Recht: Microsoft Cloud mit deutscher Datentreuhand

Die Verlagerung von Daten in die Cloud wirft eine Reihe rechtlicher Fragen für Unternehmen auf. Microsoft hat sein Cloud-Angebot ja um einen deutschen Treuhänder, die Telekom erweitert. Wie sieht die rechtliche Bewertung aus?


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Viele Unternehmen, die bisher vom Cloud-Einsatz zurückschrecken, begründen dies mit rechtlichen Unsicherheiten. In Deutschland treten 2018 einige gesetzliche Regeln in Betracht, die zu beachten sind. Ich hatte im Beitrag Unternehmensdatenschutz 2018 – in 2017 handeln! auf verschiedene Aspekte hingewiesen. Noch ein par Zahlen aus einer Befragung von 250 Unternehmen.

  • Jedes zweite befragte Unternehmen sorgt sich vor allem um die Sicherheit.
  • 73 Prozent dieser Unternehmen, wünscht sich eine Verschlüsselung der Daten, 70 Prozent von ihnen die Kontrolle über die verschlüsselten Daten.
  • 64 Prozent der befragten Unternehmen sind der Meinung, dass ein deutsches Rechenzentrum das notwendige Vertrauen in die Sicherheit schaffen würde.

Die gesamte rechtliche Bewertung der Cloud-Geschichte treibt auch Microsoft um. Ich habe es nicht im Blog thematisiert – aber kürzlich fand ein Webinar mit Juristen zur Bewertung der Microsoft Cloud mit deutscher Datentreuhand statt.

(Quelle: YouTube)

Die Videoaufzeichnung des Webinars, in dem Wilfried Reiners von PRW Rechtsanwälte einen Überblick gibt, ist nun bei YouTube abrufbar – ein paar Informationen zum Thema hat Microsoft hier veröffentlicht. Es ist zwar ein Microsoft-Webinar, in dem jemand über die rechtlichen Aspekte der Microsoft Cloud spricht. Aber vielleicht ist das Video für den einen oder anderen Blog-Leser von Interesse.

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9 Antworten zu Recht: Microsoft Cloud mit deutscher Datentreuhand

  1. Thomas Bauer sagt:

    Ja das wärs. Wenn man sich sich den Schlüssel und die Art und Stärke der Verschlüsselung selbst aussuchen könnte. Aber ne ich mach mein Ding. Ich habe mein Synology NAS sauber konfiguriert und erlebe da eine ganz andere Performance vor allem lokal. Ein paar unwichtige Dinge wie Landschaftsfotos habe ich auch auf Onedrive. Aber das ist OK.

  2. Gaga sagt:

    Schwammig formulierter Vertragstext.

    Beispiel: Direkt aufgefallen ist mit der Part mit der Datenlöschung: "…werden spätestens nach 180 Tage nach Ablauf… für Deutschland Onlinedienste gelöscht…"

    Aha, nur für Deutsche Onlinedienste?

  3. Tim sagt:

    Ich versteh nur nicht wirklich was der Standort eines Rechenzentrums nun an Sicherheit bringen soll… Zugriff auf die Daten hat man hier wie dort und Recht wird heutzutage doch eh verbogen nach belieben… Datentreuhänder hin oder her…

    Daten extern sind unsicher, lokal ist sicherer, aber eben auch nicht 100%…
    Besser ist es jedoch immer, selber die Daten zu verwalten, zu verschlüsseln, etc und das ganze nicht einem anderen zu überlassen. 64% der befragten Unternehmen sind meiner Meinung nach also schlicht bescheuert und was die anderen 36% denken und sagen, wäre viel interessanter.

    • Gaga sagt:

      Genau da liegt der Hase im Pfeffer!

      Welches Recht fragt sich. Wenn die Amis pfeifen wird bei uns gesprungen – das ist seit eh und je so und in den letzten Jahren hat sich das ganze Drama dann öffentlich gezeigt (s. NSA "Skandal").

      Ja ja, ich bin ein Aluhutträger, sowas aber auch… Aber egal was man sagt – Blind bin ich nicht!

      Da für unsere Kanzlerin das Internet und andere Dinge wie Cloud usw. noch Neuland sind (wo immer das auch liegt), wurde ja nicht mal der Angriff auf ihr Diensttelefon strafrechtlich verfolgt. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen… Man sind wir Bücklinge!!!

      • Sehe ich auch ganz ähnlich, falls Microsoft die Datensicherheit und die Datenhoheit ihrer Kunden tatsächlich so Wichtig wäre wie sie uns Glauben lassen wollen, müssten sie sofort offenlegen welche Telemetrie Daten, Windows 10 an die Microsoft Server übermitteln und augenblicklich damit aufhören.

