Warum Microsoft mit Cortana Amazons Alexa verpennt hat

Microsoft hat ja mit Cortana eine Sprachassistentin in Windows 10 am Start. Aber Amazon hat Microsoft mit Alexa das Wasser abgegraben. Ein Ex-Microsoft Entwickler legte nun offen, welche Fehler Microsoft (und Google) gemacht haben.


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Das Ganze wurde in einem Interview, welches Wired mit Qi Lu, früher Executive Vice President bei Microsoft, deutlich. Qi Lu arbeitet jetzt in China für Baidu, ein wenig Marketing steckt also hinter dem Interview. MS Power User hat sich die Mühe gemacht, die relevanten Passagen in diesem Artikel (Englisch) herauszuziehen.

“I worked on Cortana four and a half years ago. At the time we all were like, “Amazon, yeah, that technology is so far behind.” But one thing I learned is that in this race to AI, it’s actually more about having the right application scenarios and the right ecosystems.

Google and Microsoft, technologically, were ahead of Amazon by a wide margin. But look at the AI race today. The Amazon Alexa ecosystem is far ahead of anybody else in the United States. It’s because they got the scenario right. They got the device right. Essentially, Alexa is an AI-first device.

Microsoft and Google made the same mistake. We focused on Cortana on the phone and PC, particularly the phone. The phone, in my view, is going to be, for the foreseeable future, a finger-first, mobile-first device. You need an AI-first device to solidify an emerging base of ecosystems.”

Mit anderen Worten: Microsoft und Google haben sich lange auf die Technologie fokussiert und waren dort führend. Die Fokussierung auf den PC und Smartphones erwies sich aber als Fehler. Smartphones werden auf lange Sicht Geräte mit Fingerbedienung bleiben – Sprachassistenten sind ein nettes Gimmick.

Amazon hat dagegen den richtigen Weg eingeschlagen und einen Lautsprecher mit Spracheingabe (Alexa) ausgestattet. Das war die Killer-Applikation, auf die der Markt (in den USA) gewartet hat. Es ist also das Eco-System, welches über den Erfolg entscheidet. Trifft ein Gerät (z.B. das iPhone, das iPad, Alexa etc.) die Bedürfnisse des Markts, wird es ein Erfolg – egal wie schwach es technisch sein mag. Der von Microsoft propagierte Ansatz ‘wir können mit Windows 10 alles’ scheint dagegen immer häufiger auf dem Markt in eine Sackgasse zu münden. Oder wie seht ihr das?


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3 Antworten zu Warum Microsoft mit Cortana Amazons Alexa verpennt hat


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  2. Christian sagt:

    Tja, also ich verstehe es nach wie vor nicht, wie sich das allgemeine
    Volk freiwillig und mit eigener Bezahlung eine Abhöranlage in die
    Räume stellen kann – schon ulkig irgendwie… :-)

    Gruss, Christian

    • Ehrlich gesagt kann ich dass auch nicht verstehen, wie man dafür erstens noch was bezahlt um sich die Abhöranlage ins Wohnzimmer holen. Selbst Umsonst würde ich mir so ein Ding nicht ins Wohnzimmer stellen.
      Ich kann mir aber gut Vorstellen das Microsoft im Nächsten Windows auf Cortana verzichten wird.

  3. Don Omerta sagt:

    War klar, bei den ersten beiden über mir sitzt der Alu-Hut wohl ein wenig eng?
    Wenn ihr das wirklich so meint, dann schmeißt erstmal eure Smartphone ins Klo. Die Wanzen schleppt man schon seit dem Siemens S1 mit sich herum.
    Ich habe einen Echo-Dot und bin sehr zufrieden, mit ihm kann ich auch mein Smart-Home und Lampen steuern. Einkaufslisten erstellen die direkt auf meinem Smarty landen, es gibt sehr viel Skills die meine Komfortzone erweitern…..
    Und wenn ich den Dot nicht brauche, schalte ich ihn über eine Steckerleiste ab, so einfach ist das….

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