Fix und Infos zum Microsoft/HP-Patchday 3D Drive Guard-Bug

[English]Seit dem September 2017-Patchday gibt es auf HP-Systemen mit Windows 10 Version 1703 (neben dem Black-Screen-Bug) ein zweites Problem. Der HP 3D Drive Guard läuft nicht mehr korrekt. Hier Informationen zum Problem und ein Fix.


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In Teil 1 (Fix und Infos zum Microsoft/HP-Patchday-Black-Screen-Bug) der Artikelreihe habe ich über das Problem mit dem schwarzen Bildschirm bei HP-Rechnern nach dem September Update unter Windows 10 V1703 berichtet. Nun geht es zum zweiten Problem.

HP 3D Drive Guard streikt seit dem Update

Auf vielen HP-Systemen ist die Software HP 3D Drive Guard installiert. Diese wertet über den Beschleunigungssensor (Accelerator) Stöße, die den Festplatten gefährlich werden können, aus und fährt die Festplattenköpfe ggf. vorher in eine Parkposition. Der Drive Guard schützt also die Festplatte des Computers (betrifft nur Notebooks).

Allerdings ist die Software HP 3D Drive Guard, speziell unter Windows 10, ein Quell häufigen Übels. In diesem HP-Forenbeitrag verursacht der Filtertreiber hpdskflt.sys, der Dateioperationen überwacht, wohl unter Windows 8.1 einen BlueScreen mit dem Stop-Code 0xc0000428.

HP 3D Drive Guard

In diesem HP-Forenbeitrag beklagt sich ein Benutzer, dass unter Windows 10 der Accelerometer-Treiber im Geräte-Manager fehlt. Dieser deutschsprachige HP-Forenbeitrag dreht sich ebenfalls um die Tatsache, dass nach einem Upgrade von Windows 7/8.1 auf Windows 10 der HP 3D DriveGuard Treiber als unbekanntes Gerät im Geräte-Manager angezeigt wird.

Zudem habe ich diesen HP-Forenbeitrag gefunden, der ein Problem mit dem 3D Drive Guard nach dem September 2017-Update verantwortlich macht. Windows 10 meldet dort:

„HP Accelerometer wird in dieser Version von Windows nicht unterstützt. Möglicherweise ist eine aktualisierte App verfügbar.“

Offenbar wird die accelerometerdll.DLL nicht gefunden. Das Deinstallieren des HP 3D Driveguards und dessen Neuinstallation hat aber scheinbar nicht geholfen.

Ein Fix von HP

Blog-Leser Michael Borman (Experte im HP-Forum) hat bei mir im Blog diesen Kommentar hinterlassen. Dort verlinkt er den HP-Fix sp81920.exe, der eine Korrektur für das HP 3D Drive Guard-Problem nach dem September 2017-Patchday durchführt.


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Ich habe die Dateien im Fix analysiert (bei mir werkelt kein HP-Rechner). Der Patch enthält fixes für Windows 7, Windows 8.0/8.1 und Windows 10. Bei der Ausführung prüft ein Batch-Programm, ob 3D Drive Guard auf der Maschine vorhanden ist und aktualisiert die Dateien accelerometerdll.DLL, die gleichnamige sys-Datei, die HPMDPCoInst.dll sowie den bereits erwähnten Filtertreiber hpdskflt.sys (alle Dateien sind vom 28. April 2017).

Artikelreihe:
Fix und Infos zum Microsoft/HP-Patchday-Black-Screen-Bug
Fix und Infos zum Microsoft/HP-Patchday 3D Drive Guard-Bug

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6 Antworten zu Fix und Infos zum Microsoft/HP-Patchday 3D Drive Guard-Bug

  1. Dekre sagt:

    Kurz zur Info – Der HP 3 Drive Guard ist nur für HP-Notebooks/-Laptops. Eine Installation auf normale HP-Stand-PC funktioniert nicht, habe es selbst mal probiert. Es lohn sich wirklich mal die mit den jew. SP-(xyz-nummern)-exe dann mitkommende *txt-Datei wirklich zu lesen. Da steht drin für was das jeweilige SP (SP steht für Servicepack) geeignet ist. In bestimmen Fällen kann mal ein SP bei bestimmten anderen HP-Geräten sinnvoll sein und funktionieren. Das ist aber die Ausnahme, aber ein HP 3 Drive Guard wohl kaum. Man darf auch nicht davon ausgehen eine neuere Version davon auf sein HP-Notebook zu installieren, wenn es nicht aufgelistet ist. Das kann erhebliche Probleme verursachen.

