Windows 10 Cloud: Killer für Steam Edition?

Noch ist Windows 10 Cloud als Produkt nicht mal angekündigt, da schießt Spieleentwickler Tim Sweeney bereits dagegen. Er sieht in Windows 10 Cloud einen neuen Versuch, Steam Edition für Spieler zu killen.


Anzeige

Wer ist Tim Sweeney?

Tim Sweeney, ein Spieleentwickler, oder besser Epic-Games-CEO, hat bereits im Frühjahr 2016 schon mal kräftig gegen die Universal Windows Platform (UWP) für Apps geschossen (siehe meinen Blog-Beitrag Will Microsoft die Spiele-Entwicklung auf PCs monopolisieren? und diesen Artikel). Seiner Ansicht nach schaufelt Microsoft mit Windows 10 und der UWP-Plattform das Grab für Spieleentwickler, weil diese an diese Plattform gebunden würden.

Bisher hat Microsoft das mit der Universal Windows Platform (UWP) für Apps im Hinblick auf Spieler nach meinen Beobachtungen aber nicht so richtig hinbekommen. Ich hatte das am Rand im Blog-Beitrag Windows 10 Creators Update: Neues zum Game Mode thematisiert.

Windows 10 Cloud soll ja UWP-Apps ausführen

Nun gehen ja erste Gerüchte zum kommenden Windows 10 Cloud durchs Internet. Die neue Version soll ein abgespecktes Windows 10 werden, die UWP-Apps ausführen kann. Ich hatte im Beitrag Windows 10 Cloud – Windows RT reloaded? berichtet.

Nun schießt Tim Sweeney in obigem Tweet erneut gegen Microsoft. Seine Botschaft: Die Redmonder haben nur bis nach der Wahl gewartet, um dann auszuprobieren, ob man die “Einschränkungen” für das Geschäft abwerfen könne. Er spielt dabei auf Wettbewerbsauflagen für Microsoft an. Er sieht Windows 10 Cloud als direkten Angriff auf die Steam Edition, die ja unter Spielern große Beliebtheit genießt. Weitere Rants von Sweeney hat neowin.net in diesem Artikel zusammen getragen.

Ich bin nicht so der Spezialist in diesem Sektor. Aber ich sage es mal so: Bisher hat Microsoft es noch immer geschafft, sich da mit OEMs die Finger zu verbrennen. Und ob man als Steam-Nutzer mit Micker-Hardware glücklich wird? Aber warten wir es ab, bis mehr Details zu Windows 10 Cloud verfügbar sind. Oder wie seht ihr das? (via)


Anzeige


Dieser Beitrag wurde unter Windows 10 abgelegt und mit Stream, Windows 10 Cloud verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Windows 10 Cloud: Killer für Steam Edition?


  1. Anzeige
  2. Herr IngoW sagt:

    Was soll das Gejammer im Vorfeld, wenn doch noch Garnichts raus ist was da überhaupt wirklich kommt.
    Dazu kann ich nur sagen Konkurrenz belebt das Geschäft.
    Da sieht wohl jemand sein Geschäft in Gefahr.

  3. Tim sagt:

    “Seiner Ansicht nach schaufelt Microsoft mit Windows 10 und der UWP-Plattform das Grab für Spieleentwickler, weil diese an diese Plattform gebunden würden.”

    …weil dann die epic eigene Engine nicht mehr gebraucht würde? ;)

    Dabei waren es doch die Spieleentwickler selbst, die Microsoft damals in den DirectX und Konsolen Himmel folgten, weil ja alles so herrlich einfach und schön war…
    Man muss ja nur mal die Diskussion anstoßen, ob DX oder OpenGL basiertes besser ist, sich zurücklehnen und sein Popcorn schnappen…

    Die Masse der Entwickler haben sich schlicht die Arbeit erleichtert und schaut man sich heute um, überfluten Spiele aus dem Unity Baukasten den Markt. Geht “einfach” und “schnell”. Deshalb funktionieren aufgestellte Fressnäpfe ja auch, wenn man Entwickler fangen will…

    Microsoft stellt also nur einen neuen Fressnapf hin und wer zugreift, bitte.
    Dieses bestehende “Monopol” muss doch geschützt werden und es gehört eben nicht nur Microsoft, sondern die großen Publisher hocken zusammen mit im Boot.
    Es spielen doch alle mit.
    Games for Windows damals, XBoxApps ab Win8.1 (?) und bis heute in 10 sind doch alles schlechte Scherze, aber kein Monopol, das nur Microsoft betreibt. Die Experimentieren doch gerade erst noch damit, XBox und PC zusammen zum laufen zu bekommen.

