Windows 10 Build 15019 Insider Preview: Installationsprobleme

[English]Microsoft hat Windows 10 Build 15019 für Insider Preview im Fast Ring für PCs freigegeben. Wer von Build 15014 auf die neue Build aktualisieren möchte, sieht sich aber ggf. heftigen Installationsproblemen ausgesetzt. Neben dem Fehlercode 0xC1900401 bleiben einige Nutzer bei “Initializing update” stecken. Ich war selbst betroffen – daher hier einige Informationen und Hinweise zum Beheben der Probleme.


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Update scheitert mit Error 0xC1900401 / “build not yet available”

Offenbar haben einige Nutzer den Fehlercode 0xC1900401 beim Versuch des Upgrades erhalten. Oder es wurde die Meldung “build not yet available” bei der Update-Suche angezeigt. Dieser Fehler lag an Microsoft, laut dem MS Answers Post von Microsoft Mitarbeiter Jason ist der Fehler gefunden und behoben. Also ggf. nochmals die Update Suche anstoßen.

Die Update-Suche hängt bei ‘Initializing updates’

Viele Nutzer (auch meine Testmaschine) hängen aber bei der Update Suche nach Windows 10 Build 15019 (aus Build 15014) an der Nachricht “Initializing updates”. Auch nach Stunden dürfte sich da wenig tun – wie ich feststellen musste.

Initialising updates

Ich habe die Nacht zwei Mal einen sauberen Neustart versucht (die Umschalt-Taste gedrückt halten, während man “Neu starten” anwählt). Hat bei mir nichts gebracht – und in diesem MS Answers Foren-Post habe ich Hinweise gefunden, dass es bis zu 9 Neustarts benötigt.

Ein MS Answers Foren-Thread enthielt den Vorschlag, einen Scan mit dem Defender auszuführen. Ich bin skeptisch, ob das hilft, könnte aber eine Blockade des Defenders verhindern (siehe unten). Weiterhin haben einige Leute in MS Answers berichtet, dass das Abschalten des Delivery Optimization Diensts geholfen habe. Auch dazu verliere ich weiter unten ein paar Worte.

Der Vorschlag von Microsoft – Windows Update stoppen und starten

Von Microsofts Mitarbeiter Jason kam dieser Vorschlag zum Reagieren auf den “Initializing updates”-Fehler.


Issue #2


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Issue:  Your PC scans and finds build 15019, but it appears to hang on “Initializing…” and doesn’t appear to begin downloading the build

Impact:  Any Insider may hit this issue (although it does not affect all users)

Workaround:  The workaround for this is detailed in the steps below:

  • Click the Start button
  • Type services and launch the Services panel
  • Scroll to Windows Update
  • Right-click and select Stop
  • Restart your PC
  • Re-check for updates
  • The update should proceed as expected

Er schlägt vor, den Windows Update-Dienst über den Dienste-Manager zu stoppen und dann erneut zu starten. Der Vorschlag ist gut, hat aber einen kleinen Schönheitsfehler. Ich hatte dies die Nacht bereits versucht, lange, bevor ich den Post von Jason in MS Answers gelesen hatte. Hintergrund war die Idee, den Windows Unterordner SoftwareDistribution umzubenennen, um den Windows Update Store zurückzusetzen. Einmal ist dies ein guter Ansatz – und ich hatte gesehen, dass Windows eine Reihe Dateien und Ordner unter SoftwareDistribution/Download während der Initialisierung anlegt.

Anmerkung: Die Beobachtung, dass Windows während der Initialisierung unter SoftwareDistribution/Download eine Reihe Dateien und Ordner anlegt, führe ich auf die Unified Update Platform (UUP) zurück (siehe Windows 10: Microsofts Update-Tuning-Pläne). Ein möglicher Ansatzpunkt, der mir durch den Kopf ging, wäre diese Option abzuschalten. Die Kollegen bei deskmodder.de haben den betreffenden Registrierungseintrag hier beschrieben. Weitere Details finden sich hier. Das scheint, wie ich einem Kommentar weiter unten entnehme, auch zu helfen.