    Zum Wechsel von HP-Geräten von Win7/8.1 zu Win10 – Das funktioniert ebenfalls nicht so einfach. Zwar sagt die MS-App zur Umstellungsprüfung dass es funktioniert, das gilt aber nicht für HP-Geräte per se. Es ist HP-treiberabhängig (gilt nebenbei auch für Geräte anderer Hersteller). Dafür gibt es ein Stichtag und zusätzlich dann noch Geräteabhängig. Das steht alles auf HP-Seiten. Man soll sich dann nicht wundern, wenn ein HP-Gerät auf Win10 selbst hochgeschraubt wurde und dann nicht so richtig funktioniert. Ich kann nur davor abraten und HP bietet für sowas erst recht keine Garantie und schon gar keinen Service an (letzterer nur wenn man dann viel zahlt und dann mit dem Ergebnis – geht nicht – Neukauf).

    Das sind alles meine Erfahrung, wenn man sich um sein Zeug selber kümmert (und kümmern muß).

  2. Oliver sagt:

    Ich hatte nach einem Update meines Windows 10 Home 64Bit die gleiche Meldung auf dem Schirm.
    Leider hat das vorgeschlagene SP81920.exe, nach Deinstallation des vorherigen HP 3D-DriveGuard und folgendem Neustart, auf meinem HP Envy 17-k102ng (K1H55EA#ABD) die Installation verweigert.
    Eine Neuinstallation, des auf der HP-Supportseite zu meinem Rechner angebotenen, SP71811.exe (HP 3D DriveGuard V6.0.28.1 Rev.A) brachte auch keinen Erfolg.

    Nun habe ich nach längerer Recherche unter:
    https://h30492.www3.hp.com/t5/Notebook-Betriebssysteme-und-Software/HP-Accelerometer-Fehlermeldung/td-p/474813
    ggf. eine Lösung gefunden.

    Nach Deinstallation und Neustart des alten DriveGuard´s und Installation des dort vorgeschlagenen SP81142.exe ist nun keine erneute Fehlermeldung aufgetaucht.
    Im Taskmanager scheint nun der DriverGuard wieder wie gewohnt zu werkeln.

  3. peer vonarx sagt:

    meldet doch endlich auch was positives zu der werkelei diverser compi hersteller im sinn was soll das ganze verschlimmbessern…runter mit all dem zeug.
    wärev das unbedingt nötig,hatte mickroschrott es schonj lange in irgend einer form im system.ich möchte all das zeug nicht, aber alle moderatoren haben hier feuchte hosen was konkretes gegen diesen hp und nvidia-wahn zu unternehmen

  4. Michael sagt:

    Ich habe 2021 einige Notebooks vor dem Verschrotten gerettet. U.a. ein HP ProBook 4710s, ProBook 4520s, 6710b, 6730b, 6830s, nx7400 und ein Pavilion dv7. Ich haben allen Rechnern SSDs als 1. und 2. Festplatte (wer braucht 2021 noch einen internen Brenner) spendiert und alle mit dem maximal möglichen RAM aufgerüstet, zudem bei denen, die einen PC-Card-Platz haben, auch USB3. Ich habe alle Rechner weiterhin im Gebrauch, für unterschiedliche Dinge. Windows 10 läuft auf allen Rechnern, auch alle Dockingstations werden erkannt. Na klar, einige Dinge (vor allem das WLAN) braucht manuelle Nachjustierung, aber man ist ja nicht alleine mit dem Problem und mit genügend Geduld wird man im Netz auch fündig. Viele der Windows 7-Treiber von der HP-Seite funktionieren auch unter Windows 10, allerdings muss man machmal einfach durchprobieren, denn wenn der Treiber für das Modell, das man gerade wieder aufbaut nicht funktioniert, funktioniert in der Regel der Treiber eines ganz anderen Modells plötzlich problemlos. Die WLAN-Probleme habe ich in allen Fällen mit der Installation des HP Wireless-Assistant für das Modell 6710b lösen können, nach der Installation war WLAN und Bluetooth wieder funktionsfähig. Einzig und alleine das „Office-Knöpfchen“ für das 4710s habe ich nichts ans Laufen bekommen, aber hey… Outlook kann ich auch über die Taskleiste starten. Also, mit viel Geduld und Suchen (und das ist ein Stück weit mein Spass bei dem Retten älterer Geräte) kann man sowas auch lösen. Die i7- und i5-Modelle sind mit SSD und 8 GB RAM wirklich schnell, aber auch die Core2Duo sind, mit SSD und 8 GB RAM unter Windows noch für den normalen Gebrauch als Office-Rechner sehr brauchbar. Das nx7400 nutze ich für meinen Plotter etc. Klar, alle Aufgaben kann auch mein aktueller Rechner übernehmen, aber ich habe was gegen das Entsorgen funktionierender Geräte, nur weil sie nicht mehr auf dem neues Stand sind. Also rette ich diese legal vor dem Container, bereite sie auf, tausche hier und da was aus und rüste sie maximal auf. Hobby halt. ;-)

