Zink-Luft-Akkus 5 x leistungsfähiger als LiIon-Akkus

Die Akkutechnologie wird über die Zukunft der Mobilität mit entscheiden. Lithium Ionen-Akkus sind heute der Stand der Technik. Zink-Luft-Akkus können aber die fünffache Ladungsmenge von Lithium Ionen-Akkus speichern.


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Dieser Durchbruch ist Forschern der Universität von Sydney und der Nanyang Technological University gelungen. Dies geht aus einer Veröffentlichung in Advanced Materials (kostenpflichtig) hervor.

Zink-Luft-Element
(Credit: The University of Sydney)

Den Forschern ist es wohl gelungen, den bei diesen Akkus notwendigen, teuren Katalysator auf Basis von Platin oder Irdium durch billige Katalysatormaterialien zu ersetzen. Das könnte den Siegeszug solcher Akkus in Mobilgeräten einleiten, sollen diese Akkutypen doch die fünffache Ladungsmenge Lithium Ionen-Akkus speichern. Ein englischsprachiger Artikel der Universität legt ein paar Informationen offen. Es dürfte aber noch eine Weile dauern, bis die Zellen marktreif sind. (via)

Das könnte möglicherweise auch der Startschuss sein, dass Geräte endlich längere Laufzeiten erreichen. Mit Lithium-Ionen-Akkus der heutigen Geräte ist kein wirklicher Blumentopf zu gewinnen. Die Hersteller protzen zwar mit Angaben von vielen Stunden. Eine Studie hat aber ergeben, dass die Notebook-Hersteller die Akkulaufzeit ihrer Geräte um Stunden überschätzen. Bleeping Computer hat dies bereits im April 2017 in diesem Artikel aufgegriffen. Basis ist die Untersuchung der englischen Site Which.

Akkulaufzeiten
(Akkulaufzeiten, angegeben, gemessen, Quelle: Which)


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4 Antworten zu Zink-Luft-Akkus 5 x leistungsfähiger als LiIon-Akkus

  1. sibu sagt:

    Wenn man schon mal erlebt hat, wie eine winzig kleine Zink/Luft-Batterie von der Größe einer Linse ein Hörgerät 1-2 Wochen am Laufen hält, wundert man sich nicht darüber. Nur lagerfähig ist sie, einmal aktiviert, nicht.

  2. Volker K. sagt:

    Zur Zink-Luft-Technologie habe ich aus meinem Metier der Berufsfofografie die größten Einwände.
    Nachdem die Quecksilber-Problematik das Aus für einen großen Teil von Knopfzellenarten bedeutete, konnten viele, teure Kameras und Spezialgeräte nicht mehr verwandt werden.
    Die Zink-Luft-Technologie, die uns dann nach geraumer Zeit förmlich als Wundermittel angepriesen wurde, stellte sich dann als echter Flop dar.

    Positiv war, wie bereits angesprochen wurde, die Lagerfähigkeit der, wohlgemerkt unaktivierten (!!!) Batterie. Den Händler freute es. Das war es dann aber auch.

    Der Anwender verbuchte nach nur wenigen Wochen -und natürlich stets im schlechtesten Moment- den kompletten Ausfall der Batterie, auch, wenn er diese zwar aktiviert, aber auch nur kaum benutzt hatte!

    Das Problem des Quecksilbers ist umfänglich bekannt, doch die früheren Batterien funktionierten nach Inbetriebnahme über Jahre (!) hin absolut verläßlich.
    Nun wuchsen die Kosten (Zink-Luft-Batterien sind teuer!) und der Müllberg beträchtlich. Und hatten letzlich doch wieder die Stilllegung oder die Abschaffung der betroffenen Geräte zur Folge.
    Mit diesem Zweig der Technik sind wir überhaupt noch nicht auf der sinnvollen Seite angekommen.

    • Tim sagt:

      „Nachdem die Quecksilber-Problematik“

      …die für Energiespar Lampen jedoch kein Thema war, damit wir die gesparte Energie zukünftig in Autos verpulvern können… ^^

      • David Teichfloh sagt:

        Ach was – für die Energiespar-Lampe gabs doch ne extra Sonder-Ausnahmegenehmigung-

        zu den Akkus – ich befürchte, dass das genauso eine Luftnummer wird wie die Mg-Akkus. Auch da wurde die vierfache Leistungsfähigkeit gegenüber Li versprochen. Und? Nix geworden.
        Zudem dürfte sich wieder die Batterie-Spannung ändern und so viele (Lade)Gerät in den Schrott schicken.

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