Bug verhinderte Löschen von Dropbox-Dateien – Daten jahrelang gespeichert

Wer sich als Dropbox-Nutzer darüber wunderte oder ärgerte, dass bei ihm alte, längst gelöschte Dateien plötzlich wieder auftauchten: Es gibt von Dropbox eine Erklärung – ein Bug war an diesem Verhalten schuld. Gleichzeitig erfahren wir, dass Dropbox über viele Jahre vorgeblich gelöschte Dateien munter weiter gespeichert hat.


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Worum geht es eigentlich?

Benutzer von Dropbox wunderten oder ärgerten sich über plötzlich auftauchende, längst gelöscht geglaubte Dateien. Ich hatte über das Verhalten im Blog-Beitrag DropBox: Längst gelöschte Inhalte tauchen plötzlich auf berichtet.

DropBox Facebook-Hinweis

Es gab zum Beitrag dann auch einige Kommentare – wobei auch vermutet wurde, das irgendwo im lokalen Cache des Clients noch Dateien steckten.

Ein Bug …

Nun ist wohl die Auflösung des Rätsels im Dropbox-Forum nachzulesen.

Thanks for your reports, and we’re sorry for the confusion we’ve caused. Here’s more information about why some of you are seeing previously deleted files or folders reappear in your Dropbox.

What happened?
A bug was preventing some files and folders from being fully deleted off of our servers, even after users had deleted them from their Dropbox accounts. While fixing the bug, we inadvertently restored the impacted files and folders to those users’ accounts. This was our mistake; it wasn’t due to a third party and you weren’t hacked.

Why are these files and folders so old?
Typically, we permanently remove files and folders from our servers within 60 days of a user deleting them. However, the deleted files and folders impacted by this bug had metadata inconsistencies. So we quarantined and excluded them from the permanent deletion process until the metadata could be fixed. During this time no one had access to your files or folders and none of your other files were affected.

What should you do?
We’ve fixed the metadata bug so you can delete these files and folders now, and they won’t reappear. We’re continuing to explore alternative solutions and will keep you updated here on the forum. In the meantime, we’ve made sure these files and folders won’t have a negative impact on your quota.

In kurz: Normalerweise sollten gelöschte Dropbox-Dateien nach 60 Tagen vom Server verschwinden. Ein Bug hat aber verhindert, dass Dateien, die ein Benutzer im DropBox-Konto gelöscht hat, nach diesen 60 Tagen wirklich auf dem Server entfernt wurden.

… und wohl ein Geständnis: Gelöschtes über Jahre gespeichert

Beim Versuch, den Bug zu beheben, hat man die alten, längst gelöschten Dateien wieder in die Konten der betroffenen Benutzer gespült. Auch da ist die Begründung mysteriös: Weil man die Metadatenbeschreibung, die den Bug betraf, fixen wollte, hat man alle Dateien in “Quarantäne” geschoben.

Ok, klingt erst einmal harmlos und erklärt, warum jahrelang gelöschte Dateien plötzlich wieder auftauchten. Aber das Ganze ist doch recht zwielichtig und zeigt, dass man hier auf den Cloud-Anbieter angewiesen ist – wenn der sagt “ich lösche” muss man das glauben oder nicht.


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Denn in obigem Facebook-Post berichten Leute, dass vor vielen Jahren gelöschte Dateien plötzlich wieder da waren. Ergo hat Dropbox im Vordergrund frech behauptet “wir löschen gelöschte Dateien nach 60 Tagen” diese Dateien aber über viele Jahre in “Quarantäne” geschoben  – vorgeblich, um den Metadatenbug zu beheben.

Die Vielzahl der Kommentare, die im Forum zu obigem Post bereits eingelaufen sind, sprechen Bände. Bei golem.de findet sich der Artikel Dropbox gesteht jahrelange Speicherung gelöschter Dateien, der noch ein wenig mehr Details beinhaltet. Nachtrag: Auch heise.de hat hier einige Informationen zusammen gezogen. Da zieht ein Shitstürmchen herauf – und die Weicheier, die der Clound misstrauen, fühlen sich wieder bestätigt. (via)


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1 Antwort zu Bug verhinderte Löschen von Dropbox-Dateien – Daten jahrelang gespeichert


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  2. Juckt mich eigentlich keinen Meter ich verschlüssele meine Daten seit 2003 auf dem Rechner bevor ich sie in die Cloud hoch jage, falls also noch irgendwo Daten von mir in der Cloud Herumschwirren sind die eh mit AES & Blowfish verschlüsselt.

    Falls ich mich Richtig erinnere war ab 2003 zumindest im Anfang erkennbar das die NSA Daten im großen Stiel ab schöpft, nun ich versende ja keine Staatsgeheimnisse per eMail aber wo unrecht zu recht wird, wird widerstand zur Pflicht, und aus dem Grund versende ich meist in meinen eMails kleine Vollverschlüsselte Pornobilder in meinen eMails mit damit die NSA auch was zu tun hat ;)

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