Windows 10: Datenträgerbereinigung führt zu BlueScreen

Noch ein kurzer Fundsplitter aus dem Windows 10-Universum. Wer die Datenträgerbereinigung regelmäßig nutzt, könnte in ein BlueScreen-Problem laufen. Daher eine kleine Umfrage, ob jemand von euch schon mal betroffen war?


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Wer unter Windows 10 mit knappem Speicher unterwegs ist, wird häufiger die Datenträgerbereinigung bemühen müssen, um Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk frei zu schaufeln. Bei Windows Insider Previews kommt man gar nicht an der Datenträgerbereinigung vorbei. Gerade bin ich in Facebook auf einen Hinweis von MVP Klaus Löffelmann gestoßen, der ein spezielle Thema in den Fokus rückt.

Finger weg vom Disk Clean in Windows 10!!

Wir stellen fest, dass das auf durchgängig allen Versionen (Insider, nicht Insider) zu BSODs führen kann. Auf diese Weise habe ich mir gerade mein Surface Book geschossen, und das summiert sich bei uns inzwischen auf den 7. Fall, bei dem Disk Clean zum Blue Screen führt. Wir haben recherchiert, und es scheinen viele betroffen zu sein. Mich interessiert: Wer von Euch hatte diesen unsäglichen Blue Screen in den letzten 9 Monaten, und erinnert sich, dass er zuvor auch nen Disk Clean gemacht hat? Falls euch das ebenfalls passiert ist, wäre nen Upvote im Feedback-Hub sinnvoll: https://aka.ms/qm550x. Laut Klaus Löffelmann kommt nachfolgender BlueScreen zur Anzeige.

Im Hinterkopf war so was wie “gab es schon mal ganz kurz in 2015, ist aber als Bug korrigiert worden”. Ich habe dann Google befragt und bin gleich auf diesen Technet-Forenbeitrag mit dem gleichen Problem gestoßen. Die Details:

„Your PC ran into a problem and needs to restart. We’re just collecting some error info, and then we will restart for you.“

The message says the error is due to a critical service failing to start.

Ein Dienst stirbt wohl beim Start, nachdem die Datenträgerbereinigung durchgeführt wurde. Im Technet-Forenbeitrag schreibt der Poster, dass er es auf die „Delete Temporary Files“-Option (temporäre Dateien löschen) der Datenträgerbereinigung zurückführt. Das geht auch aus diesem MS Answers-Forenthread hervor, wo folgender Screenshot zu finden ist.

Im Verlauf des Technet-Threads kristallisiert sich heraus, das der nVidia-Treiber nvstor.sys möglicherweise im Temp-Ordner gespeichert ist. Einen ähnliche Hinweis lese ich aus diesem MS Answers-Forenthread heraus. Und hier wird dieser Treiber ebenfalls konkret benannt. Wobei dort in der BlueScreen-Analyse der Intel Rapid Storage Technology-Treiber mit involviert zu sein scheint.


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Damit würde die Datenträgerbereinigung dem Windows 10-System natürlich den Zugriff auf die Speicher unter dem Hintern weg ziehen, weil der erforderliche Treiber für den Chipsatz gelöscht wird.


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17 Kommentare zu Windows 10: Datenträgerbereinigung führt zu BlueScreen

  1. Tim sagt:

    „das der nVidia-Treiber nvstor.sys möglicherweise im Temp-Ordner gespeichert ist.“

    Wie kommt der denn da hin?
    Könnte doch höchstens eine Leiche sein, wie zum Beispiel gern auch mal im lokalen Appdata Temp Ordner liegen bleibt. Aktiv ist der normal doch nur in system32 Zweigen zu finden. Merkwürdig.

    Das letzte Mal als ich mit dem Cleanmgr Ärger hatte, so kurz nach w10 Release, lag es schlicht daran, das der Windows.OLD Ordner nach einer Wiederherstellung gelöscht wurde, aber leider aktive Bestandteile enthalten hat, die Windows offenbar benötigte.
    Seinerzeit waren dann auch direkt der Store und Startmenü flöten gegangen, also vor allem App Geschichten.

    Seit dem hab ich den Cleanmgr auch nicht mehr angefasst, weil Microsoft offenbar alte und neue Features einfach nicht gut aufeinander abgestimmt hat. Ich trau dem Spaß nicht mehr…
    Wenn die Bordwerkzeuge nicht besser funktionieren als ein CCleaner… bleibt nur manuelles aufräumen…

    • Günter Born sagt:

      Der Fall war auch vage bei mir in Erinnerung – aktuell ist der Blog-Beitrag ein Versuchsballon. In der Hoffnung, dass sich vielleicht ein Betroffener meldet, der mehr beitragen kann.

  2. Rainer Friedrich sagt:

    Klingt nach Bug bei NVidia. Das mit dem Treiber wie hier hatte ich bisher noch nicht, habe ein Notebook mit NVidia und auch mal bereinigt. Dass ein Treiber in TEMP liegt wäre, wenn das so ist, schon ein arger Bug. Mag NVidia nicht sonderlich, mit den Treibern hatte ich schon so meinen Ärger, bspw. BSOD auf W7 wenn man einen Beamer ansteckte.

  3. Harald L. sagt:

    Vielleicht auch eine (unbemerkte) Schadsoftware, die liegen doch gerne mal im Temp-Ordner. Wenn die sich dann per Registry als „Wichtiger Systemtreiber“ o. ä. einbindet gibt das Startprobleme wenn sie danach weg ist.