    Der Unterschied ist heute nur, das zumindest die großen heute ablehnen könnten, wenn sie denn Willens sind und nicht Microsoft dieses Mal einfach im Regen stehen lassen.
    Vielleicht könnte man es dann auch fallen lassen nennen?

    Die Kleinen findet man gefühlt eh alle bei Steam und die produzieren mehr “UWP” Geschichten, als Microsoft bis heute gebacken bekommen hat. Ob Linux, Mac, Browsergame, mobiles Game, oder Windows, spielt da keine Geige, kostet nur entsprechenden Aufwand und den Anstoß bekommen die Entwickler hier von der Community um sie herum. Ab entsprechender Größte klopft dann auch Microsoft und plötzlich erscheint so ein Titel auch für die Konsole… da funktioniert “UWP” problemlos!
    Schon seltsam, was Microsoft mit Win10 da eigentlich “neues” schaffen will oder angeblich soll.

    Aber einen XBox Titel 2017 mal eben in das DVD Laufwerk deines Win10 PC einlegen? Pustekuchen… Emulatoren sind ja was Fremdes und unmöglich… und überhaupt macht Windows mit UWP und XBox Apps doch seit Jahren alles möglich. sehen wir ja täglich.

    Für uns Spiele Kunden war dieses “Monopol” eh wie eine riesige Blase, die zu platzen drohte, weil es nur noch Einheitsbrei und Wiederholungen gegeben hat.
    Der frische Wind aus mobilem und der Indie Entwicklung war nötig und gut, aber mittlerweile wirds auch da langsam schwierig.
    Steam gleicht mittlerweile einer Spielepyramide im großen Elektromarkt und man muss lange suchen, bis man mal eine Perle findet. Für jeden was dabei, aber eben auch viel Schrott und Betrug, neben Micropayment und ausuferndem DLC Wahn, der mittlerweile nicht mehr zusätzliche Spielinhalte liefert, sondern direkt in der Spieleplanung enthalten ist und Funktionen liefert, die von Anfang an versprochen, oder angedacht waren. Manchmal auch auch versprochenes, was gar nicht auftaucht.

    Ich glaube, das Microsoft es heute überhaupt nicht mehr schaffen könnte, ein richtiges Monopol aufzubauen. Die können nur erhalten und erweitern, was sie haben und bisher sieht es ganz schön beschissen aus, wenn man sieht, was rund um UWP Spiele bisher passiert ist und das zum obersten Preis im Spielemarkt direkt aus dem Windows Store.
    Was Spieler wollen und brauchen hat Microsoft noch nie verstanden und geliefert, außer Windows selbst. Alles andere waren Katastrophen, wie das beerdigte GfW. Alle Möglichkeiten in der Hand, nie wirklich genutzt, rumexperimentiert und lieblos fallen gelassen. Wirklich 1 zu 1 funktioniert seit Win8 der MS Store…

    Microsoft hat doch nur zufällig Monopol Positionen, weil grad kein anderer da ist.
    Das Microsoft zwischenmenschlich vollkommen versagt hat, merkt man an der fehlenden Kommunikation. man haut technisch raus was geht, aber obs wer will interessiert nicht.

    Schauen wir mal, ob MS den Spielebereich langsam weiter verliert, oder ein “Gamemode” (praktisch nur für UWP Spiele wirklich notwendig) zu retten vermag, was schon seit Jahren den Bach runtergeht… Ich glaub nicht wirklich an die Rettung.

