UMTS-Abschaltung, aus für congstar? Teure Telekom-Tarife

Die Roaming-Gebühren innerhalb der EU sollen jetzt ja wirklich fallen, aber im Tarif-Dschungel der Mobilfunkanbieter gibt es weiterhin Merkwürdigkeiten. Hier noch zwei Fundsplitter, die die teuren Telekom-Tarife beleuchten und der Frage nachgehen, was mit congstar nach der möglichen UMTS-Abschaltung wohl wird.


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Aus für Telekom-Tochter congstar bei UMTS-Abschaltung?

Ende Januar hatte ich im Blog-Beitrag Schaltet Telekom UMTS ab 2020 ab? ein spezielles Thema angeschnitten. Die Telekom hat sich in den AGBs schon mal das Recht gesichert, ab 2020 das UMTS-Netz abzuschalten. Hintergrund: Es werden möglicherweise die Frequenzbereiche für neue Mobilfunkstandards (5G) benötigt. Das ist einerseits doof für Kunden mit Mobilgeräten, die nur UMTS unterstützen.

Aber noch doofer könnte es für Kunden der Telekom-Tochter congstar bzw. für den Anbieter selbst laufen. Die Redaktion von teltarif.de weist in diesem Artikel auf eine interessante Implikation hin. Man hält es zwar für unwahrscheinlich, dass die Telekom schon in 2020 UMTS abschaltet. Aber auf Dauer dürfte der Mobilfunkstandard UMTS zugunsten von LTE verschwinden. Kunden der Telekom können mit ihren Tarifen in der Regel LTE nutzen. Bei Kunden der Telekom-Tochter congstar hängt man aber auf UMTS fest. Bei teltarif schreibt man nun, dass mit Abschaltung des UMTS-Netzes die Kunden bei congstar nur noch GPRS mit EDGE als Option hätten. Damit wäre der Mobilfunkanbieter tot – zumindest, was Mobilgerätekommunikation mit Internetzugang betrifft. Ob es so kommt, man weiß es nicht.

Unlimitiert mobil surfen für 35 Euro – nicht bei deutscher Telekom

Die Telekom Niederlande offeriert auf der Webseite Go Unlimited einen unlimitierten Internetzugang in den Niederlande (und in der EU) für 35 Euro pro Monat an. Das Angebot enthält zudem unlimitierte Telefonie und SMS innerhalb der Niederlande sowie in der ganzen EU. Beim Roaming im EU-Ausland gilt eine fair use-Regelung, die das Ganze auf vier Monate begrenzt. Der Preis steigt nach 2 Jahren dann auf 50 Euro/Monat.

Ein richtiges Schlaraffenland aus hiesiger Sicht, denn ein solches Angebot für deutsche Telekom-Kunden sucht man wohl vergeblich. Magenta Mobil XL Premium kostet knapp 200 Euro monatlich. Bei teltarif hat man in diesem Artikel Details zusammen getragen und fragt berechtigt, warum es einen solchen Tarif nicht in Deutschland gibt. Mal schauen, was sich nach dem Wegfall der EU-Roaming-Aufschläge so tut.


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9 Responses to UMTS-Abschaltung, aus für congstar? Teure Telekom-Tarife

  1. Tja ganz einfach die Deutschen Provider wollen alle noch mal richtig Abschöpfen was noch geht bis die Roming in der EU wegfallen, wahrscheinlich haben sie alle auch schon einen Vertrag wie die Telekom Niederlande für 35 Euro Unlimitiert mobil surfen in der Hinterhand und warten nur darauf bis einer das erste Angebot Offeriert.

    Im großen und ganzen finde ich das eh eine Abzocke ohne gleichen, ich weiß noch wie sie damals die Leute mit den ersten DSL Verträgen abgezockt haben, von nicht mal ganz Zehn Jahren gab es DSL 1000 nur in Verbindung mit einem ISDN Anschluss für sagenhafte 49,99 Euro mtl. geil hä, das waren noch Zeiten die man heute belächelt, heutzutage wird man mit ISDN schon belächelt und Telefoniert nur über VoIP, gut ich kann mich auch noch an mein erstes 14.4k Modem erinnern, aber das ist noch mal eine Ganze ecke länger her.

    Vor allem finde ich die Bezeichnung eines Mobilen Internetzugangs als “Flatrate” aber mit Volumenbegrenzung eine Verarschung ohne gleich, das eine “Fatrate” und das andere Volumenbegrenzung passt navch meiner Vorstellung überhaupt nicht zusammen!

  2. Dieter Schmitz sagt:

    Ich frage mich, warum die Verbraucherzentralen diesen “Flatrate”-Quatsch mitmachen?

    Eine Firma, die so etwas behauptet, gehört TEUER abgemahnt. Genug Geld haben die ja durch deren Abzocke.