    • Günter Born sagt:

      Du sitzt da offenbar an einer guten Quelle – leider fliegen hier keine zu verschrottenden Lenovos etc. vorbei. Wären sicher für Linux eine nette Plattform. Wäre vor allem interessant, ob die HPs mit Win10 oder Linux mucken – da gab es ja immer mal wieder mit Win 10 Probleme in der Vergangenheit, weil von HP nicht alles durchentwickelt wurde.

      • Michael sagt:

        Konkursmasse oder gezielte Suche bei ebay-Kleinanzeigen oder in den örtlichen Zeitungen. Habe ich für einen Appel und ein Ei bekommen, wollte sonst niemand haben. Windows 10 ist bei den genannten Modellen wirklich kein großes Problem. Sobald aber der WLAN-Chip von Broadcom ist, dann muss man ein bisschen Zeit investieren. Wie oben gesagt, mit dem HP Wireless Assistant, den man von der HP Support Seite für das Modell 6710b für Windows 7 herunterladen kann, habe ich alle o.g. Modelle für WLAN und Bluetooth (das ist mit in dem Chip integriert) wieder ans Laufen bekommen. Beim 6730b funktionieren sogar die Slider-Bedienelemente (Sensortasten) ohne weiteres. Ach ja, auch für die Fingerabdrucksensoren des 6710b, 6730b, 4520s und den Pavilion braucht es auch Geduld, da muss man herausbekommen, welche Hardware verbaut ist und dann dafür einen Windows 7-Treiber suchen. Da gibt es einige, die man durchnudeln muss bis man den passenden gefunden hat. Aber hey, das ist doch der Spass an der Sache. Und ich freue mich immer wie ein Schneekönig, wenn ich ein Notebook optisch und technisch wieder Tiptopp hinbekommen habe. Ich habe was gegen die Wegwerfkultur unserer Zeit. Die HPs laufen und laufen. Und man kann diese wenigstens noch aufschrauben (und das bei den meisten der o.g. Modellen sogar ausgesprochen gut) und wenn man den richtigen Zeitpunkt erwischt, sind Speicherriegel noch richtig günstig, bevor sie richtig teuer werden. Mit SSDs kommen natürlich alle zurecht, und einen Rahmen für eine zweite Festplatte, die in den Multifunktionsschacht passt, gibt es für alle Modell für unter 10 EUR. Man kann sogar die originalen Gehäuseverblendungen der Brenner-Schubladen abklipsen und auf dem Rahmen aufklipsen. Man sieht von außen gar nicht, das dort kein Brenner mehr drin ist. Sogar die LED flackert bei der Plattenbenutzung. Auch die PCCard-Erweiterungen mit USB3 kosten nicht die Welt. Ebenso Ersatzakkus. Nur die 90W-Netzteile, die man für den Betrieb der Dockingstations benötigen, kosten schon etwas mehr, wenn diese nicht mehr dabei waren. Alles in allem kann man sich für Office-Zwecke HP-Notebooks aus dieser Periode für schmales Geld sehr gut wiederherichten. Mit ein bisschen Isopropylalkohol und Muskelschmalz sehen die Gehäuse auch wieder aus wie neu.

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