Ich musste aber feststellen, dass sich Windows Update nicht im Dienste-Manager beenden ließ. Ich bekam eine Timeout-Benachrichtigung serviert. Könnte noch ein Problem auf meiner Maschine sein. Aber ich erinnere mich, dass ich bei meinen Aktivitäten als Microsoft Answers Community Moderator mehrfach Beiträge von Nutzern gesehen habe, die genau die gleichen Erfahrungen gemacht haben (mit unterschiedlichen Builds). Als ich das bei früheren Builds von Windows 10 ausprobieren und WU als Dienst in einer administrativen Eingabeaufforderung stoppen wollte, bekam ich ebenfalls Fehlermeldungen. Erinnerungsmäßig klappte das Stoppen von Windows Update erst, nachdem ich andere Dienste beendet hatte. Irgend etwas klemmt unter Windows 10. Aber ich habe einen anderen Ansatz, um aus der Klemme zu kommen.

Noch eine kurze Bemerkung zu den “Delivery Optimization”-Dienst abschalten, wie hier vorgeschlagen. Klingt gut, dürfte aber nicht immer klappen. Wenn der WU Dienst nicht gestoppt werden kann, wird auch der Delivery Optimization-Dienst nicht beendet werden können. In der Tat gab es im MS Answers-Thread genau diese Rückmeldung.

Ergänzung: In meinem englischsprachigen Blog-Beitrag  Fix for Windows 10 Build 15019 Insider Preview install issues finden sich zwischenzeitlich weitere Hinweise (vom Update Troubleshooter über vergessene microSD-Karten für 30% Hänger bis hin zum Abschalten der Delivery Optimization) zur Problembehebung. Gegebenenfalls also auch dort nachlesen.

Noch ein Fix: BITS-Dienst zurücksetzen

In diesem MS Answers-Forenthread macht Benutzer Andrew Sayers den Vorschlag, den BITS-Dienst zurückzusetzen.

  1. Hierzu ist eine administrative Eingabeaufforderung (z.B. Windows+X drücken und den Befehl im Schnellzugriff wählen) aufzurufen.
  2. Dann den Befehl  bitsadmin.exe /reset /allusers ausführen.

Nur wenn dies fehlschlägt, kann man die obigen Hinweise zum Leeren des Windows-Ordners \SoftwareDistribution\Download versuchen.

Einfacherer Ansatz: WinRM zurücksetzen

Das mehrfache Neustarten ist zeitaufwändig, das Stoppen von Diensten klappt auch nicht immer. Die einfachere Lösung wird hier vorgeschlagen – einfach den Dienst WinRM zurückzusetzen.

1. Hierzu ist die PowerShell als Administrator starten (PowerShell im Suchfeld der Taskleiste eintippen und den Treffer über den Kontextmenübefehl Als Administrator ausführen aufrufen).

2. Nach Bestätigung der Benutzerkontensteuerung geben Sie im Fenster der PowerShell den Befehl Restart-service WinRM ein und drücken die Eingabetaste.

Habe ich gemacht und dann in der Update-Seite den Fehlercode 0x80070020 gefunden. Jetzt initialisiert er wieder. Der Fehlercode steht für ERROR_SHARING_VIOLATION, Der Prozess kann nicht auf die Datei zugreifen, da sie von einem anderen Prozess verwendet wird.

Windows Update-Suche erneut starten

Nach diesen Schritten in der PowerShell habe ich die Update-Suche wieder gestartet und nach sehr langer Zeit kam der Fehlercode 0x80246007 in der Anzeige. Das ist eine ziemlich banale Fehlermeldung, die für WU_E_DM_NOTDOWNLOADEDThe update has not been downloaded steht.

Mir wurde obige Anzeige präsentiert und dann kam wieder die Anzeige, dass das Update heruntergeladen werde.

Die Fortschrittsanzeige meldet dann, dass etwas heruntergeladen wird (und ich bemerkte es auch im Netzwerk – von anderen Maschinen war kein vernünftiger Internetzugriff mehr möglich). Nach längerer Zeit war der Download zu 100% abgeschlossen und die nachfolgende Meldung erschien.

Es kam die Fortschrittsanzeige, dass die Installation vorbereitet wird. Zudem tauchte der Hinweis Definitionupdate for Windows Defender is pending auf. Daher kann der oben erwähnte Hinweis, einen Defender Scan auszuführen, durchaus zielführend sein. Er verhindert auf jeden Fall, dass sich ein Defender Update und Windows Update mit der Build 15019 in den Quere kommen.

