Neue Update-Optionen für Windows 10 Creators Update

Microsoft ändert erneut das Update-Modell für Windows 10. Ab dem Windows 10 Creators Update wird es für Business-Kunden neue Optionen geben, um Updates zu installieren.


Anzeige

Kumulative Updates – wie es bisher lief

Bisher war es ja so, dass Microsoft kumulative Updates für Windows 10 freigegeben hat. Jedes dieser kumulativen Updates enthielt neben den neuen Fixes auch die Updates der Vormonate. Damit sollte (zumindest in der Theorie) durch Installation des aktuellsten Updates das Windows 10-System auf den aktuellen Patchstand gehoben werden.

Ich schrieb ‘zumindest in der Theorie’, da mir aufgefallen ist, dass Windows 10-Maschinen, die länger nicht gestartet waren, fleißig die älteren kumulativen Updates nachinstalliert haben, bis irgendwann das aktuelle kumulative Update dran war.

Am zweiten Dienstag im Monat war Patchday, wo die kumulativen Updates für Windows ausgerollt wurden. Diese Updates wurden dann von den meisten Windows 10-Benutzern installiert. Manchmal kamen auch noch weitere kumulative Updates für Windows 10, um Probleme zu fixen.

In Firmenumgebungen erfolgt die Verteilung der Updates per Windows Server Update Services (WSUS) oder System Center Configuration Manager (SCCM). Dort wurden die monatlichen kumulativen Updates von Microsoft als “Security Updates” angeboten (weil irgendwie auch ein paar Sicherheitsfixes drin enthalten waren). Allerdings scheint es bei Businesskunden Diskussionen gegeben zu haben. Man musste am Patchday das Update installieren oder es sein lassen.

Diese Diskussion hatten wir ja bereits ausgiebig im Blog, da auch in Windows 7 und Windows 8.1 die Rollup Updates ausgerollt werden, wo man nichts mehr konfigurieren kann. Dort gibt es aber die Security Online-Updates, die man in Firmen per WSUS oder SCCM verteilen kann.

Microsoft ändert die Update-Optionen

Nach fast 2 Jahren kündigte Michael Niehaus in einem Blog-Beitrag Änderungen an den Update-Optionen für Windows 10 Creators Update an.

  • Man wird monatlich eines oder möglicherweise sogar mehrere zusätzliche kumulative Updates anbieten, die nur neue nicht sicherheitsrelevante Updates enthalten. Diese werden als “Updates” in WSUS und in SCCM aufgeführt.
  • Möglicherweise werden einige dieser zusätzlichen kumulativen Updates kritische Fixes aufweisen, welches den Betrieb von Windows 10 in Organisationen beeinflusst. Dann wird Microsoft diese Patches als “Critical Updates” in WSUS und in SCCM ausweisen.

In Umgebungen, wo Windows Update for Business verwendet wird, werden die als “Updates” und “Critical Updates” ausgewiesenen neuen Updates nicht installiert, falls die Einstellungen auf verzögerte Update-Installation geändert wurden. Firmen erhalten laut Microsoft nun die Möglichkeit, flexibel auf diese nicht sicherheitsrelevanten kumulativen Updates zu reagieren.

  • Die Updates können, wie die regulären zum Patchday freigegebenen Updates direkt installiert werden (um die Systeme direkt zu aktualisieren – mit dem Risiko, dass nichts mehr geht).
  • Die Updates können selektiv auf ausgewählten Systemen installiert werden, so dass man testen kann, ob es Probleme mit der Installation gibt.
  • Die Updates können auch selektiv für die gesamte Organisation ausgerollt oder partiell abgewiesen werden, je nachdem, ob ein Problem adressiert wird oder nicht.
  • Die Updates können auch global blockiert werden, wobei Microsoft die gleichen Fixes in das kommende kumulative “Update” für den Patchday des Folgemonats (neben zusätzlichen Sicherheits-Updates) integriert.

Microsoft hofft damit, Firmen die notwendige Flexibilität an die Hand zu geben, um Updates nach Bedarf auf Windows 10 V1703-Clients zu verteilen. Ich schätze, dass Administratoren nun noch mehr beachten müssen. Ich werde da wohl noch mehr Futter zum Bloggen haben. Wie schätzt ihr als Administratoren die Sache ein: Endlich reagiert Microsoft oder eher Mist, noch mehr Arbeit? (via)


Anzeige
Dieser Beitrag wurde unter Update, Windows 10 abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Antwort zu Neue Update-Optionen für Windows 10 Creators Update


  1. Anzeige
  2. JohnRipper sagt:

    Es wär es zu einfach gewesen die Logik des Servicing Models von Windows 7/8/8.1/2008/2012 zu verwenden.

    Dort habe zumindest ich mein Ryhmus gefunden indem Security-only sofort in Monat und Roll-up im Folgemonat ausgerollt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.