißt es so schön? Wenn du in den USA ein Geschäft an die Wand gefahren hast, hast Du es versucht und fängst halt neu an.

            In Deutschland bist dann einfach ein Versager und kommst oft auch nicht mehr auf die Füße, weil dir jeder dein Versagen vorwirft und die Tür vor der Nase zuknallt.
            Ohne Beziehungen und “Netzwerke” hast dann mal eben verloren…

  16. Andreas B. sagt:

    Ist also anscheinend Konsens hier, dass das der große Tag X sein wird, ab dem man den Systemhäusern die Türen einrennen wird, um sich die entsprechende Zusammenstellung zu besorgen, die unter Linux läuft, ab dem die Arbeitgeber nach Linux-Kenntnissen fragen und die Volkshochschulen, DAA pp. gutbesuchte Linuxkurse anbieten und die einschlägigen Bücher reißenden Absatz finden werden. – Tja, ich hab früher aus Neugier schon mal mit ‘ner Knoppix-Scheibe so lange rumgeorgelt bis ein neues CD-Laufwerk fällig wurde. Aber so umständlich muss man das heute ja nicht mehr machen. Weil’s nun ernst wird, werd ich mir irgendwann wohl ‘ne gebrauchte alte Gurke besorgen, Linux aufspielen und damit üben.

    • … ich denke, es ist jetzt seit 20 Jahren Konsens, dass Linux die Zukunft ist und jeder umsteigt, in 3 Jahren wird es auch Konsens sein und in 6 und in 10 :)

      Die letzte Zahl, welche ich kenne, ist ein Markanteil von 2.3% auf Desktop Systemen, was man auch als “bedeutungslos” bezeichnen kann.

      Linux wird MS keine Sorgen machen, die einzigen Sorgen, die man dort haben könnte, ist das Unbekannte, was in der IT Welt ja häufig alles ohne Vorwarnung verändert, aber Linux wird das sicher nicht sein.

      • Andreas B. sagt:

        Das hat was für sich. ;-) Irgendwie hat die Linux-Gemeinde seit Jahren immer noch das Odium einer – pardon! – Art Sekte. Die müssten sich in den 3 Jahren mal auf die Normalanwender zubewegen, sonst wird’s nix. MS hat den Schuss abgegeben, nun kommt’s drauf an, ob die Linuxer ihn gehört haben.
        Im Übrigen: Falls das noch unbekannte Unbekannte gut wird, dann nehm ich halt das … auf jeden Fall. :-)

        • Ralph sagt:

          Klar sind wir Tuxer eine Sekte. Im Unterschied zu den Wintendo-Jüngern GLAUBEN wir nicht, dass etwas funktioniert, wir WISSEN es ;-) Ich habe exakt vor 17 Jahren mit Linux begonnen, und es gibt für mich keinen Moment der Reue seitdem. Meine Windows-Platte kommt nur dann in den Festplattenschacht, wenn ich mal spielen will. Und das auch nur, weil ich wirklich zu faul bin, erst Tage an der Optimierung einer VM zu sitzen, um den Plattenwechsel unnötig zu machen.

        • Andreas B. sagt:

          @Ralph
          Wie schön für Dich …

          Ich meinte mit “in die Hufe kommen” etwa Folgendes (Mittelständler aus der Branche aufgemerkt!):

          Dass PC-Händler um die Ecke Linux-ausgestattete Geräte mit drum und dran nach Kundenwunsch betriebsbereit verkaufen und auch ggfs. kurze Einführungskurse und Support vor Ort zu akzeptablem Preis vermitteln können. Dann (und nur dann) könnte es was werden. – Die Kunden-Bereitschaft zeichnet sich doch deutlich ab. (Mit LibreOffice etc. arbeiten jetzt schon viele unter Windows.) Infrage kommen v.a. die, die was ernsthaftes arbeiten wollen und W10 endgültig überdrüssig sind. (Ich schrieb schon mal, W10 macht auf mich den billigen Eindruck einer Werbezeitung, wie man sie zum Wochenende in den Briefkasten gestopft bekommt.)
          Also kommt runter von der Wolke, macht Pause beim Hosianna-Singen, geht auf die Leute zu mit solchen reellen Angeboten, ganz konkret und praktisch. Es wär ‘ne Chance. – So war das von mir gemeint.

          Klar, das Kaufverhalten wird sich nur bei denjenigen ändern, die mit dem PC was arbeiten wollen, der Rest wird Richtung Tablet, Chromebook & Smartphone absegeln (und nichts vermissen). – Aber es dürfte ein schönes Marktsegment sein, das man erschließen könnte. Wär ‘ne Schande, das wieder mal zu verschlafen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.