Aktuell hat meine Testmaschine einen Neustart ausgeführt und führt die Schritte zur Installation des Updates unter Windows PE aus. War diesmal wieder eine schwierige Geburt. Vielleicht helfen die obigen Hinweise Betroffenen weiter.

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7 Antworten zu Windows 10 Build 15019 Insider Preview: Installationsprobleme


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  2. Paule21 sagt:

    Ich kann einfach nicht verstehen, warum Microsoft diese Probleme nicht in den Griff bekommen kann. Bei jeder neuen Build die immer gleichen Probleme und Ärgernisse.

  3. Janami25 sagt:

    Wie Ich gehört habe, kann man in der neuen Insider Preview die Treiber Updates wieder nicht mehr deaktivieren. Das konnte man in den vorherigen Builds des Creators Update schon, da es dort in den Windows Update Einstellungen eine Option dafür gab. Tja, und jetzt ist diese wieder “weg” rationalisiert. Wäre für mich der K.O. Grund gegen Windows 10, wenn das in der Final auch so wird. Leider gehe Ich davon aus, da Microsoft eben sein Zwangssystem bestimmt nicht aufgeben möchte. Tja, zu früh gefreut, als Ich dachte Ich könnte selber Einfluss auf die Treiber nehmen.

    Nun ja, so ist das wenn Kiddies ein OS programmieren und sich nicht einigen können. Da wird dann eben alle paar Monate hier und da was weggenommen, geändert und zusammen gestrichen. Ich könnte kotzen :(

    • Mein Gott es ist doch nur eine vorab Version.
      Jetzt davon abzuleiten das die Option „Treiberupdates aktivieren oder deaktivieren“ im Redstone 2 Upgrade ebenfalls nicht zu finden sein könnte, wäre genauso wie das die Game Mode Option nicht eingebaut sein wird.
      Es bleibt also nach wie vor spannend was im April tatsächlich auf uns zu kommen mag.

      • Ich muss gestehen, ich bin sehr nahe bei Janami25. Ich bin seit DOS 1.x dabei und es sind die letzten 28 Jahre viele Betas durch meine Finger gegangen. Klar gab es immer mal wieder Sachen, die in Betas geändert wurden. Aber irgendwann (so gut 6-8 Wochen vor Release) war Schluss mit Änderungen – da konnte man sich auf den Funktionsumfang einstellen – es wurden nur Bug-Fixes und Übersetzungsfehler korrigiert.

        Was sich Microsoft mit Windows 10 zusammen stoppelt (auch in den Finals der einzelnen Builds), geht auf keine Kuhhaut. Und dass man die Insider Previews mit immer neuen Sachen abfeiert, aber ständig Features austauscht, macht es auch nicht besser. Zur Erinnerung: Es sind noch gut 8 Wochen bis April 2017, wo das Zeugs auf die Allgemeinheit losgelassen werden soll – und die hauen neue Features rein, statt die Bugs zu korrigieren. Hallo! Das “Initializing update” Problem der Build gibt einen Fingerzeig, was uns erwarten dürfte.

        Mir kommt alles wie auf einer “schiefen Ebene” vor – wenn da was ans Rutschen gerät, hält das keiner mehr auf. Imho rutscht das Ganze schon eine ganze Zeit lang.

        Aber die Karawane wird sich davon nicht aufhalten lassen, sondern zieht weiter – hat schon Helmut Kohl gewusst – und der hatte von Windows 10 keine Ahnung ;-).

    • Zum Thema ‘Treiber-Updates blockieren’ – es ist in der Tat so, dass diese Option aus der Build 15019 entfernt wurde.

      Update-Optionen

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  5. Alfie sagt:

    Hi @all,

    ich hatte auch den gleichen Fehler. Bei mir hat dieser Tip aus Tenforums geholfen:

    https://www.tenforums.com/tutorials/2570-esd-iso-create-bootable-iso-windows-10-esd-file-post886726.html#post886726

    bzw. UUP abschalten.

    Gruß, Alfie

    • Danke für die Ergänzung – hatte ich auch im Hinterkopf, da ich da einen Einfluss vermutete (wegen der erwähnten Dateien und Ordner im Unterordner Download). Aber ich brauchte das nicht anzugehen.

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