    Was soll an einer Volumenbegrenzung “flat” sein???

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  4. Tim sagt:

    “Vor allem finde ich die Bezeichnung eines Mobilen Internetzugangs als „Flatrate“ aber mit Volumenbegrenzung eine Verarschung ohne gleich”

    Na ja… Flatrate besagt hier nur, das was kommt… ob sinnvoll, oder nicht sei dahingestellt. praktisch könnte man statt drossel auch ganz abschalten, würde kaum auffallen.

    Das Abzock-Spiel wird noch schlimmer, wenn man mal nachschaut, wie “großere” Volumen so aussehen und was diese kosten. Wenn man mal überlegt, welche Angebote die Anbieter selber bereitstellen, die selbst größte Pakete in spätestens einer Woche verbrauchen, ist das eher die Frechheit an dem Ganzen.
    Muss das mobile Netz künstlich teuer bleiben, damit das Festnetz überhaupt überlebt, oder bricht das mobile Netz dann womöglich zusammen?

    Wirklich Festnetz brauchen können viele immer weniger. Sogar zu Hause telefoniert man meist mit Handy. Viele legen das Ding ja nicht mal mehr aus der Hand…

  5. riedenthied sagt:

    Ich war auch eine Weile bei congstar, aber das ist SCHON JETZT nicht mehr hinnehmbar. Die Telekom hat UMTS entweder in den letzten Jahren schon massiv zurückgebaut, oder gar nicht erst ausgebaut. Außerhalb von Städten steht man mit congstar faktisch immer mit EDGE im Regen. Das ist schlichtweg lächerlich und da können die noch so viel werben, wie toll viel schneller ihr UMTS/HSPA jetzt ist und dass man ja im besten D-Netz unterwegs ist.

    Als ich Mitte 2016 gekündigt habe, war die Aussage, dass man ab 2017 auch LTE anbiete. Na ja, ich glaube noch nicht dran.

  6. Hexxa sagt:

    In Deutschland werden die Mobile-Internet-Kunden doch mit Minivolumen zu Fantasiegeschwindigkeiten verarscht.
    Der einzige der hinnehmbar schnell (langsam) ist, das ist O² Free, wo man nach Verbrauch des High-Speed-Volumen mit 1 MBit weitersurfen kann, was noch einigermaßen praktikablen Internetzugang ermöglicht.

    Ich verbrauch normal schon 40GB bis 60GB und Volumen ist wichtiger als Speed für mich, solange der Speed in einem gewissen Arbeitsfenster ist.
    Mir wären 5 oder 10 Mbit als Flatrate lieber als 3GB Volumen zu theoretischen 300Gbit, die in 3 Minuten verbraucht sind und danach hunderte von Euros für Nachbuchungen kosten.

  7. Ralph sagt:

    Bin ich hier eigentlich der einzige, dem das überhaupt nichts ausmacht, weil ich mein Telefon (fast) nur zum telefonieren benutze? Ich habe mein vergleichsweise geringes monatliches Datenvolumen noch nie ausgenutzt, geschweige denn diese Grenze auch nur aus der Ferne gesehen.
    Die Frage, die mich in dem Zusammenhang viel mehr interessiert ist: welche Angebote kommen wohl von Seiten der Hardware herstellenden Industrie, damit UMTS so schnell wie möglich abgeschaltet wird, damit man dem Kunden wieder mal neue Handys verkaufen kann?

    • Sam sagt:

      Nöö, bist nicht der einzige, dem das überhaupt nichts ausmacht! Ich benutze meine Handys und Smartphones außer Haus nur zum telefonieren. Nur daheim ins Wlan, das reicht mir völlig.

      Kiddies und Smartphone Junkies können das natürlich nicht verstehen und schauen mich nur ungläubig an. Is mir aber wurscht.

      Komme halt aus einer Generation, in der man auch ohne Apps und Social Media wunderbar (wenn nicht gar besser) leben und kommunizieren konnte ;-)

      • fred59 sagt:

        Hast mir voll aus der Seele gesprochen.
        Danke

        Fred 59

      • Frank sagt:

        Wenn Dir das reicht, ist doch schön für Dich. Alle anderen als Kiddies oder Smartphone Junkies zu bezeichnen ist, sorry, primitiv.

        Es gibt unzählige Anwendungsfälle, die mehr Volumen erfordern. Da gibt es z.B. nach wie vor Gebiete die kein DSL bekommen und auch zu Hause per LTE surfen. Oder das streamen von Musik, wenn man unterwegs ist. Das hat ja wohl nicht mit Junkie zu tun.

        Weiter geht es mit Business-Anwendungen. usw. Ja, dafür gibt es spezielle Tarife, aber nicht jeder Freelancer kann sich einen 200€ Vertrag leisten.

        Also das nächste Mal vorher nachdenken und dann erst lospoltern.

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