Fehlentwicklungen: Windows as a service, IoT und Cloud

Heute noch ein paar Infosplitter, die kurz Fehlentwicklungen im IT-Bereich aufspießen. Es geht um Windows as a service, die Sicherheit im Internet of Things sowie um die Cloud.


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Wer aktuell im IT-Umfeld unterwegs ist, wird ja vom Marketing mit Begriffen wie Windows as a service, IoT und Cloud als ‘den Fortschritt verkörpernd’ zugeschüttet. Wer nicht längst auf den Zug aufgesprungen ist und vorne mitfährt, wird als outdated und doof gebrandet. So mancher scheint aber zu ahnen, dass man da schon geraume Zeit auf den Abgrund zurast und nun einen guten Schritt weiter ist.

Wenn ‘Windows as a service’ die Kunden beißt

Ich rante hier ja regelmäßig über die Fehlentwicklung Windows 10 und den ‘as a service’-Ansatz. Scheint keinen zu interessieren, auch wenn ich aufzeige, dass die Einschläge immer näher kommen und die Windows-Nutzer von Microsoft am Nasenring durch die Arena geschleift werden.

Unter dem Titel Wo Windows as a Service Kunden beißt macht sich die Redaktion von heise.de Gedanken über das Thema und zeigt für Windows 10 Mobile sowie den PC auf, wo es kneift. Der Kunde, der auf Microsoft Windows und die Windows Phones gesetzt hat, sieht da ziemlich gearscht aus.

IoT-Sicherheit – was’n das?

Fortschritt heißt, wenn deine Kaffeemaschine, der Kühlschrank, das Spielzeug, dein Router oder die Webcam gehackt werden kann. Die Hersteller scheuen da weder Mühen noch Aufwand, um für diesen Zweck kleine, intelligente Zusatzkomponenten in die Geräte einzubauen. Das Ganze nennt sich Internet of Things (IoT) und kommt als besonders innovativ daher. Da kannst per Smartphone sehen, ob deine Heizung noch rennt und wer sich alles gerade einhackt. Und wenn Du dann nach Hause eilst, um den Stecker zum Internet zu ziehen, lässt die automatische Schließanlage dich nicht ins Haus, weil ein Zertifikat abgelaufen oder die Authentifizierung gerade ausgefallen ist. Gelingt es dir trotzdem, den Stecker zum Internet zu ziehen, sitzt Du im Dunkeln, Du frierst dir den Arsch ab, weil die Heizung nicht mehr geht, und Herd sowie Kühlschrank funktionieren wegen fehlendem Internet auch nicht.

Gut, ist eine fiktive Horrorgeschichte und schamlos gelogen. IoT ist clever, IoT ist notwendig, IoT ist der Fortschritt und IoT ist sicher! Schon wieder eine schamlose Lüge, die den Marketingleuten glatt und ohne Verzögerung über die Lippen kommt. Dabei wissen wir im Grunde doch alle, dass Sicherheit beim Thema IoT nicht vorkommt. Gehackte IoT-Geräte, die als Mitglieder von Botnetzen agieren, sind längst bekannt. Im Artikel Smart aber blauäugig – IT-Security für IoT macht sich die Computerwoche über das Thema IoT-Sicherheit her.

Raus aus der US-Cloud!

Was sind wir doch für Weicheier, wir, die Cloud-Verweigerer. Die US-Unternehmen wie Microsoft, Amazon oder Google halten riesige Cloud-Speicher und –angebote vor. Unternehmen und Privatanwender brauchen nur noch zu nicken und können die Cloud nutzen.

Dummerweise haben die Amerikaner falsch gewählt und ‘the Donald’ schleift gerade den Datenschutz für Ausländer. Was in der Cloud liegt, wird einfach analysiert und ausgewertet. Es gibt zwar das Privacy Shield-Datenschutzabkommen zwischen der EU und den USA. Aber das Teil beruht auf Zusagen von erwiesenen Lügnern, die das Papier, auf dem sie notiert sind, nicht wert sind. Das Abkommen ist für Europäer in Bezug auf den Schutz eigener Daten nutzlos und dürfte unter Trump bald geschlachtet werden.


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Die Redaktion von heise.de hat unter diesem Eindruck den Artikel  c’t empfiehlt: Raus aus den US-Clouds veröffentlicht. Ganz lesenswert – und nun macht euch an die Umsetzung.


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1 Antwort zu Fehlentwicklungen: Windows as a service, IoT und Cloud


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  2. Al CiD sagt:

    Als gelernter Elektroniker und seit Anfang der 80er Jahre auch in der EDV tätig teile ich die Vorsicht und Sorge, die man bei der seit einigen Jahren ausufernden Entwicklungen haben sollte.

    Ich sehe aber die Masse als den kritischen (oder eben nicht!-kritischen) Faktor an, der diese Entwicklung überhaupt annimmt… schlimmer noch, danach schreit!
    Da wird blindlings alles an Daten ins Universum des Internet heraus geschleudert, jede x-beliebige Web-/Überwachungskamera (inkl. Mikrofon…) und jede elektronisch verriegelte Tür ohne Bedenken angeschlossen… Hauptsache, es gibt eine App dazu und ich kann dabei zwischen den Pokémons noch einmal hinein gucken.

    Wofür ist man in den 80er gegen die Volkszählung auf die Straße gegangen?
    Das alles kann nur ins Auge gehen.

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