    Da sehe ich in Zukunft eher Chancen für ein Steam unter Linux, denn die kleinen Entwickler liefern mehr, als die großen Publisher in den letzen Jahren.
    In dem Boot fehlen nur die Hardwarepartner die mal ernsthaft mitspielen und nicht halbgar SteamMaschinen “entwickeln” die pünktlich zu Weihnachten im Regal landen sollen, weils grad mal Thema war…
    Dazu landen die großen Spiele Publisher immer häufiger Flops… und ein Konzern wie EA ist einfach nicht mehr flexibel und ein riesen Gebilde, das auch erhalten werden muss, schon aufgrund der Kostenexplosion in diesem Bereich Spiele. Bis die Aktionäre die Daumen senken, weil sich kaum noch Käufer finden, die den Großen weglaufen.

    Die Kleinen schicken ihre Titel einem YouTuber ihrer Wahl und schon nach 3 Folgen Lets Play klingelt die Kasse… das funktioniert scheinbar erstaunlich oft, auch ohne grafische Höchstleistungen zu vollbringen, oder sich an MS “zu knebeln”…
    Klein und Familiär ist im kommen und Weltkonzern schaut in die Röhre…? Sieht fast danach aus.

    Dazu immer so seltsame Entscheidungen bei Microsoft, die allerdings das Zitat vom Tim Sweeney hart untermauern und die man tatsächlich hinterfragen kann:

    Microsoft kaufte Minecraft als Zugpferd und bietet im Win10 Store einen abklatsch der schon bekannten portablen Handy Fassung Minecraft PE.
    Man schaffte bei MS tatsächlich eine extra UWP App einer theoretisch/praktisch von Haus aus originalen universellen Anwendung, dank JAVA, auch wenn das ursprünglich eher zufällig so passierte… Notch programmierte halt zufällig in JAVA.
    Schon kurios.

    Das bei dem Spiel, das neben Tetris wohl das meistverkaufte auf der Welt ist, egal was man davon nun halten mag. Microsoft vertreibt selbst hier nicht das original, sondern eine beschnittene Fassung als Windows 10 Edition und das verstehe ich einfach nicht. Ein komplettes Minecraft im Store, hätte ich als UWP App akzeptieren können, aber so war und ist es ein Witz… auch wenn es viele gibt, die mit dieser Version leben und diese lieben. Darum geht es mir auch nicht.

    Der Punkt ist:
    In Microsofts Welt gibt es nur die UWP Minecraft Windows 10 Edition, die letztlich doch weniger universell ist, als es das vollständige JAVA original eben ist und im Vergleich ist diese Version bis heute unvollständig, aber dafür kann man Skins kaufen… die man im original umsonst hat, oder selbst erstellt, weil die Version vollkommene Freiheiten bietet, bis hin zum Mod Support, der das Spiel vollkommen umkrempeln und verändern kann. Darf wirklich jeder! Problemlos.

    Von daher gräbt Microsoft nicht nur Gräber für die Spieleentwicklung, sondern zeigt direkt, welche Haken UWP hat, wie mit Minecraft von Microsoft selbst bewiesen wurde. Auf dem UWP Tisch opfern wir tatsächlich Freiheiten, die erst durch UWP genommen werden. Eindrucksvolle Nummer Microsoft!

    In diesem speziellem Fall und weil es Kinder gegeben hat, die sogar medienwirksam Nadella persönlich geschrieben haben, weiß man nun, was für ein Typ Arsch Cloud Menschen so sind. Der Mann hat ja antworten lassen und die Win10 Editon trotzdem so veröffentlichen lassen… als speziellen Micropayment Port eines Ports vom Original.

    Spinnen wir den gleichen Faden mal mit anderen Anwendungen, dann freut man sich gleich noch viel mehr auf eine Zukunft in der Microsoft mit UWP Erfolg hatte.

    Zum Glück hängt es an den Entwicklern und den Kunden und nicht an Microsoft.

  4. Anzeige

  5. Dieter Schmitz sagt:

    Blödes Gejammer.

    Als Linux- und OS/2-Nutzer dies vor 17 Jahren bemängelten, hat man nur gelacht…

    Dabei konnte jeder diesen Trend sehen, der es sehen wollte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Hinweis: Bitte beachtet die Regeln zum Kommentieren im Blog (Erstkommentare und Verlinktes landet in der Moderation, gebe ich alle paar Stunden frei, SEO-Posts/SPAM lösche ich rigoros). Kommentare abseits des Themas bitte unter Diskussion.