        In den Fall könnte ich mir vorstellen das dass Vertrauensverhältnis der Kunden sich dadurch erheblich verbessern würde, da dieser Fall höchstwahrscheinlich aber niemals eintreten wird, behalte ich meine Daten lieber hier auf meinen 2 NAS Servern mit je 2 gespiegelten 8TB Festplatten.

        Und falls ich sie je loswerde möchte gibt es für mich einfachere Methoden, zb. sie aus dem 6ten Stockwerk zu schmeißen.

        • Gaga sagt:

          Halte ich ebenso – alles auf der NAS!
          Zugang per VPN (mit fester IP), wenn ich wirklich mal was brauche. Ansonsten hoste ich darauf alles selber, einschließlich aller Kalender, Kontakte und E-Mails (E-Mail mit Backup bei meinem VPN/IP Provider des Vertrauens, falls mein E-Mail Server mal nicht richtig zuhören will oder kann, was aber noch nie der Fall war). Per SSL klappt der Zugriff mit Android ebenso störungsfrei wie mit Apple Geräten und unserer Windows PCs. Zusätzlich läuft ein Cisco Firewall Router (noch ohne eingebauter Spionage :-)) und diverse Mechanismen wie IP und Regio Blocker usw. Ein Virenscanner auf der NAS dreht ebenfalls regelmäßig seine Runden…
          Das "Außennetz" ist selbstverständlich von meinem Hausnetz getrennt (Router stacking).

          Ich denke recht viel mehr kann man als Nicht-Netzwerkprofi nicht tun.

          Und das tolle: Der ganze Kram (Fritzbox, Cisco, 2 8 Port GB Switches, NAS und Backup Platten) steht bei mir im Keller, hängen an einer USV und machen NULL Arbeit. Messe ich da den Stromverbrauch kommt Freude auch: max. 45 Watt!

          Für was brauche ich da externe Dienste?

          • Meine beiden NAS Systeme sind von außen nicht erreichbar dafür habe ich einen Server den ich im Notfall erreichen könnte.
            Im Grunde hab ich alles was ich benötige auf meinen USB-Sticks oder auf meinem Notebook.

        • Tim sagt:

          letztlich gehts ja nur um T-Systems… Klar sichert sich die Telekom, bzw die Tochter hier ab.

          Microsoft bekommt die Daten allerdings schon durch die Nutzung der Software durch Telemetrie, durch Fehlerberichte und Co… Windows 10 Eingenschaften werden durch einen Vertrag mit T-Systems ja nicht verändert. Und die AGBs von Windows stinken zum Himmel, ist ja bekannt. Kann man so, oder so auslegen, je nachdem ob man darin nun positives, oder negatives sehen will. Erklären tut Microsoft das ganze ja schon logisch, nur schließt das eben einen Missbrauch nicht aus, selbst wenns nur ein gefühlter Missbrauch wäre.

          Und wie die Software und Verträge zwischen T-Systems und Microsoft aussehen und was da nun womöglich an Telemetrie stattfindet, weiß nur sonstwer…

          Leute wie von der NSA/BND und sonstigen Verbrecherbanden hängen eh im rechtsfreien Raum unbestraft dazwischen und greifen direkt ab, was an Daten fließt… Das ist alles Augenwischerei.

          Zumal in Deutschland eh am Datenschutz geschraubt wird, im Zweifel halt auch direkt auf europäischer Ebene… Egal ob wir zukünftig bei Kanzlerin Neuland bleiben, oder mal wieder einen 1000% EU Kanzler mit Bart bekommen; der letzte mit Bart war ja… nich ganz so dolle

      • Tim sagt:

        "Ja ja, ich bin ein Aluhutträger, sowas aber auch"

        Ist das nicht jeder, der Dinge auch mal hinterfragt ohne Antworten zu erhalten, von denen die keine Aluhüte sind?

        Mal um die Ecke zu denken ist einfach nicht gerne gesehen und man ist dann immer einfach nicht Positiv genug für diese Welt.

        Alles Verschwörungstheoretiker…

        und dann kommt nach Jahren sogenannter Verschwörungstheorien plötzlich ein Snoden um die Ecke und aus Theorien werden Skandale, die ausgerechnet diejenigen nicht stört, die mit den Fingern auf Verschwörungstheoretiker zeigen…

        Jedes Jahr neue Skandale, mal große, mal kleine und manchmal sogar künstlich erzeugte…

        Ich halte Querdenken nicht für verkehrt, sonst würde ich wohl auch bei MS mein Geld verdienen und tolle Features entwerfen und erst danach schauen, ob das Feature auch Sinn macht, oder sich genug Marketinghörige finden, die darauf abfahren…

        Lieber Aluhut als sinnbefreiter Optimist der heile Welt Gläubigen…

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