    Erinnere mich an ein paar Fälle im weiteren Bekanntenkreis vor ein paar Jahren wo sich irgendein Trojaner in die Registry eintrug, nach 1-2 Tagen der Virenscanner den erkannte und die Datei löschte aber nicht den Registryeintrag. Und danach Windows (ich glaube XP?) nicht mehr hochfuhr. Da konnte ich zur Datenrettung vor dem Neuaufsetzen mit der Desinfec’t-DVD und dem Registry-Editor darauf den Eintrag löschen und Windows fuhr wieder hoch.

  4. Herr Ingo Westen sagt:

    52 GB im Temp-Ordner ist schon ein ganz schöner Brocken an Daten.
    Hab ich noch nie bei einem Gerät gesehen das da soviel drin war.
    Der Inhalt des Temp-Ordners wird doch im Hintergrund bei der Automatischen Wartung auch bereinigt oder (zumindest teilweise)?
    Ich selbst hatte damit noch nie ein Problem trotz gelegentlicher Benutzung.

    • Andreas B. sagt:

      Ja, scheint mir auch so, dass die Automatische Wartung im Hintergrund ganz gut aufräumt. (Weil ich im MEDION AKOYA S6214T eine relativ kleine SSD habe und mich schon auf das Aprilscherz-Upgrade „freue“, behalte ich das im Auge.) – Mir ist etwas anderes aufgefallen: anscheinend gibt’s ein Problem, wenn die automatische Wartung durchs Hinunterfahren abgebrochen/gestört wird. – Das Runterfahren dauert dann extrem lange, und beim Reboot gibts kurzzeitig einen Bluescreen + den Ereigniseintrag „Kernel-Power, ID 41: Windows nicht richtig beendet“. – Deshalb schaue ich jetzt vorm Runterfahren lieber immer erst noch bei „Sicherheit und Wartung“ vorbei, ob die Putzkolonne grade aktiv ist.

  5. Remo sagt:

    Trotz gelegentlicher Nutzung der Diskbereinigung und verbauter Nvidia 285 Karte noch nie .. klopfe mal auf Holz .. ein Problem damit gehabt. Temporäre Files lassen sich beinahe restlos wegputzen.

  6. Paul Kröher sagt:

    Nach jeder neuen Previewinstallation führe ich die Reinigung einschließlich Systemdaten durch. Benötige keinen Müll. Habe externe Backups.
    Bisher noch keine Probleme.
    nvstor.sys ist bei mir im /WinSxS

  7. Dieter Schmitz sagt:

    nvstor.sys ist bei mir unter

    C:\Windows\System32\drivers\nvstor.sys

    zu finden.

    (Windows 7 Professional)

  8. AReiland sagt:

    Das wäre umso merkwürdiger, als der Treiber dann in %localappdata%\Temp liegen muss. Denn %windir%\Temp wird von der Datenträgerbereinigung gar nicht angerührt.

  9. Jo sagt:

    Meine Erfahrungen:
    Verwende die Datenträgerbereinigung seit es sie gibt auf Windows 7 und 10.
    Immer am Ende jeder Wartung auf den einzelnen Geräten und hatte noch nie einen BlueScreen.
    Meist sind es onboard Grafikkarten von Intel.
    Zuerst wird alle Malware entfernt, Plattenprüfung (chkdsk), händisch die Temp Verzeichnisse leeren (User und Windows) und zu guter letzt die Datenträgerbereinigung.

  10. Thomas Bauer sagt:

    Ich hatte auch nie Probleme mit der Datenträgerbereinigung. Im Windows 10240 Release waren anfangs Probleme mit SFC und den Komponentenstore zu finden. Die habe ich aber repariert. Vielleicht pflanzt sich dieses Problem ja fort und führt im Laufe der Zeit zu weiteren Problemen. Ich konnte diese Probleme sogar verifizieren da ich Windows 10 mehr als 1 mal installiert hatte. Danach hatte ich nie wieder Probleme mit meiner Windows 10 Installation. Läuft geschmeidig, schnell und absolut Fehlerfrei! Bei einen jungfreulichen Windows prüfe ich immer zuerst die Qualität der Installation. Falsch gesetzte Zugriffsrechte auf Ordner, Fehler im Komponenstore oder auch im Dateisystem kommen öfter vor wie gedacht und die pflanzen sich leider oft fort und führen zu weiteren Problemen

  11. Robert Fuchs sagt:

    Nie gesehen den BSOD. Datenträgerbereinigung läuft bei mir jede Woche, zusätzlich noch CCleaner (letzterer ohne Registry-Bereinigung natürlich).
    Auf normalen Builds, Insider Slow und Fast.
    nvstor.sys gibt’s bei mir 3x, aber nie im temp.
    Hab das übrigens schon in Windows XP verwendet 😉

  12. Nö ist mir auch noch nie Passiert, ich nutze aber die Datenträgerbereinigung eher selten, maximal bei größeren Updates, es gibt dafür bessere und schnellere Programme als die Windows Datenträgerbereinigung um sich vor überflüssigen Datenmüll zu entledigen.

  13. Xavier Flix sagt:

    After months and months of having this exact same issue, yesterday I decided to make it public (https://goo.gl/zRIVR0) and in doing so I stumbled upon your article.

    I just wish I had found it before!

  14. Mika sagt:

    Hätte ich das hier mal vorher gelesen, gerade schön meinen Laptop zerschossen. Irgendwas von den knapp 60GB an temporären Dateien die gelöscht wurden war wohl wichtig…könnte durchaus ein nvidia Treiber gewesen sein.
    Die wichtigere Frage: Hat jemand Erfahrung wie man das gefixt bekommt?
    Schafft das die Autoreparatur von einer Win10-CD oder muss ich den zurüclsetzen?

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